Rügen versinkt in einem Verbrechensstrudel: An der Schaabe findet man eine bestialisch zugerichtete Frauenleiche; zur gleichen Zeit wird in Stralsund ein Rügener Bauunternehmer am helllichten Tag erschossen; kurz danach werden die Bergener Kripo-Beamten zu einer toten Frau in den Inselsüden gerufen - sie ist an Stichverletzungen verblutet. Von einem der Morde persönlich betroffen und seit seinem letzten Fall psychisch angeschlagen, droht Kriminalhauptkommissar Karsten Schwinka hinzuschmeißen. Hinzu kommt, dass Oberstaatsanwalt Pjotr Dückert diesmal den Ideen seines Topkriminalisten nicht folgt und Schwinkas schlimmster Rivale, Ex-Kollege Michael Neumann, wieder aktiv wird. Als weitere Verbrechen geschehen, gleichzeitig Ermittlungserfolge ausbleiben, steht Schwinka wegen einer Intrige kurz vor seiner Suspendierung. Ist das das Ende?
Kundinnen und Kunden meinen
3.4/5.0
odile
4/5
24.06.2025
Buch (Taschenbuch)
Was ist los auf Rügen?
Eine Mordserie erschüttert Rügen. Was verbindet die Opfer, eine Touristin, einen Bauunternehmer und Kommissar Schwinkas Ex-Freundin Nadine? Der Ermittler steht vor einem Rätsel, aber er sieht Zusammenhänge. Doch Oberstaatsanwalt Dückert scheint das Vertrauen in seinen bevorzugten Kommissar verloren zu haben oder warum sonst richtet er drei Sokos ein? Offensichtlich glaubt er nicht, dass die Fälle zusammenhängen. Eile ist geboten, denn das Morden auf Rügen geht weiter.
In „Todesinsel Rügen: Schwinkas vierter Fall“ lässt Autor Jens-Uwe Berndt seinen Kommissar erneut im gewohnten Umfeld ermitteln. Die vorhergehenden Fälle zu kennen, ist sicher ein Plus. Das Buch lässt sich aber unabhängig von seinen Vorgängern gut lesen.
Kriminalhauptkommissar Schwinka ist mental nicht in Bestform. Er wird von Albträumen geplagt. Sein letzter Fall setzt ihm noch zu. Die vielen Toten auf Rügen tragen nicht dazu bei, seine Stimmung zu heben. Wir lernen einige zwielichtige Gestalten kennen. Den schmierigen Hafenmeister Buch, der wie eine Spinne in seinem Netz hockt und die Fäden zieht, seinen undurchsichtigen Adlatus Pierre Simoldt, der sein eigenes Süppchen kocht. Beide sind der Krankenschwester Pia verfallen, die wesentlich mehr als eine hübsche Barbie ist und ihre eigenen Pläne verfolgt. Dazu kommen noch ein einsamer polnischer Krankenpfleger, ein unglücklicher Großbauer, korrupte Stadträte, diverse Kleinganoven und ein ziemlich hohler, aber überaus erfolgreicher Influencer. Nicht zu vergessen der ehemalige Bulle Michael Neumann, der unehrenhaft aus dem Polizeidienst entlassen wurde und dafür Schwinka die Schuld gibt. Er will Rache und sieht sich schon als Rüganer Pate. Die Fülle an Charakteren deutet die eine Schwäche des Buches an. Viele Tote, viele Verdächtige, viele Verbrechen, viele Verwicklungen. Das sorgt für Verwirrung.
Jens-Uwe Berndt schreibt schnörkellos und bildhaft. Rügen und die Ostseeküste Vorpommerns werden so dargestellt, dass der Wiedererkennungswert hoch ist. Seine Protagonisten wirken authentisch und besonders die Widerlinge sind glaubwürdig.
Schwinka ist ein Fall für sich, ein genialer Ermittler, der zuletzt Federn lassen musste, was ihn einen guten Teil seiner Arroganz gekostet hat und ihn umgänglicher macht. Seine Kollegen Schobel und Chupaski sind fähig, sehr loyal und schätzen Schwinka als Polizisten und Menschen, was eine entscheidende Rolle spielt.
Der Krimi erwies sich anfangs als etwas sperrig für mich, aber dann hat mich die Geschichte in ihren Bann gezogen und meine volle Konzentration gefordert. Die Handlung weist sehr viele lose Enden auf und es fällt nicht nur den Ermittlern schwer, die Zusammenhänge zu erfassen. Was haben bestialisch ermordete Touristinnen, ein erschossener Bauunternehmer, ein erhängter Kommunalpolitiker und Schwinkas erstochene Ex gemeinsam? Neben den Morden verlangen Steuervergehen, Schmuggel, Vergewaltigungen, Nötigung, Bestechung und Korruption nach Aufklärung und Strafe. Der Fall gewinnt immer mehr an Tempo und die Spannung wächst. Am Ende erfolgt die Auflösung in einem kurzen, heftigen Showdown. Es bleiben Fragen offen, doch Schwinkas Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen. Wie er selbst sagt „Wir haben die Mörder gefasst, aber den Fall nicht gelöst.“ Antworten wird es hoffentlich in Schwinkas fünftem Fall geben.
Bewertung
4/5
19.06.2025
Buch (Taschenbuch)
viele Taten
Bei „ Todesinsel Rügen“ von Jens-Uwe Berndt handelt es sich um einen Krimi.
Dies hier ist der vierte Fall für Kriminalhauptkommissar Schwinka. Der Fall ist neu und wird gelöst, mit den Charakterzügen von Schwinka, kommt man auch als Neueinsteiger in diese Reihe schnell zurecht.
Der Schreibstil des Autors ist okay. Dieser Krimi lässt sich flüssig lesen und der Einstieg ist einfach.
Der Fall ist spannend aufgebaut, hat so einige Wendungen und Handlungsstränge. Diese werden erst am Ende des Krimis zusammengefügt. Hier bleiben aber leider noch ein paar Fragen offen. Aber wer der Täter / die Täter sind, wird schon aufgelöst.
Hauptkommissar Schwinka stellt seine Ermittlungen wohl überlegt an, sie sind plausibel und führen letztendlich zum Ziel. Mit.. als Täter habe ich zu keiner Zeit gerechnet.
Der Handlungsort Rügen, hat mir sehr gut gefallen. Man lernt etwas die Insel kennen und kann die Atmosphäre spüren.
Ich empfehle diesen Krimi w
Venenorojo
4/5
18.06.2025
Buch (Taschenbuch)
Kurzweilige, rasante Story mit ein paar Fragezeichen
Für mich persönlich war es mein erster Schwinka-Fall. Jens-Uwe Berndt hat einen mir durchaus sympathischen Kommissar geschaffen, der ein recht kompetentes und tolles Team um sich versammelt hat. Es gibt haufenweise Leichen (vielleicht auch ein paar zu viele) und ebenso viele verdächtige Personen. Auch wird bald klar, dass die Verbrechen mehrere Täter erfordern, und scheinbar nicht ein großes Ganzes bilden. Gen Ende zogen sich die Kreise immer enger, aber es blieb eben doch so einiges offen. Aber genau das wollte der Autor hier wohl auch erreichen: Ich denke, im nächsten Roman wird der Leser / die Leserin mehr in Erfahrung bringen können zu diesem Thema.
Ich hatte zumindest ein paar Stunden sehr kurzweiliges Lesevergnügen und dabei durchaus das Verlangen, vor dem Einschlafen doch noch ein Kapitel mehr lesen zu wollen.
Margot
3/5
02.10.2025
Buch (Taschenbuch)
Das Buchcover ist nicht…
Das Buchcover ist nicht außergewöhnlich. Ein Strand mit einer Spur Blut im Sand. Schön wäre noch ein Erkennungsmerkmal der Insel Rügen, wie die Kreidefelsen im Hintergrund oder eine der Seebrücken gewesen. Das Buch fängt spannend an und der Erzählstil des Autors ist sehr flüssig. In dem Buch spielen aber sehr viele handelnde Personen mit, so dass ich manchmal den Überblick verloren habe. Grade bei Personen die am Anfang auftauchen und erst viel später im Buch wieder erwähnt werden. Eine Personenübericht am Anfang wäre hier sehr hilfreich gewesen. Etwas enttäuscht war ich über das Schicksal von Schwinkas Exfreundin Nadine. Hätte mir für Nadine einen anderen Abgang gewünscht. In dem Buch spielen nicht nur viele Personen mit, sondern es gibt sehr viele Tote und Verbrechen. Es wird fast nichts ausgelassen. Selbstmord, Serienkiller, Schmuggel, Vergewaltigungen, Bestechung, Korruption, Nötigung, Steuerhinterziehung, Rache etc. Leider waren mir das alles zu viele Tote, Verbrechen und Personen. Die letzen drei Bänder haben mir besser gefallen
Bewertung
3/5
15.06.2025
Buch (Taschenbuch)
Krimi mit vielen Straftaten
"Todesinsel Rügen" von Jens-Uwe Berndt ist ein Krimi mit vielen Straftaten. Die Geschichte spielt auf Rügen und in der Umgebung. Es gibt sehr viele Charaktere, diese sorgen teilweise für Verwirrung beim Lesen. Leider gibt es kein Personenverzeichnis. Dies hätte möglicherweise hilfreich sein können.
Es gibt unzählige Straftaten, die teilweise zusammengehören ,aber auch teilweise unabhängig voneinander sind.
Bis zum Schluss weiß man nicht was passiert ist. Am Ende werden die Fälle im Schnelldurchlauf aufgeklärt. Aber es bleiben trotzdem noch Fragen offen.
Der Erzählstil ist sehr flüssig und spannend. Die Aufteilung in Abschnitte ohne wirkliche Kapitel fand ich ungewöhnlich, aber auch passend zum Buch.
Ich kann das Buch nur teilweise empfehlen. Es ist wahrscheinlich Geschmackssache. Aber auf jeden Fall handelt es sich um ein Buch, bei dem man sich gut konzentrieren muss. Also eher keine Lektüre für zwischendurch.
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