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Band 1562

Die Besessenheit Das dringlichste Buch der Nobelpreisträgerin | Über die perfide Wucht der Eifersucht

Aus der Reihe Bibliothek Suhrkamp
2

20,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

24070

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

20.08.2025

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

66

Maße (L/B/H)

21,6/13,9/1,3 cm

Gewicht

218 g

Farbe

Cool Grey

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

L’Occupation

Übersetzt von

Sonja Finck

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-22562-2

Beschreibung

Rezension

»Annie Ernaux wäre nicht die Grande Dame der Autofiktion, wenn es ihr nicht gelänge, selbst die abgründige Profanität der Eifersucht so zu beleuchten, dass man ihr gern folgt ...« ("DIE ZEIT")
»[Es] gelingt Ernaux, alle Facetten des von ihr durchlebten Zustandes [der Besessenheit] sprachlich zu fassen, in ihrem knappen, präzisen und zugleich unsentimentalen Stil. ... Mit dieser einzigartigen Verschränkung von Leben und Kunst hat Annie Ernaux das Genre der autofiktionalen Literatur ganz neu belebt.« ("Berliner Morgenpost")
» Die Besessenheit ist die literarisch enorm dichte Selbsterkundung einer Frau, die mit großer Empathie, aber rückblickend auch selbstironisch auf ihr früheres Ich schaut. Und dabei Grundsätzliches nicht nur über die Eifersucht, sondern über große Gefühle allgemein und über das Schreiben formuliert.« ("WDR 3")
»Subtil und doch konsequent entfaltet Ernaux ihre persönliche Poetik.« ("WELT AM SONNTAG")
»Annie Ernaux macht Ernst mit Prousts Vermutung, dass Liebe nur ein seltener Sonderfall von Eifersucht ist.« ("Le Monde des Livres")
»In ihrem schmalen, sehr komprimierten Buch ... schreibt [Ernaux] skrupulös, detailversessen und scharfsinnig an einer Phänomenologie emotionaler Vergiftung.« ("junge Welt")
»Was Annie Ernaux wunderbar versteht, sie zeigt an sehr persönlichem Erleben, wie viel Privates im Allgemeinen steckt und umgekehrt. Und wie schnörkellos schlicht gute (auch unterhaltsame) Literatur sein kann.« ("Kölner-Stadtanzeiger")
»Die französische Nobelpreisträgerin zerlegt in diesem schmalen, autofiktionalen Werk mit klinischer Präzision ein archaisches, übermächtiges Gefühl, das am Ende zur Selbstentfremdung, ja zur Selbstaufgabe führt.« ("news.at")
»[Es] ist selten so prägnant und klarsichtig erzählt worden, wie rasende Eifersucht auf eine fremde Frau zu einer beherrschenden raumgreifenden Obsession werden kann.« ("Lübecker Nachrichten")
»Wie immer zeigt Ernaux kein Erbarmen und richtet den Blick gnadenlos auf sich selbst.« ("NZZ")

Produktdetails

Verkaufsrang

24070

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

20.08.2025

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

66

Maße (L/B/H)

21,6/13,9/1,3 cm

Gewicht

218 g

Farbe

Cool Grey

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

L’Occupation

Übersetzt von

Sonja Finck

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-22562-2

Herstelleradresse

Suhrkamp Verlag
Torstraße 44
10119 Berlin
DE

Email: [email protected]

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Das Seltsamste an der Eifersucht ist, dass sie eine ganze Stadt – die ganze Welt – mit einer Person bevölkern kann, der man womöglich noch nie begegnet ist.

Bewertung am 02.10.2025

Bewertungsnummer: 2613527

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

"Die Bessesenheit" liest sich wie ein Sog von Gefühlen mit außergewöhnlicher Zerstörungskraft. Es ist, als würde man einen Charakter beim Abdriften und sich komplett in einem Gefühl und einer selbst erschaffenen Illusion verlieren zusehen. Wir erhalten hier einen Einblick in den Wahn eines Abgrunds, der sich vor einem Menschen auftut, dem die Kontrolle über die eigenen Gedanken und Sinne völlig entfällt und der klare Verstand zu verkümmern scheint. Die Sprache wechselt sich ab: von einem strudelartigen Bann im einen Moment zu Passagen, in denen man schier ungläubig ist, angesichts der Verrücktheiten und der beinahe schon demütig wirkenden Visionen der Protagonistin. Zu wissen, dass hinter diesen Erlebnissen die Autorin selbst gesteckt hat, wirkt mit voller Gewalt auf die Leserschaft ein. Man muss sich nicht versuchen, in eine Szene hineinzuversetzen, man weiß schon, dass dies sehr gut die Dinge sind, die Menschen im Wahnsinn, der das menschliche Leben bestimmt, passieren. Dadurch ist die Verbindung zu den Zeilen eine menschliche. Hier steht die Kunst mitten im Leben und bildet nur den Spiegel einer Kette an Erfahrungen dar. So gewaltig die Worte und Sätze sind, so vergangen sind die Handlungen, die sie beschreiben möchten. Diese Dinge sind geschehen, es sind die Ergebnisse vom Erleben und Erfahren. Wir haben hier durch die virtuosen Fähigkeiten der Autorin und Übersetzerin die Möglichkeit, den Vorhang in das Leben einer Frau für einige Momente zu öffnen und in das Geschehen hineinzufühlen.

Das Seltsamste an der Eifersucht ist, dass sie eine ganze Stadt – die ganze Welt – mit einer Person bevölkern kann, der man womöglich noch nie begegnet ist.

Bewertung am 02.10.2025
Bewertungsnummer: 2613527
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

"Die Bessesenheit" liest sich wie ein Sog von Gefühlen mit außergewöhnlicher Zerstörungskraft. Es ist, als würde man einen Charakter beim Abdriften und sich komplett in einem Gefühl und einer selbst erschaffenen Illusion verlieren zusehen. Wir erhalten hier einen Einblick in den Wahn eines Abgrunds, der sich vor einem Menschen auftut, dem die Kontrolle über die eigenen Gedanken und Sinne völlig entfällt und der klare Verstand zu verkümmern scheint. Die Sprache wechselt sich ab: von einem strudelartigen Bann im einen Moment zu Passagen, in denen man schier ungläubig ist, angesichts der Verrücktheiten und der beinahe schon demütig wirkenden Visionen der Protagonistin. Zu wissen, dass hinter diesen Erlebnissen die Autorin selbst gesteckt hat, wirkt mit voller Gewalt auf die Leserschaft ein. Man muss sich nicht versuchen, in eine Szene hineinzuversetzen, man weiß schon, dass dies sehr gut die Dinge sind, die Menschen im Wahnsinn, der das menschliche Leben bestimmt, passieren. Dadurch ist die Verbindung zu den Zeilen eine menschliche. Hier steht die Kunst mitten im Leben und bildet nur den Spiegel einer Kette an Erfahrungen dar. So gewaltig die Worte und Sätze sind, so vergangen sind die Handlungen, die sie beschreiben möchten. Diese Dinge sind geschehen, es sind die Ergebnisse vom Erleben und Erfahren. Wir haben hier durch die virtuosen Fähigkeiten der Autorin und Übersetzerin die Möglichkeit, den Vorhang in das Leben einer Frau für einige Momente zu öffnen und in das Geschehen hineinzufühlen.

Ernaux pur **** Da ich von…

Juti aus HD am 15.01.2026

Bewertungsnummer: 3021873

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ernaux pur **** Da ich von der Literaturnobelpreisträgerin von 2022 immer nur die deutsche Übersetzung lese, kommt hier nicht so rüber, was sie geschrieben hat: **** Ihr Erstlingswerk erschien 1974, die deutsche Ausgabe „Die leeren Schränke“ 2023 und ist für mich noch ein Desiderat. Nach anderen noch nicht übersetzten Bücher erschien 1983 das Buch „Der Platz“ über ihren Vater, (2019 übersetzt und lesenswert). Vier Jahre später schrieb sie als ihr nächstes Buch „Eine Frau“ über ihre Mutter (ebenfalls 2019 übersetzt und lesenswert). 1991 weitere vier Jahre später kommt dann „Eine Leidenschaft“ heraus, was erst 2024 neu übersetzt wurde. Innerhalb von 8 Jahre hat Ernaux drei Bücher geschrieben, die im normalen Druck nur ein dünnes Büchlein füllen könnten. **** Dieses Buch hier „Die Besessenheit“ ist im Original von 2002 (sie hat aber in den 90ern noch mehr geschrieben), in der Übersetzung von 2025. Es ist quasi das Gegenstück zur Leidenschaft. **** Während in der Leidenschaft die Ich-Erzählerin ihren Liebhaber vermisst, macht sich hier die Ich-Erzählerin Gedanken über die neue Frau ihres Liebhabers und das, obwohl sie ihn verlassen hat. Der Mann in den 30ern liebt eine Frau, die 47 ist. Sie hat Geld, er nicht. Klingt alles nach guten Bettgeschichten und den hatte sie wohl auch. **** Ihre Gedanken sind plausibel, gut nachzuvollziehen und mit 68 Seiten noch etwas kürzer als die Leidenschaft. Wieder 4 Sterne und ich will hoffen, dass nach und nach der Rest übersetzt wird. **** Zitat: Nach dem Aufwachen griff ich meist als erstes nach seinem im Schlaf erig. P**** und hielt ihn fest, als umklammerte ich einen Ast. Ich dachte, „solange ich das hier in der Hand halte, bin ich nicht verloren in der Welt“. (9)

Ernaux pur **** Da ich von…

Juti aus HD am 15.01.2026
Bewertungsnummer: 3021873
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ernaux pur **** Da ich von der Literaturnobelpreisträgerin von 2022 immer nur die deutsche Übersetzung lese, kommt hier nicht so rüber, was sie geschrieben hat: **** Ihr Erstlingswerk erschien 1974, die deutsche Ausgabe „Die leeren Schränke“ 2023 und ist für mich noch ein Desiderat. Nach anderen noch nicht übersetzten Bücher erschien 1983 das Buch „Der Platz“ über ihren Vater, (2019 übersetzt und lesenswert). Vier Jahre später schrieb sie als ihr nächstes Buch „Eine Frau“ über ihre Mutter (ebenfalls 2019 übersetzt und lesenswert). 1991 weitere vier Jahre später kommt dann „Eine Leidenschaft“ heraus, was erst 2024 neu übersetzt wurde. Innerhalb von 8 Jahre hat Ernaux drei Bücher geschrieben, die im normalen Druck nur ein dünnes Büchlein füllen könnten. **** Dieses Buch hier „Die Besessenheit“ ist im Original von 2002 (sie hat aber in den 90ern noch mehr geschrieben), in der Übersetzung von 2025. Es ist quasi das Gegenstück zur Leidenschaft. **** Während in der Leidenschaft die Ich-Erzählerin ihren Liebhaber vermisst, macht sich hier die Ich-Erzählerin Gedanken über die neue Frau ihres Liebhabers und das, obwohl sie ihn verlassen hat. Der Mann in den 30ern liebt eine Frau, die 47 ist. Sie hat Geld, er nicht. Klingt alles nach guten Bettgeschichten und den hatte sie wohl auch. **** Ihre Gedanken sind plausibel, gut nachzuvollziehen und mit 68 Seiten noch etwas kürzer als die Leidenschaft. Wieder 4 Sterne und ich will hoffen, dass nach und nach der Rest übersetzt wird. **** Zitat: Nach dem Aufwachen griff ich meist als erstes nach seinem im Schlaf erig. P**** und hielt ihn fest, als umklammerte ich einen Ast. Ich dachte, „solange ich das hier in der Hand halte, bin ich nicht verloren in der Welt“. (9)

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von Annie Ernaux

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