Produktbild: Im Land der Vergessenen

Im Land der Vergessenen »Meisterhafte Erzählungen von einer der wichtigsten Stimmen des Iran. Diese Geschichten erzählen von dem, was die internationale Presse nicht berichten kann.« Taher Ben Jelloun, Le Point

1

22,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei

Lieferung nach Hause

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

10.09.2025

Verlag

Luchterhand

Seitenzahl

192

Maße (L/B/H)

19,7/11,9/2,2 cm

Gewicht

221 g

Farbe

Melone / Wollweiß

Originaltitel

Koorsorkhi

Übersetzt von

Nuschin Maryam Mameghanian-Prenzlow

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-630-87781-5

Beschreibung

Rezension

»Die Geschichten aus dem Land der Vergessenen entfalten gerade durch Ataeis augenscheinliche Nüchternheit eine umso mächtigere emotionale Unwucht« ("Cornelius Wüllenkemper / Deutschlandfunk")
»Aliyeh Ataei schreibt nüchtern, bildlich, autofiktional vom Krieg, Flucht, Verlust.« ("Sohra Nadjibi / Frizz")
»So direkt hat man die tragische Realität einer Gegend, die oft als unrettbar verloren abgetan wird, selten gespürt.« ("Kulturnews")
»Ataei beschreibt die alltägliche Brutalität und die Normalität der Gewalt schonungslos.« ("Silvia Süess / WOZ")
»Die einzelnen Episoden […] sind Mosaiksteine, die Ausschnitte aus dem Leben afghanischer Menschen im Iran zeigen.« ("Virginia")
»Ataei schreibt nüchtern, bildlich, autofiktional von Krieg, Flucht, Verlust.« ("Palais-Fluxx")

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

10.09.2025

Verlag

Luchterhand

Seitenzahl

192

Maße (L/B/H)

19,7/11,9/2,2 cm

Gewicht

221 g

Farbe

Melone / Wollweiß

Originaltitel

Koorsorkhi

Übersetzt von

Nuschin Maryam Mameghanian-Prenzlow

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-630-87781-5

Herstelleradresse

Luchterhand Literaturvlg.
Neumarkter Str. 28
81673 München
DE

Email: GPSR Kontakt

Kundinnen und Kunden meinen

Informationen zu Bewertungen

Zur Abgabe einer Bewertung ist eine Anmeldung im Konto notwendig. Die Authentizität der Bewertungen wird von uns nicht überprüft. Wir behalten uns vor, Bewertungstexte, die unseren Richtlinien widersprechen, entsprechend zu kürzen oder zu löschen.

Die Bewertungen sind nach Format, Anzahl Sterne und Datum sortiert.

  • MarieOn

    4/5

    13.10.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein eindrücklicher Erzählband

    November 2022 Während Aliyeh Ataei an ihrem Schreibtisch in Teheran sitzt und an diesen Erzählungen feilt, ertönen auf der Straße Gewehrsalven. Sie spürt ihren Gefühlen nach und weiß nicht genau, ob die Geräusche Angst oder Wut in ihr auslösen, gibt sie sich vermehrt der Melancholie hin, oder kann sie noch einmal alle Energie mobilisieren, um sich der Revolte anzuschließen. Sie hat nun fünfzig Jahre Krieg miterlebt. Mitte der 80er-Jahre nahm ihr Vater am Iran-Irak-Krieg teil. Er kam ins Militärlager Birjand und wurde ausgebildet. An die Front kam er nie, wegen großer epileptischer Anfälle, die er zuvor nie gehabt hat. Zurück bei der Familie hatte sich der wohlgenährte, lächelnde Mann in ein dünnes, weinendes Wesen verwandelt. Die Anfälle kamen zu oft und hielten zu lange an. Er musste nach Teheran in die Klinik. Sie, die Ärztin und ein Fahrer brachten ihn durch die Wüste ins 1.200 Kilometer entfernte Krankenhaus. 1987 Mahboubeh aus dem Nordosten Irans lernte Aman Khan an der Ferdowsi-Universität kennen. Seine Mutter war die verstoßene Tochter eines Großfürsten aus Herat. (Afghanistan) Die kommunistische Tudeh-Partei, die auch zahlreiche Sympathisanten unter den Studenten hatte, sei das iranische Gegenstück zu den afghanischen Kommunisten. Fast alle seiner afghanischen Verwandten waren bei der sowjetischen Invasion abgeschlachtet und in Massengräbern verscharrt worden. Die islamische Revolution unterbrach ihr Studium und Maboubeh und Aman Khan heirateten heimlich im kleinen Kreis. Sie gingen als Lehrer in ein abgelegenes Dorf und bekamen zwei Kinder. Dort unterstellte man Aman, er sei ein Verräter an zwei Vaterländern, er müsse zurück nach Afghanistan, weil er dort sicherer sei. Maboubeh galt als eine gharise (Fremde) und wurde von den anderen Frauen verflucht und geächtet. Fazit: Aliyeh Ataei, eine preisgekrönte iranische Autorin und Frauenrechtsaktivistin mit afghanischen Wurzeln, erzählt anhand mehrerer kurzer Geschichten von Frauen in Iran. Ich erfahre über die Zerstörung Afghanistans und das iranische Grenzgebiet. Die steten Machtwechsel, unterstützt durch die Vereinten Nationen (Amerika und Russland). Osama Bin Laden, der nie in Afghanistan war, die Taliban und der Islamische Staat, deren großes Interesse darin besteht, Menschen im Allgemeinen aber allen voran Frauen zu bedrohen. Innerhalb der Familien oder Klans werden Frauen geächtet, verachtet, misshandelt, bestraft und bedroht. Alte Fehde werden immer wieder aufgekocht und erhitzen die Gemüter. Für mich als Europäerin, die nie einen Krieg erlebt hat, ist die Situation kaum vorstellbar. So viele traumatisierte Menschen. So viele alte abgestandene Überzeugungen durch die unumkehrbare Vergangenheit, Bildungsarmut und wirtschaftliche Armut. Kaum vorstellbar das Leid und so weit weg. Ein eindrücklicher Erzählband für alle, die sich für den Nahen Osten interessieren.

Kundinnen und Kunden meinen

5

0

4

1

3

0

2

0

1

0

Bewertungen (1)

Weitere Artikel findest du in

Die Leseprobe wird geladen.
  • Produktbild: Im Land der Vergessenen