Die auf einer wahren Begebenheit basierende Geschichte handelt von Anne Malner, die zur Weihnachtszeit zum ersten Mal psychotisch wird. Sie findet sich in der Erwachsenenpsychiatrie wieder, wo sie mit Mitpatientinnen und Mitpatienten zu den Black Eyed Peas tanzt, Kiwis mit Schale isst und in durchzechten Nächten spannende Lebensgeschichten austauscht. Es folgen harte Zeiten und Zank mit unterbesetzten, überforderten Pflegekräften. Die Frage 'kann es überhaupt schlimmer werden?' taucht des Öfteren in ihrem Kopf auf. Zum Glück ist ein Ausweg in Sicht.
Kundinnen und Kunden meinen
5.0/5.0
Bewertung
5/5
03.07.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Grandios!
Ich habe das Buch in die Hand genommen und durchgelesen. Ich konnte es nicht mehr weglegen. Ein wirklich großartiges Buch, dass den Leser auf eine besondere Art und Weise mitnimmt. Sowohl Fachleute, als auch Laien wissen nach der Lektüre, wie sich Menschen in psychischen Krisen fühlen und wie schwer es ist, als professionelle Fachkraft, die richtige Entscheidung in jedem besonderen Moment zu treffen. Frau Mentz hat ihre Erfahrungen niedergeschrieben, aber nicht angeklagt (obwohl sie dazu das Recht hätte). Sie hat auf eindrückliche Weise beschrieben, wie es ihr ging und wie mit ihr in der Psychiatrie umgegangen wurde. Gerade da entsteht die feine Linie - sie beschreibt und auch wenn man manche Reaktionen der Pflegekräfte und Ärzte nicht versteht, wird doch auch klar, warum es genau so lief. Das Buch macht Mut, sich mehr einzudenken in andere Menschen und ihre besonderen individuellen Situationen - und das von allen Seiten. Wir dürfen Menschen nicht einfach in eine Schublade stecken, sondern wir müssen genau hinschauen, nachfragen, verstehen wollen....
Liebe Frau Mentz - ich freue mich auf die Fortsetzung!
Bewertung
5/5
23.02.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Eine mutige, tief berührende und wichtige Geschichte
Die Autorin erzählt ihre Geschichte mit einer Offenheit und Klarheit, die mich sehr beeindruckt hat. Es ist unglaublich mutig, so persönliche Einblicke in psychische Ausnahmesituationen, innere Zerrissenheit und die Suche nach Sinn zu geben.
Besonders wertvoll ist dieses Buch meiner Meinung nach für Menschen, die in psychiatrischen Einrichtungen arbeiten. Es ermöglicht einen Perspektivwechsel, der im Berufsalltag oft verloren gehen kann. Das Buch bietet die seltene Gelegenheit, die Innenwelt eines betroffenen Menschen wirklich nachzuempfinden – mit all ihren Ängsten und Hoffnungen. Dieses Verständnis kann Empathie vertiefen und den Blick auf das Gegenüber nachhaltig verändern. Für mich ist „Schöngeist: Zwischen Wahn und Sinn“ ein wichtiges, kraftvolles Werk, das Mut macht und lange nachhallt.
Bewertung
5/5
20.02.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Über die Kunst des Geistes Sinn zu schaffen
Dieses Buch hat mich tief berührt, gerade weil es kein theoretisches Fachbuch, sondern ein persönlicher Erfahrungsbericht ist. Annette Mentz schreibt mit einer Offenheit und Ehrlichkeit, die unter die Haut geht. Man spürt auf jeder Seite, dass hier nicht abstrakt über Wahn gesprochen wird, sondern aus gelebter Erfahrung heraus.
Besonders beeindruckt hat mich der Mut, die eigene psychotische Krise so differenziert und reflektiert zu schildern – mit all ihrer Angst, Verwirrung, inneren Logik und existenziellen Wucht. Der Text wirkt nie selbstmitleidig, nie dramatisierend. Stattdessen entsteht ein tiefes Verständnis dafür, wie sich Wahn entwickeln kann und welche Bedeutung er im Erleben eines Menschen haben kann.
Ein Ausdruck innerer Not; Ein Versuch der Psyche, Sinn zu schaffen, wo alles zu zerbrechen droht.
Beim Lesen hatte ich immer wieder Momente, in denen ich innehalten musste. Das Buch zwingt einen, eigene Vorannahmen über „Verrücktheit“ zu hinterfragen. Es öffnet einen Raum für Empathie – und für Respekt vor der inneren Welt eines Menschen in einer extremen psychischen Ausnahmesituation.
Für mich ist es ein bewegendes, mutiges und wichtiges Buch. Eines, das nicht nur informiert, sondern wirklich etwas verändert.
Bewertung
5/5
26.10.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Authentisch, mutig und unglaublich nahbar - eine Reise durch Schmerz, Stärke und Menschlichkeit
Eine ganz große Leseempfehlung! Das Buch ist nicht nur unglaublich vielfältig, sondern auch tiefgehend und lehrreich. Ich habe mich beim Lesen staunend, fassungslos, vor Absurdität lachend, gerührt und wehmütig wiedergefunden. Anette Mentz nimmt die Lesenden auf eine ganz besondere Art und Weise an die Hand und führt sie durch eine herzzerreißende Phase ihres Lebens als Patientin auf einer akutpsychiatrischen Station. „Schöngeist“ hat mir einen völlig neuen, tiefen Einblick in die Welt der Psyche gegeben und den Menschen hinter psychischen Erkrankungen greifbarer und nahbarer gemacht. Meines Erachtens eine Lektüre, die jede*r einmal gelesen haben sollte!
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