Produktbild: Eroberung

Eroberung Wie der politische Islam Deutschland unterwandert

1

20,00 €

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

24.04.2025

Verlag

Kopp eBooks

Seitenzahl

252 (Printausgabe)

Dateigröße

2610 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783989921115

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ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Erscheinungsdatum

24.04.2025

Verlag

Kopp eBooks

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252 (Printausgabe)

Dateigröße

2610 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783989921115

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  • Bewertung

    3/5

    16.07.2026

    eBook (ePUB)

    „Der Tod ist eine Kunstform“ – Streitbare Abrechnung mit dem politischen Islam

    Manche Bücher entfalten ihre Wirkung langsam, andere schlagen ein wie ein Hammer. Und dann gibt es jene, die man aufschlägt und nach wenigen Sätzen das Gefühl hat, man sei mitten in einem Gespräch gelandet, das eigentlich keines ist – weil der eine redet und der andere nur noch staunt. „Eroberung“ ist so ein Buch: Es unterbricht den Leser nicht, es überrollt ihn. Die Autoren nehmen kein Blatt vor den Mund, und das ist durchaus als Kompliment gemeint, auch wenn man an manchen Stellen das Bedürfnis verspürt, den Kopf zu schütteln oder die Lektüre für einen Moment zu unterbrechen, um das Gelesene einzuordnen. Dieses Werk ist eine Mischung aus Politthriller, Enthüllungsjournalismus und temperamentvoller Streitschrift – und genau diese explosive Kombination macht seinen eigentümlichen Reiz aus. Der Titel ist Programm, das Zitat von Hassan al-Bannā, das ihm als Motto dient, ist schwer zu verdauen: „Der Tod ist eine Kunstform, trotz ihrer Bitterkeit manchmal eine wunderschöne Kunstform.“ Das ist nicht nur eine gruselige Einstimmung, sondern auch die programmatische Haltung, die das Buch über weite Strecken durchzieht. Die Autoren wollen keine distanzierte Analyse liefern, sondern einen Weckruf – laut, schrill und kompromisslos. Collin McMahon liefert im ersten Teil eine historische Spurensuche, die sich von der Gründung der Muslimbruderschaft 1928 in Ägypten über die Verstrickungen mit den Nationalsozialisten bis hin zur Verlagerung des MB-Hauptquartiers nach München in den 1950er Jahren erstreckt. Dass die CIA und der BND dabei eine entscheidende Rolle spielten, ist ein Fakt, der durchaus überrascht – und den McMahon mit Akribie und einer Fülle von Quellen belegt. Der zweite Teil, verfasst von Irfan Peci, einem ehemaligen Dschihadisten, der zum V-Mann wurde, ist dann ganz im Hier und Jetzt verankert. Peci zeigt an konkreten Fällen, wie Islamisten Medien, Parteien und Bildungseinrichtungen unterwandern – von der Vorzeigemoderatorin Nemi El-Hassan bis hin zu einer Moschee, die nach einem SS-Sturmbannführer benannt wurde. Das Buch hat eine fast atemlose Dynamik. Kaum hat man ein Kapitel beendet, wird man bereits ins nächste katapultiert. Das liegt nicht nur an den teils brisanten Inhalten, sondern auch an einem Schreibstil, der erfrischend unakademisch daherkommt – mal flapsig, mal bissig, immer bemüht, den Leser auf seiner Seite zu wissen. Ich habe das Buch in zwei Abenden durchgelesen, es ließ sich so flüssig konsumieren wie eine gute True-Crime-Serie, und das ist durchaus als Kompliment zu verstehen. Man fühlt sich bestens unterhalten – und das auf eine Art, die man bei einem Sachbuch nicht unbedingt erwarten würde. Eine Lieblingsszene hat sich mir besonders eingeprägt: Pecis Schilderung, wie er im Podcast „Honigwabe“ die al-Quds-Demo-Fotos von Nemi El-Hassan enthüllt. Er schreibt: „Plötzlich war sie da, unsere Nemi, die mit Preisen überhäufte Vorzeigemigrantin … mitten unter den Antisemiten, die Israel auslöschen wollen, und brüllte mit ihnen zusammen antisemitische Parolen.“ Diese Mischung aus Genugtuung, Enthüllungsdramatik und der fast filmreifen Inszenierung – man sieht die Livestream-Reaktionen förmlich vor sich – macht den Reiz des Buches aus. Dennoch: Man muss sich auf das Buch einlassen wollen. Es ist keine objektive Bestandsaufnahme, sondern eine engagierte Streitschrift. Die Kritik der Mainstream-Medien und der Politik wird pauschal als Naivität oder gar Kollaboration abgetan, Gegenargumente fehlen fast völlig. Das ist legitim – aber wer eine ausgewogene Debatte sucht, wird hier enttäuscht. Dazu kommt eine fast schon szenische Überhöhung der Muslimbruderschaft zur allgegenwärtigen, unbesiegbaren Hydra, was zwar spannend, aber mitunter auch etwas paranoid wirkt. Ganz bewusst muss ich aber auch sagen: Die historischen Recherchen und manche Enthüllungen sind handfest und belegt. Wer sich mit dem Thema ernsthaft auseinandersetzen möchte, kommt an den von McMahon zusammengetragenen Fakten nicht vorbei. Pecis Insiderwissen hingegen ist Gold wert – auch wenn seine Wertungen oft mit seinem eigenen Weg als Aussteiger zu erklären sind. Man stelle sich das Buch als Film vor: Ein düsterer Politthriller, angesiedelt zwischen Berlin, Brüssel und München, mit einer undurchsichtigen Organisation als Hauptfigur, verfolgt von einem ehemaligen Mitglied und einem misstrauischen Journalisten. Das wäre durchaus ein Stoff für eine kurzweilige Serie, die zwar nicht den Anspruch der absoluten Wahrheit, aber der guten Unterhaltung gerecht würde – und vielleicht sogar ein breiteres Publikum erreichte. Mein Fazit fällt daher zweigeteilt aus: „Eroberung“ ist ein Buch, das man als unterhaltsame, streitbare Abrechnung lesen kann, die durchaus neue Perspektiven eröffnet. Es ist jedoch kein neutrales Nachschlagewerk und sollte mit kritischer Distanz gelesen werden. Deshalb vergebe ich 3 von 5 Sternen. Ein halber Punkt mehr wäre möglich gewesen, wenn das Buch weniger polemisch und offener für Widerspruch gewesen wäre – dann hätte es sich von einem guten Buch zu einem wirklich wichtigen Buch entwickelt.

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