Produktbild: Von Armut und Aufstieg

Von Armut und Aufstieg Die Geschichte einer Familie über vier Jahrhunderte

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36,00 €

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

09.10.2025

Abbildungen

mit 85 z. T. farbigen Abbildungen

Verlag

Wallstein Erfolgstitel - Belletristik und Sachbuch

Seitenzahl

413

Maße (L/B/H)

22,8/15,1/3,4 cm

Gewicht

715 g

Farbe

Weiß / Grau

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8353-5886-7

Beschreibung

Rezension

»Geschickt bettet der Autor die Personen, die alle miteinander verwandt sind, ein in die großen politischen und sozialen Umwälzungen dieses gewaltigen Zeitraums, der von der Reformation bis zu den beiden Weltkriegen reicht.«
(Günther Haller, Die Presse, 21.2.26)
»Biermann beschreibt die Lebensbedingungen seiner Vorfahren von 1570 bis zur Gegenwart. Das Besondere ist, dass dadurch die Geschichte nicht aus der Sicht der Herrschenden, sondern aus der Sicht des ›kleinen Mannes‹ erzählt wird.«
(Klaus Kowalke und Susanne Meysick, Freie Presse – Annaberger Zeitung, 07.02.2026)
»›Von Armut und Aufstieg‹ ist eine lesenswerte Fallstudie, materialreich und mit kräftigem niedersächsischem Lokalkolorit. Sie zeigt aus welch bedrückenden Verhältnissen, sich viele Familien hochgearbeitet haben.«
(Wolfgang Stenke, Deutschlandfunk Andruck, 16.02.2026)

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Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

09.10.2025

Abbildungen

mit 85 z. T. farbigen Abbildungen

Verlag

Wallstein Erfolgstitel - Belletristik und Sachbuch

Seitenzahl

413

Maße (L/B/H)

22,8/15,1/3,4 cm

Gewicht

715 g

Farbe

Weiß / Grau

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8353-5886-7

Herstelleradresse

Wallstein Verlag GmbH
Geiststraße 11
37073 Göttingen
DE

Email: info@wallstein-verlag.de

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Geschichte von unten erzählt – und genau deshalb so stark

Alrik Gerlach (Mitglied der Thalia Book Circle Community) am 25.12.2025

Bewertungsnummer: 2684282

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Man schlägt dieses Buch auf und merkt ziemlich schnell: Das hier ist kein gemütlicher Spaziergang durch die Vergangenheit, sondern ein Marsch über holprige Feldwege, durch Werkstätten, Ställe und enge Stuben. Biermann schreibt über Menschen, die selten eine Stimme hatten, und genau das trifft mitten ins Herz. Ackerknechte, Hirten, Schuhmacher – keine Helden mit Denkmälern, sondern Leute mit schmutzigen Händen und großen Sorgen. Zwischen 1560 und 1945 entfaltet sich eine Welt, die fremd wirkt und doch erschreckend nah kommt. Da ist der Schuhmacher Friedrich, der schuftet, spart, zweifelt und trotzdem nie sicher ist, ob es morgen reicht. Beim Lesen ertappt man sich dabei, wie man innerlich den Kopf schüttelt und gleichzeitig denkt: So weit weg ist das alles gar nicht. Armut ist hier kein abstrakter Begriff, sondern ein täglicher Begleiter. Besonders stark sind die stillen Momente. Das Leid der kleinen Anna im Siebenjährigen Krieg, die Verantwortung trägt, obwohl sie selbst kaum ein Kind sein darf, geht unter die Haut. Keine Effekthascherei, kein lautes Drama – genau dadurch wirkt es so ehrlich. Biermann vertraut darauf, dass die Geschichten für sich sprechen, und das tun sie. Auch Heinrich, der Dorfhirte und einfache Soldat von Waterloo, bleibt hängen. Kein Pathos, kein Ruhm, nur das nackte Leben zwischen Befehl und Angst. Immer wieder wandern die Gedanken beim Lesen ab: Wie hätte man selbst gehandelt? Wie viel Aufstieg ist überhaupt möglich, wenn die Herkunft wie ein schwerer Stein am Fuß hängt? Trotz aller Härte liegt in diesem Buch eine leise Würde. Biermann schreibt präzise recherchiert, aber mit erzählerischem Herz. Das Ergebnis ist Geschichtsschreibung, die nicht belehrt, sondern berührt. Kein Buch zum schnellen Weglesen, sondern eines, das nachhallt – lange nach dem letzten Kapitel.

Geschichte von unten erzählt – und genau deshalb so stark

Alrik Gerlach (Mitglied der Thalia Book Circle Community) am 25.12.2025
Bewertungsnummer: 2684282
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Man schlägt dieses Buch auf und merkt ziemlich schnell: Das hier ist kein gemütlicher Spaziergang durch die Vergangenheit, sondern ein Marsch über holprige Feldwege, durch Werkstätten, Ställe und enge Stuben. Biermann schreibt über Menschen, die selten eine Stimme hatten, und genau das trifft mitten ins Herz. Ackerknechte, Hirten, Schuhmacher – keine Helden mit Denkmälern, sondern Leute mit schmutzigen Händen und großen Sorgen. Zwischen 1560 und 1945 entfaltet sich eine Welt, die fremd wirkt und doch erschreckend nah kommt. Da ist der Schuhmacher Friedrich, der schuftet, spart, zweifelt und trotzdem nie sicher ist, ob es morgen reicht. Beim Lesen ertappt man sich dabei, wie man innerlich den Kopf schüttelt und gleichzeitig denkt: So weit weg ist das alles gar nicht. Armut ist hier kein abstrakter Begriff, sondern ein täglicher Begleiter. Besonders stark sind die stillen Momente. Das Leid der kleinen Anna im Siebenjährigen Krieg, die Verantwortung trägt, obwohl sie selbst kaum ein Kind sein darf, geht unter die Haut. Keine Effekthascherei, kein lautes Drama – genau dadurch wirkt es so ehrlich. Biermann vertraut darauf, dass die Geschichten für sich sprechen, und das tun sie. Auch Heinrich, der Dorfhirte und einfache Soldat von Waterloo, bleibt hängen. Kein Pathos, kein Ruhm, nur das nackte Leben zwischen Befehl und Angst. Immer wieder wandern die Gedanken beim Lesen ab: Wie hätte man selbst gehandelt? Wie viel Aufstieg ist überhaupt möglich, wenn die Herkunft wie ein schwerer Stein am Fuß hängt? Trotz aller Härte liegt in diesem Buch eine leise Würde. Biermann schreibt präzise recherchiert, aber mit erzählerischem Herz. Das Ergebnis ist Geschichtsschreibung, die nicht belehrt, sondern berührt. Kein Buch zum schnellen Weglesen, sondern eines, das nachhallt – lange nach dem letzten Kapitel.

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Von Armut und Aufstieg

von Frank Biermann

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