Produktbild: Die Kaiserin von Galapagos

Die Kaiserin von Galapagos Deutsche Abenteuer in Lateinamerika

2

19,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

28.04.2025

Verlag

Berenberg Verlag GmbH

Seitenzahl

264 (Printausgabe)

Dateigröße

5343 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783911327121

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Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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Erscheinungsdatum

28.04.2025

Verlag

Berenberg Verlag GmbH

Seitenzahl

264 (Printausgabe)

Dateigröße

5343 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783911327121

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Eine schier wunderbar erschlagende Fülle von Informationen über deutschsprachige Helden und Antihelden in Lateinamerika!

MarcoL aus Füssen am 08.05.2025

Bewertungsnummer: 2485900

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Dieses Buch ist ein Sammelsurium, ein wahres Wunderwerk an ausgewählten deutschsprachigen Menschen (DE, A CH), die sich seit 1492 in Mittel- und Südamerika einen Namen gemacht haben. Im Guten wie im Schlechten. Man wird dabei beinahe schwindlig von der Fülle an Informationen, die die Autorin in akribischer Kleinarbeit zusammengetragen hat. Das Glossar zählt ca. 620 Personen, die auf den 236 Seiten erwähnt werden. Zunächst war Lateinamerika fest in der Hand der spanischen Kolonialmächte. Schon kurze Zeit nach Kolumbus verfügten die Konquistadoren ein gut ausgebautes Netz, um ja niemanden von der restlichen Welt an den immensen Schätzen der Neuen Welt teilhaben zu lassen. Dass dabei die indigene Bevölkerung ausgebeutet, gemordet, verschleppt und versklavt wurde, sollte hinreichend bekannt sein und diesen praktizieren Wahnsinn nur unterstreichen. Mit der Zeit wurden die Einreise- und Handelsbestimmungen etwas gelockert, und viele Abenteurer, Künstler und Forscher bereisten den Kontinent – und natürlich zog es auch jene Menschen an, die nur schnelles Geld wollten, oder einfach auf der Flucht waren – vor allem die jüdische Bevölkerung Europas. Und dann gab es noch die Nazis, die ebenfalls meinten, Lateinamerika unterjochen zu können, was ihnen in Teilen sogar gelang. Sie dachten, sie könnten sich schon vor dem Krieg mit Paraguay eine faschistische Enklave sichern, was auch gebietsweise gelang. Geprägt wurde der ganze Kontinent von Unterdrückung und Ausbeutung, mehr oder weniger bis heute hinein. Reich an Bodenschätzen, sind es heute China und Russland, die sich holen was zu holen ist, denn Europa hat den Kontinent anscheinend wirtschaftlich vergessen. Und kaum waren die einzelnen Staaten unabhängig, gab es auch schon die ersten Revolten, Bürgerkriege und Diktaturen. In den ersten drei Jahrhunderten nach der Entdeckung zog es vor allem, neben den zerstörerischen Spaniern und Portugiesen, Historiker und Naturforscher auf den unbekannten Kontinent. Und auch hier fand im Prinzip nur eine Ausbeutung der Kulturen statt. Hunderttausende von Artefakten, den Indigenen entrissen oder aus Gräbern geraubt, tummeln und verstauben nun in europäischen Museen. Ein unermesslicher Reichtum – dazu noch das ganze Gold, das den Kontinent verlassen hatte. Es gibt natürlich auch sehr viele wohlgesonnene Forscher. Allen voran ist natürlich Alexander von Humboldt zu nennen, der in Lateinamerika fast wie ein Heiliger verehrt wurde und noch immer wird. Oder Moritz Rugendas, ein Augsburger Künstler, über dessen Leben auch @mariegatestallforth in ihrem wunderbaren Buch „Mirador“ erzählt. Auch Prinzessin Therese von Bayern (1850-1925) hinterließ wohlwollende Spuren auf dem Kontinent. Eine weitere Frau, Maria Sibylla Merian (1647-1717) machte sich sogar schon vor Humboldt mit ihren Pflanzen- und Insektenstudien einen Namen. Die titelgebende Geschichte der Kaiserin von Galapagos ist keineswegs eine Metapher, sondern die gab es wirklich. Eine nicht gerade rühmliche Geschichte, denn auf einer paradiesischen, abgelegenen Insel war es nicht mal einem Aussteigerpaar vergönnt, alleine in Ruhe und Frieden zu leben. Für den Horror bedurfte es nur zwei weiterer Personen. Geschehen 1929-1934, mittlerweile in Büchern, Dokus, Theaterstücken und sogar Verfilmungen (neueste: Eden) ausgiebig erzählt. Neben all den vielen deutschsprachigen Personen, um die es in diesem Buch geht (mit dabei natürlich auch sehr viele namhafte Schriftsteller), ist der Band aber auch nebenbei eine akribische Auflistung des geschichtlichen Zeitrahmens und der politischen Entwicklung der einzelnen Länder. Dabei wird auch nicht mit Gesellschaftskritik gespart, denn aus all den Fehlern und Gräuel, die gemacht wurden, scheint die Welt nicht viel gelernt zu haben. Von mir gibt es eine ganz große Leseempfehlung für dieses Werk mit seinem geballten Wissen. Riesenrespekt vor der Arbeit, die dahinter steckt!

Eine schier wunderbar erschlagende Fülle von Informationen über deutschsprachige Helden und Antihelden in Lateinamerika!

MarcoL aus Füssen am 08.05.2025
Bewertungsnummer: 2485900
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Dieses Buch ist ein Sammelsurium, ein wahres Wunderwerk an ausgewählten deutschsprachigen Menschen (DE, A CH), die sich seit 1492 in Mittel- und Südamerika einen Namen gemacht haben. Im Guten wie im Schlechten. Man wird dabei beinahe schwindlig von der Fülle an Informationen, die die Autorin in akribischer Kleinarbeit zusammengetragen hat. Das Glossar zählt ca. 620 Personen, die auf den 236 Seiten erwähnt werden. Zunächst war Lateinamerika fest in der Hand der spanischen Kolonialmächte. Schon kurze Zeit nach Kolumbus verfügten die Konquistadoren ein gut ausgebautes Netz, um ja niemanden von der restlichen Welt an den immensen Schätzen der Neuen Welt teilhaben zu lassen. Dass dabei die indigene Bevölkerung ausgebeutet, gemordet, verschleppt und versklavt wurde, sollte hinreichend bekannt sein und diesen praktizieren Wahnsinn nur unterstreichen. Mit der Zeit wurden die Einreise- und Handelsbestimmungen etwas gelockert, und viele Abenteurer, Künstler und Forscher bereisten den Kontinent – und natürlich zog es auch jene Menschen an, die nur schnelles Geld wollten, oder einfach auf der Flucht waren – vor allem die jüdische Bevölkerung Europas. Und dann gab es noch die Nazis, die ebenfalls meinten, Lateinamerika unterjochen zu können, was ihnen in Teilen sogar gelang. Sie dachten, sie könnten sich schon vor dem Krieg mit Paraguay eine faschistische Enklave sichern, was auch gebietsweise gelang. Geprägt wurde der ganze Kontinent von Unterdrückung und Ausbeutung, mehr oder weniger bis heute hinein. Reich an Bodenschätzen, sind es heute China und Russland, die sich holen was zu holen ist, denn Europa hat den Kontinent anscheinend wirtschaftlich vergessen. Und kaum waren die einzelnen Staaten unabhängig, gab es auch schon die ersten Revolten, Bürgerkriege und Diktaturen. In den ersten drei Jahrhunderten nach der Entdeckung zog es vor allem, neben den zerstörerischen Spaniern und Portugiesen, Historiker und Naturforscher auf den unbekannten Kontinent. Und auch hier fand im Prinzip nur eine Ausbeutung der Kulturen statt. Hunderttausende von Artefakten, den Indigenen entrissen oder aus Gräbern geraubt, tummeln und verstauben nun in europäischen Museen. Ein unermesslicher Reichtum – dazu noch das ganze Gold, das den Kontinent verlassen hatte. Es gibt natürlich auch sehr viele wohlgesonnene Forscher. Allen voran ist natürlich Alexander von Humboldt zu nennen, der in Lateinamerika fast wie ein Heiliger verehrt wurde und noch immer wird. Oder Moritz Rugendas, ein Augsburger Künstler, über dessen Leben auch @mariegatestallforth in ihrem wunderbaren Buch „Mirador“ erzählt. Auch Prinzessin Therese von Bayern (1850-1925) hinterließ wohlwollende Spuren auf dem Kontinent. Eine weitere Frau, Maria Sibylla Merian (1647-1717) machte sich sogar schon vor Humboldt mit ihren Pflanzen- und Insektenstudien einen Namen. Die titelgebende Geschichte der Kaiserin von Galapagos ist keineswegs eine Metapher, sondern die gab es wirklich. Eine nicht gerade rühmliche Geschichte, denn auf einer paradiesischen, abgelegenen Insel war es nicht mal einem Aussteigerpaar vergönnt, alleine in Ruhe und Frieden zu leben. Für den Horror bedurfte es nur zwei weiterer Personen. Geschehen 1929-1934, mittlerweile in Büchern, Dokus, Theaterstücken und sogar Verfilmungen (neueste: Eden) ausgiebig erzählt. Neben all den vielen deutschsprachigen Personen, um die es in diesem Buch geht (mit dabei natürlich auch sehr viele namhafte Schriftsteller), ist der Band aber auch nebenbei eine akribische Auflistung des geschichtlichen Zeitrahmens und der politischen Entwicklung der einzelnen Länder. Dabei wird auch nicht mit Gesellschaftskritik gespart, denn aus all den Fehlern und Gräuel, die gemacht wurden, scheint die Welt nicht viel gelernt zu haben. Von mir gibt es eine ganz große Leseempfehlung für dieses Werk mit seinem geballten Wissen. Riesenrespekt vor der Arbeit, die dahinter steckt!

Eine schier wunderbar…

MarcoL aus Füssen am 08.05.2025

Bewertungsnummer: 2938401

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Eine schier wunderbar erschlagende Fülle von Informationen über deutschsprachige Helden und Antihelden in Lateinamerika! Dieses Buch ist ein Sammelsurium, ein wahres Wunderwerk an ausgewählten deutschsprachigen Menschen (DE, A CH), die sich seit 1492 in Mittel- und Südamerika einen Namen gemacht haben. Im Guten wie im Schlechten. Man wird dabei beinahe schwindlig von der Fülle an Informationen, die die Autorin in akribischer Kleinarbeit zusammengetragen hat. Das Glossar zählt ca. 620 Personen, die auf den 236 Seiten erwähnt werden. Zunächst war Lateinamerika fest in der Hand der spanischen Kolonialmächte. Schon kurze Zeit nach Kolumbus verfügten die Konquistadoren ein gut ausgebautes Netz, um ja niemanden von der restlichen Welt an den immensen Schätzen der Neuen Welt teilhaben zu lassen. Dass dabei die indigene Bevölkerung ausgebeutet, gemordet, verschleppt und versklavt wurde, sollte hinreichend bekannt sein und diesen praktizieren Wahnsinn nur unterstreichen. Mit der Zeit wurden die Einreise- und Handelsbestimmungen etwas gelockert, und viele Abenteurer, Künstler und Forscher bereisten den Kontinent – und natürlich zog es auch jene Menschen an, die nur schnelles Geld wollten, oder einfach auf der Flucht waren – vor allem die jüdische Bevölkerung Europas. Und dann gab es noch die Nazis, die ebenfalls meinten, Lateinamerika unterjochen zu können, was ihnen in Teilen sogar gelang. Sie dachten, sie könnten sich schon vor dem Krieg mit Paraguay eine faschistische Enklave sichern, was auch gebietsweise gelang. Geprägt wurde der ganze Kontinent von Unterdrückung und Ausbeutung, mehr oder weniger bis heute hinein. Reich an Bodenschätzen, sind es heute China und Russland, die sich holen was zu holen ist, denn Europa hat den Kontinent anscheinend wirtschaftlich vergessen. Und kaum waren die einzelnen Staaten unabhängig, gab es auch schon die ersten Revolten, Bürgerkriege und Diktaturen. In den ersten drei Jahrhunderten nach der Entdeckung zog es vor allem, neben den zerstörerischen Spaniern und Portugiesen, Historiker und Naturforscher auf den unbekannten Kontinent. Und auch hier fand im Prinzip nur eine Ausbeutung der Kulturen statt. Hunderttausende von Artefakten, den Indigenen entrissen oder aus Gräbern geraubt, tummeln und verstauben nun in europäischen Museen. Ein unermesslicher Reichtum – dazu noch das ganze Gold, das den Kontinent verlassen hatte. Es gibt natürlich auch sehr viele wohlgesonnene Forscher. Allen voran ist natürlich Alexander von Humboldt zu nennen, der in Lateinamerika fast wie ein Heiliger verehrt wurde und noch immer wird. Oder Moritz Rugendas, ein Augsburger Künstler, über dessen Leben auch @mariegatestallforth in ihrem wunderbaren Buch „Mirador“ erzählt. Auch Prinzessin Therese von Bayern (1850-1925) hinterließ wohlwollende Spuren auf dem Kontinent. Eine weitere Frau, Maria Sibylla Merian (1647-1717) machte sich sogar schon vor Humboldt mit ihren Pflanzen- und Insektenstudien einen Namen. Die titelgebende Geschichte der Kaiserin von Galapagos ist keineswegs eine Metapher, sondern die gab es wirklich. Eine nicht gerade rühmliche Geschichte, denn auf einer paradiesischen, abgelegenen Insel war es nicht mal einem Aussteigerpaar vergönnt, alleine in Ruhe und Frieden zu leben. Für den Horror bedurfte es nur zwei weiterer Personen. Geschehen 1929-1934, mittlerweile in Büchern, Dokus, Theaterstücken und sogar Verfilmungen (neueste: Eden) ausgiebig erzählt. Neben all den vielen deutschsprachigen Personen, um die es in diesem Buch geht (mit dabei natürlich auch sehr viele namhafte Schriftsteller), ist der Band aber auch nebenbei eine akribische Auflistung des geschichtlichen Zeitrahmens und der politischen Entwicklung der einzelnen Länder. Dabei wird auch nicht mit Gesellschaftskritik gespart, denn aus all den Fehlern und Gräuel, die gemacht wurden, scheint die Welt nicht viel gelernt zu haben. Von mir gibt es eine ganz große Leseempfehlung für dieses Werk mit seinem geballten Wissen. Riesenrespekt vor der Arbeit, die dahinter steckt!

Eine schier wunderbar…

MarcoL aus Füssen am 08.05.2025
Bewertungsnummer: 2938401
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Eine schier wunderbar erschlagende Fülle von Informationen über deutschsprachige Helden und Antihelden in Lateinamerika! Dieses Buch ist ein Sammelsurium, ein wahres Wunderwerk an ausgewählten deutschsprachigen Menschen (DE, A CH), die sich seit 1492 in Mittel- und Südamerika einen Namen gemacht haben. Im Guten wie im Schlechten. Man wird dabei beinahe schwindlig von der Fülle an Informationen, die die Autorin in akribischer Kleinarbeit zusammengetragen hat. Das Glossar zählt ca. 620 Personen, die auf den 236 Seiten erwähnt werden. Zunächst war Lateinamerika fest in der Hand der spanischen Kolonialmächte. Schon kurze Zeit nach Kolumbus verfügten die Konquistadoren ein gut ausgebautes Netz, um ja niemanden von der restlichen Welt an den immensen Schätzen der Neuen Welt teilhaben zu lassen. Dass dabei die indigene Bevölkerung ausgebeutet, gemordet, verschleppt und versklavt wurde, sollte hinreichend bekannt sein und diesen praktizieren Wahnsinn nur unterstreichen. Mit der Zeit wurden die Einreise- und Handelsbestimmungen etwas gelockert, und viele Abenteurer, Künstler und Forscher bereisten den Kontinent – und natürlich zog es auch jene Menschen an, die nur schnelles Geld wollten, oder einfach auf der Flucht waren – vor allem die jüdische Bevölkerung Europas. Und dann gab es noch die Nazis, die ebenfalls meinten, Lateinamerika unterjochen zu können, was ihnen in Teilen sogar gelang. Sie dachten, sie könnten sich schon vor dem Krieg mit Paraguay eine faschistische Enklave sichern, was auch gebietsweise gelang. Geprägt wurde der ganze Kontinent von Unterdrückung und Ausbeutung, mehr oder weniger bis heute hinein. Reich an Bodenschätzen, sind es heute China und Russland, die sich holen was zu holen ist, denn Europa hat den Kontinent anscheinend wirtschaftlich vergessen. Und kaum waren die einzelnen Staaten unabhängig, gab es auch schon die ersten Revolten, Bürgerkriege und Diktaturen. In den ersten drei Jahrhunderten nach der Entdeckung zog es vor allem, neben den zerstörerischen Spaniern und Portugiesen, Historiker und Naturforscher auf den unbekannten Kontinent. Und auch hier fand im Prinzip nur eine Ausbeutung der Kulturen statt. Hunderttausende von Artefakten, den Indigenen entrissen oder aus Gräbern geraubt, tummeln und verstauben nun in europäischen Museen. Ein unermesslicher Reichtum – dazu noch das ganze Gold, das den Kontinent verlassen hatte. Es gibt natürlich auch sehr viele wohlgesonnene Forscher. Allen voran ist natürlich Alexander von Humboldt zu nennen, der in Lateinamerika fast wie ein Heiliger verehrt wurde und noch immer wird. Oder Moritz Rugendas, ein Augsburger Künstler, über dessen Leben auch @mariegatestallforth in ihrem wunderbaren Buch „Mirador“ erzählt. Auch Prinzessin Therese von Bayern (1850-1925) hinterließ wohlwollende Spuren auf dem Kontinent. Eine weitere Frau, Maria Sibylla Merian (1647-1717) machte sich sogar schon vor Humboldt mit ihren Pflanzen- und Insektenstudien einen Namen. Die titelgebende Geschichte der Kaiserin von Galapagos ist keineswegs eine Metapher, sondern die gab es wirklich. Eine nicht gerade rühmliche Geschichte, denn auf einer paradiesischen, abgelegenen Insel war es nicht mal einem Aussteigerpaar vergönnt, alleine in Ruhe und Frieden zu leben. Für den Horror bedurfte es nur zwei weiterer Personen. Geschehen 1929-1934, mittlerweile in Büchern, Dokus, Theaterstücken und sogar Verfilmungen (neueste: Eden) ausgiebig erzählt. Neben all den vielen deutschsprachigen Personen, um die es in diesem Buch geht (mit dabei natürlich auch sehr viele namhafte Schriftsteller), ist der Band aber auch nebenbei eine akribische Auflistung des geschichtlichen Zeitrahmens und der politischen Entwicklung der einzelnen Länder. Dabei wird auch nicht mit Gesellschaftskritik gespart, denn aus all den Fehlern und Gräuel, die gemacht wurden, scheint die Welt nicht viel gelernt zu haben. Von mir gibt es eine ganz große Leseempfehlung für dieses Werk mit seinem geballten Wissen. Riesenrespekt vor der Arbeit, die dahinter steckt!

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Die Kaiserin von Galapagos

von Michi Strausfeld

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