Gute Poesie Literatur, Kultur und Herrschaft in Dessau-Wörlitz um 1800
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Set mit diversen Artikeln
Erscheinungsdatum
10.12.2025
Abbildungen
mit 85 z. T. farbigen Abbildungen
Verlag
Wallstein VerlagSeitenzahl
1336
Maße (L/B/H)
24,4/17/9,7 cm
Gewicht
2238 g
Auflage
1
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-8353-5805-8
Das Dessau-Wörlitzer Gartenreich war nicht allein ein künstlerisches, sondern auch ein literarisches Ereignis. 1774 gründete sich in Dessau die Reformschule Philanthropinum, die Zentralagentur einer neuen Kinder- und Jugendliteratur. Von 1781 an arbeitete die Buchhandlung der Gelehrten am Ort, das erste große Selbstverlagsunternehmen der Zeit. Winckelmann und Gellert, Basedow und Lavater, Goethe und Wieland beförderten das Kulturwerk des Fürsten Leopold Friedrich Franz von Anhalt-Dessau, der sich seit seinem Regierungsantritt 1758 in einem als aufgeklärt gepriesenen Umfeld bewegte. In Büchern suchte er Anregungen für eine mustergültige Herrschaft.
Unter dem Begriff der Guten Poesie, einer dienstbaren, auf äußere gesellschaftlich-kulturelle Zwecke zielenden Literatur, legt Christian Eger eine Geschichte des literarischen Lebens in Dessau-Wörlitz um 1800 vor, die den Zusammenhang von Poesie, Kultur und Herrschaft erklärt. Erstmals werden die Lektüren des Fürsten und der Fürstin Louise von Anhalt-Dessau erfasst, deren zahlreiche Kontakte mit Schriftstellern rekonstruiert. Dokumentiert werden Autoren und Werke, literarische und kulturelle Institutionen sowie die gesellschaftlichen Effekte des fürstlichen Kultureinsatzes, der versuchte, Poesie, das Gemachte, in Politik, das zu Machende, zu übersetzen.
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