Keinheimisch Ein Israeli klagt an: ein sanfter Text über eine harte Realität — Kindheit in Israel, Leben in Deutschland
122,00 €
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Gebundene Ausgabe
Erscheinungsdatum
25.09.2025
Verlag
PropyläenSeitenzahl
240
Maße (B/H)
12,8/21 cm
Gewicht
344 g
Farbe
Anthrazit
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-549-11012-6
»Es scheint, als kenne ich alle Pflanzen dieses Landes, aber niemals ihre Wurzeln«
»Sabres« heißen auf Hebräisch Kaktusfrüchte, die zwar außen stachelig sind, innen aber mit ihrem süßen Fruchtfleisch überraschen. Genauso sehen sich viele der in Israel geborenen Juden selbst: Ihre Vorfahren haben die Wüste Palästinas nicht nur besiedelt, sondern das Land kultiviert, so meinen sie. Doch immer mehr dunkle Farben mischen sich in dieses Bild, seitdem der jüdische Staat als Besatzerstaat auftritt. Wie ist es, in einem Land aufzuwachsen, in dem die jüdische Hegemonie die arabische Bevölkerung verdrängt, ausschließt und zum Schweigen bringt? Und wo kann ein Jude heute einheimisch sein – in Israel, Palästina, Deutschland?
Tomer Dotan-Dreyfus schreibt die vom Holocaust überschattete Geschichte seiner Familie und hinterfragt zugleich die israelische Gründungsgeschichte. Sein Großvater beteiligte sich an der Nakba, doch erzählt wurde die Vertreibung der Palästinenser später als »Befreiung«. Welche Rolle spielte der Großvater 1948 wirklich? In Keinheimisch verschmelzen Kindheitserinnerungen mit Reflexionen über Geschichte, Literatur und Politik. Eine berührende Erzählung über Erzählungen und die Frage, wie sehr man ihnen trauen kann.
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