Produktbild: Die Schwestern

Die Schwestern Roman | Buch des Jahres 2025 in der New York Times

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21,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

13360

Erscheinungsdatum

15.07.2025

Verlag

Rowohlt eBooks

Seitenzahl

736 (Printausgabe)

Dateigröße

5745 KB

Übersetzt von

Ursel Allenstein

Sprache

Deutsch

EAN

9783644019546

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Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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  • entspricht der Vorgabe WCAG v2.1
  • entspricht der Vorgabe WCAG Level AA

Verkaufsrang

13360

Erscheinungsdatum

15.07.2025

Verlag

Rowohlt eBooks

Seitenzahl

736 (Printausgabe)

Dateigröße

5745 KB

Übersetzt von

Ursel Allenstein

Sprache

Deutsch

EAN

9783644019546

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  • Nicoles Bücherwelt

    5/5

    19.08.2025

    eBook (ePUB 3)

    Ein vielschichtiger Roman - großartig und eindringlich erzählt

    „Die Schwestern“ ist mein erstes Buch von Autor Jonas Hassen Khemiri und ich war gespannt, was mich erwartet – der Roman hat mich positiv überrascht und ist zu einem Lesehighlight geworden. Die Hauptfiguren hier sind die drei Mikkola-Schwestern, die unterschiedlicher nicht sein könnten: Während die älteste Schwester Ina eher ruhig und ernsthaft ist, wirkt Evelyn verträumt und Anastasia, die Jüngste, etwas chaotisch. Jonas, der Ich-Erzähler, begegnet den drei Schwestern zum ersten Mal Anfang der 1990er-Jahren, als diese mit ihrer Mutter in die Nachbarschaft ziehen. Über die Jahre und Jahrzehnte begegnet er den Schwestern immer wieder und hat sie seit damals nie vergessen. Auch gibt es aufgrund der Vergangenheit einiges, was miteinander verflochten ist… Das Buch ist in sieben Teile aufgeteilt – von den Jahren 2000 – 2035. Hier wird auch jeweils der Zeitraum angegeben, wie lange wir in den jeweiligen Jahren verweilen – beginnend mit einem Jahr bis hin zu einer Minute. Die Blickwinkel wechseln regelmäßig: Wir erfahren, wie die drei Schwestern Ina, Evelyn und Anastasia in dem jeweiligen Zeitraum aktuell leben und was sie erleben und lernen die so unterschiedlichen Frauen und deren Umfeld immer besser kennen. Detailreich erzählt der Autor von aktuellen Geschehnissen im Alltag und den verschiedenen Sorgen, Träumen und Wünschen der drei. Dann gibt es noch den Ich-Erzähler namens Jonas Khemiri, der erzählt, wie er im Laufe seines Lebens den Mikkola-Schwestern immer wieder begegnet, angefangen in den 1990er Jahren. Daneben erfahren wir auch viel über sein eigenes Leben – als Sohn einer schwedischen Mutter und einem tunesischen Vater wächst er in Schweden auf, wir erfahren viel über die Beziehung zu seinem Vater, die nicht immer einfach ist. Ich vermute, dass der Roman in den Abschnitten um Jonas auch autofiktionale Elemente enthält – diese sind mit den Kapiteln um die Mikkola-Schwestern gekonnt verwoben. Von Schweden, den USA bis hin nach Tunesien, von Lebenskrisen und Liebesgeschichten bis hin zu Herkunft und Zugehörigkeit, von Freud und Leid, Glück und Trauer und einem geheimnisvollen Fluch – in über 35 Jahren verfolgen wir die Leben der vier Hauptfiguren, deren Wege sich immer wieder kreuzen. Mit interessanten Entwicklungen und überraschenden Verknüpfungen wird es auf den 736 Seiten nie langweilig. Der Schreibstil ist eindringlich, atmosphärisch und auf besondere Weise packend – immer wieder gibt es lange Sätze mit vielen Kommata, die aber nicht kompliziert verschachtelt, sondern flüssig zu lesen sind. Manches wird direkt auf den Punkt gebracht, anderes baut sich langsam auf. Zwischendurch gibt es auch einzelne englische Sätze, die aber einfach gehalten sind und sich gut einfügen. Auch die wechselnden Blickwinkel, (die im ersten Abschnitt bei Jonas auch immer wieder in die Vergangenheit der 1990er Jahre zurückspringen) lassen sich gut verfolgen. Es ist ein besonderer Stil, auf den man sich etwas einlassen muss, der aber sehr gelungen ist. Mein Fazit: Ein großartiger Roman, der mit einer starken Figurenzeichnung und einem detaillierten und eindringlichen Erzählstil überzeugt. Mit über 730 Seiten ein umfassender Schmöker, in den man gut eintauchen kann und der einen nicht so schnell loslässt. Mal berührend und traurig, mal hoffnungsvoll und auch dramatisch, aber gleichzeitig auch unterhaltsam und sehr interessant – ein vielschichtiger Roman, der mich mit seiner besonderen Art positiv überrascht hat - ein Lesehighlight.

  • Hanna (text.reisen)

    5/5

    29.08.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Moderne Familiengeschichte

    Im Mittelpunkt des Romans stehen die drei Mikkola-Schwestern Ina, Evelyne und Anastasia. Die Mutter ist Tunesierin, der schwedische Vater ist früh verstorben; als sie nach Drakenberg ziehen, in die gleiche Siedlung, in der auch Jonas wohnt, ist er sofort von ihnen fasziniert, denn sie sind die einzigen anderen Halbtunesier in Schweden, die er kennt. Obwohl die Bekanntschaft nur von kurzer Dauer ist, bleibt die Faszination, die die Schwestern auf ihn ausüben bestehen. Und es entspannt sich eine Erzählung von über 30 Jahren bis ins Jahr 2035, bei der abwechselnd aus den Leben der Schwestern und aus Jonas Leben erzählt wird. Aufgrund diverser Rückblenden und mitunter verschiedener Perspektiven auf ein und dieselbe Szene ist der Aufbau des Romans durchaus komplex, aber insgesamt trotzdem gut nachvollziehbar. Neben Schweden sind auch Tunesien, Deutschland und New York als Handlungsorte präsent. Was den Roman für mich aber so besonders gemacht hat, ist, dass das Verfassen der Geschichte im Buch selbst reflektiert wird. Was ist Fiktion und was Realität? Wie subjektiv sind Erinnerungen? Diese Fragen tauchen immer wieder auf und schaffen Distanz zu dem Text, der es so mühelos geschafft hat, mich in seinen Bann zu ziehen. Der Stil ist recht schlicht und alltagsnah, nur Schlusspunkte mag Jonas Hassen Khemiri nicht so gerne. Die Sätze ziehen sich oft über viele Zeilen hinweg, was meinen Lesefluss jedoch keineswegs beeinträchtigt hat – Ursel Allenstein hat sehr elegant und strukturiert übersetzt. Der Wunsch, die eigne Geschichte selbst zu gestalten, treibt alle Figuren im Roman voran; doch sie werden immer wieder von ihrer Vergangenheit eingeholt und schaffen es nicht, diese ganz hinter sich zu lassen – wird es ihnen gelingen ihren Frieden damit zu machen? Obwohl das Buch nicht spannend im eigentlichen Sinne ist, habe ich mit allen Personen mitgefiebert und war fast enttäuscht, als das Buch schließlich zu Ende war und ich mich von den drei Schwestern und Jonas verabschieden musste. Wenn dich komplexe Familiengeschichten über nationale Grenzen hinweg interessieren, ist dieses Buch ganz bestimmt etwas für dich!

  • Silvi

    aus Wismar

    4/5

    21.07.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    4-Sterne-Rezension zu Die Schwestern

    ℝ Als ich Die Schwestern zum ersten Mal in der Hand hielt, war es tatsächlich das Cover, das mich sofort angezogen hat – diese warmen, fast flirrenden Farben, die förmlich nach Sommer, Geheimnis und Ferne riechen. Ich wusste da noch nicht, was für eine literarische Reise mir bevorstand, aber ich hatte ein gutes Gefühl. Und das hat sich im Großen und Ganzen auch bestätigt. Der Roman ist mit seinen 736 Seiten ein echtes Schwergewicht – sowohl inhaltlich als auch emotional. Khemiri schafft es, eine vielschichtige Geschichte über mehrere Jahrzehnte hinweg zu erzählen, ohne sich in der Komplexität zu verlieren. Ich war besonders beeindruckt davon, wie er es schafft, große Themen wie Herkunft, Identität, Erinnerung und Verlust miteinander zu verweben, ohne dass es aufgesetzt wirkt. Im Zentrum stehen Jonas (ja, der Erzähler heißt wie der Autor – was dem Ganzen einen spannenden Beigeschmack gibt) und die drei Schwestern Ina, Evelyn und Anastasia. Jede von ihnen hat eine ganz eigene Farbe, einen eigenen Rhythmus. Ina mit ihrer Ernsthaftigkeit, Evelyn, die irgendwie immer halb woanders ist, und Anastasia, bei der man nie weiß, ob man sie umarmen oder sich vor ihr verstecken will. Ihre Lebenswege kreuzen sich mit dem von Jonas immer wieder – in verschiedenen Ländern, zu verschiedenen Zeiten – und trotzdem hat man nie das Gefühl, dass irgendwas konstruiert wäre. Was mich wirklich gepackt hat, ist diese melancholische Grundstimmung, die sich durch das Buch zieht. Der Fluch, den Jonas beschreibt – dass man alles verliert, was man liebt – hat mich noch lange nach dem Lesen beschäftigt. Es ist kein Roman, den man mal eben wegliest. Er fordert, manchmal auch ein bisschen Geduld, aber er gibt einem dafür viel zurück. Warum keine fünf Sterne? An ein paar Stellen hatte ich das Gefühl, dass sich die Geschichte ein wenig verliert – nicht im negativen Sinne, eher so, als würde man einen Fluss entlang paddeln, der plötzlich in eine Nebenströmung abbiegt. Schön, aber eben auch ein bisschen ausbremsend. Und ganz ehrlich: Manchmal hätte ich mir gewünscht, dass die Dialoge weniger kryptisch und etwas direkter gewesen wären. Aber das ist Geschmackssache. Fazit: Die Schwestern ist ein kraftvoller, atmosphärischer Roman, der viel Raum lässt zum Nachdenken und Nachfühlen. Kein Buch für zwischendurch, aber definitiv eines, das bleibt. Und allein für diese Art, Geschichten zu erzählen – über Generationen, Grenzen und Verluste hinweg – hat es sich mehr als gelohnt.

  • Jürg K.

    4/5

    21.07.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Liebesgeschichten und Lebenskrisen

    Das Titelbild widerspiegelt die drei Schwestern. Als Ina, Evelyn und Anastasia in die Nachbarschaft von Jonas ziehen ändert sich für ihn alles. Die ernsthafte Ina, die verträumte Evelyn und die chaotische Anastasia faszinieren, nichts will er mehr, als in ihrer Nähe zu sein. Klar wird ihm, dass die Schwestern mit seiner Familie und der Vergangenheit seines Vaters eng verflochten sind. Über Jahre kreuzen sich ihre Lebenswege immer wieder, sei es in Tunesien, Schweden, den USA, sie erleben Liebesgeschichten und Lebenskrisen. Jonas Hassen Khemiri hat eine Geschichte geschrieben die Erinnerungen, Herkunft und Schicksal entfaltet. In dieser grossartigen Geschichte geht es um das Suchen und Finden von Identität in einer zersplitterten Welt. Die Liebesgeschichten, die Jonas mit den Schwestern erlebt, sind intensiv, nie kitschig. Sie sind geprägt von Sehnsucht, Missverständnissen und der ständigen Angst vor deren Verlust. Khemiri gelingt es, das Persönliche mit dem Universellen zu verbinden. Es ist ein Buch, das lange nachhallt, weil es die grossen Fragen des Lebens stellt. Ein empfehlenswertes Buch.

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