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Der brennende Garten Roman | Shortlist des Internationalen Literaturpreises 2026

118

26,00 €

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

18.10.2025

Verlag

Tropen

Seitenzahl

464

Maße (L/B/H)

21,4/15/3,7 cm

Gewicht

638 g

Farbe

Karamell / Anthrazit

Auflage

1. Auflage 2025

Originaltitel

Brotherless Night

Übersetzt von

Sophie Zeitz

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-608-50278-7

Beschreibung

Rezension

»'Der brennende Garten' fächert komplexe Loyalitäts- und Wertekonflikte auf und macht die Verwüstungen, die Krieg im Zwischenmenschlichen verursacht, spürbar.« Michael Huber, Kurier, 07. Januar 2026 Michael Huber Kurier 20260107

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

18.10.2025

Verlag

Tropen

Seitenzahl

464

Maße (L/B/H)

21,4/15/3,7 cm

Gewicht

638 g

Farbe

Karamell / Anthrazit

Auflage

1. Auflage 2025

Originaltitel

Brotherless Night

Übersetzt von

Sophie Zeitz

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-608-50278-7

Herstelleradresse

Tropen
Rotebühlstr. 77
70178 Stuttgart
DE

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  • Bewertung

    aus Hamburg

    5/5

    19.01.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    tolle Geschichtsstunde

    V. V. Ganeshananthan: Der brennende Garten Dieser Roman erzählt die Geschichte von der jungen Tamilin Sashi, die in den 80ger Jahren des 20. Jahrhunderts in Sri Lanka aufwächst und so gemeinsam mit ihrer Familie mitten in den sehr langen Bürgerkrieg des Landes gerät. Das Buch macht sehr deutlich was dieser Krieg für die Tamilen bedeutete und wie sehr er ganze Familien zerriss und für viele Menschen die Zukunft zerstörte oder sogar den Tod brachte. Sehr bewegend schildert die Autorin auch den Konflikt zwischen berechtigten Widerstand gegen eine ungerechte Regierung und der Radikalisierung und Verrohung der Widerstandskämpfer, die für die eigene Bevölkung und sogar die eigenen Familien bald genauso gefährlich sind wie die Gegenseite. Sashi versucht lange Zeit sich aus dem Konflikt herauszuhalten und trotzdem den Menschen ungeachtet ihrer Herkunft zu helfen, doch dies ist nur im begrenzten Maße möglich. Ein packender und sehr berührender Roman über einen Konflikt, der mir vorher sehr wenig sagte. Große Leseempfehlung!

  • xxholidayxx

    5/5

    10.01.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Einblick in die Geschichte Sri Lankas anhand einer tamilischen Familie erzählt

    „Der brennende Garten“ von V. V. Ganeshananthan (aus dem Englischen übersetzt von Sophie Zeitz, erschienen beim Verlag Tropen) ist ein Roman, an dem die Autorin 18 Jahre (!) gearbeitet hat. Gut Ding braucht Weile und in diesem Fall hat sich diese Geduld definitiv ausgezahlt. Erzählt wird die Geschichte der jungen Tamilin Sashi, die im Bürgerkrieg Sri Lankas erwachsen wird, während ihr Umfeld zerbricht. Zwischen Jaffna und New York, zwischen Medizin, Widerstand und Verlust sucht sie nach einem Weg, Mensch zu bleiben. Meine Meinung Ich bin ohne große Erwartungen in dieses Buch gegangen und wollte es zunächst auch gar nicht lesen. Erst die sympathische Vorstellung der Autorin auf der Buch Wien und der sanfte Schubs einer Bookstagram-Freundin haben mich schließlich überzeugt. Zum Glück. Denn Ganeshananthan schreibt mit einer Klarheit, die nicht vereinfacht, sondern Komplexität aushält. Meiner Meinung nach etwas, das man nicht in vielen Büchern findet. Besonders deutlich wird das an der Art, wie sie Begriffe wie „Terrorist“ hinterfragt: „Das Wort Terrorist ist zu einfach für die Geschichte, die wir erlebt haben“ (S. 13). Der Roman zwingt uns damit, genauer hinzusehen auf das vermeintlich Klare: auf Ideologien, auf Schuld und auf die Grauzonen dazwischen. Auf den ersten Blick nicht explizit feministisch, spielen Frauen dennoch eine entscheidende Rolle im Roman. Mütter, Aktivistinnen, Professorinnen, deren Solidarität eine eigene Kraft entfaltet: „Jetzt erkannte ich, dass meine Mutter eine Wildheit besaß … eine Kraft, die von den Frauen um uns herum exponentiell vervielfacht wurde“ (S. 162). Feminismus wird hier nicht theoretisch, sondern existenziell verhandelt: Wer darf sprechen? Wer widerspricht? Und was kostet das? Neben all dem findet auch die Liebe ihren Platz, wenn auch leise, zart und tragisch: „Alles war vollkommen, und alles war unerträglich, weil es enden würde“ (S. 303). Und immer wieder kehrt der Roman zu der zentralen Frage zurück, welche Bedeutung Geschichte(n) und die Berichterstattung über Gräueltaten selbst haben können. In diesem Fall auch als Überlebenstechnik, als Halt wie an diesem Zitat deutlich wird: „Die Worte nahmen den Nächten das Grauen“ (S. 261). Fazit "Der brennende Garten" ist kein leichtes Buch, aber ein notwendiges. Ein Roman über Krieg, der sich weigert, Menschen auf Rollen zu reduzieren. Für alle, die literarische Tiefe, politische Komplexität und emotionale Wahrhaftigkeit suchen. Von mir gibts eine klare Leseempfehlung.

  • SimoneF

    5/5

    15.12.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eindrucksvoll und bewegend

    V.V. Ganeshananthan schreibt in „Der brennende Garten“ über den jahrzehntelangen Bürgerkrieg in Sri Lanka. Aus der Sicht von Sashi, einer jungen Frau einer privilegierten Kaste, erlebt man als Leser:in die 1980er Jahre in Jaffna. Sashi ist zu Beginn 16 Jahre alt und lebt zusammen mit ihren Eltern und drei älteren sowie einem jüngeren Bruder. Die Familie ist wohlhabend, gebildet und eher progressiv, das Familienleben ist harmonisch. Die Kinder bereiten sich auf die Universität vor, schätzen Musik und Literatur und möchten Ärzte bzw. Ärztin oder Ingenieur werden. Als der Bürgerkrieg ausbricht, verändert das Sashis Leben radikal, und sie ist plötzlich mitten im Geschehen. Zwei ihrer Brüder schließen sich der LTTE an, und der Nachbarsjunge, in den Sashi verliebt ist, nimmt eine ranghohe Stellung bei den Tamil Tigers ein. Auch wenn Sashi Gewalt verabscheut und mit vielem bei den Tamil Tigers nicht einverstanden ist, findet sie sich doch immer wieder zwischen den Fronten wider. Eindrucksvoll schildert Ganeshananthan, wie aus normalen jungen Menschen Mitglieder einer Terrormiliz werden. Die wechselseitigen Kriegsverbrechen von Singhalesen, verschiedenen tamilischen Rebellengruppen, den Regierungstruppen Sri Lankas und den indischen Friedenstruppen vertiefen die Gräben und verschärfen das Leid der Zivilbevölkerung. Junge Männer werden von den Rebellen zwangsrekrutiert, wahllose Hinrichtungen sind an der Tagesordnung und Frauen sind sexueller Gewalt ausgesetzt. Die Autorin erzählt eindringlich und berührend aus der Ich-Perspektive, wobei sie immer wieder den Leser bzw. die Leserin mit „Ich will, dass Du verstehst (…)“ bzw. „Du musst verstehen (…)“ direkt anspricht. Auch wenn ich grundsätzlich nachvollziehen kann, warum sie dies tut, wirkt es aufgrund der Häufigkeit aufgesetzt und von oben herab. Das hat mich beim Lesen leider etwas gestört. Da immer wieder tamilische Begriffe fallen, wäre ein Glossar wünschenswert gewesen. Auch ein einordnendes Nachwort, bei dem die Autorin darauf eingeht, welche Figuren oder Ereignisse real sind oder fiktiv, hätte ich sehr hilfreich gefunden. Ganeshananthan erwähnt im Nachwort, dass sie ein kompliziertes Verhältnis zu Erklärungen hat. Das ist schade, denn sie hätte zB klarer darstellen können, dass Rajani Thiranagama als reales Vorbild für die Figur Anjali Premachandran diente. Ungeachtet dieser kleinen Kritikpunkte ist „Der brennende Garten“ ein sehr lesenswertes und bewegendes Buch, das einen jahrzehntelangen Konflikt, der hier im Westen eher am Rande wahrgenommen wurde, in den Mittelpunkt rückt.

  • Niko

    aus Austria

    5/5

    15.12.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Der brennende Garten

    Der Roman „Der brennende Garten“ von V. V. Ganeshananthan wurde 2024 mit dem Women's Prize for Fiction und dem Carol Shields Prize geehrt. „Der brennende Garten“ erzählt die bewegende Geschichte der jungen Tamilin Sashi, die in den 1980er Jahren in Jaffna, Sri Lanka, lebt und davon träumt, Ärztin zu werden. Der Bürgerkrieg in Sri Lanka bricht aus und reißt ihre Familie auseinander, zwei ihrer Brüder und ihr Jugendfreund schließen sich den Tamil Tigers an. Sashi kämpft auf ihre eigene Weise für Gerechtigkeit und muss schließlich ins Exil nach New York. V. V. Ganeshananthan schreibt mit einer ruhigen Stimme und mit viel Tiefgang. Man lernt aus dem Buch sehr viel über die Geschichte Sri Lankas, aber gleichzeitig vergießt V. V. Ganeshananthan nicht die Geschichte mit viel Empathie zu erzählen. Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive der Protagonistin Sashi erzählt, was dem Roman eine besondere Intimität und emotionale Tiefe verleiht. Das Buch behandelt viele ernsten Themen. Es wird thematisiert, wie junge Menschen radikalisiert werden, wie sie in politische Bewegungen geraten und was das für ihre Angehörigen bedeutet. Es wird sehr gut beleuchtet und was Migration bedeutet, wie das Leben zwischen zwei Welten möglich ist. „Der brennende Garten“ von V. V. Ganeshananthan ist ein meisterhaftes Werk, das keine leichte Lektüre ist. Der Roman ist bewegend, literarisch stark und von großer gesellschaftlicher Relevanz.

  • Bewertung

    5/5

    09.12.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Sehr eindringlich

    Sashi ist Tamilin und Schwester von vier älteren Brüdern. Wiei ihr Großvater und ihr ältester Bruder möchte auch Sashi unbedingt Ärztin werden und lernt daher für die Zulassungsprüfungen. Um sich besser auf die akademische Laufbahn vorbereiten zu können, ist sie für diese Zeit von Jaffna nach Colombo zu ihrer Großmutter gezogen und lebt dort mit ihr und ihrem ältesten Bruder zusammen. Doch dann beginnen die Rebellionen der Tamil Tigers und die Ausschreitungen gegen die tamilische Zivilbevölkerung, was Sri Lanka in einen jahrelangen Bürgerkrieg treibt. Sashi kehrt zurück nach Jaffna, wo die tamilische Zivilbevölkerung sicher sein soll, nimmt ihr Medizinstudium auf und nimmt wahr, wie sich ihr bisheriges Leben verändert, wie der Krieg die Stimmung beeinflusst und immer mehr Menschen, Freund*innen und Nachbar*innen aus Sashis Leben verschwinden - darunter ist auch K, ein Junge aus der Nachbarschaft, mit dem sie aufgewachsen ist und zu dem sie schon immer eine besondere Verbindung hatte. Wie auch zwei von Sashis Brüdern hat sich K den Tigers angeschlossen und bald muss auch Sashi entscheiden, wie sie sich einsetzt und wie sie sich positioniert. V. V. Ganeshananthan hat mit "Der brennende Garten" einen eindringlichen Roman über den Krieg in Sri Lanka geschrieben. Dabei liegt der Fokus auf Sashi, beginnend von ihrer Kindheit, über das gemeinsame Aufwachsen mit ihren Brüdern und K, die Beziehungen an der Universität und die inneren und äußeren Konflikte, was Moral, Politik, Verbundenheit und Widerstand angeht. V. V. Ganeshananthan hat sowohl mit Sashi als auch mit K und ihren Familienmitgliedern sehr vielschichtige Figuren geschaffen, deren Konflikte immer deutlicher werden. Mir haben die unterschiedlichen Figuren, die Schilderungen ihrer Involviertheit und ihrer unterschiedlichen Bezüge zu den Tigers, der tamilischen und der singhalesischen Bevölkerung sehr gut gefallen. Der Roman bildet die Geschehnisse in Jaffna ab 1981 ab, aus der Perspektiven von Sashi und ihrem nahen Umfeld, ihren Eindrücken und Perspektiven, doch eingebettet und fundiert in den historischen Ereignissen. So vereint V. V. Ganeshananthan eine fiktionale Erzählung und die realen Geschehnisse und Entwicklungen Sri Lankas zu der damaligen Zeit. Für mich ist "Der brennende Garten" ein Roman, der während der Lektüre sehr viel mit mir gemacht hat und auch noch einige Zeit in mir nachhallen wird. Sehr eindringlich und intensiv erzählt, sodass ich mich gar nicht entziehen konnte, auch wenn ich es an der einen oder anderen Stelle gern getan hätte, weil das Leid so groß war.

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