»Nein, ich meine, sie ist wirklich ein Engel. Und sie schwebt in größter Gefahr!«
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Das attraktive, bald erwachsene Waisenmädchen Azraelle ist das Werkzeug eines geheimen Ordens, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Dämonen der Hölle zu bekämpfen. Schon ihr ganzes Leben lang wird sie darauf vorbereitet und erfährt eine strenge, mit Schmerzen und Erniedrigungen erfüllte Ausbildung in der Obhut von Lord und Lady Dowland. Aber handeln sie wirklich im Sinne des Ordens oder haben sie ihre eigenen Pläne mit Azraelle?
Gleichzeitig beginnt Trainee Detective Constable Florence Cunningham ihr Praktikum bei der London Metropolitan Police. Doch die junge Polizistin hat mehr als nur ein dunkles Geheimnis und gerät dadurch zwischen die Fronten von Himmel und Hölle, als sie während ihres Nebenjobs auf Azraelle trifft.
Die beiden Frauen verbindet mehr, als sie wissen. Werden sie es schaffen, das für sich zu nutzen oder können finstere Mächte sie in den Abgrund reißen?
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Eine dunkle Geschichte zwischen Himmel und Hölle
Dear_Silvershadow aus Ditzingen am 03.01.2026
Bewertungsnummer: 2690706
Bewertet: eBook (ePUB 3)
Azraelle: Engel des Todes
Michael Kocher
Dark Romance Fantasy, mit mythologischen & religiösen Elementen, ein Hauch Krimi & Thriller
Lesetipp für alle, die …
– düstere, gewaltgeprägte Geschichten mögen
– Dark Romance nicht nur romantisch, sondern auch brutal und unbequem lesen wollen
– moralische Grauzonen und die Frage nach Gut und Böse mögen
✍ Der Schreibstil ist sehr direkt, roh und schonungslos. Es wird nichts beschönigt – Gewalt, Demütigung und seelische Abgründe werden klar benannt. Das Worldbuilding hat mir grundsätzlich gut gefallen, weil mythologische und religiöse Elemente sinnvoll mit moderner Krimiarbeit verknüpft werden. Allerdings hatte ich stellenweise das Gefühl, dass viel Potenzial angerissen, aber nicht immer ausgeschöpft wurde. Manche Szenen verlieren sich in Beschreibungen, während andere gern noch mehr Tiefe hätten vertragen können.
London bildet eine düstere Kulisse für die Geschichte. Die Mischung aus realer Polizeiarbeit, geheimen Orden und dem übernatürlichen Kampf zwischen Himmel und Hölle funktioniert überraschend gut. Die Atmosphäre ist durchgehend dunkel, bedrückend und gewaltgeprägt – was perfekt zur Story passt.
Azraelle steht klar im Mittelpunkt, und ihre Entwicklung ist spannend zu beobachten. Ihre Kindheit und Jugend, geprägt von Strenge, Schmerz, Demütigung und Folter, haben mich emotional durchaus mitgenommen. Trotzdem blieb sie für mich als Figur etwas auf Distanz. Ich hätte mir mehr innere Zerrissenheit, mehr Widersprüche und mehr emotionale Tiefe gewünscht.
Florence Cunningham hingegen bringt durch ihr Doppelleben und ihre eigenen Dämonen eine interessante Dynamik in die Geschichte. Auch die Nebencharaktere sind gut ausgearbeitet, vor allem, weil sich ihre wahren Motive und Verbindungen erst nach und nach offenbaren. Genau das sorgt für einige überraschende Wendungen und hält die Spannung hoch.
Darum geht’s?
Azraelle ist ein Waisenmädchen, das von klein auf zu einer tödlichen Waffe erzogen wird – im Dienst eines geheimen Ordens, der Dämonen der Hölle bekämpft. Gleichzeitig beginnt Florence Cunningham ihr Praktikum bei der London Metropolitan Police und gerät durch eigene Geheimnisse und Ermittlungen immer tiefer zwischen die Fronten von Himmel und Hölle. Als sich ihre Wege kreuzen, wird schnell klar, dass sie mehr miteinander verbindet, als beide ahnen. Die Frage ist nur, ob sie das für sich nutzen können – oder daran zerbrechen.
Was hat mir gut gefallen?
– die starke Grundidee und Genre-Mischung
– die düstere, konsequente Atmosphäre
– die Entwicklung von Azraelle über den Verlauf der Geschichte
– überraschende Plotwendungen und moralische Grauzonen
– die Frage, wer Täter, Opfer oder Held ist, zieht sich spannend durch die Story
♀️ Was mochte ich nicht so?
– Azraelle blieb für mich emotional etwas zu blass
– manche Dialoge wirkten auf mich stellenweise melodramatisch
– das Erzähltempo schwankt: teils sehr packend, teils etwas zäh
– nicht jedes angerissene Thema wird wirklich vertieft
‼️ Fazit
Azraelle: Engel des Todes ist eine düstere Dark-Romance-Fantasy mit viel Potenzial, starken Ansätzen und einer gelungenen Genre-Vermischung. Leider hat mich das Buch emotional nicht ganz so abgeholt, wie ich es mir erhofft hatte – vor allem in Bezug auf die Hauptfigur. Die Idee ist großartig, die Umsetzung solide, aber für mich nicht vollständig überzeugend.
Ich vergebe 3,75 von 5 Sternen ⭐⭐⭐✨.
Das Ende ist unerwartet und stimmig, wirkt für mich aber eher wie ein offenes Ende mit Fortsetzungspotenzial als ein klassischer Stand Alone.
Eine klare Leseempfehlung für alle, die sich in dunklen, mythologischen Dark-Romance-Welten zuhause fühlen – auch wenn es für mich persönlich kein absolutes Highlight war.
Düster, brutal und absolut fesselnd
Twilightstar01 (Mitglied der Thalia Book Circle Community) am 04.12.2025
Bewertungsnummer: 2670071
Bewertet: eBook (ePUB 3)
In Azraelle begleiten wir eine junge Frau, die von Kindesbeinen an in einem Orden aufgewachsen ist, der sie zum Engel des Todes erzieht. Schon von den ersten Seiten an spürt man die düstere Atmosphäre, die Abhängigkeit und den psychischen Druck, dem Azraelle ausgesetzt ist. Ihre Zerrissenheit zwischen Pflicht und Sehnsucht nach Freiheit hat mich tief bewegt. Besonders stark fand ich, wie intensiv die Autorin die Gefühlswelt darstellt – man spürt jede Demütigung, jede Angst, aber auch das kleine Aufflackern von Hoffnung. Die Handlung ist brutal, bedrückend und gleichzeitig so spannend, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Positiv überrascht hat mich die Tiefe, mit der die religiösen und mystischen Elemente eingeflochten wurden. Ein kleiner Kritikpunkt: Manchmal war die Gewalt so detailliert beschrieben, dass es schwer zu ertragen war. Dennoch ist es genau diese Intensität, die das Buch unvergesslich macht.
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