Es ist zu spät, um zu fliehen. Dieses Mal wird sie sterben. Wie der Fuchs. Jonathan ‚Johnny‘ Weiser lebt mit vierunddreißig Jahren noch in seinem Kinderzimmer. Seit der gemeinsamen Kindergartenzeit ist der introvertierte Förster heimlich in die Umweltschutzaktivistin Juli verliebt. Als sein Chef umfangreiche Baumfällungen anordnet, bittet Johnny Juli um Hilfe. Doch bevor ihre Proteste die Arbeiten stoppen können, wird Juli brutal zusammengeschlagen. Kriminalkommissarin Leandra ‚Leo‘ Papadaki vermutet einen rechtsradikalen Hintergrund der Tat. Dass ausgerechnet ihr Exfreund Johnny auf eigene Faust in der rechten Szene ermittelt, macht ihren Job nicht leichter. Doch Johnny kommt einem unvorstellbaren Verbrechen auf die Spur und Leo begreift zu spät, dass er längst in tödlicher Gefahr schwebt. Der neue Kriminalroman von Friedrich-Glauser-Preisträgerin Lucie Flebbe Tolino-Edition mit Bonuskapitel
Kundinnen und Kunden meinen
5.0/5.0
Bewertung
5/5
01.12.2025
Buch (Taschenbuch)
Nicht spicken!
Erst jetzt sind mir beim Betrachten des nebenstehenden Fotos zum ersten Mal die Details neben dem dominierenden Auge aufgefallen. Gute Überleitung.
Düster, dunkel, versteckt. Erst auf den zweiten oder gar dritten, vierten Blick sichtbar.
Die Geschichte, ja? Mehr Thriller als Krimi, meiner Meinung nach, aber ich bin ja nicht vom Fach. Obwohl, Polizei, Körperverletzung, Leiche => doch Krimi?
Gut gemacht, hatte ich aber auch nicht anders erwartet!
Kleiner Plotttwist zum Schluss, den großen hatte ich schon frühzeitig gelesen. ♀️
Mache ich immer so, erspart oft das Mitdenken
Und hier? Die Auflösung ist ja keinesfalls das Ende, sondern der Anfang von etwas Neuem. Was passiert mit dem Umfeld, wenn eine Bedrohung wegfällt? Tut sie doch, oder?
Zim Buch selbst:
Perspektivwechsel. Klare Gliederung. Irritation: Wer ist Jana?
Hinsehen und Weggucken.
Holzpreis und Bauchgefühl, wie hängt das zusammen?
Spinne im Netz. Was ist, wenn jemensch an einem Faden zieht?
Andeutungen. Macht. Ohnmacht. Fuchsbau!
Rest Klappentext
Absolute Leseempfehlung ohne Spicken!
Micha
aus Nürnberg
5/5
28.07.2025
Buch (Taschenbuch)
Absolut genialer und und toll durchdachter Krimithriller
Das Buch „Im Fuchsbau“ ist ein wirklich gut durchdachter Krimi-Thriller. Es wartet mit mehreren Perspektiven auf, von denen ich mich auf die zentralen Figuren beschränken will, da es schwierig ist, sie alle zu beschreiben.
Da wäre zum einen Johnny, der wie eine kuschelige, pazifistische Version von Kratos aus der Videospielreihe „God of War“ beschrieben wird. Er ist groß und bullig, wirkt nach außen hin einschüchternd, ist aber sehr introvertiert und zurückhaltend. Johnny arbeitet als Forstamtsleiter und alles beginnt damit, dass er beauftragt wird, Fällarbeiten in einem Naturprojekt namens „Urwald“ durchzuführen. Das widerspricht seinen Überzeugungen, aber er schafft es nicht, sich zu wehren oder seinen Vorgesetzten zu widersprechen.
Dann hätten wir noch Johnny’s Kindheitsfreundin Julie von Hohenhorn. Ihre Familie ist sehr reich und einflussreich. Sie selbst hat jedoch mit ihrer Familie gebrochen und will nichts vom Familiengeschäft hören. Sie wohnt im Forst in einem Bauwagen, ist regional als Umweltaktivistin bekannt und eckt damit bei der konservativen und traditionellen Bevölkerung gehörig an. Als sie von den Fällarbeiten hört, schaltet sie sofort in den Angriffsmodus und will Proteste und Aktionen gegen die Fällung organisieren. Kurz vor Beginn der Arbeiten wird Julie in ihrem Bauwagen gefunden. Der Wagen ist ein Opfer von Vandalismus geworden und sie selbst ist schwer verletzt.
Die letzte Person, auf die ich eingehen will, ist Leo. Sie ist die Exfreundin von Johnny und leitet die Ermittlungen im Fall Julie.
Zu Beginn des Buches geht es eigentlich nur um den Anschlag auf Julie und darum, wer die Täter sind. Doch je weiter die Geschichte voranschreitet, desto mehr lang gehütete Geheimnisse kommen ans Licht, die eine riesige Tragweite haben.
Luccie schafft es auch wunderbar, den Spannungsbogen bis zum Schluss aufrechtzuerhalten. Wenn man denkt, jetzt hat man das Geheimnis durchdrungen, setzt sie noch einen drauf.
An ein oder zwei Stellen fand ich es etwas verwirrend, in einer doch sehr klaren, geradlinigen Geschichte einen Rückblick in die Vergangenheit zu bekommen. Doch diese Verwirrung hielt sich nur für ein paar kurze Sätze, und sie hat dem Leseerlebnis überhaupt nicht geschadet.
Für mich ist „Im Fuchsbau” ein packendes und fesselndes Buch. Es ist definitiv ein kleiner Geheimtipp und gehört jetzt schon zu meinen Jahreshighlights.
Bewertung
5/5
06.07.2025
Buch (Taschenbuch)
Mehr ein Psychothriller als ein Kriminalroman - aber packend und fesselnd bis zum Schuss. Aus einem Umwelt-Krimi wird ein spannendes Familiendrama.
Jhonny ist ein absoluter Naturfreak und betreut als Förster ein Urwaldprojekt im Weserbergland. Juli, seine beste Freundin seit Kindergartentagen unterstützt ihn tatkräftig. Sie pflegt einen alternativen Lebensstil, ist aber eine »von Hohenhorn«. Doch mit ihrer adeligen Familie, die auf dem Schloss residiert, will sie nichts mehr zu tun haben. Sie widmet sich ganz ihren eigenen Projekten. Dann sollen Teile des Waldes abgeholzt werden, der Bürgermeister braucht dringend Geld. Jhonnys Vater entdeckt als Steuerberater seltsame Abweichungen in der Steuererklärung der von Hohenhorns und wird kurz darauf erhängt aufgefunden. Auch Jhonny und Juli werden Opfer eines gewaltsamen Überfalls, Jhonny wird kurz darauf vom Dienst suspendiert.
Der Roman beginnt wie ein Krimi. Auch eine Kommissarin taucht auf, die aber während des ganzen Romans eine Nebenfigur bleibt. Was nicht weiter stört, denn die Handlung dreht sich immer mehr vom Krimi zum Psychothriller. Es gibt immer wieder sehr kurze Kapitel aus der Sicht weiblicher Charaktere, die ich nicht einordnen konnte und die mich irritierten, aber auch neugierig machten. Im weiteren Verlauf nimmt die Spannung stark zu, der Sinn der kurzen Kapitel mit den mysteriösen Charakteren wird deutlich und auch wichtig. Nun wird klar, warum das Buch »Im Fuchsbau« heißt und warum es zwingend erforderlich ist, sich gut zu verstecken. Denn aus dem Wald-und-Umwelt-Krimi wird ein fesselndes Pyscho-Familiendrama mit unfassbarem Ausmaß. Also versteck dich, wenn du überleben willst.
Das Buchcover ist wunderschön und passend zum Thema gestaltet, Titel und Untertitel passen wunderbar. Mich hat das Buch sehr positiv überrascht, zeitweise verwirrt - aber genau im richtigen Maße - und neugierig gemacht, so dass es für mich zum Pageturner wurde. Es wird eine schwere, psychische Krankheit thematisiert, sehr authentisch und nachvollziehbar. Wunderbare Lektüre mit Spannung und Grusel.
Klare Leseempfehlung. Sei mutig und versteck dich nicht!
Anja
aus Hamburg
5/5
01.07.2025
Buch (Taschenbuch)
Ein Leseerlebnis!
Der Förster Johnny ist seit Kindergartentagen in die Umweltaktivistin Juli verliebt. Als sein Chef umfangreiche Baumfällungen anordnet, wird Juli brutal überfallen. Johnny beginnt auf eigene Faust zu ermitteln.
Das Cover sieht richtig schön und hat in mir die Lust geweckt, das Buch zu lesen. Zu Beginn war ich etwas irritiert von den vielen Perspektivwechsel, aber schnell hatte mich die Handlung in ihren Bann gezogen. Ich konnte die Atmosphäre des Buches förmlich spüren und wollte unbedingt das Ende erfahren. Der Stil ist vielleicht etwas ungewöhnlich, gleichwohl sehr passend für die Thematik gewählt. Wer Filme wie „The Others“ mag, wird dieses Buch lieben!
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für dein Feedback
Wir nutzen dein Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte habe Verständnis, dass wir dir keine Rückmeldung geben können. Falls du Kontakt mit uns aufnehmen möchtest, kannst du dich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.