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Produktbild: Haus zur Sonne

Haus zur Sonne Roman | Shortlist Deutscher Buchpreis 2025

33

19,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

25464

Erscheinungsdatum

14.08.2025

Verlag

KiWi eBooks

Seitenzahl

320 (Printausgabe)

Dateigröße

4301 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783462311433

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

Dieses eBook können Sie uneingeschränkt auf allen Geräten der tolino Familie, allen sonstigen eReadern und am PC lesen. Das eBook ist nicht kopiergeschützt und kann ein personalisiertes Wasserzeichen enthalten. Weitere Hinweise zum Lesen von eBooks mit einem personalisierten Wasserzeichen finden Sie unter Hilfe/Downloads.

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Mit Family Sharing können Sie eBooks innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Buch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Lesen durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um eBooks zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei Thalia oder einem anderen tolino-Buchhändler haben. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Family-Sharing.

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Barrierefreiheit

  • alle zum Verständnis notwendigen Inhalte sind über Screenreader zugänglich
  • navigierbares Inhaltsverzeichnis
  • alle Texte können angepasst werden
  • logische Lesereihenfolge eingehalten
  • hoher Kontrast zwischen Text und Hintergrund
  • entspricht der Vorgabe Epub Barrierefreiheit 1.1
  • keine Vorlesefunktionen des Lesesystems deaktiviert
  • Seitennummerierung folgt dem gedruckten Werk
  • Navigation über vorher / nachher Elemente
  • ARIA-Rollen vorhanden
  • entspricht der Vorgabe WCAG v2.1
  • entspricht der Vorgabe WCAG Level AA

Verkaufsrang

25464

Erscheinungsdatum

14.08.2025

Verlag

KiWi eBooks

Seitenzahl

320 (Printausgabe)

Dateigröße

4301 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783462311433

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  • Bewertung

    5/5

    24.09.2026

    eBook (ePUB 3)

    Zwischen Krankheit, Freiheit und Verantwortung

    Nach seinem autobiografischen Roman "Die Welt im Rücken" legt Thomas Melle nun einen neuen, halb-biografischen Text vor, der zurecht auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises stand. Er schildert darin, was seit Verlffentlichung seines letzten Buches passiert ist. Er glaubte sich zu der gesundet, glaubte durch das Schreiben von "Die Welt im Rücken" seine bipolare Störung aufgearbeitet zu haben. Doch dann schlug sie erneut zu. Und heftiger als je zuvor. Er durchlebte eine zweijährige manische Phase, in der er alles verlor, Geld, soziale Beziehungen und sein Ansehen. Sogar straffällig wurde er. Dann stellten sich weitere zwei Jahre tiefster Depression ein. Er wurde förmlich aufgefressen von Schuld, Schamgefühlen und der Undähigkeit, irgendetwas zu tun. Ständig schwankte er hin und her zwischen Leben- und Sterbenwollen. Und nun kommt das Fiktive ins Spiel. Der Protagonist wird im Haus zur Sonne aufgenommen, einer Anstalt, die psychisch Erkrankte unter der Bedingung aufnimmt, dass sie am Ende ihres Aufenthaltes aus dem Leben scheiden. Dafür unterschreiben die Patienten bei Eintritt. In der Anstalt selbst werden die Patienten mit sogenannten Simulationen behandelt. Dabei werden ihnen selbst gewählte Wunschbilder vorgespielt, in denen sie selbst vorkommen. Wie es funktioniert, wird nicht erklärt. Getroffen wird sich morgens in der Therme. Der Protagonist ist von Beginn an skeptisch, was die Behandlung anbelangt. Auch ist er der Meinung, die "Therapie" helfe ihm nicht. Dennoch unternimmt er keinen Versuch, die Anstalt zu verlassen, ja weiß noch nicht einmal, ob dies überhaupt möglich ist. Je weiter es auf das Ende seines Aufenthaltes zum Haus der Sonne zugeht, desto mehr stellt Melle seine anfängliche Entschlossenheit, sterben zu wollen, in Frage. Er pendelt permanent zwischen den beiden Polen Leben und Tid hin und her. Ohne Zuviel verraten zu wollen, das Ende lässt wenigstens einen kleinen Hoffnungsschimmer zu. Melle schreibt in einem eingänglichen, gut lesbaren Stil, der zum Mitfiebern einlädt. Der Roman bietet aber noch viel mehr. So wirft er auch deutlich gesellschaftliche Fragen auf. Wird irgendwann eine Institution wie das Haus zur Sonne möglich sein, wo jetzt schon in der Schweiz assistierte Suizide praktiziert werden? Wo verläuft die Grenze zwischen Freiheit und Verantwortung? Schade, dass Thomas Melle den deutschen Buchpreis nicht erhalten hat. Er wäre ein würdiger Sieger gewesen.

  • melange

    aus Bonn

    4/5

    09.11.2025

    eBook (ePUB 3)

    Schwere Kost

    Zum Inhalt: Der Ich-Erzähler kämpft mit seiner psychischen Krankheit, die ihn schon viele Beziehungen und Freundschaften gekostet hat und ihn zudem im Beruf behindert. Jetzt hat er beschlossen, seinem Leben ein Ende zu setzen und dafür das Angebot des "Haus zur Sonne" zu nutzen. Hier darf er bis zu seinem durchgeführten Tod auf Verlangen in Simulationen das Glück finden, dass ihm im wahren Leben verwahrt bleibt. Doch will man überhaupt noch sterben, wenn das funktioniert? Mein Eindruck: Zu Beginn zieht einen die Geschichte wunderbar in ihren Bann; man hofft und bangt mit dem Erzähler, bedauert ihn, leidet mit ihm und wünscht ihm einen Ausweg aus seiner Krankheit. Doch irgendwann wird es für die Leser ähnlich ermüdend wie für den Protagonisten, wenn sich die Konversationen immer wieder um "das eine" drehen, nämlich den Weg zum Ziel und warum er gegangen werden muss, oder ob man ihm letztendlich ausweichen möchte. Irgendwann ist dann auch die Empathie aufgebraucht (ähnlich wie bei Freunden, Verwandten und Kollegen des Erzählers) und man hofft auf ein Ende - wie auch immer dieses gestaltet sein mag - weil die Geschichte kreist und kreist. In schönen Sätzen, wunderbaren Ideen und mit wirklich gut ausgearbeiteten Charakteren... aber sie bewegt sich kaum vorwärts. Doch eins muss man dem Autor unbedingt lassen: Das Ende ist absolut genial! Mein Fazit: Für Menschen mit viel Empathie und Leidensfähigkeit und wunderbar geschrieben

  • zeilen_echo

    4/5

    14.10.2025

    eBook (ePUB 3)

    Ein Buch, das mich zerrissen zurückgelassen hat…

    Selten hat mich ein Buch so ratlos gemacht wie „Haus zur Sonne“. Nicht, weil es mich emotional überfordert hätte sondern, weil ich bis zuletzt nicht wusste, was ich eigentlich davon halte. Der Roman erzählt von einem Mann, der seit Jahren an einer bipolaren Störung leidet. Zwischen manischen Höhenflügen und tiefsten Depressionen verliert er alles: Freunde, Job, Geld, sich selbst.
Er ist müde vom Leben und landet schließlich im „Haus zur Sonne“, einer staatlich geförderten Einrichtung, in der Menschen ihre letzten Wünsche in realitätsnahen Simulationen erleben dürfen, bevor sie aus dem Leben scheiden. Die Idee hat mich sofort gepackt. Sie erinnerte mich an „Die Mitternachtsbibliothek“ nur in realer, härter und konsequenter. 
Auch der Aufbau des Buches mit seinen kurzen Kapiteln und dem Wechsel zwischen Klinikalltag und Simulationen funktioniert gut. Das Buch liest sich flüssig, trotz seines schweren Themas. Aber irgendwann verlor es mich… 
Die Simulationen, anfangs faszinierend, begannen sich zu wiederholen. Jede versprach Erkenntnis doch am Ende stand immer dieselbe Leere. Vielleicht ist genau das der Punkt: dass sich Leid und Hoffnung eben nicht auflösen. Trotzdem blieb bei mir das Gefühl, dass hier erzählerisch mehr möglich gewesen wäre. Und dann das Ende. Ohne zu spoilern: Es kam zu plötzlich, zu offen, zu wenig „auserzählt“. Es soll wohl zum Nachdenken anregen, aber der entscheidende Impuls kam bei mir erst im Gespräch mit anderen Leser*innen – nicht durchs Buch selbst. Trotzdem: „Haus zur Sonne“ ist ein gutes und wichtiges Buch. Es zeigt psychische Erkrankungen ungeschönt, nahbar und erschütternd realistisch. Es spricht über Lebensmüdigkeit, Selbstbestimmung und die Frage, was ein „würdevolles Ende“ überhaupt sein kann. Nur erzählerisch bleibt es für mich ambivalent – irgendwo zwischen „Inception“ und „Mitternachtsbibliothek“, zwischen Faszination und Überdruss.
Ich bin fasziniert, aber nicht begeistert.

  • AB

    aus MUC

    5/5

    09.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    verstörend, klug, intensiv

    „Haus zur Sonne“ ist kein Buch, das man einfach liest und anschließend zur Seite legt. Dafür kommt einem die Gedankenwelt des Erzählers viel zu nahe. Thomas Melle nimmt ein eigentlich kaum vorstellbares Szenario – eine staatliche Einrichtung, in der Menschen ihre letzten Wünsche erfüllt bekommen, bevor sie sterben – und macht daraus einen Roman, der zugleich beklemmend, absurd und immer wieder überraschend komisch ist. Was mich besonders beeindruckt hat, ist die Konsequenz, mit der Melle seine Idee verfolgt. Das „Haus zur Sonne“ wirkt zunächst beinahe wie eine groteske Zukunftsvision, und doch steckt darin erstaunlich viel Gegenwart: der Wunsch nach Selbstbestimmung, die Sehnsucht nach einem besseren Ich, die permanente Selbstoptimierung und die Frage, was von einem Menschen übrig bleibt, wenn er selbst nicht mehr an sein eigenes Leben glaubt. Dabei ist der Roman keineswegs nur düster. Gerade der trockene, manchmal fast absurde Humor hat mich überrascht. An Stellen, an denen man eigentlich kaum noch Luft bekommt, gelingt Melle eine Wendung, die einen plötzlich schmunzeln lässt. Dieser Kontrast macht das Buch für mich erst recht stark. Es geht um Tod und Verzweiflung, aber eben auch um Fantasie, Begehren, Erinnerung und die erstaunlich widerspenstige Kraft des Erzählens. Sprachlich fand ich den Roman großartig. Melle schreibt präzise, manchmal schonungslos, dann wieder beinahe spielerisch. Besonders eindrucksvoll ist, wie die Grenzen zwischen Realität, Erinnerung, Vorstellung und literarischer Konstruktion allmählich verschwimmen. Man weiß irgendwann nicht mehr genau, wo die Wirklichkeit endet – und vielleicht ist genau das der Punkt. „Haus zur Sonne“ fordert seine Leserinnen und Leser durchaus heraus. Es ist kein leichtes Buch und sicher auch keine Lektüre für zwischendurch. Aber es ist eines, über das ich noch lange nachgedacht habe. Gerade weil es keine einfachen Antworten liefert, sondern die großen Fragen offenhält: Was macht ein Leben lebenswert? Wie viel Freiheit brauchen wir, um glücklich zu sein? Und kann der Wunsch zu sterben vielleicht manchmal auch ein anderer Ausdruck für den Wunsch sein, endlich wieder leben zu können? Für mich eines der eindringlichsten Bücher, die ich in letzter Zeit gelesen habe. Radikal in seiner Idee, sprachlich brillant und trotz seines schweren Themas erstaunlich lebendig.

  • V

    aus München

    5/5

    21.04.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Anspruchsvolle Lektüre zum Thema mentaler Krankheiten

    Im besten Sinne: Kein Buch, das man nebenher lesen kann. Es greift an und nimmt die Leserin mit, in eine Welt, in der das Leben nicht einfach seinen ruhigen Gang geht. Die Wellen und Schübe seiner Erkrankung nehmen den Protagonisten, der dem Autor in vielem sehr ähnlich ist, immer wieder mit und lassen ihn Schiffbruch erleiden, jedes Mal wird die Lage danach aussichtsloser. In dem Buch gibt es eine Art "Ausweg" - das "Haus zur Sonne", in dem sich lebensmüde und geistig Erkrankte einliefern lassen können, um dort freiwillig aus dem Leben zu scheiden (und somit, ganz im Stile der aktuellen Sozialpolitik, der Allgemeinheit nicht mehr "auf der Tasche zu liegen). Ein sehr krasses "Was wäre wenn" Spiel, das mich sehr nachdenklich zurückgelassen hat.

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