Das neue Hörbuch von der Autorin der TikTok-Sensation Girl in Pieces
Die Eltern der 15-jährigen Bella kämpfen nach ihrer Trennung mit ihre eigenen Sorgen, und Bella tut was sie kann, um keine zusätzliche Last zu sein. Man wird mehr geliebt, wenn man unkompliziert ist, stimmt's? Doch dann stirbt Bellas Oma, der einzige Mensch, bei dem sie nichts musste, sondern einfach nur sie selbst sein konnte. Und ihre große Liebe Dylan sagt diesen einen Satz, nach dem es kein Weiter gibt ... Aber Bella muss weitermachen, sie ist für so vieles verantwortlich. Zum Glück hat sie ein Geheimnis, das alles leichter macht. Etwas, das ihren Schmerz lindert.
Die Autorin des Weltbestsellers Girl in Pieces erzählt in ihrem neuen herzzerreißenden Hörbuch die Geschichte eines Mädchens, das trinkt, um weniger zu fühlen.
Kundinnen und Kunden meinen
4.7/5.0
Bewertung
Book Circle Community
5/5
31.12.2025
Buch (Paperback)
Alkoholsucht - ungeschönt
Ich war gespannt auf dieses Buch, da mir bereits How to Make Friends with the Dark sehr eingefahren ist. Und auch hier war ich mittendrin in der Geschichte, die mich sehr bewegt, erschreckt und zum Nachdenken gebracht hat.
Die Sucht nach Genussmittel ist ein Thema, bei dem ich nicht mitreden kann - ich habe höchstens eine Lesesucht. Daher hat mich das Buch auch sehr schockiert, da es für mich recht heftig ist. Auch dahingehend, dass Bella versucht, mit dem Leben klarzukommen, es aber einfach zu viel ist und ich irgendwie verstehen kann, wie es soweit kommt - und dann doch wieder nicht. Wie sie sich um ihre kleine Schwester kümmert, wie sie spart, um mit ihrer besten Freundin zu den kuriosesten Orten zu fahren, wie sie um ihre verstorbene Grossmutter trauert, wie sie versucht, vom Liebeskummer loszukommen, wie sie versucht, “nicht zu viel” zu sein.
Eindrücklich fand ich auch die Entzugsanstalt und deren Bewohner*innen sowie die Bezugspersonen. Für mich ein lesenswertes Buch, das einen intensiven Blick auf die Alkoholsucht wirft, ohne wertend zu sein, sondern im Gegenteil sogar vielleicht ein wenig Verständnis für die Suchtkranken schafft. Eindringlich, direkt und doch hoffnungsvoll, ein Buch, das mich sehr beeindruckt hat.
Sophia
5/5
29.10.2025
Buch (Paperback)
Unglaublich wichtige, eindrückliche und ungeschönte Geschichte über Alkoholsucht - ein Lesehighlight
Bella ist fünfzehn Jahre alt und hat es gerade nicht leicht: ihre Eltern haben sich getrennt, gemeinsam mit ihrer jüngeren Schwester wechselt sie wochenweise zwischen den beiden und ihre Großmutter ist vor kurzem erst gestorben. Zudem spürt sie großen Leistungsdruck in der Schule und das Gefühl, zu jeder Zeit funktionieren zu müssen. Das alles erträgt sie nur durch die Abende mit ihrer Clique, bei denen der Alkohol fließt. Dass der Alkohol auch immer präsenter im Alltag und nicht nur mit ihrer Clique zusammen wird, verdrängt Bella lieber. Bis eines Tages nichts mehr geht und Bella dämmert, dass sie so nicht weiterleben kann. Eine schwierige Reise für sie beginnt.
Ich kann nur sagen: wow! Was für ein grandioses, wichtiges und eindrückliches Buch! Ich hatte zuvor noch nichts von Kathleen Glasgow gelesen, aber das Thema Alkoholsucht in Verbindung mit dem tollen Cover und Klappentext hat mich neugierig gemacht. Es ist kein leichtes Buch für zwischendurch, es ist harter Tobak, denn mit Bella geht man sprichwörtlich durch die Hölle. Ungeschönt und echt beschreibt sie alles, was ihr im Kopf herumschwirrt: angefangen vom Alkohol besorgen (für sie und ihre Freunde als Minderjährige gar nicht so leicht), ihr Gefühl beim Trinken, ihr Verlangen nach mehr und Abstürze und Filmrisse aller Art. Oft musste ich das Buch kurz zur Seite legen, weil es so intensiv ist, dass man das Gelesene erst verarbeiten muss.
Bella ist ein ganz normaler Teenager, der gerade in einer schwierigen Phase steckt. Angefangen vom Leistungsdruck in der Schule über den Tod der Großmutter, der in der Familie nie thematisiert oder aufgearbeitet wurde bis zu den streitenden Eltern, zwischen denen sie und ihre Schwester pendeln müssen. Vor allem die Eltern haben mich oft unheimlich wütend gemacht: sie benutzen Bella als "Sprachrohr" um nicht miteinander kommunizieren zu müssen, auch das zu Bett bringen der Schwester überlassen sie meist Bella, denn sie meistert ja scheinbar mühelos den ganzen Alltag. Und wenn sie funktioniert und alles perfekt schafft und unter einen Hut bekommt, sind auch alle um sie herum glücklich, oder? Die Eltern ziehen sich geschickt aus der Affäre und der Verantwortung, denn als Eltern in Trennung hat man ja genug Probleme - und Bella schafft das alles schon. Sie verliert sich dabei immer mehr und es tut weh beim Lesen, sie in ihrer Zerrissenheit und Erschöpfung zu erleben. Oft wollte ich sie einfach in den Arm nehmen und die Last von den Schultern, denn dass sie psychisch immer mehr abbaut, sollten eigentlich alle um sie herum merken. Einzig ihre beste Freundin macht sich Sorgen um sie und bemerkt den verstärkten Alkoholkonsum. Aber Bella redet sich immer wieder geschickt raus und entwickelt Möglichkeiten und Schlupflöcher, wie sie heimlich und unbemerkt trinken kann.
Wenn man beim Lesen denkt, dass das alles schon schlimm und fordernd zu lesen ist, wartet noch erst die größte Herausforderung: ein Aufenthalt in der Suchtklinik für Jugendliche. Was sie dort erlebt, möchte ich gar nicht spoilern und zu ausführlich beschreiben, denn sie durchlebt alle Phasen des Nichttrinkens, des Verlangens und noch mehr.
Das Buch ist komplett aus Bellas Ich-Perspektive geschrieben, was einem das Mädchen und die Probleme nochmal viel näher bringt. Auch das Nachwort ist bewegend und toll geschrieben, man merkt der Autorin beim Lesen an, dass es keine einfach zu schreibende Geschichte für sie war.
Alkohol ist leider, vor allem in unserer Gesellschaft, allgegenwärtig und wird zu oft verharmlost und in den Alltag integriert. Auch z.B. Bellas Vater lässt nichts auf sein "Feierabendbier" kommen und in der Clique und auf Partys sowieso ist der Alkohol stets präsent.
Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung für dieses wichtige und eindrückliche Buch. Auch als Schullektüre könne ich mir das Buch vorstellen, zeigt es doch die Gefahren von Alkoholsucht auf und wie leicht es jeden von uns treffen kann. Aber auch Erwachsenen möchte ich das Buch empfehlen. Es sollte öfter Bücher wie dieses geben! Unbedingt lesen!
World of books and dreams
5/5
10.09.2025
Buch (Paperback)
Unglaublich wichtiges Buch
Seit der Trennung der Eltern und dem Tod der geliebten Oma geht es Teenagerin Bella psychisch immer schlechter. Mit dem Gefühl, immer alles zu müssen und doch einfach nicht gesehen zu werden, kämpft sie sowieso schon, doch dann trennt sich auch noch ihr Freund. Während Bella das Gefühl hat, im Alltag mit allem überfordert zu sein, helfen ihr die Abende mit ihrer Clique. Hier fließt der Alkohol und dieser macht alles so schön leicht und hilft beim Vergessen der Sorgen. Zwar wird der Wunsch nach Alkohol nun schon am Tage immer präsenter, doch diesem Drang kann Bella locker widerstehen. Glaubt sie.
Ich habe mittlerweile einige Bücher der Autorin Kathleen Glasgow gelesen und jedes einzelne weiß zu berühren, wachzurütteln und nachdenklich zu stimmen. So ging es mir dann auch mit The Glass Girl, bei dem mich die Autorin wieder absolut schnell fesseln konnte. Wie auch mit ihren anderen Romanen erzählt sie recht nüchtern und das macht dieses Buch noch einen Tick realer, emotionaler und vor allem fühlt man sich dadurch noch mehr mit Bella verbunden.
Die Handlung fand ich wirklich großartig umgesetzt. Die Autorin beschreibt, wie der Weg in die Sucht verläuft, dass die Abhängigkeit nach und nach entsteht und wie die Spirale einen immer weiter in den Abgrund führt. Das selbst nicht glauben wollen, dass man abhängig ist und die Wahrnehmung und Gedanken sind ebenfalls ein großes Thema. Ebenso wie der Weg raus aus der Sucht, der Entzug mit all den Höhen und Tiefen und auch, dass es nach dem Entzug nicht gleich alles rosarot und eitel Sonnenschein ist, sondern hier wieder neue, andere Herausforderungen auf die Teenagerin warten.
Protagonistin Bella wird hier unglaublich intensiv gezeichnet. Als Leser kann man sich nicht nur in die Fünfzehnjährige hineinversetzen, sondern auch hautnah all ihre Gefühle und Gedanken miterleben. Aufgrund der Trennung der Eltern, vom Freund und dem Tod der Großmutter wird es Bella nach und nach einfach zu viel. Dieses Gefühl, nie gut genug zu sein, nichts wirklich richtig zu machen, all das wird so greifbar und geht zu Herzen.
Neben Bella gibt es weitere wunderbare Charaktere, wie die ein oder andere Freundin oder ihre Schwester. Allerdings kristallisiert sich hier schnell heraus, wer wahre Freunde sind und wer es einfach nie wirklich war. Auch das fand ich absolut greifbar und realistisch.
Mein Fazit: Ein Buch nicht nur für Teenager, sondern auch für Erwachsene. Glasgow macht hier eindringlich klar, wie der Weg in die Sucht führt, dass es nicht leicht ist, überhaupt jemals abzuschließen und dass der Kampf, nicht wieder rückfällig mal mehr, mal weniger präsent ist. Um Hilfe bitten fällt oft schwer, umso schöner ist es, wenn jemand einem den Rücken stärkt. Für mich war dieses Buch einfach nur wieder großartig und es bekommt eine absolute Leseempfehlung.
Bewertung
5/5
06.06.2025
Buch (Paperback)
Mitreißend
Kathleen Glasgow schafft es immer, mir ein riesiges Mitgefühl für ihre Charaktere zu geben. In verschiedenen Aspekten oder Situationen kann man sich selbst oder andere wiedererkennen (oder zumindest geht es mir so), weshalb Bella mir noch sympathischer ist.
Sie fühlt sich einsam und muss mit allem alleine klarkommen, denn sie will kein Problem für ihre Eltern oder ihre Freunde sein. Ein Gefühl, das bestimmt viele Jugendliche (& Erwachsene) nachempfinden können.
Dass das zur Alkoholsucht führen kann ist zwar nicht häufig der Fall, aber leider dennoch für viele Realität. Und selbst, wenn es keine Droge ist, suchen sich die meisten irgendetwas, das ihnen hilft durch den Tag zu kommen.
M.F.
5/5
25.04.2025
eBook (ePUB 3)
Beklemmend und schonungslos
Bella, 15 Jahre jung, leidet unter der Trennung ihrer Eltern und dem Tod der geliebten Grossmutter. Sie unternimmt alle Anstrengungen, um ihre Mutter zu entlasten, indem sie sich um ihre jüngere Schwester kümmert. Auch in der Schule übernimmt sie Aufgaben die in Gruppenarbeiten anfallen. Sie will es allen recht machen und möchte dabei im Hintergrund bleiben. Als ihre erste Liebe sie verlässt bricht ein grosser Teil ihrer Welt zusammen und sie versinkt noch mehr als bisher in dem Vergessen, das sie im Alkohol findet. Nicht nur abends, auch tagsüber wird der Drang nach dem nächsten Schluck immer grösser. Außer ihren Freundinnen, die selbst meist übermäßig viel trinken, bemerkt niemand, was in ihr vorgeht und was mit ihr los ist. Als die Situation eskaliert und Bella bewusstlos, schwer verletzt und von ihren Begleitern des Abends verlassen vor der Tür ihrer Mutter liegt veranlasst diese die Einweisung in eine Entzugsklink. Dort erfährt sie Unterstützung, aber auch Verrat durch Mitbetroffene. Auch nach der Entlassung wird sie mit der Sucht konfrontiert.
Eine schonungslose Geschichte über das Leben eines Teenagers, dem die Unbeschwertheit fehlt, die normalerweise in diesen jungen Jahren vorherrschen sollte. Das Thema ist allgegenwärtig, gibt es doch Alkohol an jeder Ecke und in vielen Haushalten steht er neben Limo auf den Tischen.
Ein sehr ergreifendes Buch, mit viel Empathie geschrieben und ohne Happy End von dem die meisten Süchtigen ein Leben lang weit entfernt sind. Dieses Werk eignet sich nicht für beiläufiges Lesen, sondern bietet wertvolle Impulse, die den Leser dazu anregen, viele alltägliche Aspekte zu reflektieren. Nicht nur für Jugendliche geeignet!
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