Mach dich bereit zu sterben. Sein Reich ist nah. Der sechzehnjährige Transjunge Benji ist auf der Flucht vor den Menschen, die ihn großgezogen haben - einer fundamentalistischen Sekte, die ein Armageddon verursacht und fast die ganze Weltbevölkerung ausgelöscht hat. Verzweifelt sucht er nach einem Ort, an dem die Sekte ihn, oder noch viel wichtiger die Biowaffe, mit der sie ihn infiziert hat, nicht in die Finger bekommen kann. Als ihn Monster in die Enge treiben, wird Benji von einer Gruppe Jugendlicher aus dem örtlichen Acheson LGBTQ+ Center, ALZ genannt, gerettet. Ihr Anführer Nick, ist wunderschön, autistisch und ein tödlicher Scharfschütze. Er kennt Benjis dunkles Geheimnis: Die Biowaffe der Sekte lässt ihn zu einem Monster mutieren, das tödlich genug ist, um die Menschheit endgültig zu vernichten. Dennoch bietet Nick Benji Unterschlupf in seiner Gruppe queerer Teenager, solange er das Monster kontrollieren und seine Kraft zur Verteidigung des ALZ einsetzen kann. Benji will unbedingt dazugehören und akzeptiert Nicks Bedingungen . bis er herausfindet, dass der mysteriöse Anführer des ALZ einen ganz eigenen Plan verfolgt und mehr als nur ein paar Geheimnisse hat. Ein queerer Roman voller Wut, in dem es darum geht, das Monster in einem selbst anzunehmen und mit seiner Hilfe gegen Unterdrückung anzugehen. Perfekt für Fans von "Ich bin Gideon" und "Auslöschung".
Kundinnen und Kunden meinen
4.1/5.0
Aarany
aus Berlin
4/5
16.03.2025
eBook (ePUB 3)
Im Namen der Religion
Cover & Klappentext
Das Cover hat mir nicht zugesagt, obwohl es zum Inhalt passt. Dafür war der Klappentext ansprechend, sodass ich mich an das zugegebenermaßen schräge Buch herangewagt habe.
Meinung
Normalerweise hätte ich wohl Abstand zu diesem Werk genommen, aber ich war in der richtigen Stimmung für etwas anderes. Und dieses Buch ist anders. Schräg, wütend, plastisch, fanatisch und brutal.
Der Autor führt den Leser über die Sichtweisen von Benji, Nick und Theo durch das Geschehen, wobei der Fokus klar auf Benji liegt.
Benji, 16 Jahre, trans, wird von religiösen Fanatikern großgezogen, die das Ende der Welt verursacht haben. Infiziert mit einem Virus, durch den er die restliche Menschheit vernichten soll, sucht er nach einem Ort, wo er sich verstecken kann, und landet bei einer Gruppe queerer Jugendlicher. Ihr Anführer Nick kennt sein Geheimnis und hilft ihm, um seine eigenen Pläne voranzutreiben.
Der Einstieg gestaltet sich etwas schwierig, weil der Autor für bestimmte Begriffe eine andere Bedeutung genutzt hat. Zudem war der Schreibstil sehr prägnant. Daran muss man sich erst einmal gewöhnen. In so gut wie jeder Zeile schwingt Wut mit, was natürlich nicht spurlos an dem Leser vorbeigeht. Allerdings kommt das nicht mehr so stark zum Tragen, wenn man erst einmal in die Story gefunden hat. Hier will ich anmerken, dass dieser Roman nichts für schwache Nerven ist. Es gibt aber auch eine Warnung, die man wirklich beherzigen sollte. Obwohl ich sehr plastisch dargestellte Geschichten mag, musste ich das ein oder andere Mal schlucken.
Benji wurde toll gestaltet, insbesondere seine Gefühlswelt hat mich überzeugt. Als Mädchen im falschen Körper hatte er bei seiner Familie, insbesondere seiner Mutter, keine Chance. In der queeren Gemeinschaft hat er Personen getroffen, die ihn verstehen, so glaubt er. Aber auch dort gibt es Konflikte.
Besonders interessant ist Nick. Queer und zudem Autist. Seine Sichtweise hat mir sehr gefallen. Als Gegenpart zu Benji, mit seinen ganzen Gefühlen, kann er damit nicht so viel anfangen. Sie scheinen sich zu komplementieren.
Allerdings hätte ich mir mehr Zwischenmenschliches gewünscht.
Diese Geschichte hebt sich definitiv vom Mainstream ab und ich bin mir nicht sicher, ob ich sie verstanden habe, denn hier bietet sich unheimlich viel Interpretationsspielraum. Das sorgt dafür, dass man noch im Nachhinein gedanklich nicht davon ablassen kann.
Zwischendurch war ich der Meinung, das Werk stelle eine Metapher dar. Natürlich kann man es auch so nehmen, wie es ist. Oder es soll verdeutlichen, was im Namen von Religionen alles getan wird, wie man Gewalt rechtfertigt.
Jedoch zeigt es die Schönheit im Hässlichen. Das wurde grandios umgesetzt.
Weniger gefallen hat mir das gewisse Schwarz-Weiß-Denken. In diesem Roman werden Menschen in Rollen gepresst. Queer ist gut und alles andere böse, um es mal stark vereinfacht auszudrücken. Das kann meines Erachtens nach niemanden repräsentieren.
Insgesamt wurde ich jedoch gut unterhalten, obwohl mich dieses Buch noch eine Weile beschäftigen wird.
Fazit
Ein wirklich schräger, aber außergewöhnlicher Roman, der wachrüttelt, abstößt, jedoch auch phasenweise anzieht.
Ich vergebe vier von fünf Sternen und eine eingeschränkte Leseempfehlung, weil es wirklich heftig zugeht und sich nicht für die breite Masse eignet.
Aarany
aus Berlin
4/5
16.03.2025
eBook (ePUB 3)
Im Namen der Religion Cover &…
Im Namen der Religion Cover & Klappentext Das Cover hat mir nicht zugesagt, obwohl es zum Inhalt passt. Dafür war der Klappentext ansprechend, sodass ich mich an das zugegebenermaßen schräge Buch herangewagt habe. Meinung Normalerweise hätte ich wohl Abstand zu diesem Werk genommen, aber ich war in der richtigen Stimmung für etwas anderes. Und dieses Buch ist anders. Schräg, wütend, plastisch, fanatisch und brutal. Der Autor führt den Leser über die Sichtweisen von Benji, Nick und Theo durch das Geschehen, wobei der Fokus klar auf Benji liegt. Benji, 16 Jahre, trans, wird von religiösen Fanatikern großgezogen, die das Ende der Welt verursacht haben. Infiziert mit einem Virus, durch den er die restliche Menschheit vernichten soll, sucht er nach einem Ort, wo er sich verstecken kann, und landet bei einer Gruppe queerer Jugendlicher. Ihr Anführer Nick kennt sein Geheimnis und hilft ihm, um seine eigenen Pläne voranzutreiben. Der Einstieg gestaltet sich etwas schwierig, weil der Autor für bestimmte Begriffe eine andere Bedeutung genutzt hat. Zudem war der Schreibstil sehr prägnant. Daran muss man sich erst einmal gewöhnen. In so gut wie jeder Zeile schwingt Wut mit, was natürlich nicht spurlos an dem Leser vorbeigeht. Allerdings kommt das nicht mehr so stark zum Tragen, wenn man erst einmal in die Story gefunden hat. Hier will ich anmerken, dass dieser Roman nichts für schwache Nerven ist. Es gibt aber auch eine Warnung, die man wirklich beherzigen sollte. Obwohl ich sehr plastisch dargestellte Geschichten mag, musste ich das ein oder andere Mal schlucken. Benji wurde toll gestaltet, insbesondere seine Gefühlswelt hat mich überzeugt. Als Mädchen im falschen Körper hatte er bei seiner Familie, insbesondere seiner Mutter, keine Chance. In der queeren Gemeinschaft hat er Personen getroffen, die ihn verstehen, so glaubt er. Aber auch dort gibt es Konflikte. Besonders interessant ist Nick. Queer und zudem Autist. Seine Sichtweise hat mir sehr gefallen. Als Gegenpart zu Benji, mit seinen ganzen Gefühlen, kann er damit nicht so viel anfangen. Sie scheinen sich zu komplementieren. Allerdings hätte ich mir mehr Zwischenmenschliches gewünscht. Diese Geschichte hebt sich definitiv vom Mainstream ab und ich bin mir nicht sicher, ob ich sie verstanden habe, denn hier bietet sich unheimlich viel Interpretationsspielraum. Das sorgt dafür, dass man noch im Nachhinein gedanklich nicht davon ablassen kann. Zwischendurch war ich der Meinung, das Werk stelle eine Metapher dar. Natürlich kann man es auch so nehmen, wie es ist. Oder es soll verdeutlichen, was im Namen von Religionen alles getan wird, wie man Gewalt rechtfertigt. Jedoch zeigt es die Schönheit im Hässlichen. Das wurde grandios umgesetzt. Weniger gefallen hat mir das gewisse Schwarz-Weiß-Denken. In diesem Roman werden Menschen in Rollen gepresst. Queer ist gut und alles andere böse, um es mal stark vereinfacht auszudrücken. Das kann meines Erachtens nach niemanden repräsentieren. Insgesamt wurde ich jedoch gut unterhalten, obwohl mich dieses Buch noch eine Weile beschäftigen wird. Fazit Ein wirklich schräger, aber außergewöhnlicher Roman, der wachrüttelt, abstößt, jedoch auch phasenweise anzieht. Ich vergebe vier von fünf Sternen und eine eingeschränkte Leseempfehlung, weil es wirklich heftig zugeht und sich nicht für die breite Masse eignet.
Maria
aus Bonn
5/5
14.12.2025
Buch (Taschenbuch)
Sein Reich ist nah
Das Buch hat mich von der ersten Seite an gefesselt, mit seiner düsteren und spannenden postapokalyptischen Welt. Besonders Benjis Charakterentwicklung ist tiefgründig und emotional mitreißend. Die Figuren wirken sympathisch und authentisch, was die Geschichte noch intensiver macht. Die bildhaften Beschreibungen schaffen eine starke, einzigartige Atmosphäre. Ich konnte das Buch kaum weglegen und hatte es in wenigen Tagen durch. Es gehört nun zu meinen Lieblingsbüchern und ich habe es bereits weiterempfohlen.
Lieblingszitat:
Als wäre ich der letzte Teil eines schrecklichen Puzzles.
Für Horror-Fans, die...
...Sekten, Apokalypse und Magie lieben.
Bewertung
5/5
01.07.2025
Buch (Taschenbuch)
The Hell Is Followed With Us
Dieses Buch war besonders spannend und einfühlsam. Man kann die Sichten der einzelnen Charaktere sehr gut nachvollziehen. Auch Themen wie Pronomen werden eindeutig erklärt und gut verständlich rübergebracht
LizzyCurse
5/5
24.06.2025
Buch (Taschenbuch)
Wilde, queere Apokalypse
Das Buch in wenigen Worten zusammengefasst? Die Suche nach Zusammenhalt und Familie in einer apokalyptischen Welt. Nach Freundschaft, nach freundlichen Worten und nach einem Zuhause, in dem man frei und wirklich sein kann. Andrew Joseph White hat mit diesem Buch einen zutiefst wütende, queere Geschichte geschrieben. Auf der Suche nach dem Monster in uns allen. Und die Geschichte hat mich gepackt!
In einer apokalyptischen Welt ist Benji auf der Flucht vor einer fanatischen Sekte, die ihn mit einem Virus infiziert hat, und nun in ihm die ultimative Waffe sieht. Zuflucht findet er bei einer queeren Gruppe Jugendlicher. Doch er wird unerbittlich gejagt - und das Virus verändert ihn immer mehr. Nick, der ihn aufgenommen hat, nimmt ihn auch unter seine Fittiche …
Hört sich eigentlich nach einer Kuschelapokalypse mit viel Foundfamily Vibes an, oder? Wer das denkt, liegt ein bisschen daneben.
Benjis Geschichte ist allem voran brutal und böse und wird begleitet von viel Blut, Gedärmen und Bodyhorror zur Genüge. Wer einen schwachen Magen hat, dem empfehle ich die Geschichte nur bedingt. Allen anderen? Macht euch auf eine wilde Fahrt gefasst!
Benji ist trans und flieht vor der fanatischen Sekte, zu der auch seine Familie gehört (hat). Er ist ein zerrissener, verletzter Charakter, der sich schon zu Beginn der Geschichte damit abfindet, dass der Virus mehr und mehr Besitz von ihm ergreift und er eher früher als später sterben wird. Das feuert natürlich seine widerstreitenden Gefühle mit Brennspiritus an. Er sehnt sich nach Halt und Akzeptanz, gleichzeitig will er Rache für all das, was mit ihm geschehen ist. An ihm geschehen viele Boddyhorror Aspekte - und da die Geschichte zum größten Teil aus seiner Perspektive erzählt wird, bekommt der Lesende auch viel davon mit. Schonungslos, aber für mich auch sehr nah am Geschehen.
Die Sekte, die ihn verfolgt, ist sehr fanatisch in ihrem Glauben. Immer wieder setzt sich der Autor mit dem Glauben auseinander, mit dem daraus resultierenden Regeln und Gesetzen und man spürt, dass die Feder mit berechtigter Wut geführt wurde. Wenn man die Geschichte losgelöst vom apokalyptischen Gedanken und dem Vurus betrachtet, liest man eine Geschichte über die Suche nach Akzeptanz und Zugehörigkeit.
Der FoundFamily Gedanke kommt hier auch nicht zu kurz. Die Gruppe, in die Benji aufgenommen wird, ist kunterbunt und hält zusammen wie Pech und Schwefel. Für mich hat diese zusammengewürfelte Familie das Buch abseits von Bodyhorror, Blut und Engeln so lesenswert gemacht.
Ich empfehle es allen, die keinen allzu schwachen Magen haben. Mich hat „Hell Followed with us“ ziemlich gut unterhalten!
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