Produktbild: Grelles Licht für darke Leute

Grelles Licht für darke Leute Stories

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

29.10.2025

Verlag

Fischer

Seitenzahl

272

Maße (L/B/H)

21,7/14,8/3,1 cm

Gewicht

420 g

Farbe

Schwarz / Mauve

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Un Lugar Soleado para gente Sombría

Übersetzt von

Silke Kleemann + weitere

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7587-0028-6

Warnhinweis

nicht erforderlich.

Beschreibung

Rezension

[die] weibliche Antwort auf Stephen King ("WDR3 Lesestoff")
Mit phantastischen Symbolen und Bildern konturiert [Enriquez] den alltäglichen Schrecken unserer Wirklichkeit neu. ("Neue Zürcher Zeitung")
[...] lässig erzählt, von unheimlichen und bedrückenden Bildern geprägt, aber immer auch von Witz und lyrischer Anmut [...], erschreckend real ("Neue Zürcher Zeitung")
[erschüttert] selbst hartgesottenste Enthusiast/innen bis ins Mark ("Buchkultur")
Diese Geschichten können einen einfach nicht kalt lassen. ("SRF Literaturclub")
Es ist [Enriquez’] großes Talent, wie sie alltäglichen Horror [...] in fantastische Situationen übersetzt und damit allegorisch die Grausamkeit unserer echten Welt hervorhebt. ("Missy Magazine")
[...] diese Kurzgeschichten [...] zementieren [...] die Stellung von Mariana Enriquez als eine der besten (Horror-)Erzählerinnen unserer Zeit. ("VIRUS")
So trittsicher über den schmalen Grat zwischen Wahn und Wirklichkeit zu balancieren und dabei hochaktuell zu erzählen, ist äußerst beeindruckend. ("Deutschlandfunk")
eindrucksvolle Texte, in denen sich ein feministisch angehauchter Körperhorror mit beißender Gesellschaftskritik verbindet. ("WDR3 Lesestoff")
Szenen, die man nicht vergessen wird. ("nn.de")

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

29.10.2025

Verlag

Fischer

Seitenzahl

272

Maße (L/B/H)

21,7/14,8/3,1 cm

Gewicht

420 g

Farbe

Schwarz / Mauve

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Un Lugar Soleado para gente Sombría

Übersetzt von

  • Silke Kleemann
  • Inka Marter

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7587-0028-6

Herstelleradresse

FISCHER, S.
Hedderichstraße 114
60596 Frankfurt
DE

Email: produktsicherheit@fischerverlage.de

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  • Kaffeeelse

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    19.05.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Goth-Futter, aber auch literarisches Geschick

    „Grelles Licht für darke Leute“ Was für ein Buchtitel! Brauchen darke Leute grelles Licht? Ja. Nein. Vielleicht. Wobei grelles Licht auch eine gewisse Aufmerksamkeit impliziert, eine Bühne. Und nun ja. Wer freut sich nicht über Aufmerksamkeit? Und darke Leute und eine fehlende Aufmerksamkeit. Nun ja. Da darf sich jeder so seine Gedanken machen. Wobei der Gedanke der Aufmerksamkeit auch andere Gedanken impliziert. Denn dieses Buch hier, der Horror, der in ihm wohnt, ist nicht nur ein effektvoller und stimmungsgeladener Horror. In diesem Horror wohnt auch noch eine recht starke Gesellschaftskritik. Denn es geht hier um Argentinien. Und Argentinien verfügt ja durchaus über eine Geschichte, die einen ganz eigenen Horror in sich trägt. Wie fast jedes lateinamerikanische Land. Ja, die Sache mit der Macht. Koloniale Machtverhältnisse verschoben sich in einer monumentalen Veränderung. Der Duft der Freiheit war spürbar. Ein Gedanke, der sich Luft machen wollte. Doch die reaktionären Kreise mit ihren machtvollen Verbindungen wollten auch nicht loslassen. Und so entstanden Zeiten voller Blut, Tod und Grauen. Ein Horror! Ein Horror, der nicht der Unterhaltung diente. Sondern eher dieser Horror, den diese gierigen und machthungrigen Kreise für ihren eigenen Gewinn benutzten. Und dieser Horror ist nicht aus den Köpfen verschwunden. Wie viele Familien beklagen verschwundene Mitglieder? Wie viele Mütter suchen immer noch ihre Kinder? Und genau dieser Horror wohnt in diesen Geschichten von Mariana Enriquez. Er ist nicht immer und offensichtlich greifbar. Aber er sitzt in ihnen. Man muss nur genau hinsehen und sich mit der Geschichte dieser Länder etwas auskennen. Ja, das braucht es auch um diese Erzählungen umfassend zu begreifen, wie ich hier finde. Aber auch ohne dieses Wissen beeindruckt diese Tiefe in den Geschichten ungemein. Ja, es sind Erzählungen. Und mit Erzählungen habe ich so meine Befindlichkeiten. Denn ich mag eher einen Roman. Eine Geschichte, die sich in ihrer Wucht entfalten kann. Charaktere, die man begleitet, die man versteht und mit ihnen diese Geschichte durchlebt. Doch in den Erzählungen von Mariana Enriquez liegt eine Tiefe, eine Kraft, die ich sehr geliebt habe. Das Dunkle in ihnen begeistert mein dunkles Herz, ja, durchaus. Ein schillernder Horror, wunderbar verwoben, phantastisch und sehr facettenreich. Aber dieses vorhin geschilderte Mehr begeistert wieder mein literarisches Herz. Und diese Verbindung zur argentinischen Geschichte ist sozusagen der Zucker. Ja, „Grelles Licht für darke Leute“ hat mich immens begeistert. Und ich wünsche diesem Buch eine größere Reichweite. Jeder, der die Lateinamerikaner liebt, wie ich halt auch, sollte zu diesem Buch hier greifen. Jeder, der das Dunkle liebt, sollte zu diesem Buch greifen. Denn auch wenn es Erzählungen sind, die Tiefe und das Intensive eines Romans haben diese Erzählungen und mit diesem Buch kenne ich eine Autorin mehr, die ich liebe. Mariana Enriquez, eine argentinische Autorin, die ich liebe! Lest sie! Und liebt sie! „Unser Teil der Nacht“ wartet noch auf seine Zeit. Die Dicke des Buches hat mich bisher von der Lektüre abgehalten, denn es gibt ja so viele Bücher, die mit ihrer Lesezeit locken. Ihr wisst schon. Aber nach der Lektüre von „Grelles Licht für darke Leute“ rutscht dieser Wälzer auf der ToDo-Liste nach vorn.  Noch ein paar Worte zu diesem echt gelungen Cover! Wunderschön. Dunkel. Düster. Einprägend. Ein Hingucker. Für darke Leute. Aber auch für Andere. Coverliebe! ❤❤❤

  • Bewertung

    Book Circle Community

    5/5

    24.03.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Übernatürlich - und doch real

    Übernatürlich – und doch real Dieser Kurzgeschichtenband funktioniert auch für Leser*innen, die sonst keine Kurzgeschichten mögen, weil sich durch alle Texte ein klarer roter Faden zieht. Es geht immer wieder um Gewalt, um Verschwinden, um Frauen und queere Menschen, die an den Rand gedrängt werden oder einfach nicht mehr gesehen werden. Die Geschichten sind sehr unterschiedlich: Geister, Verwandlungen, Körper, Dinge, die man nicht erklären kann. Und trotzdem wirken sie nie wie reine Horrorgeschichten. Oft hat man das Gefühl, das könnte real sein – nicht, weil es erklärt wird, sondern weil es so geschrieben ist. Der Stil ist ruhig, fast sachlich, und genau dadurch wird es so unheimlich. Einige Geschichten versteht man sofort, andere bleiben offen. Aber das ist hier kein Problem, sondern Teil der Wirkung. Es geht nicht darum, alles aufzulösen, sondern darum, etwas zu zeigen, das bleibt. Was ich besonders stark finde: Es gibt kein klares Gut und Böse. Die Gewalt kommt nicht nur von einzelnen Figuren, sondern aus Strukturen, aus Situationen, aus etwas, das einfach da ist. Deshalb gibt es auch keine wirkliche Erlösung. Für mich ist das ein Highlight. Eine Autorin, die nicht einfach Geschichten erzählt, sondern etwas sichtbar macht, das unter der Oberfläche liegt. Weitere Rezensionen auf Deutsch findest du auf meinem Goodreads- und LovelyBooks-Profil

  • Ruthild Maria Görschen

    aus Potsdam

    4/5

    15.04.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die Königin des literarischen Horrors erzählt uns Geschichten

    Vielleicht brennt man Orte, die Schauplatz außergewöhnlichen Leids waren, entweder bis auf die Grundmauern nieder oder wandelt sie in Tempel um. (Frei nach Cormac McCarthy, vor den „Hyänen“.) Ich habe übrigens nicht gewusst, dass Hyänen so außergewöhnliche Tiere sind, die sich mit dem Gebären so unglaublich schwertun. Die Toten gehen um, in der Nachbarschaft, einzeln oder in Gruppen. Manche können sogar sprechen und an Türen oder Fenster klopfen. Sie wissen nicht, dass sie tot sind, obwohl sie auffällige Wunden haben. Man kann sie beruhigen oder Angst vor ihnen haben, je nach Charakter. Einige erweisen den Lebenden sexuelle Gefälligkeiten über längere Zeiträume. Erwünscht wohlgemerkt. Aber das ist in einer anderen Geschichte. „Julie“, die Geschichte, die für mich mit einem Fragezeichen endet, wo ich mir die Konsequenzen, wie es mit Julie weitergeht, lieber nicht so genau vorstellen möchte. Bei Mariana Enriquez erzeugt sogar ein Haufen Kleider in einem zerstörten Gemäuer furchteinflößende Gefühle beim Leser und beim Betrachter, wenn das Kopfkino anspringt. Während in einer anderen Geschichte die Kleider verletzen können und Wunden zufügen, wenn frau sie anzieht. Was der Sadist im selben Raum so gerne möchte. Religiöser Wahn lässt Menschen furchtbare Dinge veranlassen, leider erleben wir das auch gerade in der realen Welt. Wo manchmal fraglich ist, ob der Angebetete so anbetungswürdig ist. Hier nicht und in der realen Welt auch nicht. Siehe: „Ein lokaler Künstler“. Verwandlungen finden statt, einmal quasi Schrumpfungen als Folge vererbter Traumata und ein anderes Mal sind es Verwesungen, Auflösungen, Ablösungen. Manche Menschen ahnen, was Schreckliches auf sie zukommen könnte, können aber ihre Mitmenschen nicht warnen, weil diese sich nicht warnen lassen. In „Schwarze Augen“. Das müssen sie dann teuer bezahlen. Hier gilt wieder: Man muss schon einverstanden sein, in gewisser Weise, mit dem was geschieht, sonst kann es nicht geschehen. Nennt sich das „freier Wille“? Oder ist es die Kraft der Vorstellung, die sich auch widersetzen kann? In ein einsames Haus würde ich diese Geschichten lieber nicht mitnehmen oder beim wilden Zelten des nachts mit Taschenlampe. Wenn wir die „Hymnen der Hyänen“ hören könnten, je nachdem, wo wir sind. Fazit: Sie kann es und ich bin jedes Mal aufs Neue begeistert. Wann gibt es endlich wieder einen Roman von Mariana Enriquez? Denn „Unser Teil der Nacht“ war das Beste, was ich je gelesen habe. Unvergesslich für mich – für immer.

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