Wie weit geht ein Vater, um seine Tochter vor der Welt zu schützen?
Beklemmend, bewegend und zutiefst zu Herzen gehend: Matt Haigs psychologischer Roman über die zerstörerische Kraft von Angst und Liebe.
Wann wird Liebe zu Besessenheit?
Drei Mal schon musste Antiquitätenhändler Terence Cave den Verlust eines geliebten Menschen verkraften: erst den Selbstmord seiner Mutter, dann den Mord an seiner Frau, und schließlich den tragischen Tod seines Sohnes Reuben. Geblieben ist ihm nur noch seine Tochter Byrony, Reubens Zwillingsschwester – und das Gefühl, dass ihm alle genommen werden, die er liebt.
Umso verzweifelter versucht Terence nun, seine wunderschöne Tochter vor jeder Gefahr zu schützen, koste es, was es wolle! Doch die 15-jährige Byrony riskiert immer mehr, um aus dem goldenen Käfig ihres Vaters auszubrechen, und Terence muss sich fragen, ob er sie wirklich nur beschützen will?
Mit »Der fürsorgliche Mr Cave« hat der britische Autor Matt Haig hat einen ebenso anrührenden wie erschütternden psychologischen Roman über einen Vater geschrieben, dessen Fürsorge in Besessenheit zu kippen droht.
Die Sorgen und Nöte, die Angst-Störungen und Depressionen verursachen, kennt Matt Haig aus eigener Erfahrung.
Kundinnen und Kunden meinen
3.9/5.0
222 Bewertungen
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Vorhersehbar und einseitig
Bewertung am 02.05.2026
Bewertungsnummer: 3126816
Der Schreibstil, die Verfassung als Brief und auch das Grundkonstrukt der Geschichte finde ich wirklich toll.
Jedoch empfand ich die ständigen Eskalationsstufen und Entschuldigungen, ja schon fast das ganze Flehen von Mr Crave zum Haare raufen.
Er verlor sich vor lauter Trauer in einen Kontrollwahn - teils sehr übertrieben, aber doch irgendwie verständlich. Bryony ging mir im Laufe des Buches auf die Nerven - diese 180 Grad Wendung war zwar verständlich, denn auch sie trauerte, aber dieses respektlose Verhalten ggü ihrem Vater - ich konnte es nicht mehr ertragen. Der Inbegriff eines verzogenen Mädchens.
Zutiefst bewegendes, aufrüttelndes Buch zum Thema Depression
Markus1708 aus Krefeld am 21.10.2022
Bewertungsnummer: 1810060
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Terence Cave weiß, was Verlust bedeutet: Seine Mutter begeht Selbstmord, seine Frau wird bei einem Raubüberfall getötet, sein Sohn Reuben stirbt nach einer Mutprobe in seinen Armen. Terence Cave besitzt einen Antiquitätenladen und Bryony, Reubens Zwillingsschwester. Ja, er glaubt, er besitzt Bryony. Zumindest ist er besessen davon, sie zu besitzen. Denn Terence hat Angst, Bryony auch noch zu verlieren, und unternimmt daher alles, um genau das zu erreichen. Denn Bryony ist ein Teenager und will flügge werden, will Dinge machen, die Teenager nun mal machen. Doch Terence hat nur einen Gedanken: alles verbieten, dass auch nur im Ansatz gefährlich ist. Und das ist vieles in seinen Augen: Jungs treffen? Die wollen doch sowieso nur das Eine - gestrichen. Sich mit Freundinnen treffen? Woher soll er wissen, dass da nicht geraucht wird, oder Drogen genommen werden? Also bringt er sie zur Schule und holt sie danach auch wieder ab. Er terrorisiert seine Tochter, er steigert sich in seinen Wahn immer weiter hinein, er steuert immer weiter auf den Abgrund zu, er hat Wahnvorstellungen und weiß manchmal nicht, was er vor einigen Sekunden getan hat. In lichten Momenten reflektiert er sein Verhalten, kann sein Fehlverhalten aber nicht erkennen. Die Geschichte von Terence und Bryony nimmt immer weiter Fahrt auf, und die Frage ist: stürzt er - im übertragenen Sinne - über die Klippe? Oder findet er noch einen Ausweg, gibt es noch einen Weg zurück?
Meine Meinung: was für ein aufwühlendes, bewegendes, anrührendes, erschütterndes Buch. Ich habe es verschlungen, weil es mich in einen Sog hineingezogen hat, weil ich immer weiter lesen wollte wie es weitergeht, weil ich erfahren wollte, ob es noch Hoffnung gibt für Terence, für Bryony. Ich habe noch nie in einer Rezension eine Triggerwarnung geschrieben... aber es gibt für alles ein erstes Mal: wenn Sie ... wie drücke ich mich aus ... unter Depressionen leiden, das Glas immer nur halb leer ist statt immerhin halb voll, dann sollten Sie dieses Buch vielleicht nicht lesen. Für alle anderen: lesen Sie dieses Buch, es bringt Sie zum staunen, manchmal zum lachen. Es ist große, großartige Unterhaltung ... und zutiefst bewegend. Von mir daher fünf von fünf Sternen.
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