Produktbild: Märtyrer!
Artikelbild von Märtyrer!
Kaveh Akbar

1. Märtyrer!

Märtyrer! Der New-York-Times-Bestseller | Barack Obama Leseliste 2024 | Nominiert für den National Book Award 2024

Gesprochen von
4

16,39 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Gesprochen von

Miloš Milovanović

Spieldauer

10 Stunden und 15 Minuten

Abo-Fähigkeit

Nein

Erscheinungsdatum

27.04.2025

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

38

Verlag

Hierax Medien

Sprache

Deutsch

EAN

9783863527235

Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Mit Family Sharing können Sie Hörbücher innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Hörbuch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Hören durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um Hörbücher zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei einem tolino-Buchhändler haben.

Gesprochen von

Miloš Milovanović

Spieldauer

10 Stunden und 15 Minuten

Abo-Fähigkeit

Nein

Erscheinungsdatum

27.04.2025

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

38

Verlag

Hierax Medien

Sprache

Deutsch

EAN

9783863527235

Kundinnen und Kunden meinen

Informationen zu Bewertungen

Zur Abgabe einer Bewertung ist eine Anmeldung im Konto notwendig. Die Authentizität der Bewertungen wird von uns nicht überprüft. Wir behalten uns vor, Bewertungstexte, die unseren Richtlinien widersprechen, entsprechend zu kürzen oder zu löschen.

Die Bewertungen sind nach Format, Anzahl Sterne und Datum sortiert.

  • mima

    5/5

    04.07.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Mehr Gefühl als Form

    Märtyrer! ist fragmentiert, intensiv, chaotisch und zutiefst menschlich. Es fällt schwer, alle Themen zu benennen, die das Buch berührt: Identität, Sinnsuche, Märtyrertum, Sucht, Sprache, Liebe, Depression, Kunst, Religion, Trauer, Generationenschmerz … Man hat das Gefühl, der Text selbst kann kaum Schritt halten mit der Wucht der Gedanken, die in ihm stecken. Und doch passt genau das – denn das Zersplitterte, Unfertige spiegelt den Zustand des Erzählers. Trotz der Schwere bleibt das Buch erstaunlich warm. Es will nicht belehren, nicht beeindrucken, sondern zeigt einen inneren Prozess, so ehrlich, dass man sich darin wiederfinden kann. Sicher ist es kein perfekter Roman, weder sprachlich noch strukturell. Aber er hat etwas in mir getroffen. Und das zählt für mich mehr als jede erzählerische Glätte.

  • Lea

    4/5

    27.08.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Was bleibt von einem Leben?

    Cyrus Shams ist 29, queer, süchtig, schmerzhaft wach und auf der Suche. Nach Bedeutung. Nach seiner Mutter, die starb, als ihr Flugzeug auf dem Weg aus Teheran von der US-Armee abgeschossen wurde. Nach einem Leben, das sich nach etwas anfühlt. Er schreibt Gedichte, lebt in Indiana, flieht in Drogen und Philosophie und entwickelt eine fast spirituelle Faszination für Märtyrer:innen. Jeanne d’Arc, Bobby Sands, seine Mutter, sein Onkel. Alle haben ihr Leben für etwas Größeres gegeben. Aber was ist sein „Größeres“? Kunst? Wahrheit? Die Erinnerung an eine Frau, die er kaum kannte? Als er in New York auf die Künstlerin Orkideh trifft, die sich selbst beim Sterben ausstellt, verschiebt sich für ihn alles. Ich sag’s so, wie ich’s gedacht hab: Das hier ist kein Roman, der in Kapiteln funktioniert. Das ist ein Gedicht, das Roman spielen will. Und das macht es auf eine verdammt schöne, manchmal auch verdammt anstrengende Weise. Kaveh Akbar schreibt wie jemand, der Sprache nicht benutzt, sondern fühlt. Jeder zweite Satz ist ein Zitatkandidat. Gleichzeitig bleibt vieles vage, metaphorisch, traumartig. Wer einen klassischen Plot sucht: please don’t. Wer bereit ist, sich treiben zu lassen: go. Zwischendrin gibt’s Dokumente, Gedichte, Zeitungsausschnitte, kleine Nebenstränge, die mal mehr, mal weniger zünden. ✨ Der Plot ist … na ja, sagen wir: ein loser Faden, der sich um Existenz, Trauma und Identität wickelt. Es passiert nicht „viel“ im klassischen Sinne. Aber emotional passiert alles. Cyrus ist nicht leicht zu begleiten. Er ist ein bisschen selbstzerstörerisch, ein bisschen anstrengend, oft witzig, immer klug. Ein Typ, der sich in seinen Gedanken verliert und dich dabei mitnimmt oder halt zurücklässt, wenn du nicht aufpasst. Was mir gefallen hat: Das Spiel mit Märtyrertum. Nicht im religiösen Sinne, sondern als Frage: Was ist ein Leben wert? Und wann wird ein Tod bedeutungsvoll? Was mich etwas rausgehauen hat: Manchmal verliert sich das Buch so sehr in sich selbst, dass ich nicht mehr wusste, worum es eigentlich gerade geht. Ich war an manchen Stellen komplett drin. Dieses Buch hat mich an Momente in meinem Leben erinnert, in denen man denkt: „Wenn alles gerade keinen Sinn macht, kann ich wenigstens Kunst draus machen?“ Cyrus’ Schmerz ist laut und leise zugleich. Die Trauer über eine Mutter, die er nicht kennt. Die Scham eines Lebens, das irgendwie falsch ist. Und dann diese Sätze, die dir das Herz zerschneiden, aber so schön sind, dass du sie dir trotzdem unterstreichen willst. Ich hab gelacht, ich war wütend, ich hab mich erschöpft gefühlt. Und ich hab verstanden, warum Akbar genau so schreiben musste. Auch wenn nicht alles daran perfekt ist, es ist ehrlich. Und das reicht manchmal. Fazit: "Märtyrer!" ist ein poetischer Roman über Verlust, Herkunft, Identität und das Bedürfnis, dass das eigene Leben (und vielleicht sogar der Tod) mehr bedeutet als nur Existenz. Nicht für jede Stimmung, nicht für jede Leser:in, aber wenn man sich drauf einlässt, dann trifft es. ⭐⭐⭐⭐

  • Bewertung

    Book Circle Community

    2/5

    14.12.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Selbstverliebt im Strudel der Märtyrer

    Ich bin nach der Hälfte ausgestiegen. Das sage ich gleich zu Beginn – diese Rezension ist keine umfassende, sondern eine persönliche. Es gab viele gute Gründe, weiterzulesen: Kaveh Akbars Sprache ist kraftvoll, manchmal sogar poetisch. Einzelne Sätze haben mich innehalten lassen, wie dieser: „Der Unterschied zwischen nicht mehr leben wollen und sterben wollen.“ Auch die Rückblenden – vor allem zu seiner Mutter, seinem Onkel oder Vater – habe ich als stark empfunden. Sie lesen sich fast wie eigenständige Erzählungen. Sie sind ruhig, traurig, oft berührend, und Akbar zeigt hier, dass er erzählen kann, wenn er die Selbstinszenierung verlässt. Doch genau da liegt mein Problem: die Gegenwartshandlung um Cyrus. Er ist süchtig, trinkt, konsumiert alles, was er kriegt – und dennoch ist er brillant, beliebt, unwiderstehlich. Alle lieben ihn, ob Männer oder Frauen, arm oder reich. Es ist, als würde die Welt sich um ihn drehen, ohne dass er je wirklich auf andere eingeht. Für mich wirkte das zunehmend unecht, nicht authentisch – als würde jemand eine Rolle spielen, statt wirklich zu leben. Cyrus bleibt in seiner Selbstdarstellung gefangen – und alle anderen Figuren scheinen nur da zu sein, um ihn zu spiegeln. Die Geschichte verliert sich in Fragmenten und Nebensträngen, oft elegant, aber ohne echten Zusammenhang. Irgendwann hatte ich das Gefühl, ich lese keine Geschichte, sondern ein Ego-Dokument mit literarischem Anstrich. Vielleicht ist das Absicht. Vielleicht ist das genau die Form, die Akbar wollte. Aber für mich – als Leser, der sich berühren lassen will – hat es nicht gereicht. Ich wünsche dem Buch weiterhin viele Leser*innen. Ich gehöre nicht dazu.

  • Wilde_buchjagd

    2/5

    11.06.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Konnte die Erwartungen nicht erfüllen

    »Man hatte keine Wahl. Es war undenkbar, zu einem neuen Tag Nein zu sagen. Also sagte man Ja, stand morgens auf und ertrug die Konsequenzen.« Cyrus verliert noch als Baby seine Mutter, die bei einem Flugzeugabsturz gestorben ist. Ihr Flugzeug wurde über den Persischen Golf versehentlich von den USA abgeschossen. Danach fliehen sein Vater und er in die USA, wo ein schwieriges Leben beginnt. Cyrus, nun erwachsen, reflektiert die Vergangenheit und versucht Sinn in seinem Leben und nach seiner Alkoholsucht zu finden und wird tief in das Thema des Märtyrertums gezogen. »"Entbehrlich", ein schlimmes Wort im Zusammenhang mit dem eigenen Leben, außer dass ich es eigentlich sogar befreiend finde. Es nimmt einem allen Druck, irgendwas oder irgendwer zu werden. Dass du einfach nur sein musst, mehr wird nicht von dir verlangt.« Akbar hat einen Roman geschaffen, der mich sehr zwiegespalten zurückgelassen hat. Zum einen kann er wunderschön mit Sprache und Worten umgehen. So spielt er immer wieder mit verschiedenen Perspektiven und wechselt zwischen Ich- und Allwissenden Erzählern zwischen Familienangehörigen, Cyrus und Freunden hin und her. Dies schafft eine Nähe und emotionale Tiefe, aber auch bewusste Abstände und vorsichtige Nahaufnahmen, die zu einem Gesamtbild zusammenfließen. Dies hat mich im ersten Drittel absolut begeistern können. Zum anderen hatte ich das Gefühl, dass es den Charakteren schwer fiel einen Punkt zu finden. Sie sich immerzu verrennen, in endlosen depressiven Monologen verlieren. Immer schweifen sie weiter aus, sodass mir manchmal der rote Faden aus der Hand entglitt. Ich hatte das Gefühl, dass Akbar zu viele Wort nutzt für das, was er sagen möchte. Er sagt dies immer sehr schön, virtuos und feinfühlig, aber die Sätze fühlen sich manchmal einfach mit schwermütiger Leere aufgebläht, die mich beim Lesen ermüdet hat. Dazu kommt, dass der Autor zu viel auf einmal will. Er vereint suizidale Fantasien mit wirren Traumpassagen, mixt Zeitebenen und möchte jedem Satz eine Tiefe geben, die überlastet und getränkt ist von Weisheit, die eher erdrückend wirkt und trotz ihrer Tiefgründigkeit trivial erscheint. Zudem fiel es mir sehr schwer eine emotionale Beziehung zu den Protagonist:innen zu entwickeln, was das ganze leider nicht besser gemacht hat. Würde ich diesen Roman nun weiterempfehlen? Ja, würde ich! Ich finde Kaveh Akbars Roman trotz meiner Kritik besonders, lohnenswert ihn selbst zu erleben und eigene Erfahrungen mit seinem Text zu machen. Vielleicht war auch schon das Thema des Märtyrers für mich schwierig und negativ behaftet. Auch während des Lesens konnte ich mich von dieser Einstellung nicht ganz frei machen. ____ »Märtyrer« von Kaveh Akbar. Aus dem Englischen von Stefanie Jacobs, Rowohlt.

Kundinnen und Kunden meinen

5

1

4

1

3

0

2

2

1

0

Bewertungen (4)

Weitere Artikel findest du in

  • Produktbild: Märtyrer!