Produktbild: Jahr der Wunder

Jahr der Wunder Roman

10

14,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

13.10.2025

Verlag

Aufbau TB

Seitenzahl

462

Maße (L/B/H)

18,9/11,4/3,5 cm

Gewicht

370 g

Farbe

Cognac / Vanille

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

The Sentence

Übersetzt von

Gesine Schröder

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7466-4253-6

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

13.10.2025

Verlag

Aufbau TB

Seitenzahl

462

Maße (L/B/H)

18,9/11,4/3,5 cm

Gewicht

370 g

Farbe

Cognac / Vanille

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

The Sentence

Übersetzt von

Gesine Schröder

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7466-4253-6

Herstelleradresse

Aufbau Taschenbuch Verlag
Prinzenstraße 85
10969 Berlin
DE

Email: info@aufbau-verlag.de

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  • WortGewand

    aus Krefeld

    4/5

    03.09.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Neugierig bleiben

    Ich hatte da noch eine Rechnung offen. Mit einem Buch. ❤️ „Jahr der Wunder“ von Louise Erdrich lag seit Oktober 2025 bei mir. Bücherabo. Knapp 460 Seiten. Mehrere Anläufe. Und immer wieder derselbe Gedanke: Irgendwie komme ich nicht hinein. Also lag es da. Bis zum 26.08.2026. Diesmal habe ich wieder angefangen. Und diesmal bin ich geblieben. Den entscheidenden Impuls gab mir Annettes persönlicher Begleitbrief. Ihre Worte haben mich ermutigt, dem Buch noch einmal eine Chance zu geben. Manchmal braucht es eben nicht ein anderes Buch. Manchmal braucht es einen anderen Zeitpunkt. Und vielleicht auch ein bisschen mutwillig. Denn für mich bedeutet mut-willig nicht, immer mutig, stark und voller Tatendrang zu sein. Mut-willig kann auch heißen: • noch einmal anfangen. • Nicht vorschnell urteilen. • Eine fremde Perspektive aushalten. • Nachfragen, statt abzuwinken. • Dranbleiben, obwohl etwas zunächst sperrig erscheint. Genau das hat „Jahr der Wunder“ bei mir ausgelöst. Im Mittelpunkt steht Tookie, eine indigene Frau, die nach Jahren im Gefängnis in einer unabhängigen Buchhandlung in Minneapolis arbeitet. Eigenwillig, sarkastisch, verschlossen und wunderbar speziell. Eine Figur, mit der ich mich zunächst schwergetan habe und die mir dann doch ans Herz gewachsen ist. In Birchbark Books findet Tookie Halt. Und dann beginnt es zu spuken. Die verstorbene Kundin Flora kehrt als Geist zurück und mit ihr Geschichten über Schuld, Herkunft, Verlust und eine Vergangenheit, die eben nicht einfach Vergangenheit bleibt. Der englische Originaltitel „The Sentence“ bedeutet sowohl Strafe als auch Satz. Und genau dort wird dieser Roman für mich besonders: bei den Sätzen, den Büchern und der Kraft des Lesens. Denn Bücher sind hier nicht Dekoration. Sie sind Halt. Trost. Orientierung. Verbindung. Perspektivwechsel. Und zugleich erzählt Erdrich von Corona, Isolation, Krankheit und Tod, vom Mord an George Floyd und den Protesten in Minneapolis, von Rassismus und der Geschichte und Gegenwart indigener Menschen in den USA. Viel Stoff. Vielleicht sogar etwas zu viel. Manches war mir zu schwer, manches zu überladen. Die Geistergeschichte und die Liebesgeschichte haben mich nicht immer gleichermaßen erreicht. Deshalb: 4 von 5 Sternen. ⭐⭐⭐⭐ Aber ich habe das Buch gern gelesen. Und ich bin froh, dass ich es nicht nach meinem ersten Eindruck beurteilt habe. Vielleicht ist das eine kleine, aber wichtige Übung für GedankenFrei: Nicht jede Irritation muss sofort aufgelöst werden. Nicht jede fremde Sichtweise muss uns gefallen. Aber wir können ihr Raum geben. Gerade angesichts gesellschaftlicher Spaltungen und der vielen Herausforderungen, die auch Kinder und Jugendliche beschäftigen, brauchen wir diese Fähigkeit: zuzuhören, auszuhalten, nachzufragen und die eigene Perspektive gelegentlich zu verschieben. Bücher können dafür Räume schaffen. Buchhandlungen und Bibliotheken ebenso. 460 Seiten. Mehrere Anläufe. Geschafft.

  • Bewertung

    Book Circle Community

    5/5

    21.02.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Einfühlsame Story aus dem Mikrokosmos Buchhandlung in Coronazeiten

    Die Geschichte wird aus der Perspektive einer fiktiven Mitarbeitern der realen Buchhandlung der Autorin in Minneapolis erzählt und spielt kurz vor, während und nach dem ersten Lockdown in 2020. Da die Hauptfigur der indigenen Bevölkerung angehört, erfährt man sehr viel Wissenswertes und mir bisher Unbekanntes über deren Leben und ausserdem über die nach wie vor leider sehr präsenten Auswirkungen der Kolonialisierung und Unterdrückung. Es werden wichtige Themen eingebunden wie die Proteste nach dem Tod von George Floyd und man wird in die Schrecken der Corona-Pandemie zurückversetzt. Es ist aber dennoch auch immer wieder ein Buch voller echter, menschlicher und berührender Momente und nicht zuletzt voller spannender Bichempfehlungen, da die Bücher während des Lockdowns und der Unruhen für die Menschen in Minneapolis ein wichtiger Halt waren und die Buchhandlung einen Run erlebte. Ich kann dieses Buch sehr weiterempfehlen und bin froh, dass es mir empfohlen wurde.

  • MarcoL

    aus Füssen

    5/5

    06.08.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Aufrüttelnd, bewegend, und…

    Aufrüttelnd, bewegend, und eine Hommage an den lokalen Buchhandel Wie in allen ihren Büchern ist es der preisgekrönten Autorin (u.a. Pulitzerpreis) ein Anliegen, auf das Unrecht, welches den indigenen Völkern seit der Landnahme durch die Weißen widerfährt, aufmerksam zumachen. Auch in diesem wunderbaren Roman spricht sie viele Themen an – wie Landraub, Diskriminierung, Rassismus. Hauptprotagonistin ist die indigene Tookie. Wir dürfen sie ein paar sehr bewegende Jahre ihres Lebens begleiten. Sie ist eine starke Frau, mit einem unbeugsamen Willen um Gerechtigkeit, und wird doch Opfer ihrer Schwächen. So erfahren wir ganz zu Anfang über einen (gutgemeinten) Fehltritt, der ihr ein Ticket ins Gefängnis beschert, oder wie sie danach in als Buchhandlerin einen Job bekommt, der wegweisend wird. Dieses Geschäft ist Dreh- und Angelpunkt der weiteren Erzählung. Es ist eine Hommage an den lokalen Buchhandel und der Liebe zu Büchern. Sogar die an Allerseelen verstorbene Flora kann nicht loslassen und irrt als Geist in der Buchhandlung herum. Sehr zum Leidwesen von Tookie, die sich zunehmend belästigt führt. Parallel dazu baut die Autorin sehr geschickt den Bogen zu zwei besonderen Vorfällen des Jahres 2020. Der Beginn der Pandemie und der Umgang damit wird erzählerisch verarbeitet, genauso wie die Ermordung von George Floyd und den damit verbundenen enormen Unruhen in Minneapolis. Erdrich erzählt das alles wie Fiktion, und beruht dennoch auf harten Tatsachen, die die Leser:Innen nicht unberührt lassen. Und dazwischen werden wir immer wieder mit den Riten, Gedanken und Gefühlen der indigen Welt konfrontiert. Es wird teilweise eine Reise von Tookie zu ihren Wurzeln, begleitet von ihrem Mann Pollux und Flora. Seitenhiebe auf die Unterdrückung, seien sie auch manchmal kaum erwähnt, dürfen da nie fehlen und sind meines Erachtens so wichtig für das Verständnis der handelnden Personen und der realen Welt. Auch dieser Roman aus der Feder der Autorin konnte mich komplett abholen und hallt noch lange nach. Ich habe das Buch sehr gerne gelesen, konnte viel für mich mitnehmen und gebe eine große Leseempfehlung (wie für alle ihrer Bücher).

  • MarcoL

    aus Füssen

    5/5

    06.08.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Aufrüttelnd, bewegend, und eine Hommage an den lokalen Buchhandel

    Wie in allen ihren Büchern ist es der preisgekrönten Autorin (u.a. Pulitzerpreis) ein Anliegen, auf das Unrecht, welches den indigenen Völkern seit der Landnahme durch die Weißen widerfährt, aufmerksam zumachen. Auch in diesem wunderbaren Roman spricht sie viele Themen an – wie Landraub, Diskriminierung, Rassismus. Hauptprotagonistin ist die indigene Tookie. Wir dürfen sie ein paar sehr bewegende Jahre ihres Lebens begleiten. Sie ist eine starke Frau, mit einem unbeugsamen Willen um Gerechtigkeit, und wird doch Opfer ihrer Schwächen. So erfahren wir ganz zu Anfang über einen (gutgemeinten) Fehltritt, der ihr ein Ticket ins Gefängnis beschert, oder wie sie danach in als Buchhandlerin einen Job bekommt, der wegweisend wird. Dieses Geschäft ist Dreh- und Angelpunkt der weiteren Erzählung. Es ist eine Hommage an den lokalen Buchhandel und der Liebe zu Büchern. Sogar die an Allerseelen verstorbene Flora kann nicht loslassen und irrt als Geist in der Buchhandlung herum. Sehr zum Leidwesen von Tookie, die sich zunehmend belästigt führt. Parallel dazu baut die Autorin sehr geschickt den Bogen zu zwei besonderen Vorfällen des Jahres 2020. Der Beginn der Pandemie und der Umgang damit wird erzählerisch verarbeitet, genauso wie die Ermordung von George Floyd und den damit verbundenen enormen Unruhen in Minneapolis. Erdrich erzählt das alles wie Fiktion, und beruht dennoch auf harten Tatsachen, die die Leser:Innen nicht unberührt lassen. Und dazwischen werden wir immer wieder mit den Riten, Gedanken und Gefühlen der indigen Welt konfrontiert. Es wird teilweise eine Reise von Tookie zu ihren Wurzeln, begleitet von ihrem Mann Pollux und Flora. Seitenhiebe auf die Unterdrückung, seien sie auch manchmal kaum erwähnt, dürfen da nie fehlen und sind meines Erachtens so wichtig für das Verständnis der handelnden Personen und der realen Welt. Auch dieser Roman aus der Feder der Autorin konnte mich komplett abholen und hallt noch lange nach. Ich habe das Buch sehr gerne gelesen, konnte viel für mich mitnehmen und gebe eine große Leseempfehlung (wie für alle ihrer Bücher).

  • literatur.phantast

    aus Nürnberg

    5/5

    24.06.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Humorvoll und mit Tiefe

    Louise Erdrich hat hier eine tolle weibliche Figur indigener Abstammung erschaffen und ihr Leben eingehaucht Was habe ich schon im ersten Kapitel laut gelacht. Damit hatte mich das Buch direkt abgeholt. Eine junge Frau die...speziell...ist und ihre Eigenarten hat. Sie ist stur, sarkastisch und auch so kein "einfacher" Mensch, was mir aber sehr gefallen hat. Eine Figur die mir durchweg gefallen hat. Die Geschichte an sich fängt noch vor der Corona Zeit an und im späteren Verlauf kommt die Geschichte auch zu diesen Zeitpunkt. Doch keine Sorge, um Corona ging es nicht. Es geht um eine kleine, eigenständige Buchhandlung in der Tookie arbeitet und die eines Tages von einem Geist heimgesucht wird. Es geht aber auch um Ängste, um Sorgen und Reue und Schicksal. Um die Wut. Es wird auch immer mal erwähnt wie die indigene Bevölkerung behandelt wurde. Nicht auszudenken und eigentlich eine der größten Schanden der Menschheit eine Bevölkerung beinahe ausgerottet zu haben und deren Land in Besitz genommen zu haben und die Urvölker so zu behandeln. Einfach widerlich. Insgesamt ein unglaublich tolles, unterhaltsames Buch das auch immer wieder seine ernsten Momente hat und sprachlich tadellos ist Große Empfehlung von mir

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