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Ins Dunkel Roman | Greta Garbo und Marlene Dietrich – zwei Leinwandikonen | »Ein brillanter Roman« Denis Scheck

4

26,00 €

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

45183

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

20.08.2025

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

357

Maße (L/B/H)

20,7/13,2/3,1 cm

Gewicht

466 g

Farbe

Avocado / Schwarz

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-43247-1

Beschreibung

Rezension

»Mit Tempo und Witz erzählt Angela Steidele queere Filmgeschichte und eine Kulturgeschichte des Kinos.« ("Der Tagesspiegel")
»Angela Steidele erzählt so kundig wie kurzweilig von queeren Hollywood-Diven, antifaschistischem Theater und Exil.« ("Berliner Zeitung")
» Ins Dunkel ist ein buchstäblich vielstimmiger Roman. Fast möchte man sagen: Ein Film für die ganze Familie. Bestens ausgeleuchtet. Reich an Perspektiven. Sorgfältig geschnitten. Mit einer Vorliebe für Nahaufnahmen. Dazu ein starker Fokus auf die Aktualität.« ("Frankfurter Rundschau")
»Das ist großes Kino.« ("General Anzeiger")
»Wie immer in ihren literarischen Entwürfen, hat die Autorin ... minuziös recherchiert. ... Hinter die Masken ihrer Ikonen zu schauen, maßtsich Steidele, die eine sehr reflektierte Autorin ist, nicht an. Das Psychogramm zweier Diven konnte Ins Dunkel aus ihrer Sicht nicht werden. Steidele beschränkt sich – wie der Film – auf das Sicht- und Hörbare.« ("Badische Zeitung")
»[Steidele] schreibt so, als säßen wir im Kino. ... Es entsteht ein mitreißender Sog [und] Kino im Kopf. ... Ein perfekt komponierter Roman.« ("SWR")
»Angela Steidele hat gut recherchiert, erfindet gekonnt dazu und hat ein Buch geschrieben, das wie ein Film abläuft, und am Ende ist der Film – pardon, das Buch aus und wir wurden prächtig unterhalten ...« ("Kölner Stadt-Anzeiger")
»[Ein] furioser historischer Roman ...« ("Heilbronner Stimme")
»Angela Steidele lässt Ikonen auferstehen.« ("Augsburger Allgemeine")
»Großes Kino, Eintrittskarte wärmstens empfohlen!« ("Nürnberger Zeitung online")

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Verkaufsrang

45183

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

20.08.2025

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

357

Maße (L/B/H)

20,7/13,2/3,1 cm

Gewicht

466 g

Farbe

Avocado / Schwarz

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-43247-1

Herstelleradresse

Suhrkamp Verlag
Torstraße 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de

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Greta Garbo, Marlene Dietrich und Erika Mann munkeln im Dunkel

Johanna aus München am 13.11.2025

Bewertungsnummer: 2653175

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Wir sitzen im Kino und schauen einen Film an. Nicht auf der Leinwand, sondern auf den Buchseiten des Romans. Es wird dunkel. Der Film beginnt mit einer Szene im verschneiten Schweizer Ort Klosters. Es ist das Jahr 1969. Greta Garbo hilft Erika Mann und ihrer Lebensgefährtin Signe von Scanzoni, den im Schnee liegen gebliebenen Wagen wieder auf die Fahrbahn zu bringen. Unerkannt eilt die Garbo weiter zum Haus ihrer Freundin Salka Viertel. Damit ist auf der ersten Seite des Romans schon ein Großteil der tragenden Figuren vorgestellt. Marlene Dietrich fehlt noch. Die kommt in der zweiten Szene hinzu – in einer Rückblende.1924. Erika und Klaus Mann, Pamela Wedekind und Greta Garbo sitzen in einer Bar. Man fachsimpelt über Film. Man schaut dem Damenimitator auf der Bühne zu. Die legendäre Tänzerin Anita Berber tritt ein, man trinkt Champagner. „Dietrich, Marlene. Angenehm.“ Da meldet sich die Erzählerin. „Ach - so jung haben wir sie gar nicht erkannt!“ Angela Steidele erzählt den ganzen Roman als Film. Mit allem, was dazu gehört: mit Schnitt und Gegenschnitt, Großaufnahme und Halbtotale, Rückblende, Parallelmontage, Match Cuts u. s. w. Nebenfiguren treten auf und ab: Friedrich Wilhelm Murnau, Ernst Lubitsch, Charlie Chaplin, Thomas Mann und viele andere Berühmtheiten. Der Film führt auch metaphorisch vom Licht ins Dunkel, von den Zwanziger Jahren in Berlin über die strahlenden Hollywoodjahre der beiden Diven Garbo und Dietrich in das Dunkel des Dritten Reichs. Es geht um die große Politik und die Legenden, die die Diven von ihrem Leben stricken. Was davon ist wahr? Und was ist einfach gut erfunden? Ein Roman, den ich sehr gern gelesen habe, auch wenn die Lektüre manchmal anstrengend war. Als Leserin bin ich es nicht gewohnt, ein Handlung ausschließlich aus der Kameraperspektive zu verfolgen. Aber es hat sich gelohnt. Demnächst alte Garbo-Filme schauen! Empfehlenswert im thematischen Umfeld auch: Ursel Braun, „Exil im Paradies“, ebersbach & simon 2025 (zu Salka Viertel und der Exil-Bohème in Los Angeles) und Eveline Hasler, „Stürmische Jahre“, Nagel & Kimche 2015 (zu Erika und Klaus Mann und Annemarie Schwarzenbach in der Schweiz). Besprechungen zu beiden Büchern im Feed.

Greta Garbo, Marlene Dietrich und Erika Mann munkeln im Dunkel

Johanna aus München am 13.11.2025
Bewertungsnummer: 2653175
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Wir sitzen im Kino und schauen einen Film an. Nicht auf der Leinwand, sondern auf den Buchseiten des Romans. Es wird dunkel. Der Film beginnt mit einer Szene im verschneiten Schweizer Ort Klosters. Es ist das Jahr 1969. Greta Garbo hilft Erika Mann und ihrer Lebensgefährtin Signe von Scanzoni, den im Schnee liegen gebliebenen Wagen wieder auf die Fahrbahn zu bringen. Unerkannt eilt die Garbo weiter zum Haus ihrer Freundin Salka Viertel. Damit ist auf der ersten Seite des Romans schon ein Großteil der tragenden Figuren vorgestellt. Marlene Dietrich fehlt noch. Die kommt in der zweiten Szene hinzu – in einer Rückblende.1924. Erika und Klaus Mann, Pamela Wedekind und Greta Garbo sitzen in einer Bar. Man fachsimpelt über Film. Man schaut dem Damenimitator auf der Bühne zu. Die legendäre Tänzerin Anita Berber tritt ein, man trinkt Champagner. „Dietrich, Marlene. Angenehm.“ Da meldet sich die Erzählerin. „Ach - so jung haben wir sie gar nicht erkannt!“ Angela Steidele erzählt den ganzen Roman als Film. Mit allem, was dazu gehört: mit Schnitt und Gegenschnitt, Großaufnahme und Halbtotale, Rückblende, Parallelmontage, Match Cuts u. s. w. Nebenfiguren treten auf und ab: Friedrich Wilhelm Murnau, Ernst Lubitsch, Charlie Chaplin, Thomas Mann und viele andere Berühmtheiten. Der Film führt auch metaphorisch vom Licht ins Dunkel, von den Zwanziger Jahren in Berlin über die strahlenden Hollywoodjahre der beiden Diven Garbo und Dietrich in das Dunkel des Dritten Reichs. Es geht um die große Politik und die Legenden, die die Diven von ihrem Leben stricken. Was davon ist wahr? Und was ist einfach gut erfunden? Ein Roman, den ich sehr gern gelesen habe, auch wenn die Lektüre manchmal anstrengend war. Als Leserin bin ich es nicht gewohnt, ein Handlung ausschließlich aus der Kameraperspektive zu verfolgen. Aber es hat sich gelohnt. Demnächst alte Garbo-Filme schauen! Empfehlenswert im thematischen Umfeld auch: Ursel Braun, „Exil im Paradies“, ebersbach & simon 2025 (zu Salka Viertel und der Exil-Bohème in Los Angeles) und Eveline Hasler, „Stürmische Jahre“, Nagel & Kimche 2015 (zu Erika und Klaus Mann und Annemarie Schwarzenbach in der Schweiz). Besprechungen zu beiden Büchern im Feed.

Jede Diva braucht Scheinwerfer…

Juma am 05.09.2025

Bewertungsnummer: 2958031

Bewertet: eBook (ePUB)

Jede Diva braucht Scheinwerfer Ja, eine Screwball-Komödie ist dieser Roman auf jeden Fall, aber für einen Oscar, den manche Rezensenten schon vorgeschlagen haben, reicht es aus meiner Sicht nicht. Zu Beginn war ich vom Schreibstil, der an ein Drehbuch erinnern soll, etwas verwirrt, aber habe mich dann schnell eingelesen. Von Beginn an hatte ich im Hinterkopf beim Lesen Kehlmanns genialen Roman Lichtspiel, dieser Gedanke ließ sich nicht verdrängen, aber miteinander vergleichen kann und will ich die beiden Romane nicht. Bei Angela Steidele, die übrigens heimlich auch selbst auftaucht im Buch, sind die Hauptpersonen die berühmtesten Diven der Kinowelt der 1920er Jahre. Die Namen flimmern einem regelrecht vor den Augen: Greta Garbo und Marlene Dietrich muss man einfach anhimmeln, auch wenn sie zu merkwürdigem Verhalten oder zu abartigen Marotten neigen, jede über alles und jeden tratscht und klatscht. Es gesellen sich zur Runde die Tochter von Thomas Mann, Erika, mit ihre auch ihre Geliebte Salka, vom Bruder Klaus ist die Rede, Mercedes de Acosta gehört zum inneren Circle, auch von Ernst Lubitsch oder GW Pabst liest man oder von MGM etc. Man trifft sich, man kennt sich, man liebt sich, man hasst sich, man verachtet sich und immer wieder trifft man sich. Die Zeiten wechseln, die 1920er Jahre vergehen, man kommt in die 1930er und dann das Wiedersehen Ende der 1960er Jahre. Da sieht man dann schon graue Haare, gut retuschierte Fältchen und von Erika Mann weiß man von Anfang an, dass ihre Kopfschmerzen tödlich enden. So weit, so gut, so traurig. Aber mich hat dieses Buch trotz der Berühmtheiten nicht gefesselt. Eher abstoßend fand ich das Verhältnis von Marlene Dietrich und ihrer Tochter, obwohl ich auch darüber schon gelesen hatte. In diesem Roman war mir die Distanz einfach zu klein. Der Autorin gelang es aber trotzdem, mich bis zum letzten Kapitel "Zürich" festzuhalten, weil eben dieser "Screwball"-Effekt ihr ausgesprochen gut gelungen ist. Auch wenn die Damen (vorwiegend sind es ja nur Damen, die sich treffen) schwatzen, als gäbe es kein Morgen, dann ist das schon etwas anstrengend. Fazit: Jede Diva braucht Scheinwerfer - egal ob von oben oder von anderer Seite.

Jede Diva braucht Scheinwerfer…

Juma am 05.09.2025
Bewertungsnummer: 2958031
Bewertet: eBook (ePUB)

Jede Diva braucht Scheinwerfer Ja, eine Screwball-Komödie ist dieser Roman auf jeden Fall, aber für einen Oscar, den manche Rezensenten schon vorgeschlagen haben, reicht es aus meiner Sicht nicht. Zu Beginn war ich vom Schreibstil, der an ein Drehbuch erinnern soll, etwas verwirrt, aber habe mich dann schnell eingelesen. Von Beginn an hatte ich im Hinterkopf beim Lesen Kehlmanns genialen Roman Lichtspiel, dieser Gedanke ließ sich nicht verdrängen, aber miteinander vergleichen kann und will ich die beiden Romane nicht. Bei Angela Steidele, die übrigens heimlich auch selbst auftaucht im Buch, sind die Hauptpersonen die berühmtesten Diven der Kinowelt der 1920er Jahre. Die Namen flimmern einem regelrecht vor den Augen: Greta Garbo und Marlene Dietrich muss man einfach anhimmeln, auch wenn sie zu merkwürdigem Verhalten oder zu abartigen Marotten neigen, jede über alles und jeden tratscht und klatscht. Es gesellen sich zur Runde die Tochter von Thomas Mann, Erika, mit ihre auch ihre Geliebte Salka, vom Bruder Klaus ist die Rede, Mercedes de Acosta gehört zum inneren Circle, auch von Ernst Lubitsch oder GW Pabst liest man oder von MGM etc. Man trifft sich, man kennt sich, man liebt sich, man hasst sich, man verachtet sich und immer wieder trifft man sich. Die Zeiten wechseln, die 1920er Jahre vergehen, man kommt in die 1930er und dann das Wiedersehen Ende der 1960er Jahre. Da sieht man dann schon graue Haare, gut retuschierte Fältchen und von Erika Mann weiß man von Anfang an, dass ihre Kopfschmerzen tödlich enden. So weit, so gut, so traurig. Aber mich hat dieses Buch trotz der Berühmtheiten nicht gefesselt. Eher abstoßend fand ich das Verhältnis von Marlene Dietrich und ihrer Tochter, obwohl ich auch darüber schon gelesen hatte. In diesem Roman war mir die Distanz einfach zu klein. Der Autorin gelang es aber trotzdem, mich bis zum letzten Kapitel "Zürich" festzuhalten, weil eben dieser "Screwball"-Effekt ihr ausgesprochen gut gelungen ist. Auch wenn die Damen (vorwiegend sind es ja nur Damen, die sich treffen) schwatzen, als gäbe es kein Morgen, dann ist das schon etwas anstrengend. Fazit: Jede Diva braucht Scheinwerfer - egal ob von oben oder von anderer Seite.

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