Produktbild: In den Häusern der anderen

In den Häusern der anderen Spuren deutscher Vergangenheit in Westpolen

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Rezension

»voller fesselnder Geschichten, von denen manche zum Lachen anregen, andere zu Tränen rühren, aber auch Scham hervorrufen« Jeanine Rudat ("StadtRadio Göttingen")
»bietet eine gründlich recherchierte, sensible und differenzierte Perspektive auf die deutsch-polnische Nachkriegsgeschichte« ("Märkische Oderzeitung")
»Man spürt Kuszyks Leidenschaft für ihr Thema, wie viel Herzblut und Leidenschaft in diesem Projekt stecken … sowie ihre Nähe zu Polen und Deutschland gleichermaßen.« ("Instagram")

Produktdetails

Verkaufsrang

12657

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

17.09.2025

Abbildungen

mit 7 Abbildungen

Verlag

Aufbau TB

Seitenzahl

400

Maße (L/B/H)

19/11,5/3,7 cm

Gewicht

366 g

Farbe

Kaffee

Auflage

2. Auflage

Originaltitel

Poniemieckie

Übersetzt von

Bernhard Hartmann

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7466-4262-8

Rezension

Produktdetails

Verkaufsrang

12657

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

17.09.2025

Abbildungen

mit 7 Abbildungen

Verlag

Aufbau TB

Seitenzahl

400

Maße (L/B/H)

19/11,5/3,7 cm

Gewicht

366 g

Farbe

Kaffee

Auflage

2. Auflage

Originaltitel

Poniemieckie

Übersetzt von

Bernhard Hartmann

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7466-4262-8

Herstelleradresse

Aufbau Taschenbuch Verlag
Prinzenstraße 85
10969 Berlin
DE

Email: [email protected]

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Regt zum Nachdenken an

Gertie G. aus Wien am 03.09.2023

Bewertungsnummer: 2013585

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Dieses Sachbuch der polnischen Historikerin Karolina Kuszyk beschäftigt sich mit einem Tabu-Thema, nämlich mit der Beschlagnahme und In-Besitznahme von Eigentum der vertriebenen Deutschen durch den polnischen Staat im ehemals deutschen Westpolen. Die Autorin ist mit einem Deutschen verheiratet und hat zahlreiche Familienschicksale penibel recherchiert. Sie spricht mit Augenzeugen bzw. deren Nachkommen. Dabei schafft sie es, dieses emotionsbeladene Thema sachlich und in angemessenen Ton darzustellen. Die Übersetzung aus dem Polnischen hat sicherlich auch großen Anteil daran, weswegen Bernhard Hartmann hier vor den Vorhang geholt werden muss. Es gibt zwar meterweise Bücher über Flucht und Vertreibung der Deutschen aus Polen um und nach 1945, doch wenige Bücher widmen sich diesem Thema aus polnischer Sicht. Dass viele Menschen aus Ostpolen, das von der UdSSR annektiert worden ist, nach Westpolen zwangsweise umgesiedelt worden sind, ist vermutlich nicht allgemein bekannt. Diese Familien kamen, da selbst vertrieben, oft nur mit wenigen Habseligkeiten an und mussten mit den deutschen Hinterlassenschaften vorliebnehmen und damit zu leben lernen. „Es war nicht schön, das deutsche Zeug zu benutzen, aber was hätten wir tun sollen?“ So kommt es, dass bei einem Besuch des Ehemanns der Autorin bei den Schwiegereltern zu der kuriosen Situation, dass aus einer Schüssel mit dem Hakenkreuz gegessen wird. Zahlreiche polnische Familien lebten Jahrzehnte lang in der Angst, die Deutschen kämen zurück und würden sich ihr ehemaliges Eigentum wieder zurückholen wollen. Daher unterließ man häufig, die Gebäude zu verändern, ja selbst dringend notwendig Instandhaltungsmaßnahmen vorzunehmen, was wiederum das Vorurteil, Polen wären faul, befeuert hat. Aber, wer würde schon freiwillig eigenes Geld in fremdes Eigentum investieren? Eben. Erst die Nachkommen der vertriebenen Polen beginnen „alles Deutsche“ zu tilgen. Diesem „sozialistischem Bauboom“ fallen Jugendstilvillen, Denkmäler und Friedhöfe zum Opfer. Erst ab 1990, dem Zerfall der UdSSR und dem Hinwenden zum Westen (NATO statt Warschauer Pakt) besinnt man sich des deutschen Erbes. Es ist nun an der dritten Generation, zu der sich die Autorin zählt, die „Spuren deutscher Vergangenheit in Westpolen“ wieder zu entdecken und zu bewahren. Wo früher deutsche Denkmäler abgerissen worden sind, ereilt dieses Schicksal nun jene aus den Sowjetzeiten. Vermutlich wird erst die vierte Generation durch Bücher wie das vorliegende, ohne die üblichen Vorurteile erkennen, dass die beiden, durch ihre Geschichte eng verwobenen Länder mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede haben. Möge es durch Bücher wie dieses gelingen, gegenseitigen Respekt und Vertrauen aufzubauen. Aufrufe der aktuellen nationalistisch eingestellten Politiker nach Entschädigungszahlungen sind hier kontraproduktiv. Fazit: Wer sich für die Geschichte interessiert und im Speziellen für diejenige von Deutschland und Polen, kommt an diesem Buch nicht vorbei. Gerne gebe ich diesem interessanten Blick auf jene Menschen, die „in den Häusern der anderen“ leb(t)en, 5 Sterne.

Regt zum Nachdenken an

Gertie G. aus Wien am 03.09.2023
Bewertungsnummer: 2013585
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Dieses Sachbuch der polnischen Historikerin Karolina Kuszyk beschäftigt sich mit einem Tabu-Thema, nämlich mit der Beschlagnahme und In-Besitznahme von Eigentum der vertriebenen Deutschen durch den polnischen Staat im ehemals deutschen Westpolen. Die Autorin ist mit einem Deutschen verheiratet und hat zahlreiche Familienschicksale penibel recherchiert. Sie spricht mit Augenzeugen bzw. deren Nachkommen. Dabei schafft sie es, dieses emotionsbeladene Thema sachlich und in angemessenen Ton darzustellen. Die Übersetzung aus dem Polnischen hat sicherlich auch großen Anteil daran, weswegen Bernhard Hartmann hier vor den Vorhang geholt werden muss. Es gibt zwar meterweise Bücher über Flucht und Vertreibung der Deutschen aus Polen um und nach 1945, doch wenige Bücher widmen sich diesem Thema aus polnischer Sicht. Dass viele Menschen aus Ostpolen, das von der UdSSR annektiert worden ist, nach Westpolen zwangsweise umgesiedelt worden sind, ist vermutlich nicht allgemein bekannt. Diese Familien kamen, da selbst vertrieben, oft nur mit wenigen Habseligkeiten an und mussten mit den deutschen Hinterlassenschaften vorliebnehmen und damit zu leben lernen. „Es war nicht schön, das deutsche Zeug zu benutzen, aber was hätten wir tun sollen?“ So kommt es, dass bei einem Besuch des Ehemanns der Autorin bei den Schwiegereltern zu der kuriosen Situation, dass aus einer Schüssel mit dem Hakenkreuz gegessen wird. Zahlreiche polnische Familien lebten Jahrzehnte lang in der Angst, die Deutschen kämen zurück und würden sich ihr ehemaliges Eigentum wieder zurückholen wollen. Daher unterließ man häufig, die Gebäude zu verändern, ja selbst dringend notwendig Instandhaltungsmaßnahmen vorzunehmen, was wiederum das Vorurteil, Polen wären faul, befeuert hat. Aber, wer würde schon freiwillig eigenes Geld in fremdes Eigentum investieren? Eben. Erst die Nachkommen der vertriebenen Polen beginnen „alles Deutsche“ zu tilgen. Diesem „sozialistischem Bauboom“ fallen Jugendstilvillen, Denkmäler und Friedhöfe zum Opfer. Erst ab 1990, dem Zerfall der UdSSR und dem Hinwenden zum Westen (NATO statt Warschauer Pakt) besinnt man sich des deutschen Erbes. Es ist nun an der dritten Generation, zu der sich die Autorin zählt, die „Spuren deutscher Vergangenheit in Westpolen“ wieder zu entdecken und zu bewahren. Wo früher deutsche Denkmäler abgerissen worden sind, ereilt dieses Schicksal nun jene aus den Sowjetzeiten. Vermutlich wird erst die vierte Generation durch Bücher wie das vorliegende, ohne die üblichen Vorurteile erkennen, dass die beiden, durch ihre Geschichte eng verwobenen Länder mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede haben. Möge es durch Bücher wie dieses gelingen, gegenseitigen Respekt und Vertrauen aufzubauen. Aufrufe der aktuellen nationalistisch eingestellten Politiker nach Entschädigungszahlungen sind hier kontraproduktiv. Fazit: Wer sich für die Geschichte interessiert und im Speziellen für diejenige von Deutschland und Polen, kommt an diesem Buch nicht vorbei. Gerne gebe ich diesem interessanten Blick auf jene Menschen, die „in den Häusern der anderen“ leb(t)en, 5 Sterne.

Wenn Vertriebene in die Häuser...

Bewertung am 01.02.2023

Bewertungsnummer: 1871072

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Wenn Vertriebene in die Häuser von Vertriebenen ziehen prallen Schicksale und Geschichte aufeinander. Ein mutiges und wichtiges Buch einer polnischen Autorin, welches diesseits und jenseits der Oder betroffen aber auch Hoffnung macht.

Wenn Vertriebene in die Häuser...

Bewertung am 01.02.2023
Bewertungsnummer: 1871072
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Wenn Vertriebene in die Häuser von Vertriebenen ziehen prallen Schicksale und Geschichte aufeinander. Ein mutiges und wichtiges Buch einer polnischen Autorin, welches diesseits und jenseits der Oder betroffen aber auch Hoffnung macht.

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