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Ein Schrei im Ozean

6

26,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

49575

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

06.06.2025

Verlag

Karl Rauch Verlag GmbH & Co. KG

Seitenzahl

440

Maße (L/B/H)

20,2/13,2/3,2 cm

Gewicht

560 g

Farbe

Hellblau / Ozeanblau

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Un cri dans l’océan

Übersetzt von

Paul Sourzac

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7920-0296-4

Beschreibung

Rezension

»Notwendig und fesselnd.«

Le Perisien

»’Halluin gelingt ein spektakulärer Grenzgang: Wenn sich Olivier und seine Schwester Sophie auf die Suche nach dem wie vom Erdboden verschwundenen Arun machen, ist die Beziehungsstudie auch ein literarischer und hochpolitischer Pageturner.«

Carsten Schrader, kulturnews

»... unglaublich spannend, klug komponiert. Das gesamte Buch ist ein Kunstwerk durch die für den Verlag typische und aufwendige Gestaltung, Haptik und Bindung.«

Hauke Hader, Buchhandlung Schmidt

»Starker Roman über wichtige Themen«

Marc Dannecker, ekz

»…besticht durch das Spiel von Beschleunigung und Verzögerung […] Trotz des Tempos der Erzählung nimmt sich d’Halluin die Zeit, seine Protagonisten aufmerksam zu begleiten und so ihre Persönlichkeiten zu entwickeln.«

Maria Leitner, Buchkultur über »Nacht ohne Morgen«

»Geschickt und spannend inszenierter Roman, der uns einmal mehr vor Augen führt: Auch Bilderbuchfamilien sind nicht perfekt.«

OÖNachrichten über »Nacht ohne Morgen«

Produktdetails

Verkaufsrang

49575

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

06.06.2025

Verlag

Karl Rauch Verlag GmbH & Co. KG

Seitenzahl

440

Maße (L/B/H)

20,2/13,2/3,2 cm

Gewicht

560 g

Farbe

Hellblau / Ozeanblau

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Un cri dans l’océan

Übersetzt von

Paul Sourzac

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7920-0296-4

Herstelleradresse

Rauch, Karl Verlag
Grafenberger Allee 82
40237 Düsseldorf
DE

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  • S.J.

    5/5

    13.06.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Spannend und verstörend

    Dieser Roman hat mich komplett in seinen Bann gezogen. Die schonungslosen Beschreibungen der Ausbeutung von Mensch und Natur haben mich sehr zum Nachdenken angeregt. Ich bin nach der Lektüre sensibilisiert für die Probleme,die mit der Überfischung der Meere einhergehen und schockiert darüber wieviel Menschen in dieser Grauzone wie Sklaven gehalten werden. Dieses Buch ist eine Bereicherung.

  • buecherboy

    5/5

    10.02.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Kraftvoller Roman über Liebe, Verlust und globale Ungerechtigkeit

    Ein Schrei im Ozean ist ein kraftvoller Roman über Liebe, Verlust und globale Ungerechtigkeit. Benoît d’Halluin erzählt die Geschichte von Arun und Olivier, einem ungleichen Paar auf Reise in Thailand. Arun, der ursprünglich für eine Ausbildung aus Kambodscha nach Frankreich gekommen ist, rutscht im Laufe der Beziehung zunehmend in eine passive Rolle: Während Olivier als erfolgreicher Berater in einer Consulting-Firma Karriere macht, bleibt Arun zu Hause – materiell abgesichert, aber innerlich immer unzufriedener. Ihre Beziehung ist von kulturellen Unterschieden, unausgesprochenen Erwartungen und emotionaler Sprachlosigkeit geprägt. Als ein Streit eskaliert, verschwindet Arun scheinbar spurlos – und gerät in die brutale Realität moderner Sklaverei auf thailändischen Fischerbooten. Was folgt, ist ein erschütterndes Panorama von Ausbeutung, Gewalt und existenzieller Entwurzelung. Parallel dazu wird auch das zerrüttete Verhältnis zwischen Olivier und seiner Familie, insbesondere seiner Schwester Sophie thematisiert, das von alten familiären Verletzungen und einem Erbstreit geprägt ist. Die dramaturgische Struktur des Romans ist vielschichtig und klug konstruiert: d’Halluin erzählt in wechselnden Perspektiven und Zeitebenen, lässt den Leser nah an die Figuren heran und gewährt Einblick in ihre Hoffnungen, Ängste und Lebenslügen. Die Beziehungen wirken dabei zugleich intensiv und zerbrechlich – getragen von Emotionen, aber durchzogen von Missverständnissen und falscher Kommunikation. Im Kern gibt Ein Schrei im Ozean einen schonungslosen Blick auf ein kaum beachtetes Thema: die Sklaverei auf hoher See. Ein berührender Roman über Machtverhältnisse, Sehnsüchte und die zerstörerische Kraft von Ungleichheit – emotional, politisch und literarisch überzeugend. Mein kleines Highlight: Ein Verweis auf Figuren aus d’Halluins Debüt Nacht ohne Morgen, der mit feinem Gespür aufzeigt, wie unterschiedlich menschliche Beziehungen verlaufen können.

  • Bewertung

    5/5

    28.09.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein literarischer Pageturner mit einer drängenden Botschaft

    Die thailändische Fischerei ist ein milliardenschwerer Industriezweig – und einer der vielen blinden Fleck unseres globalen Gewissens. Benoit d’Halluin erzählt in seinem Roman von den Schattenseiten dieser Welt: von Menschenhandel, ökologischer Verwüstung und der stillen Gewalt auf hoher See. Eine Geschichte, die auf wahren Begebenheiten beruht und literarisch kraftvoll erzählt unter die Haut geht. Er erzählt von riesigen Flottillen mit Schleppnetzen, in denen Haie, Delfine und viele andere Fische ihr Ende finden. Bis heute arbeiten auf diesen Schiffen moderne Sklaven. Meist Wanderarbeiter aus Nachbarländern Thailands wie Malaysia, Myanmar oder Kambodscha, die mit krimineller Täuschung auf die Schiffe gelockt und dort ihrer Ausweise, Würde und Identität beraubt wie Arbeitstiere gehalten und gequält werden. Ich hab gegoogelt und bin vielen der Quellenverweise des Autors auf die wahren Begebenheiten gefolgt, die der Geschichte zugrunde liegen. Die Fiktion entspinnt der Autor um den jungen Kambodschaner Arun, der mit seinem Pariser Lebensgefährten Olivier Ferien in Pattaya, Thailand macht. Arun kam vor vielen Jahren nach Paris, um sich ein Leben in einer neuen Welt aufzubauen. Als Kellner lernte er den gutsituierten Unternehmensberater Olivier kennen und lieben und ließ sich von ihm zu einem sehr komfortablen, aber auch zunehmend sinnentleerten Leben als Hausmann hinreißen. Als Olivier ihn in Pattaya erneut betrügt, reicht es Arun und er verlässt ihn. Was er tun wird, weiß er noch nicht. In einer Bar im Hafenviertel feiert er seine neue Freiheit und gerät in die Fänge von Menschenhändlern und ein unermesslicher Leidensweg nimmt seinen Lauf. „Keiner von uns arbeitet freiwillig auf diesem Schiff, keinem von uns steht es frei, es zu verlassen, und keiner von uns weiß, ob er jemals bezahlt wird. Also: Sklave.“ S.174 Eine zentrale Hauptfigur jedoch ist der Ozean. Der groß und blau und friedlich in der Sonne glitzern, aber auch dunkel und grau von seiner Zerstörung erzählen kann. „Die Ozeane sind weniger dokumentiert als der Weltraum, […] jedes Jahr vernichten wir Dutzende von Arten, noch ehe wir sie entdeckt haben.“ S.167 Und die größten Verbrechen finden in den internationalen Gewässern weit vor den Küsten, ohne Recht und Gesetz statt. „Für den Ozean ist es fünf vor zwölf, aber - und das ist die ganze Tragödie – man sieht es nicht.“ Wieder einmal ein Buch, das meine Hoffnung auf ein gutes Ende der Menschheit erschüttert hat. Es setzt auf radikale Empathie – für das wahre Schicksal eines Menschen, eines von uns. Literarisch vielschichtig erzählt, mit wechselnden Perspektiven, durchzogen von schmerzhaften Tagebucheinträgen, gesättigt mit Fakten und eingebettet in eine fesselnde Handlung. Selbst die Liebesgeschichte um Sophie, die ich für entbehrlich hielt, trägt eine symbolische Ebene: Sie steht für die Gleichzeitigkeit von Liebe, Glück und Leichtigkeit auf der einen Seite der Welt – jener Seite, die auf dem Rücken derer erbaut ist, die im Schatten leben und unsichtbar die Last unserer Leichtigkeit tragen. Ich habe eine Flaschenpost aus den Tiefen des Ozeans geöffnet – gefüllt mit Schmerz, Wahrheit und einer sehr leisen Hoffnung. Den eindringlichen Schrei im Ozean der Verzweiflung vergesse ich nicht. Vielleicht ist genau das der Anfang von etwas Neuem. Diesen Roman zu lesen. „Der Ozean ist das Echo unserer Erkenntnis: gewaltig und zerbrechlich zugleich. Ohne ihn sind wir nichts. – Sylvia Earle, Ozeanografin.“ S. 426

  • hamburg.lesequeen

    aus Bargfeld-Stegen

    5/5

    15.08.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Highlight! Unbedingt lesen!

    EIN SCHREI IM OZEAN Benoit d’Halluin ET: 6.6.2025 Der Franzose Oliver und sein kambodschanischer Freund Arun leben seit sieben Jahren in Paris. Kennengelernt haben sie sich in einem Restaurant, in dem Arun als Kellner arbeitete. Nachdem Arun zu Oliver gezogen war, wollte dieser nicht mehr, dass sein Freund arbeitet – also hütete Arun das Appartement und langweilte sich zunehmend. Zum ersten Mal reisen sie gemeinsam nach Pattaya, Thailand, damit Arun seine Familie im benachbarten Kambodscha besuchen kann. Als er aus seinem Heimatdorf zurückkehrt, erfährt er, dass Oliver ihn in dieser Zeit mit einem Prostituierten betrogen hat. Ein heftiger Streit eskaliert. Arun verlässt wütend das Restaurant, schreibt Oliver eine letzte Nachricht, blockiert ihn und fährt mit dem Taxi in den kleinen Fischerhafen Bang Saray. Dort spricht ihn ein Fremder an, spendiert ihm Drinks – und wenig später erwacht Arun im Laderaum eines Fischerbootes, mitten auf dem Ozean. Arun ist einer von über 200.000 Zwangsarbeitern, die in Thailands Fischfangflotte – der viertgrößten der Welt – festgehalten werden. Ob er und Oliver sich jemals wiedersehen, müsst ihr selbst herausfinden. Benoît d’Halluin erzählt die Geschichte aus wechselnden Perspektiven und auf mehreren Zeitebenen – und entlarvt dabei schockierende Praktiken der Fischerei, die nicht nur Menschenleben zerstören, sondern auch zur Überfischung der Meere beitragen. Obwohl ich seit mehr als 25 Jahren in Thailand lebe, hatte ich keine Ahnung, was sich nur 1,5 Stunden von meinem Zuhause abspielt. Ich wusste nicht, dass es dort Leinenlängen von bis zu 70 Kilometern(!!!) gibt – in der EU sind nur 10 Kilometer erlaubt! Unfassbar! Wusstet ihr, dass Fischer täglich das Fünfhundertfache des Erddurchmessers mit Netzen auslegen? Dies ist mein zweites Buch von Benoît d’Halluin. Den Vorgänger habe ich geliebt – aber dieses Buch geht tiefer, schmerzt, macht wütend, zeigt mir meine Machtlosigkeit auf und muss deshalb unbedingt gelesen werden. Ein echter Pageturner und für mich ein #Highlight. LEST DIESES BUCH! Und sorgt dafür, dass dieser Schrei im Ozean gehört wird! 5+/5 Übrigens: Die Bücher des @verlag_karlrauch sind mit ihrer strukturierten Oberfläche („Peywave“) ohnehin wunderschön – doch dieses Cover mit seinen Wellen ist kaum zu übertreffen. Vielen Dank an #KarlRauch und @benoit.d.h

  • Bewertung

    5/5

    04.08.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Reicht es, nichts Böses zu tun, um gut zu sein?

    Dieses Buch hat mich geflasht! Ich tue mich immer noch etwas schwer, all meine Emotionen, die ich beim Lesen hatte, in Worte zu packen – will es jetzt aber trotzdem mal versuchen… Denn ich finde, JEDER sollte dieses Buch lesen! Es ist ein Spiegel, es ist schmerzhaft, erschreckend, augenöffnend und so wichtig! Aber der Reihe nach… Der Franzose Olivier verbringt mit seinem kambodschanischen Lebensgefährten Arun einen Urlaub in Thailand. Arun hat sich Olivier, der sich ausschließlich über seine Arbeit definiert, untergeordnet und all seine Bedürfnisse hinten angestellt. Im Urlaubsparadies kommt es zum quasi unvermeidlichen Streit, bei dem Arun sich trennt und anschließend ins Nachtleben von Pattaya stürzt. In einer Bar wird er betäubt und findet sich auf einem Fischerboot wieder. Für Arun beginnt ein Martyrium und Olivier ist komplett ahnungslos, was mit seinem Partner passiert ist. Im Laufe des Romans begleite ich abwechselnd Arun auf dem Fischerboot und Olivier sowie dessen Schwester Sophie, die sich mit ihrer Familie der Rettung der Ozeane verschrieben hat. So nähere ich mich der gesamten Geschichte aus unterschiedlichen Blickwinkeln und lerne die Protagonist:innen sehr gut kennen. Das Buch behandelt Themen wie Menschenhandel und Sklaverei, den Klimawandel und die Überfischung der Meere, den Schutz und gleichzeitig die Schutzlosigkeit des Ozeans und beruht auf wahren Begebenheiten. „Die Zerstörung der Ozeane ist so einfach. Die Welt der Stille ist zum Massaker der Stille geworden.“ (S. 287) Ziemlich detailliert schildert Benoit d’Halluin die zweifelhaften Fischfangmethoden, die eigentlich illegal sind, jedoch nicht geahndet, ja sogar noch vertuscht werden. In teils grausamen Szenen wird geschildert, wie mit den Sklaven auf den Fischerbooten umgegangen wird. Auch die Arbeit von Organisationen wie Greenpeace oder Sea Shepherd wird näher beleuchtet und deren unermüdlicher Einsatz, um die Weltmeere zu schützen – oder eher noch, sie zu retten. Die Schilderungen haben mich teilweise wirklich sehr mitgenommen und als Leserin habe ich mir unweigerlich die Frage gestellt, was ich tun kann, damit die Ausbeutung von Meer und Menschen aufhört. „Ist es für einen Planeten, dem die Luft ausgeht, genug, nichts Böses zu tun? Bedeutet, nichts Böses zu tun, das man Gutes tut?“ (S. 202) Einiges, was im Roman geschildert wird, wusste ich nicht. Wenn ich aber ehrlich zu mir selbst bin habe ich viele Informationen einfach verdrängt, weil das ja bequemer ist und weil ich Fisch und Meeresfrüchte so gern esse. Doch das kann es ja nicht sein, immer die Augen zu verschließen, oder? Nach der Lektüre habe ich für mich jedenfalls beschlossen, nichts mehr zu essen, was aus dem Meer kommt… Und wenn jeder dieses Buch liest und zum gleichen Schluss kommt wie ich, dann wäre doch schon etwas bewegt, oder nicht? Unabhängig davon ist die Geschichte einfach wahnsinnig gut erzählt. Trotz der Grausamkeiten ist die Atmosphäre so dicht und greifbar, die Charaktere so hervorragend ausgearbeitet und miteinander verknüpft, dass sich ein unglaublicher Sog entwickelt und man das Buch einfach nicht zur Seite legen kann. Für mich war es ein absolutes Highlight, obwohl es oft weh getan hat. Lest dieses Buch! Es ist einfach wichtig!

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