Gerüche lösen Freude ebenso wie Ekel aus, wecken Erinnerungen und beeinflussen täglich unsere Entscheidungen: sie prägen unser Leben mehr als wir meinen. Trotzdem wird der Geruchssinn bis heute unterschätzt und die völlige Abwesenheit von Gerüchen nicht selten als Ideal empfunden.
Dieses Buch ist ein Plädoyer für den freien Geruchssinn in all seinen Facetten. Es führt in die Bedeutung und die Vielfalt der Gerüche ein und setzt sich fort als eine Reise durch die Geschichte des Geruchs, von den Stadtgründungen des Altertums über die Pestepidemien des Mittelalters bis in unsere Gegenwart. Zudem werden 20 Gerüche vorgestellt, die für die meisten eine wichtige Rolle im Leben spielen – vom Duft von Blumenwiesen bis zum Geruch von Knoblauch.
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Der Duft der Welt
Christopher Bahn (Mitglied der Book Circle Community) am 18.09.2025
Bewertungsnummer: 2600285
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein spannendes Buch über Gerüche und den Geruchssinn. Verschiedene besondere Gerüche werden vorgestellt und die ganze Bandbreite des Geruchssinns erörtert, von angenehm bis ekelhaft. Sehr informativ und kurzweilig zu lesen. Eine sehr umfassende Darstellung zu einem wichtigen Teil unseres Alltags. Sehr empfehlenswert.
Eine Reise durch eine spannende Welt
Eternal-Hope aus Österreich am 06.09.2025
Bewertungsnummer: 2587877
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Dieses Buch eines norwegischen Autors ist ein unterhaltsames und informatives Sachbuch über einen Sinn, der in der heutigen Zeit oft weit weniger beachtet wird als die anderen. Wie im Buch ausgeführt, ist die moderne Welt hauptsächlich auf den Sehsinn ausgerichtet, gefolgt vom Hörsinn - interessanterweise auch die einzigen beiden Sinne, die auch digital gut vermittelt werden können. Dadurch wurden Riechen, Tasten und Fühlen noch einmal mehr zurückgedrängt, als das früher schon der Fall war. Und doch spielt der Geruchssinn zumindest unterbewusst bis heute eine große Rolle für unsere Orientierung in der Welt, so hängen etwa auch Geruchssinn und Orientierungssinn eng zusammen.
Historisch betrachtet geht die Geschichte des Geruchssinns und seiner Bedeutung für die Menschen weit zurück, wie das Buch aufzeigt: in vielen kleinen, übersichtlichen Unterkapiteln erfahren wir Spannendes zum Verhältnis der Menschheit zu den verschiedenen Sinnen und insbesondere zum Geruchssinn im Laufe der Geschichte: wie allgegenwärtig viele unangenehme Gerüche wohl schon zur Zeit der alten Römer waren - und wie wenig diese in den historischen Quellen erwähnt werden: denn man gewöhnt sich schnell an Gerüche, die man immer vor der Nase hat, und außerdem ist es sehr subjektiv, welche Gerüche als unangenehm empfunden werden.
Sehr interessant waren für mich auch die Forschungsergebnisse zur Geruchswahrnehmung von Kindern, die meist erst irgendwann im Alter von 4 bis 8 Jahren beginnen, den Geruch von Exkrementen als unangenehm einzustufen: ein Hinweis darauf, dass dabei wohl auch die kulturelle Prägung eine starke Rolle spielt.
Das Buch liest sich leicht, schnell und angenehm und dabei lernt man viel: darüber, wie stark Gerüche uns immer noch prägen und wie sich etwa die meisten Menschen kurz nach dem Händeschütteln instinktiv mit der Hand an die Nase fassen, um geruchliche Informationen über das Gegenüber aufzunehmen, über die historische Diskriminierung und Herabwürdigung von Frauen auch in diesem Bereich, da diesen schlimmere Gerüchte nachgesagt wurden, obwohl empirisch belegt Männer stärker riechen, darüber, wie sich Klassen, Schichten, Milieus und Kulturen geruchlich voneinander abgrenzen oder wie unsere moderne Zeit versucht, natürliche Gerüche weitgehend aus unserem Umfeld zu eliminieren und uns gleichzeitig mit künstlichen Aromen zu manipulieren und vieles mehr.
Für chemisch Interessierte werden auch die einzelnen chemischen Komponenten, aus denen sich viele bekannte Gerüche zusammensetzen, aufgeschlüsselt. Im Anhang gibt es noch ein ausführliches Quellenverzeichnis, um bei Interesse einzelne Themen noch weiter vertiefen zu können. Alle anderen erfahren auch so einige interessante Grundlagen über das Riechen: etwa, dass wir ohne den Geruchssinn geschmacklich nur die Grundgeschmäcker wie sauer, süß, salzig usw. wahrnehmen könnten, aber keine feineren Nuancen davon.
Insgesamt ist es also ein unterhaltsames, spannendes und lehrreiches Sachbuch zu einem interessanten Thema, das ich einem breiten Publikum empfehlen kann.
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