Produktbild: Ein Porträt des Künstlers als junger Mann

Ein Porträt des Künstlers als junger Mann Ein Bildungsroman über die Selbstfindung eines Künstlers im Dublin des 19. Jahrhunderts und die Sehnsüchte der irischen Literatur.

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1,06 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Nein

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

04.04.2025

Verlag

Copycat

Seitenzahl

(Printausgabe)

Dateigröße

592 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9788028384227

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ePUB

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Barrierefreiheit

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Erscheinungsdatum

04.04.2025

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Copycat

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(Printausgabe)

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592 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9788028384227

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  • Bewertung

    5/5

    03.10.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wie so oft: Empfehlenswert, jedoch nicht ganz einfach!

    Was den Roman literaturwissenschaftlich so bedeutend macht, ist Joyces Verwendung der stream of consciousness-Technik. Diese narrative Methode ermöglicht es, die inneren Monologe der Figuren in einer Art und Weise darzustellen, die ihre unbewussten Gedanken und Emotionen unmittelbar und unvermittelt wiedergibt. Joyce war einer der ersten Autoren, die diese Technik konsequent anwendeten, und Ein Porträt des Künstlers als junger Mann ist ein brillantes Beispiel für die Vielschichtigkeit und Tiefe, die damit erreicht werden kann. Die Leser erleben Stephens psychische Entwicklung direkt mit, von den kindlichen Eindrücken bis hin zu den philosophischen und künstlerischen Erkenntnissen, die ihn letztlich prägen. <Jean-Paul>

  • Bewertung

    5/5

    19.07.2017

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Großes vom Großen

    Das "kleine" Ulysses vom großen Joyce. Wir begleiten Stephen Dedalus, er begegnet uns auch im gewaltigen Ulysses, auf seinem Weg vom kleinen Jungen zum mündigen Bürger. Joyce' besonderem Schreibstil ist es geschuldet, dass wir auf unnachahmliche Weise Zeuge von Stephens Weg werden. Mit zunehmender geistiger Entwicklung des Protagonisten entwickelt sich auch Joyce' Sprache in Bezug auf ihre Komplexität und ihre Vielfalt. Dedalus' Handlungen sind auch unsere Handlungen, seine Entscheidungen unsere Entscheidungen und seine Verlust ist genauso unser Verlust. Ein besonderes Buch vom ganz großen Meister, das dem Leser aber auch einiges an Konzentration und Durchhaltevermögen abverlangt.

  • Bories vom Berg

    aus München

    5/5

    28.04.2015

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Per aspera ad astra Wie…

    Per aspera ad astra Wie anders ist doch diese Geschichte als das betulich erzählte «Unterm Rad» von Hesse oder die verstörenden Erlebnisse, von denen Musil in «Die Verwirrungen des Zöglings Törless» berichtet! In mehr als zehn Jahren entstand über die Zwischenstufe der eher konventionell erzählten Erstfassung «Stephen Hero» schließlich der Roman «Ein Porträt des Künstlers als junger Mann», welcher als Debüt nun aber literarisch bereits vieles enthält, was James Joyce als Schriftsteller kennzeichnet. Sogar die Figur des autobiografisch inspirierten Protagonisten Stephen Dedalus findet sich später als eine der drei Hauptgestalten im «Ulysses» wieder, dem Jahrhundertroman, der seinen irischen Autor weltberühmt gemacht hat. Ist nun dieser Entwicklungsroman mit seinem deskriptiven Titel, der gleichermaßen auf die Kategorie Künstlerroman hinweist, eine empfehlenswerte Erstlektüre zur Entdeckung dieses großen Schriftstellers? Eindeutig ja, sie könnte sich literarisch sogar als eine Einstiegsdroge erweisen! Stephen scheint unrettbar im Sumpf eines orthodoxen Katholizismus gefangen. Die aus seiner Perspektive erzählte Geschichte beginnt mit der frühen Kindheit in einem wohlhabenden Elternhaus, das später allmählich verarmt, nicht zuletzt auch durch die Trunksucht des Vaters. Er besucht ein katholisches Internat, wo er einer streng religiösen Erziehung unterworfen ist, die ihm keinerlei geistigen Spielraum lässt in ihrer ebenso unbeirrbaren wie unnachsichtigen Dogmatik. Mit einem für Atheisten wie mich geradezu lachhaft anmutenden Ernst lässt der Autor die geistlichen Lehrkräfte in ausgedehnten Passagen naiv dümmlich zum Beispiel über die Hölle erzählen. Jenem Ort, ohne den die monotheistischen Kirchen den mit Abstand gewichtigsten Teil ihrer selbst angemaßten Legitimation verlieren würden. In endlosem Palaver wird über die großen Figuren der Kirchengeschichte berichtet, jene Heiligen und Seligen, die den Schulknaben als Vorbilder dienen sollen, wortreich wird über Sünde, Beichte, Reue und Absolution gefaselt und gelogen. Es grenzt an ein Wunder, dass unser Held, auf der Suche zu sich selbst, zu seiner ganz eigenen Gefühlswelt, dieser Zuchtanstalt und dem anschließenden jesuitischen College geistig und seelisch heil entkommen kann. Die Aufnahme in den Mönchsorden lehnt er ab, entflieht den Autoritäten und Konventionen, wählt stattdessen die geistige Freiheit eines Studenten der Künste in Dublin. Dieses Abstreifen von familiären und religiösen Zwängen und nicht zuletzt auch von den sexuellen Nöten eines Pubertierenden führt im weiteren Verlauf der Geschichte zu tiefsinnigen, köstlich freimütigen Disputen unter den Kommilitonen über irische Geschichte und Politik, über philosophische Themen, das Wesen und die Funktionen der Kunst, über Theorien der Ästhetik von der Antike bis zur Neuzeit. Joyce brilliert hier mit kühnen Gedankengängen und intelligenten Folgerungen in einer hoch komplexen Sprache. Die nun allerdings dem Leser nicht nur einiges abverlangt an geistiger Mitwirkung, sondern zu vollem Verständnis und mentalem Genuss auch eine adäquate Wissensbasis voraussetzt, die andernfalls durch fleißige Recherche ersetzt werden muss. Sprachlich ist hier ein Könner am Werk, der metaphernreich zu erzählen weiß, äußerst stimmige Bilder erzeugt im Kopf des Lesers, immer wieder überraschende Assoziationen hervorruft. Dazu benutzt er als einer der Ersten wirkungsvoll den Bewusstseinsstrom, ein Anfang des Zwanzigsten Jahrhunderts neues Stilmittel, das den Beginn des modernen Romans markiert. Es verleiht dem Erzählten hohe Authentizität, dieser Roman zeugt eindrucksvoll davon. Lustvolle Lautmalereien mit Wörtern und eigene Wortkreationen, die man in keinem Lexikon findet, ergänzen all dies und stellen nicht nur an die Übersetzer der Prosa von Joyce hohe Ansprüche, sie beflügeln auch - per aspera ad astra - den geneigten Leser, sofern er Antennen hat für sprachliche Finessen jenseits des Konventionellen.

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