Sichtbare Gebrauchsspuren auf einigen Seiten z.B. leichte Knicke oder vereinzelte Markierungen möglich. Die gelieferte Auflage und das Cover können ggf. abweichen.
Stell dir vor, du gehst mit deiner Familie in ein Freibad. Es ist warm und der Himmel wolkenlos. Und dennoch regnet es. In den Nachrichten siehst du, dass es überall auf der Welt geregnet hat. Ohne Wolken.
Danach fallen dir Dinge auf. Kleinigkeiten. Störungen im Funk und Fernsehen, weitere Regenfälle, deren Erklärungen dir unglaubwürdig erscheinen.
Und einige Menschen verändern sich. Wirken nicht mehr wie sie selbst.
Es beginnt bei deinen Arbeitskollegen. Sie benehmen sich fremdartig. Wie ausgetauscht.
Bei deinen Freunden.
Bei deinen Kindern und deiner Frau.
Was würdest du glauben? Was bist du bereit zu tun, um es aufzuhalten?
Kundinnen und Kunden meinen
4.8/5.0
ech
aus Bochum
5/5
14.11.2022
Buch (Paperback)
Packender Thriller, der seinem Untertitel "apokalyptischer Horror-Roman" absolut gerecht wird
Mit diesem Buch legt der Autor Vincent Voss einen spannenden Thriller vor, der ein ziemlich beängstigendes Szenario entwickelt und dabei doch erschreckend realitätsnah rüberkommt. Seinem Untertitel „apokalyptischer Horror-Roman“ wird das Buch auf jeden Fall absolut gerecht.
Das Grauen beginnt mit einem Regenschauer, bei dem keine Wolke am Himmel zu erkennen ist. Nach einigen weiteren mysteriösen Vorgängen, für die es zunächst keine Erklärung gibt, erkennt der Familienvater Flo, dass sich die Menschen in seinem Umfeld auf seltsame Art und Weise zu verändern beginnen. Auch seine Ehefrau Merle und seine älteste Tochter Nele sind von diesen unheimlichen Veränderungen betroffen, während seine jüngere Tochter Lynn und er keine Symptome zeigen. Mit Hilfe seines Bruders Tom nimmt Flo den Kampf um seine Familie auf und landet dabei schnurstracks in einem wahren Alptraum, aus dem es scheinbar kein Entrinnen gibt.
Mit einem packenden Schreibstil und einigen gelungenen Wendungen, die zudem mit ziemlich bösen Überraschungen aufwarten, treibt der Autor seine gut aufgebaute Geschichte voran und zieht uns Leser mit jeder Seite tiefer in das Grauen hinein, das sich am Ende in einem furiosen Showdown entlädt. Angesiedelt ist das Geschehen im hohen Norden, in der Region rund um Hamburg, die eine passende Kulisse für die Geschichte bietet. Getragen wird das Ganze aber in erster Linie von seinen gut gezeichneten und vielschichtig angelegten Protagonisten in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen. Die Geschichte bleibt dabei konsequent bei Flo, Tom und ihren Schicksalsgefährten und lässt uns das immer stärker voranschreitende Grauen alleine durch ihre Augen sehen. Die globalen Auswirkungen der mysteriösen Vorgänge rücken so erst nach und nach ins Blickfeld, sie entfalten dann aber schnell ihren ganzen Schrecken, der die Situation der Hauptfiguren immer hoffnungsloser macht und echte Endzeitstimmung aufkommen lässt.
Wer auf packende Horror-Thriller mit starken Figuren und einem beängstigenden Szenario steht, wird hier sehr gut bedient und spannend unterhalten.
Bewertung
aus Ronnenberg
5/5
13.06.2019
Buch (Paperback)
Kein "Faculty"...
Es ist ein Fakt, dass wir weniger über die Tiefen der Meere unseres Planeten wissen, als über den schier unendlichen Weltraum. Diesen Umstand macht sich Buchautor Vincent Voss hier zunutze.
Aller Anfang ist manchmal schwer und „Infiltriert“ macht da keine Ausnahme. Normalerweise gehe ich nach meiner Maxime „Begeistere mich auf den ersten zehn Seiten oder das wird nichts mit uns!“ vor, doch hier brauchte es ein paar Seiten mehr, bis das es mich packte.
Ich hatte stets das Gefühl des Erkennens in welche Richtung sich jetzt alles bewegen würde, lag aber auch stets falsch damit, denn Vincent Voss überraschte mich immer wieder, weil es eben nicht in Richtung „Faculty“ oder „Invasion of the Body Snatchers“ ging.
Das Setting wie auch die Charaktere sind glaubhaft – insofern man beim dystopischen Roman davon sprechen kann - und man kann sich gut in die Charaktere hineinversetzen. Jeder hat irgendwo eine Leiche im Keller, die der Andere vor der fast lautlosen Apokalypse noch nicht kannte, sei es auch nur emotional.
Auch sind die Veränderungen im Verhalten der Protagonisten nachvollziehbar, denn ich würde mich kaum anders als „Florian“ in solch einer Situation verhalten. Der Kader der agierenden Personen ist gut überschaubar und abwechslungsreich genug um genügend Spannungsmomente zwischen ihnen zu erlauben, ohne krampfhaft konstruiert zu wirken.
„Infiltriert“ setzt eher auf die leisen Töne einer Dystopie und spart die Superlativen recht geschickt zum größten Teil aus. Auch wenn alles irgendwie vor die Hunde geht, so ist doch alles gleichgeblieben. Verwirrend? Nicht wenn man sich erst einmal in die Geschichte eingefuchst hat und mit jedem Kapitel sich das Ausmaß der Katastrophe stückchenweise nacheinander offenbart.
Wer eine Dystopie abseits der gewohnten Pfade sucht – also ohne Zombies oder Aliens und trotzdem mit einer Menge übernatürlichem Touch – der wird mit „Infiltriert“ seine wahre Lesefreude haben.
Manuela Hahn
5/5
31.05.2019
Buch (Paperback)
Infiltriert
Inhalt: Nach einem Freibadbesuch fallen dem Biologielehrer Flo seltsame Veränderungen an seiner Familie auf, die sich nach Störungen des Fernsehempfangs noch verstärken.
Zunächst sind die Veränderungen nur gering, nicht ganz in Worte zu fassen. Flos Frau Merle und seine ältere Tochter Nele, agieren wie Marionetten, sie tun was sie immer tun, allerdings scheint ihnen die Seele zu fehlen, anders kann ich das nicht ausdrücken.
Bald erfährt Flo, das nicht nur seine direkte Familie betroffen ist, sondern fast alle Menschen und das diese Veränderung mit dem Regen zu tun haben der aus einem wolkenlosen fiel, als die Familie im Freibad war.
Meine Meinung:
Was wäre wenn, Erich von Däniken recht hätte? Wenn Außerirdische lange vor uns auf der Erde gewesen wären und wenn sie unsere Leben bis heute beeinflussen? Wenn sie nur auf den richtigen Moment gewartet hätten, um eine Gensequenz zu aktivieren, die die Zeit über in uns geschlummert hätte und den Menschen zu willenlosen Puppen macht? Ja dann passiert vielleicht das, was sich Vincent Voss in seinem aktuellen Roman ausgedacht hat.
Vincent Voss überzeugt mit seiner Schreibkunst, er setzt seinen Lesern Bilder in den Kopf, die manchmal nur unheimlich sind, manchmal aber auch ekelig, was genau ich meine werdet ihr beim Lesen des Buches erfahren, ich verrate hier nichts davon. Das Unheimliche kann ich näher beschreiben, stellt euch vor der Mensch, den ihr liebt, macht alles wie immer, er küsst euch, er schläft mit euch, er kümmert sich und das alles ohne echte Emotionen, eure Kinder sind perfekt, sie tun was von ihnen erwartet wird, ohne Widerspruch, wer Kinder hat, weiß das das besonders gruselig ist und das irgendwas nicht stimmt.
Der Autor hat es geschafft diese Stimmung in Worte zu fassen und dabei die Action nicht zu kurz kommen zu lassen.
Flo kämpft gegen die Anderen und wird dabei von der Wissenschaftlerin Kassandra von Altmark unterstützt, die schon länger glaubt, dass die Menschheit von Außerirdischen infiltriert wurde und eine Organisation gründete, die die Anderen bekämpft. Geglaubt hat ihr allerdings niemand, kein Wunder bei dem Vornamen.
Dass es schon jemanden gab der an die Existenz anderer Wesen glaubt, darf man bei der Lektüre nicht außer Acht lassen, sonst empfindet man die allgemeine Entwicklung vielleicht als zu rasant. Wobei mir Flos Entwicklung doch ein klein wenig zu schnell ging, fast schon skrupellos tötet der Lehrer, um seine Familie zu schützen, auch wenn er sich immer wieder klar macht, dass er nicht die Menschen tötet, die sie einmal waren, sondern DIE ANDEREN. So wie ich mir klar machen musste, das Menschen in Büchern und Filmen anders handeln als im richtigen Leben.
Lange Rede kurzer Sinn.
Das Buch ist absolut lesenswert, Anspielungen auf bekannte Filme sind sicherlich gewollt und steigerten mein Lesevergnügen noch.
Zu Wasser scheint Vincent Voss ein etwas gespaltenes Verhältnis zu haben, wer darüber mehr erfahren möchte, sollte eines seiner anderen Bücher lesen.
Und ausnahmsweise erwähne ich auch mal wieder den Coverdesigner Timo Kümmel, er hat ein wirklich schönes Cover gestaltet.
Bewertung
aus Hamburg
4/5
22.04.2019
Buch (Paperback)
ein apokalyptischer Horror-Roman mit etwas ... anderen Gegnern
Zunächst beginnt die Geschichte harmlos, geradezu idyllisch – wir lernen den Biologielehrer Flo und dessen Familie kennen, seine Frau und Töchter, seine beiden Drillingsbrüder sowie weitere Verwandte. Am Anfang hatte ich ein wenig Probleme, mir all die Namen zu merken, zumal später noch viele weitere Personen in der Handlung auftauchen, die allerdings teilweise eher blass bleiben.
Die Geschichte spielt größtenteils auf dem Land in Norddeutschland sowie in Hamburg
und anhand vieler Einzelheiten wird deutlich, dass der Autor sich an diesen Orten bestens auskennt.
In gewisser Weise erinnert mich der Roman an Zombie-Horror-Geschichten. Allerdings sind die Monster hier keine grausig entstellten Zombies, denen man auf den ersten Blick ansieht, dass mit ihnen etwas nicht stimmt, sondern auf unheimliche Weise veränderte Menschen. Hier werden sie einfach „die Anderen” genannt.
Allmählich finden Flo und seine Verbündeten mehr über die Veränderungen heraus, doch bis zum Schluss bleibt so einiges rätselhaft. Und wie in vielen apokalyptischen Romanen geht es auch hier gegen Ende ums nackte Überlebe und es kommt zu zahlreichen, blutigen Kämpfen mit Schusswaffen-Einsatz. Das liest sich sehr spannend, tempo- und actionreich, in oft recht kurzen Kapitel mit häufigen Szenenwechseln. Dazu gibt es so manche Anspielungen auf andere Horrorgeschichten, beispielsweise blutige Szenen in einem Einkaufszentrum.
Allerdings hat es mich gewundert, dass Flo, der bisher keine Schusswaffenkenntnisse hatte, schon sehr bald damit umgeht, als wäre das für ihn selbstverständlich. Angesichts der Rätsel, die „die Anderen” umgeben – zum Beispiel die Frage, ob deren Zustand wieder umkehrbar sein könnte – hätte ich mir an hier und da etwas mehr Reflektion, moralische Bedenken oder ähnliches von den Hauptcharakteren gewünscht. An einigen Stellen ist mir außerdem aufgefallen, dass sich Flo weit mehr Sorgen und Gedanken um seine Töchter als um seine Frau macht, was mir in dieser Form nicht ganz plausibel erschien.
Abgesehen von diesen beiden Kritikpunkten hat mich dieser Roman sehr gut unterhalten und ich fand die „Anderen” und was mit ihnen passiert, ziemlich unheimlich.
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