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Produktbild: Briefe an einen jungen Dichter / Briefe an eine junge Frau

Briefe an einen jungen Dichter / Briefe an eine junge Frau

Aus der Reihe Modern Classics
1

19,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

36756

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

19.11.2025

Verlag

Diogenes Verlag AG

Seitenzahl

128

Maße (L/B/H)

18,3/12,4/1,5 cm

Gewicht

163 g

Farbe

Lindgrün

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-257-07368-3

Beschreibung

Rezension

»Leise ist sein Werk gewachsen, schweigsam, wie immer das Große geschieht, im Abseits ist es entstanden, wie alles Vollendete geschieht.«
»Rilkes Rückkehr zur Leserschaft hat eingesetzt. Die Zukunft hat wieder einmal für diesen großen Dichter begonnen. Der Zugang zu Rilke ist einfacher und frischer geworden.«

Produktdetails

Verkaufsrang

36756

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

19.11.2025

Verlag

Diogenes Verlag AG

Seitenzahl

128

Maße (L/B/H)

18,3/12,4/1,5 cm

Gewicht

163 g

Farbe

Lindgrün

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-257-07368-3

EU-Ansprechpartner

truepages UG (haftungsbeschränkt)
Westermühlstrasse 29
80469 München
DE
info@truepages.de

Herstelleradresse

Diogenes Verlag AG
Sprecherstrasse 8
8032 Zürich
CH
info@diogenes.ch

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Ein philosophisches Umherflattern, das Lebensfragen berührt

Bewertung am 08.02.2026

Bewertungsnummer: 3039493

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

“Briefe an einen jungen Dichter” / “Briefe an ein junge Frau” versammelt 19 Briefe, die Rainer Maria Rilke an den österreichischen Schriftsteller und Journalisten Franz Xaver Kappus bzw. an die deutsche Schriftstellerin Lisa Heise schrieb. Die zehn Briefe an den “jungen Dichter” umfassen den Zeitraum von 1903 bis 1908, die zehn an die “junge Frau” denjenigen von 1919 bis 1924. Geschrieben wurden die Briefe u.a. in Pisa, Rom, Soglio (Graubünden) und Furuborg, wobei der jeweilige Ort (insbesondere Rom) auch immer Einfluss auf die Stimmung der Briefe hat. Rilke erscheint in den Briefen als empfind- und einfühlsamer Gesprächspartner: Er schreibt nicht von oben herab, zeigt keine “Starallüren” und vermeidet harsche Bewertungen der (insbesondere von Kappus) zugesandten dichterischen Texte, sondern gibt Schreib- und Lebensratschläge auf Augenhöhe. Diese nehmen bei Kappus eher universelle Züge ein, bei Heise fokussieren sie eher konkrete Probleme der jungen Frau. So schlägt er Kappus in seinen Briefen vor, sich beim Schreiben auf das Verarbeiten von Alltäglichem zu fokussieren, rät, die Tiefen des eigenen Ichs abzuklopfen, und schätzt die Rolle der Ironie beim Schreiben ein. Zudem plädiert er für ein gefühlvolles Lesen und definiert die Geduld als Quintessenz des Künstlerdaseins. Die Belastungen seines - wie man heute sagen würde - “Brotjobs” als Offizier müsse Kappus relativ sehen, denn jeder “Brotjob” bringe Einschränkungen beim Schreiben mit sich. Oft werden in den Briefen aber auch philosophische Lebensfragen berührt. Sowohl der “Dichter” als die “Dame” thematisieren die Einsamkeit und die Unsicherheit, unter denen sie leiden, was Rilke aufgreift und ummünzt: Das Ertragen von Einsamkeit sei Stärke des Charakters; Unsicherheit gehöre zur menschlichen Existenz. Auch sei nicht immer der leichteste Weg der am besten zu gehende. Mehrmals spricht Rilke auch romantische Beziehungen zwischen Mann und Frau an, wobei er sehr moderne Ansichten vertritt. Durch die sich verändernde Stellung der Frau in der Gesellschaft werde sich auch die Liebe insgesamt zu einer “menschlicheren”, weil rücksichtsvollen entwickeln. Abgerundet wird die Ausgabe des Diogenes Verlags durch ein Nachwort des Lyrikers Yevgeniy Breyger, der essayistisch seine persönliche Sicht auf Rilke darlegt. Insgesamt sind die “Briefe an einen jungen Dichter” bzw. die “Briefe an eine junge Frau” ein einfühlsames, philosophisches Umherflattern, bei dem mit Weitsicht Themen berührt werden, die auch heute noch eine Relevanz besitzen.

Ein philosophisches Umherflattern, das Lebensfragen berührt

Bewertung am 08.02.2026
Bewertungsnummer: 3039493
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

“Briefe an einen jungen Dichter” / “Briefe an ein junge Frau” versammelt 19 Briefe, die Rainer Maria Rilke an den österreichischen Schriftsteller und Journalisten Franz Xaver Kappus bzw. an die deutsche Schriftstellerin Lisa Heise schrieb. Die zehn Briefe an den “jungen Dichter” umfassen den Zeitraum von 1903 bis 1908, die zehn an die “junge Frau” denjenigen von 1919 bis 1924. Geschrieben wurden die Briefe u.a. in Pisa, Rom, Soglio (Graubünden) und Furuborg, wobei der jeweilige Ort (insbesondere Rom) auch immer Einfluss auf die Stimmung der Briefe hat. Rilke erscheint in den Briefen als empfind- und einfühlsamer Gesprächspartner: Er schreibt nicht von oben herab, zeigt keine “Starallüren” und vermeidet harsche Bewertungen der (insbesondere von Kappus) zugesandten dichterischen Texte, sondern gibt Schreib- und Lebensratschläge auf Augenhöhe. Diese nehmen bei Kappus eher universelle Züge ein, bei Heise fokussieren sie eher konkrete Probleme der jungen Frau. So schlägt er Kappus in seinen Briefen vor, sich beim Schreiben auf das Verarbeiten von Alltäglichem zu fokussieren, rät, die Tiefen des eigenen Ichs abzuklopfen, und schätzt die Rolle der Ironie beim Schreiben ein. Zudem plädiert er für ein gefühlvolles Lesen und definiert die Geduld als Quintessenz des Künstlerdaseins. Die Belastungen seines - wie man heute sagen würde - “Brotjobs” als Offizier müsse Kappus relativ sehen, denn jeder “Brotjob” bringe Einschränkungen beim Schreiben mit sich. Oft werden in den Briefen aber auch philosophische Lebensfragen berührt. Sowohl der “Dichter” als die “Dame” thematisieren die Einsamkeit und die Unsicherheit, unter denen sie leiden, was Rilke aufgreift und ummünzt: Das Ertragen von Einsamkeit sei Stärke des Charakters; Unsicherheit gehöre zur menschlichen Existenz. Auch sei nicht immer der leichteste Weg der am besten zu gehende. Mehrmals spricht Rilke auch romantische Beziehungen zwischen Mann und Frau an, wobei er sehr moderne Ansichten vertritt. Durch die sich verändernde Stellung der Frau in der Gesellschaft werde sich auch die Liebe insgesamt zu einer “menschlicheren”, weil rücksichtsvollen entwickeln. Abgerundet wird die Ausgabe des Diogenes Verlags durch ein Nachwort des Lyrikers Yevgeniy Breyger, der essayistisch seine persönliche Sicht auf Rilke darlegt. Insgesamt sind die “Briefe an einen jungen Dichter” bzw. die “Briefe an eine junge Frau” ein einfühlsames, philosophisches Umherflattern, bei dem mit Weitsicht Themen berührt werden, die auch heute noch eine Relevanz besitzen.

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Briefe an einen jungen Dichter / Briefe an eine junge Frau

von Rainer Maria Rilke

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