Produktbild: Öffnet sich der Himmel

Öffnet sich der Himmel Roman | Würde ich alles riskieren für die Möglichkeit der Liebe?

62

21,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

44628

Erscheinungsdatum

22.07.2025

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

240 (Printausgabe)

Dateigröße

1794 KB

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

OPEN, HEAVEN

Sprache

Deutsch

EAN

9783518783429

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ePUB

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  • entspricht der Vorgabe EPUB Barrierefreiheit 1.0 AA
  • entspricht der Vorgabe WCAG Level AA

Verkaufsrang

44628

Erscheinungsdatum

22.07.2025

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

240 (Printausgabe)

Dateigröße

1794 KB

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

OPEN, HEAVEN

Sprache

Deutsch

EAN

9783518783429

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  • buecherboy

    5/5

    10.02.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Suche nach Liebe, Freiheit und Selbstbestimmung

    Öffnet sich der Himmel ist ein leiser, zugleich intensiver Roman, der die Sehnsucht des Jugendlichen James nach Liebe, Freiheit und Selbstbestimmung eindringlich einfängt. Im Mittelpunkt steht James, der im ländlichen Thornmere feststeckt, gefangen zwischen der Verantwortung für seinen kranken Bruder und der Enge einer Welt, in der er seinen Platz sucht und die aktuell für ihn kein Zuhause ist. Als er dem rebellischen Luke begegnet, verändert sich sein Leben für ein Jahr – ein Jahr voller Sehnsucht, Unsicherheit und der alles verzehrenden Frage, wie weit man für die Möglichkeit der Liebe gehen würde. James hat sich vor als schwul geoutet und erfährt dadurch Ausgrenzung und Einsamkeit. Er fühlt sich nicht zugehörig, weder im Kreis seiner Mitschüler noch in seiner Familie. Während in vielen queeren Romanen das Outing selbst im Zentrum steht, setzt Seán Hewitt genau danach an: Er zeigt in realistischer Weise, wie sich das Leben und die Gefühle Jugendlicher nach ihrem Outing im ländlichen Raum gestalten – zwischen Isolation, Hoffnung und dem verzweifelten Wunsch nach Nähe. Seán Hewitts poetische Sprache trägt die Geschichte und verleiht ihr eine dichte, beinahe berauschende Atmosphäre. Kein Zufall, schließlich wurde Hewitt zunächst durch seine Gedichtbände bekannt und wird deshalb oft mit Ocean Vuong verglichen. Zwischen Naturbildern, Melancholie und Hoffnung gelingt es ihm, die Verletzlichkeit, das Begehren und die innere Zerrissenheit seiner Figuren spürbar zu machen. Besonders eindrucksvoll ist, wie er die Stille des Dorflebens und die Intensität jugendlicher Gefühle ineinanderfließen lässt. Der Roman ist eine berührende Hymne auf das jugendliche Verlangen und die Überwältigung, die es bedeutet, zum ersten Mal zu lieben. Ein melancholisches, poetisches Buch, das nachklingt, lange nachdem man es aus der Hand gelegt hat – und für mich ein ganz persönliches Highlight war, es während meines Dublin-Urlaubs zu lesen.

  • Dominik Alexander

    5/5

    01.11.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Von der Sehnsucht nach Freundschaft und Liebe

    Der Roman "Öffnet sich der Himmel" von Seán Hewitt beschreibt zwar weitestgehend eine Jugend in der Vergangenheit, doch er trifft wohl mehr und mehr den Nerv der Zeit. Die Kommunikation und unser aller Leben verlagert sich immer stärker in unsere mobilen Endgeräte. Endgerät kann man auch in diesem Sinn verstehen: Ende der direkten Kommunikation. Dann gibt es nur noch Mutmaßungen, Vorbehalte und Glauben statt Wissen. Was hat das mit diesem Roman zu tun? Viel geschieht im Roman ja nicht. Dafür sehr viel mehr im Kopf des Protagonisten James, der sich in einen Jungen in der Nachbarschaft verliebt. Mehr oder weniger unfreiwillig und zufällig in der Schule geoutet gilt und fühlt sich James im ländlichen Nordengland als Außenseiter. Er kann seine Gefühle weder kommunizieren noch kanalisieren oder gar ausleben. Er macht das im Verborgenen und haftet sich selbst daher das Etikett des Aussätzigen oder gar Straftäters an. Auch Luke ist ein Einzelgänger und Außenseiter. Dennoch entwickelt sich zwischen James und Luke eine Freundschaft, von der James mehr will, aber Luke gleichzeitig idealisiert. So kann natürlich weder eine echte Freundschaft noch eine Liebe entstehen, zumal James der Überzeugung ist, dass sich Luke von ihm abwenden würde, wenn er ihm sagt, dass er ihn liebt und auch körperlich an ihm interessiert ist. In diesem Roman entsteht vieles im Kopf. Nicht nur in James' Kopf, dessen Gedankengänge wir lesen, sondern auch im Kopf des Lesers. Wie entwickeln sich Freundschaften? Was macht eine Freundschaft aus? Was macht eine Liebe aus? Funktioniert beides auch gemeinsam? Kann man mit jemandem ehrlich befreundet sein, von dem man weiß, dass derjenige in einen selbst verliebt ist? Und vice versa? Eingebettet ist die Romanerzählung in eine Rahmenhandlung, in der der Protagonist als Erwachsener in seinen Heimatort zurückkehrt, um nach Spuren seiner Jugendliebe zu suchen. Fazit: Der Roman ist feinfühlig, tiefgründig, rauh und inspirierend geschrieben. Er regt zumindest mich an, über Freundschaft und Liebe und all ihre Facetten nachzudenken. Und auch darüber, etwas mehr über Gefühle zu reden als nur im Verborgenen über sie nachzudenken.

  • bluetenzeilen

    5/5

    11.10.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Emotional und absolut poetisch

    Titel: Öffnet sich der Himmel: Autor. Séan Hewitt Verlag: Suhrkamp Preis: 25,00€ Seitenzahl: 283 Seiten Übersetzer: Stephan Kleiner Séan Hewitt ist für mich schon lange einer der beeindruckendsten Autoren des 21. Jahrhunderts. Zwar habe ich zuvor immer nur seine Poesiewerke gelesen, doch das selbe kann ich auch von seinem Roman Debüt behaupten mit dem er mich absolut begeistern konnte. Denn auch "Öffnet sich der Himmel" hat etwas sehr poetisches und hat einfach Spaß gemacht zu lesen, weil es emotional, voller Tiefe und doch immer sehr echt war. Das Cover gefällt mir leider nicht so gut, da es einfach nicht das ist wonach ich normalerweise greife, aber es spricht schon seine Zielgruppe an und passt zumindest von der Farbgebung zum englischen Original. Ich durfte Séan Hewitt dieses Jahr auch bei einer Veranstaltung treffen in der er erklärte, dass er an dem Buch ähnlich wie an seine lyrischen Werke rangegangen ist und sich selbst immer seinen Text vorgelesen hat um herauszufinden, wie die Worte klingen. Davon war ich absolut beeindruckt, vor allem als ich das Buch dann auch gelesen habe, habe ich gemerkt, wie großartig die Worte zusammenpassen. James konnte mich schnell von sich begeistern. Er ist ein sehr authentischer Protagonist, mit dem ich mich schnell identifizieren konnte, weil auch ich vom Dorf komme. Es ist nicht einfach in einem so kleinen Ort zu leben, wo jeder alles von einem weiß. Aber er ist jung und verliebt. Die erste Liebe spielt hier ein wichtiges Thema, denn mit dieser Vergleichen wir alles was danach kommt. Es war wirklich beeindruckend zu verfolgen, was James in diesem Buch durchmacht und wie wir vom Anfangspunkt des Buches zum Ende kommen. Obwohl ich kein großer Fan vom Ende bin, da es doch sehr viel offen lässt, war ich trotzdem beeindruckt davon wie Séan Hewitt das Buch hat enden lassen. Der Schreibstil des Autors ist für mich absolut beeindruckend gewesen. Ich habe an jeder einzelnen Seite nur so gehangen. da es ein so poetisches und gleichzeitig emotionales Abenteuer war.

  • Alrik Gerlach

    aus NordWestMecklenburg

    5/5

    29.09.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Zwischen Dorfflucht und Sehnsucht nach Liebe

    Ein Roman, der sich wie eine weiche, flackernde Flamme in die eigene Erinnerung an Jugend einschreibt. Die Geschichte von James entfaltet sich in einer Sprache, die manchmal so leise wirkt, als könnte sie im nächsten Moment verwehen – und doch bleibt sie wie ein Nachhall im Herzen bestehen. Der Herbst 2002 im verschlafenen Thornmere wird nicht nur Kulisse, sondern eine Art Resonanzraum für all das, was es bedeutet, jung zu sein und ausbrechen zu wollen. Die Enge des Dorflebens, das bedrückende Gewicht familiärer Verantwortung und die ständige Angst, anders zu sein, legen sich wie Nebel über die Seiten. Dann tritt Luke auf. Mit ihm zieht eine ungezähmte Kraft in James’ Welt ein – Verheißung und Gefahr zugleich. Zwischen den beiden entspinnt sich etwas, das mehr ist als erste Verliebtheit. Es ist ein Aufeinanderprallen von Sehnsucht, Angst, Hingabe und der quälenden Frage, was man bereit ist zu riskieren, um ein Stück von diesem wilden, ungestümen Leben zu spüren. Seán Hewitt gelingt es, das Taumeln zwischen Zärtlichkeit und Schmerz in eine Sprache zu fassen, die poetisch schillert und doch nie den Blick für das Dunkle verliert. Immer wieder blitzen Bilder auf, die wie kleine Gedichte wirken, und machen deutlich, dass dieser Roman ebenso sehr ein lyrisches Werk wie eine Erzählung ist. Nicht jede Passage trägt gleich stark, manchmal verliert sich die Handlung in langen poetischen Strömungen. Doch genau darin liegt auch der besondere Reiz: Dieser Roman ist weniger eine Geschichte, die man einfach liest, als ein Empfinden, das man durchlebt. Mit 4,5 Sternen bleibt am Ende ein Buch, das nachklingt, lange nachdem die letzte Seite geschlossen ist – eine Hymne an das Risiko, die Verletzlichkeit und die Schönheit der ersten Liebe.

  • Christopher Bahn

    Book Circle Community

    5/5

    23.09.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Liebe des Lebens

    Ein sehr feiner, englischer Roman über einen Jungen, der alles daran setzt, sein langweiliges Dorf zu verlassen, bis er einen anderen Jungen kennen lernt, der fortan sein Leben prägt. Die ausgesprochen schöne Sprache und die zarte Geschichte haben es mir angetan. Ein interessantes Coming of Age Buch. Sehr empfehlenswert.

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