Nach einem Fahrradunfall kehrt Frau Löffler nach Hause zurück – und findet ihr Viertel völlig verändert vor. Erst trifft sie auf längst verstorbene Nachbarn, dann steht auch noch ihre tote Großmutter in der Tür! Bald stellt sie fest: Sie selbst ist eine der Toten. Im Jenseits hausen die Toten – für die Lebenden unsichtbar – in ihren alten Häusern und führen ihre gewohnten Routinen fort. Doch der trügerische Frieden wird zum Höllenritt, als der charmante Herr Tober ins Viertel zieht und den Toten ein Paradies auf Erden verspricht, wenn sie die Lebenden aus dem Viertel vertreiben. Der Preis? Nur ein wenig Angst und Schrecken …
Kundinnen und Kunden meinen
4.1/5.0
Lillyliebtthriller
5/5
10.02.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Eine tiefgründige und ermutigende Geschichte.
Bei diesem Buch habe ich mich ein bisschen so gefühlt, als wäre ich bei einem Seniorenausflug dabei, das nicht nur daher kommt, dass die Figuren etwas älter sind, sondern auch, weil ich sie fast ausschließlich per Nachname kenne.
Am Anfang kam ich mit den neidischen und boshaften Charakteren nicht so wirklich zurecht, aber als ich verstanden habe, warum sie so reagieren konnte ich mich mit ihnen anfreunden.
Durch die ganze Geschichte hinweg, habe ich eine unterschwellige Spannung gespürt, die zum Schluss hin intensiver wird. Die sehr kurzen Kapitel haben mich immer wieder zum Weiterlesen animiert und durch die kleinen Twist blieb es immer interessant.
Ich nehme viel Positives von diesem Roman mit, besonders, dass einen Eigenschaften wie Neid, Gier und Hass von innen heraus hässlich machen, aber das man durch Mitgefühl und Liebe wieder schön werden kann und es nur eine Sache der Einstellung ist, wie man sein möchte.
Für mich hat auch die Vorstellung es etwas tröstliches, dass meine geliebten verstorben Verwandten in meiner Nähe sein könnten und ich sie vielleicht irgendwann wieder sehe.
Fazit: Eine tiefgründige und ermutigende Geschichte, die ich vor allem der älteren Generation ans Herz legen möchte, aber auch die Jüngeren können viel von diesem Buch lernen.
meerblick
5/5
20.10.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Gesellschaftskritik Olivia…
Gesellschaftskritik Olivia Monti lässt uns Lesende in ihrem Roman ‘Die Toten von nebenan‘ in eine Parallelwelt zu der unseren real existierenden eintauchen. Das Reich der Toten unterscheidet sich gar nicht so grundlegend von der Welt der Lebenden. Natürlich braucht man keine Nahrung mehr, um zu existieren. Man nutzt die alten Wohnstätten, hat sich eingerichtet, lebt als Schatten, Windhauch der menschlichen Gesellschaft. Es könnte alles so schön und unbeschwert sein, wenn da nicht dieser höchst manipulative Herr Tober wäre, dem dieses Zusammenspiel zwischen Totenreich und Lebendreich stört, der Streit und Zwietracht versucht zu säen, um seine egoistischen Interessen durchzusetzen. In genau jene Situation gelangt Frau Löffler nach einem Fahrradunfall. Zunächst verstört reagiert sie, als sie auf Verstorbene Verwandte und Nachbarn trifft. Arrangiert sich allerdings mit den scheinbar unabänderlichen Gegebenheiten und greift ein ins Geschehen. Eine Assoziation zu den aktuell vorherrschenden gesellschaftlichen und damit auch zu politischen Auseinandersetzungen scheint gewollt. Die gruselige, sehr eigenwillige Grundstimmung will Tendenzen in unserem Alltag widerspiegeln, gibt Anlass nachdenklich gestimmt zu werden.
Bewertung
5/5
02.10.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Es ist nie zu spät – auch Tote können noch etwas lernen!
Eigentlich ist es schon ein bisschen unheimlich, wenn man plötzlich bemerkt, dass man tot ist ... Frau Löffler, bei einem Fahrradunfall verunglückt, kann es zunächst gar nicht glauben, dass sie nicht mehr zu den Lebenden gehört. Doch dann trifft sie ihre tote Großmutter und findet sie sich in der Gemeinschaft toter Nachbarn wieder. Leider herrschen in dieser Gemeinschaft Hass und Neid, und ein gewisser Herr Tober, charmant und attraktiv, schürt die Atmosphäre mit großen Versprechungen weiter an. Diese Geschichte nimmt im Laufe des Romans rasante Fahrt an – wie weit werden sich die vom Leben enttäuschten Toten zu unmoralischem Verhalten verführen lassen? Ein spannendes Lesevergnügen.
Bewertung
aus Schönebeck
5/5
25.09.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Die Toten von nebenan
Dieses Buch verbindet auf originelle Weise Alltagsrealität mit einer skurrilen, düsteren Fantasie. Die Ausgangssituation ist sofort packend: Frau Löffler erkennt nach ihrem Unfall, dass sie längst zu den Toten gehört – und entdeckt eine geheimnisvolle Welt direkt neben der unseren. Besonders faszinierend ist die Idee, dass die Verstorbenen unsichtbar in ihren alten Wohnungen weiterleben, als hätte sich nichts verändert.
Doch die Ruhe kippt schnell, als der zwielichtige Herr Tober auftaucht und mit seinem verführerischen Angebot die fragile Balance zwischen Lebenden und Toten ins Wanken bringt. Hier entwickelt sich eine fesselnde Mischung aus Gesellschaftsparabel und gespenstischem Drama: Was passiert, wenn Sehnsucht nach einem „besseren Leben“ die Toten dazu verleitet, ihre Lebenden Nachbarn zu vertreiben?
Der Stoff bietet nicht nur spannende Unterhaltung, sondern wirft auch Fragen über Macht, Manipulation und die Grenzen zwischen den Welten auf. Atmosphärisch dicht, teils makaber, teils ironisch – ein ungewöhnlicher Roman, der Horror-Elemente mit feinem Witz und sozialer Beobachtung verbindet.
PageTurnersCat
5/5
20.09.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Die Toten von nebenan
*kostenloses Leseexemplar erhalten*
In dem Roman 'die Toten von nebenan" von Olivia Monti geht es um Frau Löffler die fast mit ihrem Fahrrad von einem LKW erwischt wird. In ihrem Viertel angekommen staunt sie nicht schlecht, die Dame die vor ihr läuft sieht aus wie eine ehemalige Nachbarin, nur ist diese schon vor Jahrzehnten verstorben. Als ihre verstorbene Großmutter die Tür öffnet beschleicht Frau Löffler ein ungutes Gefühl. Sie ist im Jenseits gelandet. Die Verstorbenen leben weiter in ihren Häusern, haben ihren Routinen unerkannt von den Lebenden im Diesseits. Diese "Koexistenz" klappt eigentlich ganz gut bis Herr Tober auftaucht. Er verschbricht Frau Löffler und ihren Nachbarn das Viertel zurückzuerobern - die Lebenden zu verjagen. Der Preis ist gering alles was sie tun müssen ist für ein bisschen Angst und Schrecken sorgen. Doch was führt Herr Tober wirklich im Schilde? Und was passiert wenn man sich auf dunkle Mächte einlässt? Schön bald müssen dich die Bewohner des "toten" Viertels entscheiden verfallen sie der Verführung oder bleiben sie standhaft?
Mir geht dieses Buch sehr gut gefallen. Die Idee das das Jenseits sich nicht von unserem heutigen Lieben unterscheidet ist sehr interessant. Es gibt wohl auch andere "Welten" in die die Verstorbenen kommen, aber wie sagt die Großmutter so schön: "Ich muss mich jetzt erstmal von meinem Leben erholen". Um auf die nächste Ebene zu kommen muss der Mensch wohl seine negativen Gefühle wie Neid, Eifersucht und "Drama" loslassen. Auch muss man sich von seinem irdischen Besitztümern verabschieden und Anderen und besonders sich selbst vergeben. Das hat mich sehr zum Nachdenken angeregt. Herr Tober, der seine Energie und Macht aus dem Negativen der Menschen zieht, ist ein zewielichtiger Genosse. Er manipuliert, betört und verhext die Menschen um seinen Plan das Viertel von den Lebenden zurückzuerobern zu erreichen.
Die verschiedenen Charaktere sind sehr gut aufgearbeitet, ich glaube jedem fällt zu den Personen eigene Bekannte und Nachbarn ein, die genauso sind. Ich finde es wird in diesem Roman sehr deutlich das wir oft zu sehr an Dingen hängen und viel zu viel Energie und Zeit in schlechte Gefühle stecken.
Wie gesagt, das Buch ist eine tolle und interessante Geschichte die sehr zum reflektieren einlädt.
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