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Deutschboden Eine teilnehmende Beobachtung

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

23.09.2010

Verlag

Kiepenheuer & Witsch

Seitenzahl

384

Maße (L/B/H)

19,8/12,6/3,5 cm

Gewicht

406 g

Auflage

7. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710000426813

Warnhinweis

Warnhinweis nicht erforderlich

Beschreibung

Rezension

»Viel von der andächtigen Ratlosigkeit, mit der, wenn’s gutgeht, Verstehen beginnt. Und eine existentialistische Erzählung mit gleich drei überraschenden Tugenden: Anmut, Ironie, Zärtlichkeit.« ("Der Spiegel")
»[...] eines der interessantesten und lustigsten Bücher dieses Herbstes: Man kann Deutschboden als spätes Sequel zu Faserland lesen: die Hartz-Vier-Sozialstudie als Poproman.« ("Die Welt")
»Hardrockhausen, here I come: So tapfer hat sich kein Reporter mehr der Wirklichkeit gestellt. Mit Hut oder ohne.« ("FAS")

Produktdetails

Zustand

Gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

23.09.2010

Verlag

Kiepenheuer & Witsch

Seitenzahl

384

Maße (L/B/H)

19,8/12,6/3,5 cm

Gewicht

406 g

Auflage

7. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710000426813

Herstelleradresse

Kiepenheuer & Witsch GmbH
Bahnhofsvorplatz 1
50667 Köln
DE

Email: verlag@kiwi-verlag.de

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  • Benjamin Haase

    aus Bremen, Weserpark

    5/5

    08.10.2011

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein deutsches Seelenstück

    Moritz von Uslar reist nach Deutschboden, in den legendenumwobenen Osten Deutschlands, die Heimat des „Fight-Prolls“, für eine Feldstudie der besonderen Art: Milieutauchen und Assimilationsversuch in Dorfkneipen und Box-Clubs, bei Tankstellen-Gelagen und aus der Perspektive eines Proll-Mobils, in Gesprächen über pilzähnlich sprießende Nagelstudios oder der schlichten Bierverbrüderung und nähert sich so unerschrocken, betroffen und beteiligt einem (Quatsch-) Psychogramm, das so herrlich politisch inkorrekt ist, das einem (vor Lachen) die Tränen kommen…!

  • Claude

    aus Hamburg

    5/5

    18.02.2011

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Moritz von Uslar tauscht für…

    Moritz von Uslar tauscht für drei Monate das hippe Berlin gegen eine Kleinstadt irgendwo in der Brandenburgischen Provinz. Er taucht völlig ein in die ostdeutsche Provinz und macht dabei nichts anderes, als Menschen zu treffen, sie kennenzulernen und an ihrem Leben teilzuhaben. Herausgekommen ist bei seinem Projekt eine fast süchtig machende Reportage. Das öde, langweilige, spießige und manchmal absurde Leben in der Kleinstadt mitten im Osten gibt zwar keine wirkliche Geschichte für den Reporter her, seine Reportage besteht größtenteils aus einer episodenhaften Aneinanderreihung von Treffen mit alkoholkranken Hartz-IV-Empfängern und orientierungslosen Jugendlichen. Dennoch mochte ich das Buch kaum aus der Hand legen. Die präzisen Schilderungen des Reporters sind bitterböse und rührend zugleich. 20 Jahre nach der deutschen Einheit stimmt das Buch allerdings auch nachdenklich. Auf jeden Fall hat sich der Ausflug in die ostdeutsche Provinz gelohnt. Absolute Leseempfehlung!

  • Bewertung

    aus Essen

    4/5

    31.07.2011

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Deutscher Boden

    Von Uslar, der sein Handwerk in den letzten Jahren bei verschiedenen Zeitungen und Magazinen gelernt hat, greift in seinem Buch das Thema der ostdeutschen Provinz auf, und indem er die Geschichte der Einwohner einer vorgeblich typischen Stadt nördlich von Berlin erzählt, versucht er auch eine Geschichte über das Deutschland knapp 20 Jahre nach der Wende zu erzählen. Im Vordergrund stehen dabei sein eigenes Verhalten und die Reaktion der Einwohner zu seinem Plan, als "Wessi" aus der Großstadt drei Monate bei ihnen zu leben und darüber eine Reportage zu schreiben. Auch wenn von Uslar die Auswirkungen der Kollision der Kulturen zuweilen überspitzt und zum Teil erfolglos versucht, durch vermeintliche "Gefahrensituationen" herbeizuschreiben, fühlt man sich durchweg unterhalten, findet die Gestalten des Buches häufig interessant und nimmt ihm seine ungespielte Sympathie ab.

  • Gisela Busemann

    aus Leer (Ostfriesland)

    4/5

    06.12.2010

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Deutschboden.

    Meines Erachtens gehört schon Liebe für die Spezie Mensch dazu, sich für drei Monate unter die Bevölkerung einer Kleinstadt nahe Berlins zu mischen, um sie zu beobachten, mit ihren Schrullen, Träumen, Ängsten und Erwartungen. Am Ende seiner Studie antwortet der Autor Moritz von Uslar in seinem Buch "Deutschboden-Eine teilnehmende Beobachtung" auf die Frage, wie es denn war und wie sie sind, die in der Kleinstadt. Tja, es sind doch ziemliche Arschgeigen. Aber doch großartige Arschgeigen. So gibt es diese Spezie nicht nur in der Provinz, auch in Großstädten kommen sie vor, doch da bleiben sie oft anonym. In einer Kleinstadt ist alles einfach ein weniger spießiger überschaubarer. Aber die Menschen meistern ihr Leben mit oft viel, ganz viel Optimismus und manchmal ist es auch Galgenhumor. Moritz von Uslar ist es mit seinem Buch gelungen, manche Abstrusitäten dem Leser zu erläutern, aber Platz für Trostlosigkeit gibt es nicht. Die Menschen, die er getroffen und mit denen er gelebt hat, haben das ganz natürliche Bedürfnis, sie wollen einfach nur glücklich sein. Schön, wenn der Autor abschließend feststellt, dass die Zeit in der Kleinstadt eine der besten seines Lebens waren.

  • Wankos Blog

    aus Graz

    3/5

    24.11.2010

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Das Mauerblümchen mit dem gewissen Etwas.

    Die Zeit als Tempo-Journalist dürfte für Moritz von Uslar sehr nachhaltig gewesen sein. Gerade die Spritztour mit Christian Kracht durch die DDR, als sie Ost-Disko glotzen gingen und sich dabei in das Land ein bisschen verknallten. 20 Jahre danach legt der Autor nun ein Buch mit dem Titel „Deutschboden“ vor, in dem er sich um das deutsche Schreckgespenst der Jetzt-Zeit kümmert, der „Kleinstadt“ in den neuen Bundesländern. Uslar recherchierte einige Monate, nistete sich in eine der Städte ein und siehe da, dort leben ja Menschen wie du und ich. Ha! Nicht nur Nazi-Scheiß-Jugendliche! Abgesehen davon, Uslar bringt die Dinge perfekt auf den Punkt, seine Storys haben dieses Echtzeit-Feeling, das viele Autoren zu schreiben versuchen, aber nur wenige erschaffen können. Der Nachteil an Echtzeit-Storys ist, dass sich die Charaktere und Geschichten erst finden müssen, aber das ist in diesem Format eben so. Ein cooles Zeitdokument ist die „teilnehmende Beobachtung“ auf alle Fälle und die Ankunft der Künstler in der „ostdeutsche Kleinstadt“ stimmt mich zuversichtlich. Und mehr auf Wankos Blog.

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