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Produktbild: Das letzte Leuchten im Winter

Das letzte Leuchten im Winter Roman | Das große Winterbuch und der perfekter Roman zum Verschenken

2

16,00 €

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

25.09.2025

Verlag

Gutkind Verlag

Seitenzahl

544

Maße (L/B/H)

18,6/12,5/4 cm

Gewicht

380 g

Farbe

Flieder

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

The End of Drum-Time

Übersetzt von

Karoline Hippe

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-690-45003-4

Warnhinweis

nicht erforderlich.

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

25.09.2025

Verlag

Gutkind Verlag

Seitenzahl

544

Maße (L/B/H)

18,6/12,5/4 cm

Gewicht

380 g

Farbe

Flieder

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

The End of Drum-Time

Übersetzt von

Karoline Hippe

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-690-45003-4

Herstelleradresse

Gutkind Verlag
Friedrichstraße 126
10117 Berlin
DE

Email: produktsicherheit@ullstein.de

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Reichhaltig und besonders

Bewertung aus Weil am Rhein am 08.02.2026

Bewertungsnummer: 3039947

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

„They burned the drums, or brought them to their homes and put them on their walls, I don’t know. The time before this, we call it drum-time. The time after this we call, when one had to hide the drums. The end of drum-time.” Was für ein wundervolles Buch! Fast hätte ich es links liegen gelassen, obwohl mich der Handlungsort, das nördliche Grenzgebiet zwischen Finnland, Schweden und Norwegen, sehr interessiert. Aber der deutsche Titel und das Titelbild erweckten bei mir den (falschen) Eindruck, es handle sich hier um einen Abklatsch des beliebten Romans von Ann-Helén Laestadius, „Das Leuchten der Rentiere“. Und dann las ich noch verschiedenen Bewertungen, die dem Buch vorwarfen, langweilig und unnötig ausufernd zu sein. Zum Glück habe ich dann aber auf mein Bauchgefühl gehört und schon nach ein paar Sätzen war mir klar: Das wird ein Buch für mich. Wie unter einem Brennglas erweckt Hanna Pylväinen detailliert und atmosphärisch die Konfrontation zwischen den Sámi und den Siedlern und Missionaren aus dem Süden im Jahr 1852 zum Leben. Sie erschafft Figuren, die ich so schnell nicht wieder vergessen werde. Das war für mich fast ein bisschen Anna Karenina am Polarkreis, denn wie bei diesem grossen Roman geht es in „Das letzte Leuchten im Winter“ zwar vordergründig um die Liebe der Predigertochter Willa zu dem verarmten Sámi Ivaár, aber noch um so viel mehr! Um den (historischen) Lars Levi Laestadius, Vater von Willa und Begründer der laestadianischen Erweckungsbewegung. Um Biettar, Vater von Ivaár und ganz frisch „Erweckter“, der für die neue Religion seine Rentierherde verlässt. Um die reiche Hirtin Risten, die ebenfalls in Ivaár verliebt ist, das Interesse ihrer Herde jedoch über ihr Herz setzt. Um den unselbständigen Rikki aus dem Süden, der in Karesuando mit dem Verkauf von Brännvin die Schulden bei seinem Onkel tilgen möchte. Und vor allem um das traditionelle Nomadenleben der Sámi, das durch politische Ereignisse plötzlich stark bedroht wird. Ein reichhaltiges, sattes Buch über „the End of Drumtime“, die „Zeit der stillen Trommeln“, die Zeit nach der Ankunft der Christen in Sápmi. Ein Jahr lang begleitet Hanna Pylväinen ihre Figuren, beschreibt ihren Alltag, ihr Hoffen und Bangen und ihr Scheitern. So entsteht ein eindrückliches Bild der Lebensweise der Sámi zwischen Tradition und Moderne. Nichts in diesem epischen Roman wirkt überzeichnet oder unglaubwürdig, so dass man wunderbar tief eintauchen kann in die Geschehnisse und Schicksale der Menschen und sich am Ende erstaunt fragt, ob das alles wirklich “nur“ Fiktion war. Einzig das Adjektiv „genervt“ empfand ich hin und wieder etwas unpassend und zu modern, das kann aber auch an der Übersetzung liegen. Sehr gut gefallen haben mir auch die vielen Perspektivenwechsel, die gekonnt eingesetzt wurden und die Handlung gut verdichteten, anstatt sie auseinander zu reissen, wie das oft in anderen Romanen gemacht wird, gerade wenn sich die verschiedenen Erzählstränge in unterschiedlichen Zeiten abspielen. Für mich ein ganz grosses Highlight, ein aussergewöhnliches Buch, das ich unglaublich gerne gelesen habe.

Reichhaltig und besonders

Bewertung aus Weil am Rhein am 08.02.2026
Bewertungsnummer: 3039947
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

„They burned the drums, or brought them to their homes and put them on their walls, I don’t know. The time before this, we call it drum-time. The time after this we call, when one had to hide the drums. The end of drum-time.” Was für ein wundervolles Buch! Fast hätte ich es links liegen gelassen, obwohl mich der Handlungsort, das nördliche Grenzgebiet zwischen Finnland, Schweden und Norwegen, sehr interessiert. Aber der deutsche Titel und das Titelbild erweckten bei mir den (falschen) Eindruck, es handle sich hier um einen Abklatsch des beliebten Romans von Ann-Helén Laestadius, „Das Leuchten der Rentiere“. Und dann las ich noch verschiedenen Bewertungen, die dem Buch vorwarfen, langweilig und unnötig ausufernd zu sein. Zum Glück habe ich dann aber auf mein Bauchgefühl gehört und schon nach ein paar Sätzen war mir klar: Das wird ein Buch für mich. Wie unter einem Brennglas erweckt Hanna Pylväinen detailliert und atmosphärisch die Konfrontation zwischen den Sámi und den Siedlern und Missionaren aus dem Süden im Jahr 1852 zum Leben. Sie erschafft Figuren, die ich so schnell nicht wieder vergessen werde. Das war für mich fast ein bisschen Anna Karenina am Polarkreis, denn wie bei diesem grossen Roman geht es in „Das letzte Leuchten im Winter“ zwar vordergründig um die Liebe der Predigertochter Willa zu dem verarmten Sámi Ivaár, aber noch um so viel mehr! Um den (historischen) Lars Levi Laestadius, Vater von Willa und Begründer der laestadianischen Erweckungsbewegung. Um Biettar, Vater von Ivaár und ganz frisch „Erweckter“, der für die neue Religion seine Rentierherde verlässt. Um die reiche Hirtin Risten, die ebenfalls in Ivaár verliebt ist, das Interesse ihrer Herde jedoch über ihr Herz setzt. Um den unselbständigen Rikki aus dem Süden, der in Karesuando mit dem Verkauf von Brännvin die Schulden bei seinem Onkel tilgen möchte. Und vor allem um das traditionelle Nomadenleben der Sámi, das durch politische Ereignisse plötzlich stark bedroht wird. Ein reichhaltiges, sattes Buch über „the End of Drumtime“, die „Zeit der stillen Trommeln“, die Zeit nach der Ankunft der Christen in Sápmi. Ein Jahr lang begleitet Hanna Pylväinen ihre Figuren, beschreibt ihren Alltag, ihr Hoffen und Bangen und ihr Scheitern. So entsteht ein eindrückliches Bild der Lebensweise der Sámi zwischen Tradition und Moderne. Nichts in diesem epischen Roman wirkt überzeichnet oder unglaubwürdig, so dass man wunderbar tief eintauchen kann in die Geschehnisse und Schicksale der Menschen und sich am Ende erstaunt fragt, ob das alles wirklich “nur“ Fiktion war. Einzig das Adjektiv „genervt“ empfand ich hin und wieder etwas unpassend und zu modern, das kann aber auch an der Übersetzung liegen. Sehr gut gefallen haben mir auch die vielen Perspektivenwechsel, die gekonnt eingesetzt wurden und die Handlung gut verdichteten, anstatt sie auseinander zu reissen, wie das oft in anderen Romanen gemacht wird, gerade wenn sich die verschiedenen Erzählstränge in unterschiedlichen Zeiten abspielen. Für mich ein ganz grosses Highlight, ein aussergewöhnliches Buch, das ich unglaublich gerne gelesen habe.

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Das letzte Leuchten im Winter

von Hanna Pylväinen

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