Produktbild: Bambino

Bambino

12

21,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

24462

Erscheinungsdatum

21.01.2026

Verlag

Diogenes eBooks

Seitenzahl

256 (Printausgabe)

Dateigröße

1106 KB

Übersetzt von

Peter Klöss

Sprache

Deutsch

EAN

9783257615708

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

Dieses eBook können Sie uneingeschränkt auf allen Geräten der tolino Familie, allen sonstigen eReadern und am PC lesen. Das eBook ist nicht kopiergeschützt und kann ein personalisiertes Wasserzeichen enthalten. Weitere Hinweise zum Lesen von eBooks mit einem personalisierten Wasserzeichen finden Sie unter Hilfe/Downloads.

Family Sharing

Ja

Mit Family Sharing können Sie eBooks innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Buch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Lesen durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um eBooks zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei Thalia oder einem anderen tolino-Buchhändler haben. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Family-Sharing.

Text-to-Speech

Ja

Bedeutet Ihnen Stimme mehr als Text? Mit der Funktion Text-to-Speech können Sie sich im tolino webReader und in der aktuellen Thalia – Lesen & Hören App das eBook vorlesen lassen. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Text-to-Speech.

Barrierefreiheit

  • navigierbares Inhaltsverzeichnis
  • logische Lesereihenfolge eingehalten
  • ausführliche Alternativtexte (z.B. für Abbildungen) vorhanden
  • entspricht der Vorgabe EPUB Barrierefreiheit 1.0 AA
  • keine Vorlesefunktionen des Lesesystems deaktiviert
  • Sprachkennzeichnung vorhanden
  • Inhalt auch ohne Farbwahrnehmung verständlich dargestellt
  • Landmark-Navigation vorhanden
  • entspricht der Vorgabe WCAG v2.2
  • entspricht der Vorgabe WCAG Level AA

Verkaufsrang

24462

Erscheinungsdatum

21.01.2026

Verlag

Diogenes eBooks

Seitenzahl

256 (Printausgabe)

Dateigröße

1106 KB

Übersetzt von

Peter Klöss

Sprache

Deutsch

EAN

9783257615708

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  • Shilo

    aus Ulm

    5/5

    21.01.2026

    eBook (ePUB)

    Ein Roman, der keine Schonung kennt

    Triest nach dem Ersten Weltkrieg ist ein Ort voller Brüche. Grenzen verschieben sich, alte Gewissheiten lösen sich auf, Gewalt liegt in der Luft. In diese Stadt stellt Marco Balzano eine Figur, die schwer auszuhalten ist und genau deshalb lange nachwirkt. Mattia, von allen nur Bambino genannt, ist jung, brutal und schon früh Teil der faschistischen Bewegung. Sein Spitzname täuscht, denn hinter dem jungen Gesicht steckt eine erschreckende Härte. Gewalt wird für ihn zur Sprache, Macht zum Halt. Auffällig ist die Kälte seines Handelns und die Leere, die ihn antreibt. Entschuldigungen gibt es keine, nur Gründe. Die Geschichte entfaltet sich schnell und konzentriert. Szenen wechseln abrupt, fast atemlos. Immer wieder blitzen Hinweise auf Mattias’ Herkunft auf, auf das Schweigen des Vaters, auf die fehlende Mutter. Diese Suche zieht sich sanft durch den Roman und gibt der Figur eine zusätzliche Tiefe. Es geht nicht um Rechtfertigung, sondern um Verletzungen, die nie ausgesprochen wurden und sich in Gewalt verwandeln. Besonders eindrücklich ist der Umgang mit Geschichte. Krieg, Faschismus, Besatzung und Schuld werden nicht erklärt oder eingeordnet. Sie sind einfach da, roh und unausweichlich. Triest wird zu einem Schauplatz, an dem sichtbar wird, wie schnell Täterrollen entstehen und wie flüchtig jede Form von Macht ist. Vieles bleibt bewusst offen. Die Sprache ist klar, hart und schnörkellos. Gefühle werden nicht ausformuliert, sondern entstehen zwischen den Zeilen. Gerade dadurch wirkt vieles beklemmend nah. Bambino bleibt eine Figur, die abstößt und zugleich fesselt, weil sie nicht vereinfacht wird. Am Ende steht kein Trost, keine Erlösung, sondern die Erkenntnis, dass Geschichte Menschen formt und verformt und dass Schuld selten eindeutig beginnt. Dieses Buch hinterlässt Unruhe. Es zwingt dazu, länger darüber nachzudenken, wie aus Orientierungslosigkeit Überzeugung wird und wie leicht Gewalt zur Identität werden kann. Ein Roman, der nicht gefallen will, sondern etwas offenlegt. Fünf Sterne und eine klare Leseempfehlung für alle, die literarische Romane schätzen, die fordern, verstören und lange nachwirken.

  • Bewertung

    4/5

    22.03.2026

    eBook (ePUB)

    Ein Mann, eine Stadt & der Lauf der Zeit

    "Bambino" ist wie "Ich bleibe hier" eine Liebeserklärung an eine Stadt. Hier: Triest. Und Bambino, der Protagonist, der durch Krieg und Schicksalsschläge seinen Weg findet. Und er ist kein Unschuldiger: als Faschist der ersten Stunde tut er alles dafür, Menschen, die nicht seinem Ideal entsprechen, zu unterdrücken und auszuliefern. Im Krieg sieht er den Horror der Front und wandelt seine Ansichten langsam. Eine Gesichte, die ein wenig braucht, um sich einzufinden und dann mitnimmt und berührt.

  • Bewertung

    aus Heek

    4/5

    18.02.2026

    eBook (ePUB)

    heftig

    "Bambino" so lautet der Titel von dem Buch. Wegen seines kindlichen Aussehens wird ein junger Mann so genannt. Doch die außere Erscheinung täuscht. Bambino kann sehr gewalttätig sein. Von seiner Mutter hat er kurz vor ihrem Tod erfahren, dass sie nicht seine biologische Mutter ist. Vom Vater, einem Uhrmacher, bekommt er hierzu keine Antwort. Bambino sucht Halt und versucht seine Mutter zu finden und gerät dabei an die falschen "Freunde". Er kommt in eine Szene, die sehr brutal und menschenverachtend vorgeht. Das Buch lässt ein beklemmendes Gefühl und viel Stoff zum Nachdenken zurück.

  • U.Be.

    5/5

    16.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Schockierend

    Marco Balzano greift in seinen Romanen immer ein Thema aus der Geschichte Italiens heraus. Diesmal aus der Zeit des Faschismus. Es ist ein ungewöhnlich hartes schockierendes Buch und trotzdem will man die Geschichte bis zum Ende lesen....

  • Eva

    5/5

    16.02.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Leben, eine Stadt, ein Jahrhundert

    Marco Balzano ist so ein begnadeter Geschichtenerzähler, dass ich trotz der Gewalt, der Abgründe, die sich auftun und der entsetzlichen Entbehrungen im Triest in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts völlig fasziniert jede Seite umblättere. Er erzählt die Geschichte von Mattia, genannt Bambino, enthusiastischer Faschist der ersten Stunde. Sein Leben ist so eng mit dem Schicksal der Stadt verbunden, dass die Geschichte von Mattia ohne die Geschichte Triests nicht geschrieben werden kann. Als Triest Stützpunkt der faschistischen Bewegung wird, entwickelt sich Bambino zum glühenden Faschisten. Er ist maßgeblich daran beteiligt, als das slowenische Gemeindezentrum Narodni Dom niederbrennt. Er zieht als Soldat in den Krieg und wird ab 1943 Spitzel für die deutschen Besatzer. Als Opportunist bewegt er sich zwischen den Welten, rücksichtslos, gewaltbereit und immer getrieben von der Hoffnung auf Liebe. Die Suche nach der Mutter wird zum Inbegriff für die Suche nach Zugehörigkeit mit drastischen Maßnahmen. Die persönliche Erfahrung macht aus dem harten Jungen einen skrupellosen Kämpfer gegen das Fremde. Doch was bedeutet es, dass die vermisste Mutter gar keine Italienerin ist? Erst als er zunehmender Lebenserfahrung die politischen Ideologien hinter sich lässt, erkennt Mattia, dass die Vergangenheit unabänderlich die Zukunft bedingt. Jedes Handeln hat Konsequenzen, Frieden findet nur, wer Gnade walten lässt. Marco Balzano springt hinein in das Herz einer gebeutelten Region, in der das Überleben von Verrat und dem Verlust der Würde abhängt. Wie kein Zweiter lässt er sprachlich eine literarische Welt entstehen, die die Schrecken der Epoche greifbar macht und das unsägliche, unverzeihliche Handeln seiner Protagonist*innen als zutiefst menschlich beschreibt. Wer sind wir, zu urteilen? Wie ist es möglich, sich selbst anzuerkennen, wenn jede Entscheidung existenziell ist? Wie kann das Überleben ein Leben werden, ohne an der Schuld zu zerbrechen? Wenn Menschen Spielbälle der Ideologien werden? Wie auch schon nach “Ich bleibe hier“, das mich zur Recherche an den Reschensee führte, möchte ich nun nach Triest und mich auf historische Spurensuche begeben.

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