Nicht mehr durchstarten müssen, Schritttempo tut es auch. Mit dem Älterwerden begeben wir uns auf eine Reise, deren Ziel zwar feststeht, aber nicht der Weg, den wir dabei gehen. Doch warum daraus gleich ein grosses Altersprojekt machen und sich wieder abmühen? Es hindert uns nichts daran, zuerst einmal auszuschlafen und dann darüber nachzudenken. In ihrem wunderbaren Essay stellt uns Denise Buser eine unkonventionelle Reiseroute vor – klug, leichtfüssig und anregend. In einer Mischung aus persönlichen Erlebnissen, lebensphilosophischen Betrachtungen und kulturellen Analysen beleuchtet sie das Thema aus unterschiedlichsten Perspektiven: Wie werden das Alter und die damit verbundene Verletzlichkeit in der Kunst dargestellt? Was bedeutet das für das eigene Älterwerden? Welche Bedeutung kommt dem Herzblut und Engagement im Alter zu? Wie und wo findet man Trost und Hoffnung? Ist Sex im Alter noch ein Thema? Ja, wir werden älter. Chill mal!
Kundinnen und Kunden meinen
4.8/5.0
Bewertung
5/5
19.04.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Wohlwollend positiv, humorvoll und praktisch, aber auch ehrlich und direkt
Bücher über das Alter und Altwerden haben Saison. Das kleine Buch von Denise Buser hat mir besonders gefallen, da es immer ehrlich und direkt, aber gleichzeitig in einem wohlwollenden, positiven Grundton geschrieben ist. Einige der Anregungen, wie wir besser mit den Realitäten des Älterwerdens umgehen können, haben mich zum Nachdenken gebracht, denn sie sind für jeden zutreffend und praktikabel. Kleine Änderungen in der eigenen Haltung mit grosser Wirkung anstatt Patentrezepte oder teure Therapien!
MarieOn
5/5
23.01.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Inspirierende Gedanken zum Älterwerden
Es ist doch eigentlich schön, wenn der morgendliche Wecker keinen Druck mehr erzeugt. Unser Arbeitsleben lang haben wir das Wochenende herbeigesehnt, jetzt darf jeder Tag unbekümmert zelebriert werden. Wir sind befreit von der Periode und noch entfernt von Inkontinenzbinden. Wie schaffen wir es, das Alter nicht nur als Verlust von Gesundheit, straffer Haut und Vitalität anzusehen, sondern als Befreiung mit großen Intensitäten? Die Autorin führt mich mit ihrem schwungvollen Schreibstil durch verschiedene Epochen der Kunst, auf der Suche nach der Darstellung gealterter Körper und hilft mir, das Schöne darin zu finden. Wir sollten den eigenen Körper mit Gnade betrachten, uns dessen bewusst werden, wie gut er Krankheiten pariert hat, dabei half, unsere Lebensentwürfe zu verwirklichen und uns mit anderen Menschen verbunden hat. Die dritte Lebenshälfte schenkt uns die Zeit noch einmal alles zu hinterfragen und uns von einengenden Konventionen zu befreien. Da die heteronormative Attraktivität entschwindet, sind wir von dem Ballast befreit, mithalten zu müssen und jeden hübschen Menschen als Konkurrenz zu betrachten.
Wir können Schönheit jetzt selbst definieren. Die Natur bietet ungeheure Möglichkeiten, schönes zu entdecken und hat einen beruhigenden Einfluss.
Freude in den kleinen Dingen finden. Die Himbeermarmelade auf lauwarmem Brot, die heiße Dusche, das Sonnenbad, der schmerzarme Spaziergang, die Freude am Gelingen anderer oder ein gutes Buch. Minimalismus und Müßiggang im Alter können unsere Grundstimmung verbessern.
Sicher, diese letzten Lebensjahrzehnte mögen als Fluch und Segen zugleich betrachtet werden. Der Körper wird müde, Verluste von Freunden häufen sich, der/die Lebenspartner*in wird krank, leidet und verstirbt möglicherweise und Altersarmut vermiest einem sowieso das Leben. Die eigene Gesundheit verabschiedet sich und Schmerzen machen reizbar. In der Fülle der verlustreichen Möglichkeiten ist Jammern ein gängiges Mittel, das leider nichts kompensiert. Die Autorin weiß aus eigener Erfahrung, dass die Option ist, den Spieß umzudrehen. Zu schätzen, was man hat, statt zu vermissen, was fehlt. Aus der Opferhaltung in die eigene Macht und Handlungsfähigkeit zu kommen.
Fazit: Die 1959 geborene Autorin und Juristin hat mit diesem kleinen Buch einen wichtigen Fahrplan guter Ideen zusammengestellt, wie wir unseren Lebensabend verbringen könnten, ohne zu verzweifeln. Mit ihrer klugen Lebenserfahrung und der richtigen Prise Humor hat sie definitiv mein Bewusstsein erweitert. Dieses berührende, inspirierende kleine Schmuckkästchen aus Gedanken und Einsichten ist ein echtes Geschenk an jede/n der/die den Renteneintritt gerade hinter sich gebracht hat.
Bewertung
5/5
06.01.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
die Altenboomer
Als Generation „Babyboomer“ hat mich der Titel „Altersboomer“ sehr angesprochen .
Denise Buser versteht es, das Älterwerden in ein positives Licht zu setzen, indem viele gute Aspekte in diesem Lebensabschnitt erwähnt werden. Ihr Schreibstil ist humorvoll & locker. Eigenschaften, welche beim Älterwerden sehr wichtig sind. R.W.
Bewertung
5/5
03.01.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Nicht schön reden, aber Hoffnung machen
Es gibt bereits zahlreiche Literatur zum Thema Alter. Kann man über diesen Lebensabschnitt überhaupt etwas sagen, das nicht schon gesagt wurde? Ja, das geht. In einem sprachlich wunderbar formulierten Essay beschreibt Denise Buser in ihrem Buch «Die Altenboomer» – in Anlehnung an die in die Jahre gekommenen Babyboomer – was diese Generation vom Leben noch erwarten kann. Die Autorin redet nichts schön, aber sie macht Hoffnung auf ein paar weitere Jahre genussvollen Leben.
Bewertung
4/5
29.10.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Eloquenter Essay
Aufgrund des Titels könnte man denken, ‚Altenboomer’ sei ein Generationenporträt, also eine Darstellung der ins Alter gekommenen ‚Babyboomer’-Jahrgänge. Dabei ist ‚Altenboomer’ eine sehr persönliche Auseinandersetzung der Autorin mit dem Älterwerden. Sie bezieht sich in ihrem eloquenten Essay unter anderem auf künstlerische Darstellungen alter Menschen, oft auch auf persönliche Erlebnisse und Erfahrungen. Ein Buch für Menschen, die nach Inspiration suchen, um eine bejahende Lebenseinstellung auch in der Zeit des sogenannten Ruhestands zu bewahren. B.V.
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