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Der stille Freund

15

22,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

2584

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

27.08.2025

Verlag

Luchterhand

Seitenzahl

176

Maße (L/B/H)

13,8/21,5/2,2 cm

Gewicht

334 g

Farbe

Lichtgrau / Anthrazit

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-630-87812-6

Beschreibung

Rezension

»Die Geschichten sind anregend, nachdenklich, vielfach spannend mit einem überraschenden Plot« ("Lisa Forster / DPA")
»Es ist großartig, wie Ferdinand von Schirach diese Eingangsgeschichte und damit seinen neuen Erzählungenband intoniert.« ("Gerrit Bartels / Der Tagesspiegel")
»Schnörkellos-elegant beschäftigt sich von Schirach mit großen Themen wie Moral, Schuld und Verlustängsten.« ("Bild am Sonntag")
»nuancierte, oft autobiografisch gefärbte Geschichten, die sich mit den großen Fragen des Lebens auseinandersetzen: Moral, Schuld, Sinnsuche, Zufall und die Zerbrechlichkeit des Menschseins« ("Westdeutsche Zeitung")
»Schirach beherrscht es, den Leser quasi auf einen Kaffee an seinen Tisch zu holen, um ihn dann auf schonungslose Weise mit Situationen zu konfrontieren, die ans Eingemachte gehen« ("General-Anzeiger, Thomas Kliemann")
»Eine Sammlung lebenspraller Geschichten, zusammengehalten durch nichts als die Erzählerstimme. Dieser Ton trägt ein ganzes Buch hindurch,(…)« ("Augsburger Allegeine, Denis Scheck")

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Verkaufsrang

2584

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

27.08.2025

Verlag

Luchterhand

Seitenzahl

176

Maße (L/B/H)

13,8/21,5/2,2 cm

Gewicht

334 g

Farbe

Lichtgrau / Anthrazit

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-630-87812-6

Herstelleradresse

Luchterhand Literaturvlg.
Neumarkter Str. 28
81673 München
DE

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  • Giselas Lesehimmel

    aus Landshut

    5/5

    22.02.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Stille Literatur

    Ferdinand von Schirach besitzt die Gabe, ereignisreiches Geschehen mit Ruhe zu verbinden. "Der stille Freund" kommt still und dennoch spannend daher. Tragödien bilden einen Kontrast zu seiner unaufgeregten Erzählweise. Besonders die erste Geschichte, bei der Erzähler einen Freund durch ein Flugzeugunglück verliert, unterstreicht das. Die Menschen, denen er auf sämtlichen Reisen begegnet, wissen seine Empathie meist zu schätzen. Sie kann man nicht alle als ehrenhaft bezeichnen. Verbrecher behandelt der Erzähler stets ohne Wertung. Er will die Menschen nicht verändern; vielmehr will er sie kennen und verstehen lernen. Schirachs Bücher beeindrucken, obwohl sie oftmals nach dem gleichen Schema ablaufen. Reisen, Freunde besuchen und intensive Gespräche führen. Besonders die Zufälle haben etwas Magisches an sich. Er verwebt Fiktion und Realität zu einem stimmigen Ganzen. Ich denke, wir alle erleben magische Momente und haben oftmals verlernt, sie als solche zu erkennen. Ich empfehle, den stillen Freund zu lesen und die eigenen Begegnungen einmal Revue passieren zu lassen. Ihr werdet erstaunt sein, wie viele solcher Momente denen in diesem Buch gleichen. Natürlich anders, aber auch Zufälle, die für das weitere Leben entscheidend waren. Eine klare Empfehlung. Danke, Ferdinand von Schirach. Es war mir wieder ein Fest.

  • Micha_W

    5/5

    30.11.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wo von Schirach drauf steht, ist (meistens) auch von Schirach drin

    „Ich bin Schriftsteller, ich schreibe nur Geschichten“, sagt Ferdinand von Schirach mit einer subtil gesetzten Note eines süffizienten Understatements. Mehr als 10 Millionen verkaufte Bücher zeigen, dass seine Geschichten ankommen. Sie haben ihn reich und zur Cashcow seiner drei Verlage gemacht (Luchterhand, btb, Penguin). Übersetzt in mehr als 30 Sprachen ist er zu einem globalen Erfolgsautor geworden. Verdientermassen? Das kann man wohl guten Gewissens bejahen. Neben Romanen und Theaterstücken sind es vor allem seine Kurzgeschichten, die zu seinem Erfolg beigetragen haben. Diesem bewährten Rezept folgt er nun auch in „Der stille Freund“. Wie in früheren Bänden erzählen seine Geschichten von kleinen und großen gesellschaftlichen Ereignissen und Wendungen, vom Tod und von Verbrechen, von persönlichen Erlebnissen. Sehr oft fragt man sich: Sind diese Plots fiktiv oder entstammen sie wirklich dem reichhaltigen Füllhorn des von Schirachschen Lebens? Lag ihm beim Schreiben ein Thema am Herzen und er erfand eine Story dazu oder gab es die Story wirklich und er pointierte die ihm wichtige Message? Es ist nicht festzumachen und spielt im Grunde auch überhaupt keine Rolle. Genauso unmöglich ist es, den Geschichten einen gemeinsamen Nenner, ein verbindendes Element zuordnen zu wollen. Zu vielfältig sind die Themen, die Handlungen, die Schauplätze und die Protagonisten. Nur eines zieht sich durch alle Erzählungen - sie sind durchweg exzellent recherchiert und sind von Ferdinand von Schirachs breitem Wissen und seinen vielfältigen Leidenschaften durchdrungen. Während sein Schreibstil manchmal - der nüchterne Jurist wirft seine Schatten – eher sachlich und sehr stringent imponiert und das Szenenbild gelegentlich eher spröde rüberkommt, führen die Exkurse und Interludien zu einem literarischen Niveausprung. Der Autor brilliert mit Details zu Literatur und Musik, Architektur und Kunst, ohne üppig-schwülstig zu werden, aber ausreichend, um eine ganz spezifische Atmosphäre zu schaffen.  Unverkennbar auch die Liebe von Schirachs zur Philosophie, die immer und überall aufblitzt, aber gerade in der ersten Geschichte, die dem Buch den Namen gab, in geballter Form kontrovers ausgemalt wird. Die Protagonisten der Kurzgeschichte werden zu Stellvertretern in einer Grundsatzdiskussion über Religionen und Mythen, über philosophische Dispute von Platon bis Kant im Abgleich zu rationalen Naturwissenschaften, bei denen in letzter Konsequenz aber Glaube dann doch auch wieder eine Rolle spielen kann. 
Gerade diese Episoden sind es, derer wegen sich von Schirach manchmal den Vorwurf gefallen lassen muss, er sei zu moralisierend. Natürlich ist er schon von Berufs wegen gewohnt, darüber zu entscheiden, was er für richtig und was für falsch hält (imponierend in diesem Zusammenhang seine Fakten zum Hamas-Überfall). Allerdings muss man ihm ehrlicherweise zugestehen, dass er in all seinen Geschichten eher Denkanstöße setzt, Impulse adressiert. Was sie selbst dann daraus machen, welche Meinung sie zum einen oder anderen haben, müssen die Leser selbst entscheiden. Deshalb ist es ein lesenswertes Buch, das unterhält, aber vor allem oft nachdenklich macht. Bis zu einem gewissen Grad, denn wie von Schirach selbst schreibt: „Fragen nach dem Sinn sind Kinderfragen. Es gibt keine Regeln. Nur Staunen und Geschichten“. Ob auch das wieder Understatement ist, muss jeder Leser ebenfalls selbst entscheiden.

  • Klaus Effing

    aus Köln

    5/5

    17.10.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein lesenswerter Erzählband über die die Merkwürdigkeiten des Lebens

    Mit seinem neuen Erzählband Der stille Freund, erschienen im Luchterhand Verlag, legt Ferdinand von Schirach erneut ein Werk vor, das die großen Themen seines Schaffens aufgreift: Schuld, Gerechtigkeit, Zufall und Moral. Auf rund 170 Seiten versammelt der Autor 14 Geschichten, die uns um die halbe Welt führen – von deutschen Gerichtssälen bis in ferne Länder und zu Menschen, die es wirklich gegeben hat, wie etwa den Tennisspieler Gottfried von Cramm. Von Schirach verbindet Fakt und Fiktion auf seine ganz eigene Weise: präzise in der Sprache, ruhig im Ton, aber mit großer gedanklicher Wucht. Manche der Erzählungen regen zum Nachdenken an, andere lassen den Leser ungläubig den Kopf schütteln – etwa über das Unrecht, das durch Zufälle oder gesellschaftliche Strukturen entsteht. Nicht jede Geschichte entfaltet dabei dieselbe Tiefe oder erzählerische Kraft, und einige nimmt man eher „zur Kenntnis“, ohne einen bleibenden Eindruck. Doch alle tragen die unverwechselbare Handschrift des Autors: die knappe, fast juristisch kühle Beobachtung menschlicher Abgründe. Der stille Freund ist kein lautes Buch, sondern eines, das in seiner Zurückhaltung besticht. Es lädt dazu ein, über das Wesen von Recht und Gerechtigkeit nachzudenken – und über das, was Menschen einander antun können. Auch wenn nicht jede Erzählung gleich stark ist, bleibt der Band insgesamt lesenswert und eindrucksvoll. Fazit: Ein stilles, kluges und an vielen Stellen berührendes Buch, das einmal mehr zeigt, warum Ferdinand von Schirach zu den wichtigsten Erzählern unserer Zeit gehört.

  • Bianca

    aus Mönchengladbach

    5/5

    14.09.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ich habe "Der stille Freund"…

    Ich habe "Der stille Freund" von Ferdinand von Schirach in einem Zug gelesen und dabei immer wieder innegehalten, weil mich einzelne Sätze regelrecht festgenagelt haben. Vierzehn Geschichten, scheinbar schlicht erzählt, führen von Berlin bis Namibia, von alten Gerichtsakten zu flirrenden Sommermorgen. Doch zwischen den klaren, fast nüchternen Worten öffnet sich eine ungeheure Tiefe. Mich hat besonders fasziniert, wie von Schirach das große Menschliche in kleinen Gesten aufscheinen lässt: ein zufälliger Blick, eine kurze Begegnung, eine unscheinbare Entscheidung, die ein ganzes Leben wendet. Jede Geschichte wirkt wie ein präziser Schnitt durch das Gewebe der Wirklichkeit – und plötzlich sieht man, wie fragil und zugleich kostbar alles ist. Der Titel ist Programm: Dieser Band ist für mich selbst zu einem stillen Freund geworden, der begleitet, tröstet und den Blick für das Wesentliche schärft. Selten hat mich ein Buch so leise und gleichzeitig so nachhaltig begeistert.

  • Bewertung

    5/5

    11.09.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Meisterwerk

    Ferdinand von Schirach hat mit "Der stille Freund" ein wahres Meisterwerk geschaffen. Dieses Buch ist nicht einfach nur eine Lektüre, es ist eine Erfahrung, die noch lange nach dem Zuklappen des letzten Kapitels nachhallt. Die Sprache ist wie gewohnt präzise, kühl und doch von einer unheimlichen emotionalen Tiefe. Jeder Satz sitzt, nichts ist überflüssig. Er schafft es, mit minimalen Mitteln maximale Wirkung zu erzielen. Man fühlt sich, als würde man einem chirurgischen Eingriff beiwohnen, der die Wahrheit Schicht für Schicht freilegt. Die Charaktere sind unvergesslich und so menschlich, dass man nicht anders kann, als mit ihnen zu leiden, zu zweifeln und zu hoffen. ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

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