Gerade kommt Diana Bishop nach Hause. Da sieht sie, dass ein paar Raben um ihre siebenjährigen Zwillinge Becca und Pip herumfliegen. Besorgt tiitt Diana zu den Kindern, bemüht sich nichts anmerken zu lassen. In der Post war auch eine Einladung nach Ravenswood, wo ihre Großmutter mütterlicherseits lebt. Die Großmutter, die Diana kaum kennengelernt hat, weil ihr Vater sie von ihrem Hexenerbe Fernhalten wollte. Auch die Kongregation verlangt nach Dianas Familie. Ihre Kinder sollen auf ihre magischen Fähigkeiten getestet werden. Diana will jedoch, dass ihre Kinder selbst über ihren Weg entscheiden. Mit Matthew bespricht Diana deshalb, dass sie zunächst zu ihrer eigene Großmutter fährt, um sich selbst weiterzuentwickeln.
Bereits zum fünften Mal kann man am Leben von Diana Bishop und ihrem Mann Matthew Clairmont teilhaben. Diesmal möchte und muss sich Diana den Kräften widmen, die ihr innewohnen und die ihre Eltern am liebsten völlig unterdrückt hätten, damit ihr Kind nicht in Gefahr gerät. Doch und will Diana die Einladung ihrer Großmutter annehmen, sich mit ihrer dunklen Magie zu versöhnen. Nicht immer muss die dunkle Magie etwas Schlechtes sein, sie kann auch als anderer Blickwinkel gesehen werden. Diana ist überrascht, was alles vor ihr verborgen war. Sie beschließt, den Sommer über in Ravenswood zu verbringen und ihre Familie zu sich zu holen.
So nebenbei ist Diana eine Hexe und Matthew ein Vampir. Dafür, dass das eigentlich garnicht gehen kann, sind sie ein relativ normales Paar, dessen Eigenschaften sich ergänzen. Die Kinder sind natürlich etwas ganz besonders. Kein Wunder, dass sich alle für sie interessieren. Doch diesmal geht es mehr um die Vergangenheit und die Familie, die für Diana bisher nahezu unbekannt war. Da gibt es spannende Momente und auch solche mit viel Wärme und Gefühl. Insgesamt erscheint dieser fünfte Band der Reihe eher ruhig. Möglicherweise warten in Folgebänden noch größere Turbulenzen. Hier jedoch findet Diana eine Verbindung zu ihrer dunklen Seite und ihre Familie erweitert sich um mehrere warmherzige Menschen. Auch wenn es hier von ein paar Ausnahmen abgesehen eher mäandert, so gibt einem dieser Roman doch ein gutes Gefühl.
Bewertung
3/5
05.10.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Fallstrick: Erwartungen
Ich bin großer Fan der ursprünglichen Trilogie und war überrascht, als Black Bird Oracle als Fortsetzung angekündigt wurde. Natürlich waren die Freude und (leider) auch die Erwartungen groß. Das wurde dem Lesevergnügen am Ende zum Verhängnis, da die Geschichte die Erwartungen leider nicht erfüllen konnte.
Die Erzählgeschwindigkeit ist insgesamt sehr langsam und fühlt sich manchmal zäh an. Natürlich ist es interessant, mehr über Dianas Familie zu erfahren und auch zu sehen, wie sich die Charaktere nach dem ursprünglichen Finale entwickelt haben. Insgesamt kann das Buch aber nicht mit der Trilogie mithalten und es fühlt sich mehr nach einer erzwungenen Fortsetzung an als einer guten Erweiterung. Es wird ein neuer und künftiger Konflikt aufgebaut, der einen aber nicht richtig abholt. Für den Umfang des Buches fühlt es sich beim Lesen irgendwie leer an.
maike.readz
3/5
01.12.2024
Buch (Taschenbuch)
Detaillreich und interessant. Leider hat mir die Spannung gefehlt.
>> Das Talent einer jeden Hexe für höhere Magie ist genauso einzigartig wie ein Fingerabdruck, aber immer auch Verweis auf ihre Herkunft. << - S. 497
Meine Meinung:
Das Cover, der Farbschnitt und der Klappentext haben mich sehr neugierig auf diese Geschichte gemacht und ich konnte es garnicht erwarten mich in diese Geschichte fallen zu lassen.
Der Schreibstil ist flüssig geschrieben und steckt voller Informationen und Details, die einem einen tieferen Einblick in die Geschichte geben. Allerdings hatte ich trotzdem immer wieder das Gefühl, dass sich die Geschichte sehr in die Länge zieht. Dadurch fiel es mir leider auch immer schwerer an der Geschichte dran zu bleiben. Es gab viele spannende Momente. Leider waren diese aber genauso schnell wieder vorbei, wie sie gekommen sind und es gab einen Haufen Dialoge, welche mir immer wieder die Hoffnung gegeben haben, dass es jetzt endlich so richtig los geht.
Da ich leider nicht die Vorgänger dieser Reihe kenne, fiel es mir recht schwer in die Geschichte zu kommen und mich mit den Charakteren anzufreunden. Über die Protagonistin Diana und ihre Familie konnte ich dabei am meisten erfahren. Ihre Familiengeschichte und die Thematik des Orakels fand ich sehr spannend und interessant. Es kommen eine Menge dunkle Geheimnisse ans Licht, die so einiges verändern können. Mit Matthew bin ich leider nicht so recht warm geworden und über ihn hat man in dieser Geschichte auch nicht so viel erfahren. Dafür hat mich der Hintergrund der Zwillinge aber sehr neugierig gemacht und ich glaube, dass da noch eine interessante Geschichte auf uns zukommt.
Fazit:
Insgesamt eine detailreiche Geschichte, die leider ein paar Längen hatte. Da ich die Vorgänger dieser Reihe nicht kenne, fiel es mir leider sehr schwer den Zugang zu der Geschichte und den Charakteren zu finden. Allerdings war alles rund um das Orakel spannend dargestellt und die Geschichte bietet Potential für weitere Geschichten.
3/5 ⭐️
Bewertung
aus Oberursel
2/5
27.02.2025
Buch (Taschenbuch)
das war noch nicht mals was für Fans
Ja. 672 Seiten in der Printversion, ich habe hier die eBook-Variante gelesen, und es handelt sich hier um den letzten Teil der „Discovery-of-Witches-Serie“ von Deborah Harkness. Oder auch um den vorletzten Teil, dazwischen ist ja noch „Times Convert“ geschoben worden, der sich aber wohl mehr um die Geschichte zwischen Vampir Marcus und seiner menschlichen Liebe Phoebe befasst. „The Black Bird Oracle“ dreht sich erneut um Matthew und Diana und hier nun auch neu im Focus, um deren 7jährige Zwillinge Becca und Pip.
Und ich weiß nun echt nicht, was ich zu diesem Buch sagen soll. Ich hab die ersten Bände der Serie echt geliebt – wider Erwarten, alldieweil Fantasy gar nicht so mein Ding ist normalerweise, aber wie gesagt, die Story war irgendwie immer echt cool. Das waren / sind alles Schmöker um die 700 Seiten dick, und es ist ständig Action. Bzw. es war immer ständig Action, Hexe Diana und Vampir Matthew haben die wildesten Abenteuer erlebt, ihre gesammelte Anverwandschaft und der Freundeskreis wurde immer involviert und vorgestellt – was bei der Kombi Hexe und Vampir zwangsweise immer spannend war – und, ich wiederhole mich, es ging immer rund.
Tja, und hier nun hatte ich schon auf den ersten Seiten den Eindruck musste unbedingt noch ein Spin-off geschrieben werden, die Erfolgswelle musste weitergeritten werden, obwohl die Geschichte eigentlich auserzählt war. Geendet hat der Vorgängerband damit, dass Matthew und Diana sich mit den Babies als glückliche Kleinfamilie in einer netten Universitätsstadt in den USA niedergelassen hat, und man endlich ein ruhiges normales Leben führen wollte. Starten tut jetzt dieses Buch 7 Jahre später mit dem Aufruf der Hexen – Dämonen-Vampir-Kongregation, die Zwillinge zwecks Prüfung ihrer magischen Fähigkeiten vorzustellen. Das Elternpaar findet das uncool und möchte dem nicht Folge leisten, und so kommt es Diana gerade recht, dass sie eine Einladung zu ihrer bislang unbekannten Verwandtschaft nach Ravenhurst bekommt. Das liegt in der Nähe von Salem, und die geschichts-und hexenkundigen Leser wissen es: das war der Ort, in dem im 17 Jahrhundert historisch verbürgt größere Hexenprozesse stattgefunden haben. Maßgeblich einen ganzen Schwung von Dianas Ahninnen hat es damals schwer getroffen. Und jetzt sind wir Leser über wirklich hunderte von Seiten dabei, uns durch Dianas Ahnentafel geleiten zu lassen, Diana dabei zu begleiten, wie sie Orakelkarten zu verstehen hat, wie sie langsam zu „höherer Magie“ geführt wird, und wie sie und ihre Family sich im modernen Ravenhurster Hexenzirkel einbringen. Aber wirklich passieren, hm, nein, wirklich passieren tut nix. Wir lernen alle möglichen Grannys von Diana kennen, der Großteil davon geistert nur noch durch die Gegend, weil: schon lange verstorben, und wir lernen wie gesagt en Detail die Bishop-Proctorsche Ahnentafel kennen.
Ich weiß nicht. Das war irgendwie nix.
Auch die Romantik und das Funkenschlagen zwischen Matthew und Diana: Null. Er hat hier sowieso nur eine Nebenrolle, er ist halt einfach anwesend und darf den Beschützer im Hintergrund mimen, und Diana selbst ist auch merkwürdig blass.
Der Schreibstil war gewohnt flüssig und gut lesbar, aber ich hatte hier – zumindest bei meiner epub – Pocketbook-Variante auch des öfteren merkwürdige Wortumbrüche, die ich eigentlich so nicht gewohnt bin, öfters mal ist der Anfangsbuchstabe eines Wortes noch in der oberen Zeile gewesen, und dann ging das Wort in der Zeile darunter weiter. Merkwürdig, das habe ich sonst nie. Schlamperei beim Buchsatz? Ich hab keine Ahnung, wollte es aber hier mal erwähnen, weil das halt einfach in mein generelles Bild passt: hier musste auf Teufel-komm-raus-noch ein Nachfolgeband kommen, um noch mal auf der Erfolgswelle mitzureiten.
Okay, sei es drum.
Das Buch hier ist keine Empfehlung, selbst als hartgesottener Fan hab ich das letzte Drittel nur noch quergelesen.
Leute, lest die ersten 3 Bände, genießt sie, und lasst es dann gut sein!
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