Janek ist beinahe noch ein Kind, als ihn sein Vater im Wald versteckt. Tagelang haben sie die unterirdische Höhle gegraben, mit Schlafplatz, Feuerstelle und einem großen Vorrat an Kartoffeln. Wenigstens der jüngste Sohn soll diesen Krieg überleben. Es ist Winter, der Schnee liegt hoch, und in der Ferne tobt die Schlacht um Stalingrad.In anderen Höhlen, tiefer im Wald, verstecken sich die »Waldler«: Polen, Ukrainer, Juden im Kampf gegen die Besatzer. Für sie wird Janek Kundschafter und Bote und trifft eines Tages auf Zosia, die mit anderen Mitteln eine ähnliche Aufgabe erfüllt. Die Überlebenschancen für sie und ihre Liebe stehen schlecht. Und doch begreifen sie unter den extremsten Bedingungen von Hunger, Kälte und Not, wofür es sich zu kämpfen lohnt.Mit großer Wärme für seine Figuren erzählt Romain Gary diese existenzielle Geschichte. Entstanden mitten im Zweiten Weltkrieg, ist sein Roman eine Hymne an europäische Werte. Ein eindringliches, unbedingtes Plädoyer für Solidarität, Freiheit und Frieden. Ein notwendiges Buch.
Kundinnen und Kunden meinen
4.5/5.0
Bewertung
aus Villach
5/5
18.08.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Das beste Buch 2025
Dieser Roman zählt wohl zu den besten, die ich dieses Jahr gelesen habe.
Der 12-jährige Janek Twardowski wird während der Nazi-Besatzung Polens im Winter 1942 im sicheren Wald von seinem Vater in einem Erdloch versteckt, um sicher zu sein. Nachdem sein Vater umgekommen ist und die Mutter verschleppt wurde, schließt sich Jannek im Wald einer Partisanengruppe an. Die Gruppe verübt immer wieder Anschläge auf die in der Umgebung stationierten Nazisoldaten - im Gegenzug werden von den Nazis als Racheakt wahllos Menschen umgebracht.
Bald lernt Janek die fast gleichaltrige Zosia kennen, die sich den Nazi anbietet und dabei gelernt hat, nichts zu spüren und zu empfinden. Immer wieder stellen sich die beiden die Frage, ob es Gewalt und Hass nach diesem Krieg nie mehr geben wird, auch keinen Hunger und man nie mehr unter Kälte zu leiden haben wird. Sie hoffen, dass die Menschen, insbesondere Europäer*innen doch daraus lernen müssen, dass es nur dann Musik, Bücher und Liebe auf der Welt geben kann.
Musik spielt eine wichtige Rolle in dem Roman. Als Janik zum ersten Mal einen Auftrag in Vilnius durchführen muss, hört er an der Tür der Adresse, die ihm genannt wurde, Geigenmusik und ist richtig fasziniert.
Immer wieder trifft er auf Menschen, die entweder Geige oder Klavier spielen können, und er fühlt dadurch, dass die Menschen nach diesem Krieg anders sein werden, nie wieder denkt er sich, darf, ja wird das passieren.
Ein so poetischer Roman, der zugleich so viel Schreckliches berichtet und beschreibt. Mir ist die Geschichte sehr nahe gegangen, sie hat mich sehr berührt.
Bei diesem Roman stimmt einfach alles: die schöne Sprache, Protagonist*innen, die ans Herz wachsen, und ein Plot, der zu Diskussionen anregt – ein Roman als Glaubensbekenntnis an Europa und die Europäer*innen.
Christopher Bahn
Book Circle Community
5/5
12.07.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Schreckliche Zeiten
Ein eindrücklicher Roman über einen polnischen Jungen, der vor den Deutschen im Wald versteckt wird und später Kontakt zu den Partisanen hat. Mich hat besonders die Grausamkeit des Krieges und der deutschen Soldaten im alltäglichen Leben bedrückt. Ein ganz großes Buch des Autors aus dem 2. Weltkrieg. Sehr empfehlenswert.
Bewertung
5/5
28.06.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
der Autor ist großartig
Dank NetGalley durfte ich das Buch schon lesen.
Ein unterhaltsamer, faszinierender und berührender Roman mit unvergleichlichen Protagonisten, den man sich nicht entgehen lassen sollte.
Eines der schönsten Bücher, die ich je gelesen habe.
Der Schreibstil ist wundervoll
Eine Liebeserklärung an die Menschen, die Liebe und an Frankreich.
Der Autor beschreibt die menschlichen Dramen, aber auf eine Art und Weise, dass sie irgendwie Hoffnung vermitteln.
Und wir sehen, wie der menschliche Geist hoch steigt, wie ein Drachen.
Bewertung
4/5
13.09.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Nicht leicht zu lesen
Der 12jährige Janek wird im 2. Weltkrieg von seinem Vater im Wald versteckt. Der Vater besucht ihn immer wieder, doch eines Tages kommt er nicht mehr. Daraufhin schließt sich Janek den Partisanen an.
Janek wird in dieser Zeit ein junger Mann, der tut was notwendig ist.
Poesie, Schrecken und Gräueltaten geben sich in diesem Buch die Hand. Es hat mir nur einmal mehr gezeigt, dass Kriege um alles auf der Welt vermieden werden müssen, denn das Elend müssen immer die aushalten, die keine Schuld daran haben.
Unterbrochen wird die Erzählung von Geschichten, die der Partisan Dobranski geschrieben hat und mit denen er seine Kameraden unterhält. Diese sind gut, aber haben meine Lesefluss unterbrochen und ich fand sie daher störend.
wal.li
4/5
18.08.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Partisanen
Janek ist noch ein Kind als sein Vater gemeinsam mit ihm in einem Waldstück in der Nähe von Vilnius ein Versteck baut. Ein unterirdischer Unterschlupf wird gegraben, einigermaßen erträglich ausgestattet und mit Vorräten versehen. So oft wie möglich will der Vater nach seinem Sohn sehen. In Stalingrad wird hart gekämpft und es besteht die Hoffnung, dass die Deutschen aufgehalten werden. Doch schon nach wenigen Tagen kommt der Vater nicht mehr. Janek ist auf sich allein gestellt. Sein Vater hat ihn gewarnt, nicht ins Dorf zu gehen, und so wagt Janek sich tiefer in den Wald und trifft auf Partisanen.
Der Krieg stellt die Welt des Jungen Janek auf den Kopf, er muss sich verstecken, um sein Leben vor den Besatzern in Sicherheit zu bringen. Unter den Partisanen findet er Kameraden, die ihn in ihre Gemeinschaft aufnehmen. Sie versuchen alles, um gegen die fremden Soldaten vorzugehen, wissend, dass sie selbst keine Gnade zu erwarten haben. Für sie übernimmt Janek kleine Kurier- und Botendienste. Er lernt die etwas ältere Zosia kennen, die der Sache auf ihre Weise dient. Und er lernt auch, dass unter den Partisanen nicht jegliche Menschlichkeit verloren gegangen ist.
Der Roman ist erstmalig wohl schon zum Ende oder kurz nach Ende des zweiten Weltkriegs erschienen. Später gab es weitere Fassungen. Der Autor selbst ist zwar selbst in Vilnius geboren. Die Eltern sind allerdings schon früh nach Frankreich gegangen, wo sich der Autor zu Beginn des zweiten Weltkriegs zum Kampfpiloten ausbilden ließ und während der Besatzung Frankreichs von Groß Britannien aus seine Einsätze flog. So ist der Roman zwar nicht direkt autobiografisch, aber schon hautnah und eindringlich von den Ereignissen des zweiten Weltkriegs geprägt. Beklemmend geradeaus wird geschildert wie es im Krieg zugeht, dass manchmal kaum eine Chance aufs Überleben besteht. Und doch strahlt in seltenen Momenten etwas Hoffnung und Menschlichkeit auf. Die Partisanen entwickeln eine beeindruckende Resistenz. Doch ihren Kampf gegen die Nazi-Besatzer bezahlen viele mit dem Leben. Dieser Roman, der so nahe an den Ereignissen geschrieben geschrieben wurde, dass man annehmen kann, einiges wird sich zumindest so ähnlich zugetragen haben, verdient jede Aufmerksamkeit.
4,5 Sterne
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für dein Feedback
Wir nutzen dein Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte habe Verständnis, dass wir dir keine Rückmeldung geben können. Falls du Kontakt mit uns aufnehmen möchtest, kannst du dich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.