Am 15. August 1994 machen Ermittler der Frankfurter Mordkommission eine grausame Entdeckung. In einer Villa im Westend werden sechs Leichen gefunden - ein Mann und fünf Frauen, alle erdrosselt. Die Witwe Helga Lindemeyer wohnt gegenüber und beobachtet, wie die Leichen abtransportiert werden. Schon lange vor den Morden saß sie oft am Fenster und hatte die Villa im Blick. Dabei ahnte sie zunächst nicht, dass die beiden Hausbesitzer, Ingrid und Gabor Bartos, die auch unter den Toten waren, ein privates Bordell betrieben. Helga ist geschockt und möchte unbedingt mehr über die Hintergründe der Morde erfahren.
Kundinnen und Kunden meinen
4.6/5.0
Ilses Lesetipps
aus Wien
5/5
18.11.2025
Buch (Taschenbuch)
Wie sich ein grausames Verbrechen auf das Umfeld auswirkt
„Tatort Kettenhofweg“ von Franziska Franz (erschienen 2025) basiert auf einem wahren Mordfall, harmonisch eingebettet in eine fiktive Geschichte, die erzählt, wie die Menschen im unmittelbaren Umfeld eines Tatortes das Geschehen wahrgenommen haben könnten.
Es handelt sich um das bislang grausamste Verbrechen, das in Frankfurt am Main verübt wurde. In einer noblen Gründerzeitvilla, einem geheimen Bordell, am Kettenhofweg 124a wurden am 15. August 1994 sechs Personen brutal ermordet. Vier Tage später kam es zur Verhaftung eines Ehepaares, das mordete, um die Zeugen ihres Raubüberfalls zu beseitigen. Abgesehen davon, dass dieser Mordfall bereits 1994 geschah, ist er mir als Österreicherin nicht wirklich in Erinnerung. Umso interessanter las sich die Geschichte für mich. Die Autorin hat sehr intensiv recherchiert, im Stadtarchiv, in der Stadtchronik und diverse Medienberichte. Kontakte zu Experten, dem damaligen Oberstaatsanwalt und Anwohnern haben das Bild abgerundet. Im Nachwort erfährt man konkret, was Fakt und was Fiktion ist.
Im Mittelpunkt der erfundenen Geschichte stehen zwei ältere Anrainer, nämlich Helga Lindemeyer und Albert Lehmann, die nicht nur im Vorfeld der Tat das Treiben in der benachbarten Villa beobachten, sondern sich auch nach der Tat weiter intensiv damit befassen, indem sie die Zeitungsberichte verfolgen. Geschickt hat die Autorin die Fakten mit den fiktiven Eindrücken verwoben, auch chronologisch – die Kapitel sind exakt datiert - gut nachvollziehbar.
Durch die Schilderung von Helga Lindemeyers und Albert Lehmanns Alltag, ihrer Beobachtungen, Eindrücke, Mutmaßungen und Ängste wirkt das Geschehen sehr lebendig. Man wird in den Fall hinein gesogen, zwar wissend, worauf es hinausläuft, dennoch gebannt. Die Perspektivenwechsel gestalten die Handlung abwechslungsreich und geschickt gesetzte Spannungsmomente sorgen für gewisse Dramatik. Die private Story ist berührend, man kann Helgas Einsamkeit und Furchtsamkeit nachempfinden, auch ihr Bedürfnis, mehr über die Hintergründe zu erfahren, ihren Gerechtigkeitssinn. Das Streben der beiden alten Leute nach mehr Information treibt die Handlung voran und offenbart gleichsam sukzessive die Fakten, vom Tathergang bis zu den Verurteilungen.
Die Charaktere sind einfühlsam beschrieben. Helga, seit kurzem verwitwet, lebt alleine mit ihrem geliebten Dackel. Sie vermisst ihren Mann, ihre Stütze im Alltag. Sie wirkt anfangs noch sehr naiv, ein bisschen weltfremd, ängstlich und hilflos, doch sie entwickelt eine unerwartete, an Sturheit grenzende Energie, zunächst das Treiben in der Villa zu erkunden und letztlich möglichst viel über Täter und Tathergang zu erfahren. Alberts Motivation für die Nachforschungen hat zwar andere Gründe, doch das gemeinsame Ziel macht die beiden zu Verbündeten.
Mir hat dieser True-Crime-Fall sehr gut gefallen, vom Schreibstil ebenso wie vom Inhalt her. Einerseits sind die Informationen zu den Fakten sehr umfassend, ohne sich in blutige Details zu verlieren. Anderseits kann man sich gut in die Situation und Gefühlslage der Menschen im Umfeld des Tatorts hineinversetzen. Ich spreche eine eindeutige Leseempfehlung aus und vergebe 5 Sterne.
haberlei
aus Wien
5/5
18.11.2025
Buch (Taschenbuch)
Wie sich ein grausames…
Wie sich ein grausames Verbrechen auf das Umfeld auswirkt „Tatort Kettenhofweg“ von Franziska Franz (erschienen 2025) basiert auf einem wahren Mordfall, harmonisch eingebettet in eine fiktive Geschichte, die erzählt, wie die Menschen im unmittelbaren Umfeld eines Tatortes das Geschehen wahrgenommen haben könnten. Es handelt sich um das bislang grausamste Verbrechen, das in Frankfurt am Main verübt wurde. In einer noblen Gründerzeitvilla, einem geheimen Bordell, am Kettenhofweg 124a wurden am 15. August 1994 sechs Personen brutal ermordet. Vier Tage später kam es zur Verhaftung eines Ehepaares, das mordete, um die Zeugen ihres Raubüberfalls zu beseitigen. Abgesehen davon, dass dieser Mordfall bereits 1994 geschah, ist er mir als Österreicherin nicht wirklich in Erinnerung. Umso interessanter las sich die Geschichte für mich. Die Autorin hat sehr intensiv recherchiert, im Stadtarchiv, in der Stadtchronik und diverse Medienberichte. Kontakte zu Experten, dem damaligen Oberstaatsanwalt und Anwohnern haben das Bild abgerundet. Im Nachwort erfährt man konkret, was Fakt und was Fiktion ist. Im Mittelpunkt der erfundenen Geschichte stehen zwei ältere Anrainer, nämlich Helga Lindemeyer und Albert Lehmann, die nicht nur im Vorfeld der Tat das Treiben in der benachbarten Villa beobachten, sondern sich auch nach der Tat weiter intensiv damit befassen, indem sie die Zeitungsberichte verfolgen. Geschickt hat die Autorin die Fakten mit den fiktiven Eindrücken verwoben, auch chronologisch – die Kapitel sind exakt datiert - gut nachvollziehbar. Durch die Schilderung von Helga Lindemeyers und Albert Lehmanns Alltag, ihrer Beobachtungen, Eindrücke, Mutmaßungen und Ängste wirkt das Geschehen sehr lebendig. Man wird in den Fall hinein gesogen, zwar wissend, worauf es hinausläuft, dennoch gebannt. Die Perspektivenwechsel gestalten die Handlung abwechslungsreich und geschickt gesetzte Spannungsmomente sorgen für gewisse Dramatik. Die private Story ist berührend, man kann Helgas Einsamkeit und Furchtsamkeit nachempfinden, auch ihr Bedürfnis, mehr über die Hintergründe zu erfahren, ihren Gerechtigkeitssinn. Das Streben der beiden alten Leute nach mehr Information treibt die Handlung voran und offenbart gleichsam sukzessive die Fakten, vom Tathergang bis zu den Verurteilungen. Die Charaktere sind einfühlsam beschrieben. Helga, seit kurzem verwitwet, lebt alleine mit ihrem geliebten Dackel. Sie vermisst ihren Mann, ihre Stütze im Alltag. Sie wirkt anfangs noch sehr naiv, ein bisschen weltfremd, ängstlich und hilflos, doch sie entwickelt eine unerwartete, an Sturheit grenzende Energie, zunächst das Treiben in der Villa zu erkunden und letztlich möglichst viel über Täter und Tathergang zu erfahren. Alberts Motivation für die Nachforschungen hat zwar andere Gründe, doch das gemeinsame Ziel macht die beiden zu Verbündeten. Mir hat dieser True-Crime-Fall sehr gut gefallen, vom Schreibstil ebenso wie vom Inhalt her. Einerseits sind die Informationen zu den Fakten sehr umfassend, ohne sich in blutige Details zu verlieren. Anderseits kann man sich gut in die Situation und Gefühlslage der Menschen im Umfeld des Tatorts hineinversetzen. Ich spreche eine eindeutige Leseempfehlung aus und vergebe 5 Sterne.
Sandra Hennig
aus Frankfurt
5/5
22.10.2025
Buch (Taschenbuch)
Frankfurt-True Crime auf Spitzenniveau
Wer, wie ich, in Frankfurt geboren und aufgewachsen ist, dem sind die schrecklichen Taten im Kettenhofweg bekannt und auch im Gedächtnis geblieben.
Franziska Franz erzählt hier mit sehr gut recherchierten Details auf ihre ganz eigene Weise, was damals geschehen ist : einfühlsam, aufmerksam und nicht reißerisch und blutrünstig. Genau das macht das Buch aus – die Taten sind schon schrecklich genug, man muss es nicht bis ins kleinste Detail ausführen, um darzustellen, was passiert ist.
So nimmt die Autorin den Leser / die Leserin an die Hand und zeigt auf, was die schreckliche Tat mit den Menschen rundherum gemacht hat, wie sich das Leben von so vielen Menschen einfach von heute auf morgen ändert.
Franziska Franz hat ein unheimlich gutes Gefühl dafür, die Leserschaft in ihren Bann zu ziehen und man merkt ihr ihre Leidenschaft für dieses Genre an und liest es auch aus ihren Büchern heraus. Ihre Recherche-Arbeiten sind beeindruckend und damit transportiert sie dem Leser / der Leserin ehrliche Emotionen.
Mich hat das Buch sehr berührt und die Autorin hat mich mit dem Geschehen auch im Nachklang beschäftigt. Dies ist ein Teil der Frankfurter Stadtgeschichte, der furchtbar ist und trotzdem mit dazu gehört und Franziska Franz versteht es perfekt, dem Leser / der Leserin diese Taten näher zu bringen.
Eine absolute Empfehlung von mir – das hier ist absolutes Spitzenniveau !!!
Ich durfte Franziska Franz im Rahmen einiger Lesungen und auch auf der Frankfurter Buchmesse treffen und habe sie als sehr sympathisch und offen erlebt. Schön, wenn man als begeisterte Leserin und Podcast-Hörerin so eine tolle Autorin treffen darf !
Wer ihren Podcast SPURENELEMENTE noch nicht kennt, der sollte ganz schnell hinein hören – der ist absolut klasse !
Chrissi
5/5
19.10.2025
Buch (Taschenbuch)
Zwischen Oper, Mövenpick und…
Zwischen Oper, Mövenpick und Mord – ein Frankfurter True-Crime Ich verschlinge ja Krimis, die in Frankfurt spielen – schließlich arbeite ich dort schon seit vielen Jahren, mag diese Stadt und kenne mich hier ganz gut aus. Kurze Zusammenfassung: Witwe Helga Lindemeyer wohnt gegenüber dem Kettenhofweg 124/124a in Frankfurt am Main. Von ihrer Wohnung aus hat sie einen guten Blick auf die Villa. Helga geht regelmäßig mit ihrem Hund spazieren und trifft sich mit einer Freundin zu Gesprächen im Restaurant Mövenpick an der Alten Oper. Ihre einzige Verwandte ist ihre Nichte, die sich im Notfall um alle Belange der alten Dame kümmert. Die Beobachtungen der Vorgänge im Nachbarhaus machen Helga neugierig. Dass hier ein privates Bordell betrieben wird, erfährt sie allerdings erst als alle anderen in ihrem Umfeld das schon längst wissen… Mein Leseeindruck: Der Kettenhofweg ist mir vertraut, ich bin da schon einige Male entlanggelaufen – die Goldkammer, ein Museum, das sich rund um das Thema Gold dreht, befindet sich ebenfalls in dieser Straße, und im Mövenpick war ich tatsächlich in den 1980er und 1990er Jahren öfter mal zum Brunch. Als ich dann gesehen habe, dass Franziska Franz den wahren Fall der „Kettenhofmorde“ literarisch verarbeitet hat, war klar: Das muss ich lesen! Und was soll ich sagen – ich war begeistert! Franziska Franz erzählt behutsam, einfühlsam und mit feinem Humor mit Sicht auf eine ältere Dame, eine Nachbarin, die den Fall aus nächster Nähe – und doch mit einem liebevoll distanzierten Blick – erlebt. Die sympathische Witwe mit Hund und einer Nichte (ihre einzige Verwandte), ist einfach großartig getroffen: gesprächig, mutig, manchmal ängstlich, leicht naiv, mit Herz und Verstand. Sie trifft sich mit ihrer alten Freundin Erika im Mövenpick, plaudert am Zeitungskiosk, geht gern in die Oper – und nimmt lange Zeit gar nicht so genau wahr, was sich da in der gegenüberliegenden Villa eigentlich abspielt. Das Besondere an diesem Buch ist die Perspektive: Statt sensationsheischender True-Crime-Dramatik erleben wir hier eine nachbarschaftliche Annäherung an ein reales Verbrechen – warmherzig, ohne extremen Voyeurismus, fast wie ein „Cosy Crime“ mitten in Frankfurt. Die Autorin hat das schreckliche Geschehen aus Sicht der Umgebung einfühlsam beleuchtet und damit ein Stück Stadtgeschichte literarisch greifbar gemacht. Ich konnte mir jede Szene bildlich vorstellen – einfach, weil ich die Orte so gut kenne. Das macht den Reiz für mich doppelt aus: Wenn Krimi auf Vertrautheit trifft, entsteht Kopfkino pur. Fazit: Ein fein erzählter, stiller, aber spannender Frankfurt-Krimi mit Herz und Atmosphäre. Für alle, die Frankfurt lieben – und gute Geschichten, die zwischen Tatort und einem Nachbarschaftskaffee spielen.
Jeanette Lube
aus Magdeburg
5/5
31.08.2025
Buch (Taschenbuch)
Ein letzter Gruß an die Opfer eines der schlimmsten Verbrechens in Frankfurt
Dieses Buch erschien 2025 in der Gmeiner-Verlag GmbH und beinhaltet 339 Seiten.
„Villa der Toten“
Ermittler der Frankfurter Mordkommission machen am 15. August 1994 eine grausame Entdeckung. Im Westend werden in einer Villa sechs Leichen gefunden, und zwar ein Mann und fünf Frauen, alle erdrosselt. Helga Lindemeyer, eine Witwe, wohnt gegenüber und beobachtet, wie die Leichen abtransportiert werden. Sie saß schon lange vor den Morden oft am Fenster und hatte die Villa im Blick. Zunächst ahnte sie dabei nicht, dass die beiden Hausbesitzer, Ingrid und Gabor Bartos, die auch unter den Toten waren, ein privates Bordell betrieben. Helga ist komplett geschockt und möchte unbedingt mehr über die Hintergründe der Morde erfahren. Hier handelt es sich um fesselndes True Crime über eines der bis heute brutalsten Verbrechen Deutschlands, das von der bekannten True-Crime-Podcasterin Franziska Franz spannend rekonstruiert wurde.
Als ich das Buch in meinen Händen hielt, ahnte ich nicht wirklich, welche schlimme Geschichte mich hier erwartet. Ja, ich weiß, was True Crime ist, hatte aber noch nie von diesem Tatort gehört. Das liegt wahrscheinlich daran, dass ich zu dem Zeitpunkt, als dieses Verbrechen geschah, im anderen Teil Deutschlands lebte. Schon beim Lesen des Klappentextes lief mir ein Schauer den Rücken herunter. Und so tauchte ich in eine Geschichte ein, in der ich zunächst Helga Lindemeyer, eine ältere Dame kennenlernte, die mich echt erheiterte. Sie ist noch ganz helle auf der Welle und lebt in einem herrschaftlichen Haus in einer Gegend, in der gut betuchte Menschen leben. Ich mag sie sehr und im Laufe der Geschichte ist sie mir sehr ans Herz gewachsen. Ihr Mann ist verstorben. Sie hat ganz gute Kontakte zu ihrer Freundin Erika und ihrer Nichte Monika. Und es gibt auch noch eine Freundin Isolde, die leider weiter weg wohnt. So bleibt Helga nur das Schreiben von Briefen, um mit ihr in Kontakt zu bleiben. Und dann gibt es auch noch Helgas Dackel Karlchen. Oft sieht sie aus dem Fenster und beobachtet dabei das Treiben rund um das Haus gegenüber. Dieses kommt ihr sehr seltsam vor. Wer da alles so ein- und ausgeht! Helga ist sehr empört und regt sich mächtig auf, als sie erfahren muss, dass in diesem Haus ein Bordell betrieben wird. Eine andere Person, die hier eine große Rolle spielt, ist Albert Lehmann. Was hat er nur immer wieder hier zu tun? Als dann eines Tages Isolde zu Besuch kommt, stachelt Helga diese auf, gemeinsam mit ihr in die Villa zu gehen, nachdem Herr und Frau Bartos das Haus verlassen haben. Dort erleben sie seltsame Dinge. Doch so richtig können sie sich keinen Reim darauf machen. Und immer wieder schleicht Herr Lehmann ums Haus. Das ist schon sehr verdächtig! Die Dialoge, die Helga mit ihren Freundinnen führt, sind köstlich und die Eierlikörchen erst… Ja, und dann eines Tages wundert sich Helga sehr, denn es ist ein ungewöhnliches Aufgebot an Polizei vor dem Haus und alle haben weiße Schutzanzüge an. Was ist nur passiert? Man denke, dass man 1994 noch kein Handy und Internet hatte, wo man alles lesen konnte, so wie heute. Immer wieder muss Helga Zeitungen kaufen, um mehr über die Tat zu erfahren. Und auch Herr Lehmann begegnet Helga immer wieder. Warum mussten Herr Bartos und mit ihm fünf weitere Personen auf so schreckliche Weise den Tod erfahren? Ich möchte nicht mehr verraten, lest einfach selbst! Die Autorin Franziska Franz hatte hier wahnsinnig viel zu recherchieren, denn True Crime basiert auf wahren Fällen. Sie hat es wirklich spannend, aufregend, fesselnd und packend erzählt und hat damit nochmals an eine Gewalttat erinnert, die sehr brutal gewesen ist ohne dabei etwas reißerisch darzustellen. Helga ist schwer traumatisiert von dieser Mordtat und kann es einfach nicht fassen. Und so macht uns die Autorin klar, dass es nicht nur für Angehörige von Opfern kaum zu verdauen ist, wenn sie ihre Familienangehörigen zu Grabe bringen müssen, sondern auch andere Menschen, die davon gehört haben oder gar die Personen kannten, damit leben müssen und darunter leiden. Jeder auf seine Weise. Am Ende des Buches erwähnt die Autorin, was fiktiv und was real war. Und ich muss sagen, dass mich diese Geschichte sehr bewegt hat und auch nach dem Lesen noch berührt. Einfach ein schreckliches Geschehen, das Teil der dunklen Frankfurter Stadtgeschichte ist und deutschlandweit für Entsetzen gesorgt hat. Ich finde, dass es der Autorin wunderbar gelungen ist, eine Geschichte zu rekonstruieren, die wirklich so hätte gewesen sein können und so den Opfern der schrecklichen Tat einen letzten Gruß mit auf den Weg gibt, wie sie es im Nachwort formuliert. Franziska Franz versteht es einfach wunderbar, eine reale Geschichte mit erfundenen und realen Personen zu erschaffen. Mich hat sie auf jeden Fall mit diesem Buch begeistert, fasziniert und komplett überzeugt. Ich empfehle es sehr gern weiter, denn die Opfer dürfen nicht vergessen werden!
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