Produktbild: Die Sprache meines Bruders

Die Sprache meines Bruders

2

17,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

03.03.2025

Verlag

Residenz Verlag

Seitenzahl

224 (Printausgabe)

Dateigröße

330 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783701747443

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

Dieses eBook können Sie uneingeschränkt auf allen Geräten der tolino Familie, allen sonstigen eReadern und am PC lesen. Das eBook ist nicht kopiergeschützt und kann ein personalisiertes Wasserzeichen enthalten. Weitere Hinweise zum Lesen von eBooks mit einem personalisierten Wasserzeichen finden Sie unter Hilfe/Downloads.

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Ja

Mit Family Sharing können Sie eBooks innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Buch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Lesen durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um eBooks zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei Thalia oder einem anderen tolino-Buchhändler haben. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Family-Sharing.

Text-to-Speech

Ja

Bedeutet Ihnen Stimme mehr als Text? Mit der Funktion Text-to-Speech können Sie sich im tolino webReader und in der aktuellen Thalia – Lesen & Hören App das eBook vorlesen lassen. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Text-to-Speech.

Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Erscheinungsdatum

03.03.2025

Verlag

Residenz Verlag

Seitenzahl

224 (Printausgabe)

Dateigröße

330 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783701747443

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Still und leise mit einem…

MarcoL aus Füssen am 27.09.2025

Bewertungsnummer: 2962051

Bewertet: eBook (ePUB 3)

Still und leise mit einem enormen Tiefgang Bei einer Nominierung für den Deutschen Buchpreis geht man mit einer gewissen Erwartungshaltung an die Lektüre. Meine Erfahrungen haben bisher gezeigt: entweder man verschlingt die Seiten, oder man empfindet es als unlesbar. Nun, in diesem Fall entwickelt der Roman von der ersten Seite an einen Sog, dem man sich nicht verwehren kann, und schon gar nicht verwehren will. Und das trotz einer Art von Handlungsarmut und einer Trostlosigkeit, die für die Geschichte Programm zu sein scheint. Diese Stimmungen mit wenigen, aber dafür sehr gewählten Worten auszudrücken, ist ganz große Erzählkunst. Die Grundthemen wie Heimat, Selbstfindung oder der eigene Platz im Leben und der Welt, Wünsche und Sehnsüchte sind bereits in so mannigfaltiger Weise in der Welt der Literatur verankert, dass man meinen könnte, dieses Thema sei ausgewrungen wie ein nasser Lappen. Weit gefehlt, denn die Herangehensweise der Autorin finde ich tatsächlich einzigartig und grandios. Kasimir und Parker „vegetieren“ gemeinsam in einem Haus in Seattle dahin. Die Brüder kommunizieren nach dem Tod ihrer Mutter kaum miteinander, und scheinen auch keine großen Ansprüche an das Leben zu stellen. Damals waren sie mit ihrer Mutter aus Polen in die USA gezogen. Fragen nach dem Verbleib des Vaters blieben unbeantwortet – er komme später mal nach, so die lapidare Antwort der Mutter. „Kasimir konnte nur denken, nicht sprechen, deshalb hatte er keine Chance gegen seinen Bruder.“ Parker verdient sich das wenige Geld, das für den Unterhalt der beiden nicht reicht, als Fahrer. Kasimir träumt vom Verkauf des Hauses, das nach und nach verfällt und dahin bröckelt wie die Lebenslust der beiden, und davon, was er mit dem Geld alles anstellen könnte. Aber er verlässt das Haus nicht, bleibt ein Gefangener seiner Sozialphobie, deren Ursache in seinen jungen Jahren mit der Mutter, die sich selbst einsperrte, zu suchen ist. Mitten hinein in dieses Duo platzt Luzia, die Freundin von Parker und wohnt bei den beiden für ein Jahr, um dann einfach ohne ein Wort zu sagen nach Panama zu verschwinden. Parker macht zur selben Zeit eine ausgedehnte Fahrt über einige Tage mit einem Kunden, bleibt danach lange vom Haus fern. Zurück bleibt wieder einmal mehr Kasimir, der einen Ausbruch in ein Abenteuer wagt. Doch es entwickelt sich anders als vielleicht vermutet … Die Sprache der Autorin spielt viel mit den Begriffen von „Verlust“. Damit meint sie nicht nur den geographischen Raum, sondern auch die Sprache, den Lebensmut oder ganz einfach ausgedrückt: Verlust von Perspektiven, die das Leben bieten kann. Die Protagonist*innen sind äußerst feinfühlig gezeichnet, präsentieren sich den Leser*innen wie Figuren aus Glas: durchsichtig und zerbrechlich. Man weiß selbst immer ein wenig mehr als die handelnden Personen. Oft ist man versucht die Handlung aufzuhalten und hinein zu schreien – und so spielt Gesa Olkusz sehr geschickt mit unseren Emotionen, drückt unseren Brustkorb zusammen und impliziert uns mit den programmierten Ausweglosigkeiten der Situation. Still und leise kommen die Zeilen daher, eigentlich total unspektakulär und mit einem Nachhall eines Donners in den Bergen. Ganz große Leseempfehlung für dieses literarische Kleinod.

Still und leise mit einem…

MarcoL aus Füssen am 27.09.2025
Bewertungsnummer: 2962051
Bewertet: eBook (ePUB 3)

Still und leise mit einem enormen Tiefgang Bei einer Nominierung für den Deutschen Buchpreis geht man mit einer gewissen Erwartungshaltung an die Lektüre. Meine Erfahrungen haben bisher gezeigt: entweder man verschlingt die Seiten, oder man empfindet es als unlesbar. Nun, in diesem Fall entwickelt der Roman von der ersten Seite an einen Sog, dem man sich nicht verwehren kann, und schon gar nicht verwehren will. Und das trotz einer Art von Handlungsarmut und einer Trostlosigkeit, die für die Geschichte Programm zu sein scheint. Diese Stimmungen mit wenigen, aber dafür sehr gewählten Worten auszudrücken, ist ganz große Erzählkunst. Die Grundthemen wie Heimat, Selbstfindung oder der eigene Platz im Leben und der Welt, Wünsche und Sehnsüchte sind bereits in so mannigfaltiger Weise in der Welt der Literatur verankert, dass man meinen könnte, dieses Thema sei ausgewrungen wie ein nasser Lappen. Weit gefehlt, denn die Herangehensweise der Autorin finde ich tatsächlich einzigartig und grandios. Kasimir und Parker „vegetieren“ gemeinsam in einem Haus in Seattle dahin. Die Brüder kommunizieren nach dem Tod ihrer Mutter kaum miteinander, und scheinen auch keine großen Ansprüche an das Leben zu stellen. Damals waren sie mit ihrer Mutter aus Polen in die USA gezogen. Fragen nach dem Verbleib des Vaters blieben unbeantwortet – er komme später mal nach, so die lapidare Antwort der Mutter. „Kasimir konnte nur denken, nicht sprechen, deshalb hatte er keine Chance gegen seinen Bruder.“ Parker verdient sich das wenige Geld, das für den Unterhalt der beiden nicht reicht, als Fahrer. Kasimir träumt vom Verkauf des Hauses, das nach und nach verfällt und dahin bröckelt wie die Lebenslust der beiden, und davon, was er mit dem Geld alles anstellen könnte. Aber er verlässt das Haus nicht, bleibt ein Gefangener seiner Sozialphobie, deren Ursache in seinen jungen Jahren mit der Mutter, die sich selbst einsperrte, zu suchen ist. Mitten hinein in dieses Duo platzt Luzia, die Freundin von Parker und wohnt bei den beiden für ein Jahr, um dann einfach ohne ein Wort zu sagen nach Panama zu verschwinden. Parker macht zur selben Zeit eine ausgedehnte Fahrt über einige Tage mit einem Kunden, bleibt danach lange vom Haus fern. Zurück bleibt wieder einmal mehr Kasimir, der einen Ausbruch in ein Abenteuer wagt. Doch es entwickelt sich anders als vielleicht vermutet … Die Sprache der Autorin spielt viel mit den Begriffen von „Verlust“. Damit meint sie nicht nur den geographischen Raum, sondern auch die Sprache, den Lebensmut oder ganz einfach ausgedrückt: Verlust von Perspektiven, die das Leben bieten kann. Die Protagonist*innen sind äußerst feinfühlig gezeichnet, präsentieren sich den Leser*innen wie Figuren aus Glas: durchsichtig und zerbrechlich. Man weiß selbst immer ein wenig mehr als die handelnden Personen. Oft ist man versucht die Handlung aufzuhalten und hinein zu schreien – und so spielt Gesa Olkusz sehr geschickt mit unseren Emotionen, drückt unseren Brustkorb zusammen und impliziert uns mit den programmierten Ausweglosigkeiten der Situation. Still und leise kommen die Zeilen daher, eigentlich total unspektakulär und mit einem Nachhall eines Donners in den Bergen. Ganz große Leseempfehlung für dieses literarische Kleinod.

Feinfühlig und Überzeugende Geschichte

Jürg K. am 01.05.2025

Bewertungsnummer: 2479942

Bewertet: eBook (ePUB 3)

Die zwei Jungs, Parker und Kasimir, sind mit ihrer Mutter von Polen in die USA ausgewandert. Nach diesem Kraftakt hat die Mutter ihre Lebenslust verloren. Dadurch wurden aus den zwei Brüdern Einzelgänger. Sie schlagen sich durch, ohne je heimisch zu werden. Parker fährt als Privatchauffeur durch die Nacht, Kasimir verlässt das Haus nie. Als die Vagabundin Luzia einzieht, bringt sie ihre Lebensfreude mit. Sie durchbricht die nahezu wortlose Nähe der Brüder. Sie verschwindet aber nach Panama. Für Kasimir wird klar, er muss ihr nach, und sei es bis ans Ende der Welt. Gesa Olkusz hat einen sehr feinfühligen Roman verfasst. In der Geschichte liest man von der Dynamik, die innerhalb einer Familie herrscht. Es wird die Zerbrechlichkeit aber auch die Stärke aufgezeigt. Beim Lesen kommt man nicht darum herum über seine eigene Beziehung nachzudenken. Die Protagonisten sind sehr gut beschrieben und sehr authentisch. Mich hat dieses Buch sehr überzeugt und ich kann es sehr empfehlen.

Feinfühlig und Überzeugende Geschichte

Jürg K. am 01.05.2025
Bewertungsnummer: 2479942
Bewertet: eBook (ePUB 3)

Die zwei Jungs, Parker und Kasimir, sind mit ihrer Mutter von Polen in die USA ausgewandert. Nach diesem Kraftakt hat die Mutter ihre Lebenslust verloren. Dadurch wurden aus den zwei Brüdern Einzelgänger. Sie schlagen sich durch, ohne je heimisch zu werden. Parker fährt als Privatchauffeur durch die Nacht, Kasimir verlässt das Haus nie. Als die Vagabundin Luzia einzieht, bringt sie ihre Lebensfreude mit. Sie durchbricht die nahezu wortlose Nähe der Brüder. Sie verschwindet aber nach Panama. Für Kasimir wird klar, er muss ihr nach, und sei es bis ans Ende der Welt. Gesa Olkusz hat einen sehr feinfühligen Roman verfasst. In der Geschichte liest man von der Dynamik, die innerhalb einer Familie herrscht. Es wird die Zerbrechlichkeit aber auch die Stärke aufgezeigt. Beim Lesen kommt man nicht darum herum über seine eigene Beziehung nachzudenken. Die Protagonisten sind sehr gut beschrieben und sehr authentisch. Mich hat dieses Buch sehr überzeugt und ich kann es sehr empfehlen.

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Die Sprache meines Bruders

von Gesa Olkusz

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