Produktbild: Englische Renaissance

Englische Renaissance

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

09.10.2025

Verlag

Galiani Berlin ein Imprint von Kiepenheuer & Witsch

Seitenzahl

480

Maße (L/B/H)

31,3/24/4,3 cm

Gewicht

2527 g

Farbe

Beige / Mokka

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-86971-326-7

Beschreibung

Rezension

Schon rein haptisch ist dieser Band ein Großereignis: Leinen, Gewicht, ein klarer Mehrfarbdruck, zahlreiche Abbildungen, die hervorragend reproduziert sind. Ein Prachtband, zweifellos – aber einer, der zudem eine inhaltliche Fülle bietet, die alles andere als dekorativ ist. Sie ist fordernd und mutet sich den Lesenden zu. ("intellectures")
Es gibt Bücher, die man liest. Und es gibt Bücher, die sich ihren Leser*innen geradezu zumuten. »Englische Renaissance« von Manfred Pfister gehört eindeutig zur zweiten Kategorie: der Band ist eine Zumutung – und das ist ausdrücklich nicht als Kritik gemeint. ("intellectures")
Manfred Pfisters spannend geschriebenes und wundervoll gestaltetes Buch "Englische Renaissance" hat das absolute Zeug zum Standardwerk. ("WDR 1")
Ein sensationeller Prachtband. ("rbb radio3")
Der Anglist Manfred Pfister würdigt die «Englische Renaissance» in einem Prachtband nach allen Regeln der Buchkunst. ("Republik")
Eine wahre Wunderkammer von einem Buch und man bedauert es vielleicht, dass es nur 480 Seiten geworden sind. ("Newsletter der Deutsche Shakespeare-Gesellschaft")
Es ist kein Zufall, dass Shakespeare und der Kapitalismus gleichzeitig geboren wurden. In 500 Originaltexten entfaltet sich das Panorama einer atemberaubenden Zeit, die sich aus der Barbarei zu kulturellen Höhen aufschwang. ("Die Welt")
Für die Reisen im Kopf, für die zwischen den Jahren immer Zeit sein sollte, ist Englische Renaissance, eine Wunderkammer in Buchform, der ideale Begleiter. ("Der Standard")
Womit der emeritierte Anglist mehr oder weniger sein ganzes Leben verbracht hat (...), reicht für seine Leserinnen und Leser locker für ein halbes. ("Der Tagesspiegel")
Hier findet sich ein frischer Ton, der die Lebendigkeit der Originale von der Patina des vermeintlich "Alten" befreit. (...) England wird den Kontinent um dieses Buch beneiden. ("Die Zeit")

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

09.10.2025

Verlag

Galiani Berlin ein Imprint von Kiepenheuer & Witsch

Seitenzahl

480

Maße (L/B/H)

31,3/24/4,3 cm

Gewicht

2527 g

Farbe

Beige / Mokka

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-86971-326-7

Herstelleradresse

Galiani, Verlag
Friedrichstraße 119
10117 Berlin
DE

Email: produktsicherheit@kiwi-verlag.de

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  • VolkerM

    5/5

    19.02.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Facettenreich und sehr belesen

    Wir neigen dazu, die englische Renaissance mit Shakespeare gleichzusetzen und nicht über diesen engen Tellerrand hinauszuschauen. Was einem da entgeht, zeigt der Literaturwissenschaftler Manfred Pfister in diesem Buch, das im wahren Sinn ein Universum öffnet. Denn nicht nur in Italien hat die Renaissance (wenn auch bedeutend früher) des Menschen Sicht auf die Welt und sich selbst grundlegend verändert, sondern auch in England. Der dogmatische katholische Glauben wird hinterfragt, mit anderen, obgleich ebenso blutigen Folgen wie in Mitteleuropa. Die eigene Beobachtung tritt an die Stelle der Überlieferung, die Glaubensgesellschaft transformiert sich zu einer Wissensgesellschaft, es werden die Grundlagen des Humanismus gelegt, es beginnt die Zeit der Reisen um des Reisens und der Erkenntnis willen und England steht an der Schwelle, ein Weltreich zu begründen. Das alles spiegelt sich auch in der Literatur wider, die durch den Buchdruck eine ungleich höhere Verbreitung findet als noch eine Generation zuvor. Pfister stellt den übersetzten Originaltexten, die er zu den jeweiligen Themen ausgewählt hat, eine kurze Einleitung voran, die sowohl den Autor (Autorinnen gab es quasi nicht) biografisch einordnen als auch den Text vor dem Hintergrund bewerten. Das sind kunstfertige Miniaturen, die in der Kürze so viel Information vermitteln, wie mancher seitenlanger Aufsatz. Man wird schnell merken, dass dieselben Namen immer wieder auftauchen und so ein Netzwerk offenlegen, das typisch ist für die Renaissance. Der Austausch unter Literaten oder Wissenschaftlern ist von großer Bedeutung und auch völlig gegensätzliche Ansichten werden mehr oder weniger sachlich diskutiert. Es ist eine Zeit schneller Veränderungen, ähnlich wie heute. Ein besonderer Wert ist die Qualität der Übersetzungen. Sie vermitteln sowohl Versrhythmik als auch sprachliche Eleganz und auch wenn die meisten Menschen das englische Original wohl kaum verstünden, die Übersetzung liest sich in der Regel ohne Probleme. Wer sich darauf einlässt, entdeckt vergessene Autoren, vergessene Werke, die zu entdecken lohnt: Kluges, Unterhaltsames, Kurioses, Tragisches, Rückwärtsgewandtes, Progressives und manches, das erstaunlicherweise heute noch so aktuell wirkt wie damals. Es ist eine andere Welt, aber es ist die Welt, die unsere Gegenwart prägt wie kaum etwas sonst. Das Seitenlayout ist ein bibliophiler Genuss. Angelehnt an die Mehrspaltigkeit von Renaissancedrucken, mit Kursivschriften und Rubrizierung, dazu Faksimiles von historischen Titelseiten der Originalquellen macht der gesamte Druck einen prachtvollen Eindruck, inklusive wunderbarem, schwerem Papier und zwei Lesebändchen. Denn dieses Buch muss man nicht von vorne bis hinten durchlesen, sondern darf sich jederzeit auf einzelne Inseln des Wissens zurückziehen, die einen besonders interessieren. Das Inhaltsverzeichnis ist der Lotse. Etwas gestört hat mich das zuweilen laxe Lektorat, dem neben sporadischen orthografischen Fehlern nicht einmal aufgefallen ist, dass einzelne Texte doppelt vorkommen, inklusive wortidentischer Einleitung... Ich gebe zu, fast 500 Seiten sind eine Hausnummer, aber das ist schließlich der Job des Lektors.

  • Alrik Gerlach

    aus NordWestMecklenburg

    5/5

    09.10.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Buch wie ein Zeitsprung – und ich mittendrin!

    Kaum aufgeschlagen, und schon hat mich dieses Buch in einen Strudel aus Tinte, Intrigen und Genie gezogen. Manfred Pfister hat kein Buch geschrieben – er hat ein Zeitportal gebaut. Einmal reingesogen, hänge ich zwischen Shakespeare, höfischer Dichtung, schmutzigen Tavernen, Königinnen mit Schreibfeder und Alchemisten mit Größenwahn. Und ehrlich: Ich hab mich VERLOVED! Pfister kuratiert hier nicht einfach Texte – er serviert ein königliches Renaissance-Buffet, bei dem sich jede Seite wie ein eigener Gang anfühlt: von Thomas Morus’ „Utopia“ bis zu Ben Jonsons Theater-Revolten, von Jane Sharp, der Hebamme mit mehr Aufklärung als halb Europa, bis zu John Greene, der Kartentricks und Kleingaunerei zum literarischen Feuilleton erhebt. Das ist kein Lesebuch, das ist ein Festbankett für Hirn, Herz und Humor. Man spürt, dass Pfister ein Kenner ist – aber einer mit Augenzwinkern. Wo andere Wissenschaft wälzen, tanzt er mit den Quellen. Zwischen prachtvollen Zitaten, Kommentaren und Anekdoten entfaltet sich ein wildes, chaotisches, geniales England, das sich gerade selbst erfindet. Kapitalismus, Kunst, Kirche, Chaos – alles explodiert gleichzeitig, und ich sitze da mit offenem Mund und denke: Genau hier fängt unsere moderne Welt an. Und das Ganze noch in einer Ausstattung, die jedem Sammler Tränen in die Augen treibt: zweifarbig gedruckt, bebildert, mit Vignetten und Schmuckleisten – ein Buch, das nicht nur gelesen, sondern bestaunt werden will. Wer wissen will, warum ausgerechnet diese kleine, regenverhangene Insel das Denken, Dichten und Forschen der Neuzeit befeuert hat – hier ist die Antwort. Pfister hat die Renaissance neu zum Leben erweckt – wild, klug und einfach wunderschön. Ein Meisterwerk.

  • LesenmitCarola

    aus Wesel

    5/5

    06.10.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Meisterwerk

    Die englische Renaissance war eine kulturelle und geistige Blütezeit in England, die sich vom späten 15. bis ins frühe 17. Jahrhundert erstreckte. Sie bedeutete vor allem eine literarische und geistige Erneuerung, getragen von Humanismus, der Reformation und dem Aufstieg Englands als politische wie kulturelle Macht. Ein beeindruckendes Zeugnis dieser Epoche liegt nun in einem Folianten vor, der in einer gigantischen Arbeitsleistung von Manfred Pfister herausgegeben wurde. Mehr als vier Jahre widmete er ausschließlich diesem Werk – vorbereitet durch ein ganzes Gelehrtenleben als Professor für englische Literatur. Pfister, einer der führenden Kenner dieser Epoche, hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Schätze der englischen Renaissance nicht nur der Fachwelt, sondern auch einem breiten Publikum zugänglich zu machen. Mich fasziniert an diesem Werk nicht nur seine schiere Größe, sondern vor allem die inhaltliche Spannweite: von den großen literarischen, philosophischen und historischen Texten bis hin zu den bahnbrechenden Erfindungen dieser Zeit. Der Galliani Verlag bringt es im Pressetext treffend auf den Punkt: In kaum einer Epoche zeigt sich die Entwicklung der modernen europäischen Welt mehr als in der englischen Renaissance. Innerhalb kürzester Zeit verwandelte sich die Insel von einem Randgebiet Europas in einen Motor des Kapitalismus, der Kunst und der Wissenschaft. Ich selbst kann hier nur einen kleinen Einblick in die Fülle an Texten und Bildern geben. Sicher ist jedoch: Dieses Werk wird mich noch lange begleiten. Es erschließt sich nicht beim einmaligen Lesen – vielmehr ist es eine Schatzkammer, zu der man immer wieder zurückkehrt, um Neues zu entdecken.

  • Juti

    aus HD

    3/5

    05.03.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Literarischer Überblick

    Es ist kaum zu glauben. Aber dieses mehr als DINA4 große und mehr als 2,5kg schwere Buch soll einen Überblick über die Literatur während der Renaissance in England liefern. Der grafische Eindruck lässt auch nichts zu wünschen übrig, allein der Band enthält auch mindestens zwei Druckfehler von Menschen, die über 150 werden und Königen, die erst nach ihrem Tod regieren. Schnell merkst du, dass du nicht alles lesen kannst. Wie auch, du musst ja Gewichtheber sein, um diesen Buch festzuhalten. Was ich neben erotischen Gedichten gut gefunden habe, ist in den Zitaten vermerkt. In Thomas Hobbes „Leviathan“ wird die Regierung eines einzelnen als Monarchie, Regierung einer Gruppe als Aristokratie und die Regierung des Volkes als Demokratie bezeichnet. Entartet die Mo­narchie wird sie zur Tyrannei, die Aristokratie zur Oligarchie, die Demokratie zur Anarchie (215). Leider klärt der Autor uns in der Geschichte kaum auf. Elisabeth Stuart wird als „Winterkönigin“ bezeichnet, ohnr zu erwähnen, dass es sich um einen Spottnamen handelt. So bleiben für dieses Meisterwerk letztlich „nur“ 3 Sterne übrig. *** Zitate: Das heutige Italien ist nicht mehr das von einst […] Ich kenne so manche, die England in aller Unschuld als hochgebildete Männer verließen und aus Italien nicht nur mit schlechteren Manieren, sondern auch weniger gelehrt zurückkehrten (61 aus Roger Ascham: Der Schulmeister) Ein Botschafter ist ein ehrlicher Mann, der ins Ausland geschickt wird, um für sein Land zu lügen. (Vitruv 305) Schach hat [..] gerade in der Renaissance im Zeichen der schulischen Systematisierung des Spiel […] gegen Ende des 15. Jahrhunderts an Bedeutsamkeit zugelegt. Einer der Hauptschauplätze dieser neuen Schachkunst war Neapel, wohl nicht zufällig die Heimat des Prinzen Ferdinand, und der Modernisierungschub lag vor allem darin, dass nun die Gangart der Bauern und Läufer beschleunigt und insbesondere die Dame durch größere Beweglichkeit zur entscheidenden Figur gegen ein Schachmatt aufrückte. (412f)

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