Produktbild: Pompeji oder Die fünf Reden des Jowna
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Pompeji oder Die fünf Reden des Jowna Roman | »Ein Buch wie ein Vulkan: kraftvoll und faszinierend.« (Martin Oehlen, Frankfurter Rundschau)

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Gut

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

13.06.2024

Verlag

dtv

Seitenzahl

368

Maße (L/B/H)

18,9/11,5/3,2 cm

Gewicht

284 g

Auflage

4. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710000322269

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Beschreibung

Rezension

Eine wunderbare Hauptfigur, eine ebenso abgründige wie komische Aufsteigergeschichte, ein eminent kluger Roman. ("ZDF, Das Literarische Quartett")
Der Sprachwitz und die immer neu gewendeten Ereignisse sind so furios, dass es großen Spaß macht, den Ereignissen zu folgen. (…) Ein großartiges Buch, in dem sich das Kluge und das Unterhaltsame aufs Schönste aneinander steigern. ("Mitteldeutsche Zeitung")
Eine stellenweise bitterböse Parabel auf die Entscheidungsunfähigkeit der Politik in der Gegenwart. Denn was der Ausbruch des Vesuvs für die Römer war, das könnte der Klimawandel für unsere Welt werden. ("Neue Zürcher Zeitung")
Die pompejanische Farce von eigensüchtigen Streitereien und kleinlichen Intrigen geht der Tragödie des Untergangs in der Vulkanasche voraus. Viel besser, als es Eugen Ruge hier getan hat, lässt sich von solch menschlichem Scheitern am Allzumenschlichen kaum erzählen. ("BR")
Der Roman lebt von der nuancierten Gesellschaftssatire und der psychologisch triftigen Figurenzeichnung. (…) Es ist eine aufgeregte, wechselvolle, zwischen Vergnügungssucht und Endzeitbewusstsein schwankende Zeit, die Eugen Ruges faszinierender Roman zum Spiegelkabinett macht. ("Deutschlandfunk Kultur")
Eugen Ruge hat einen großen Sinn für Humor. Der paart sich gern mit einer Kälte der Beobachtung. Hinreißend (...). ("Die Zeit")
Gegenwart pur. So lebendig war die Antike selten. Und nie so teuflisch amüsant. (...) Eugen Ruge ist bei Weitem nicht der Erste, der den Untergang Pompejis in einen Roman verwandelt. (...) Und trotzdem schafft er eine Spannung, die über alle Kapitel trägt. ("Sächsische Zeitung")
Und irgendwie kommt uns das alles bekannt vor: die Klimaleugner, die Geschäftemacher, die Vergnügungssüchtigen im Angesicht der Katastrophe. Eugen Ruges neuer Roman „Pompeji“ (...) zeichnet zugleich das überraschend gegenwärtige Bild einer zu Grunde gehenden Gesellschaft. (...) Eine herausragende Satire! ("SWR 2 Kaffee oder Tee")

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Zustand

Gut

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

13.06.2024

Verlag

dtv

Seitenzahl

368

Maße (L/B/H)

18,9/11,5/3,2 cm

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4. Auflage

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Deutsch

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  • Angela K

    aus Hamburg

    5/5

    29.01.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Klug und unterhaltsam

    Ein großartiges Buch. Es ist nicht nur sehr unterhaltsam, sondern auch lehrreich bezüglich Kommunikation und Manipulation. Theorien der Persuasion können hier an vielen Beispielen trefflich analysiert werden.

  • Galladan

    aus Niederrhein

    5/5

    14.06.2023

    Hörbuch-Download

    Intrigen auf dem Vulkan

    Pompeji oder Die fünf reden des Jowna von Eugen Ruge, gelesen von Ulrich Noethen, erschienen im ‎ Argon Verlag, als ungekürzte Hörbuchausgabe am 24. Mai 2023. Jownas Familie ist eingewandert nach Pompeji, aber die Metzgerei lief nicht und nach dem frühen Tod des Vaters, verbringt der Junge seine Zeit damit sich sportlich zu betätigen und mit seiner Bande Verbindungen zu Frauen her zu stellen. Dazu gehen sie zu einem Verein, der sich vordergründig als Vogelfreunde bezeichnet, bei dem es sich aber um die Neugründung eines Philosophenvereins handelt, da Philosophenvereine gerade verboten wurden. Dort erklärt ein Grieche, warum das kürzlich stattgefundene Erdbeben und noch einige weitere Vorzeichen, darauf hindeuten, dass sie Pompeji auf einem aktiven Vulkan befindet. Jowna hält die Erklärungen für richtig und beginnt eine Gruppe um sich zu scharen, die außerhalb von Pompeji eine neue Stadt gründen wollen, um der Gefahr zu entgehen. Das ruft die mächtige Livia Numistria auf den Plan, da mit der Gefahr auf einem Vulkan zu leben die Immobilienpreise fallen. Es ist nun kein Geheimnis wie die Geschichte endet, aber der Weg dahin ist einfach grandios von Eugen Ruge erfunden. Ja, es gibt geschichtlich verbürgte Personen, aber die Namensgebende Person, Jowna, ist frei erfunden und doch so real, es könnte sein, dass wir ihn aus dem 21. Jahrhundert ganz an den Beginn der Zeitrechnung verschoben haben. Die Geschichte wertet nicht, lässt uns aber daran teilhaben, wie sich so manche Geschichte entwickelt. Da gibt es Fakten, die sehr deutlich darauf hinweisen, dass es einen aktiven Vulkan gibt, der droht auszubrechen. Das interessiert die Bürger und Politiker nicht. Jeder versucht noch möglichst viel Geld aus der Sache zu ziehen, von Mietwucher über den Erwerb öffentlicher Betriebe, die dann durch Zuschüsse derer denen sie gehört haben, renoviert werden sollen, Es gibt seltsame Sekten, man fühlt sich manchmal etwas an Monty Python erinnert, und die Menschen ignorieren die Vorzeichen, nehmen sie anders wahr, oder im Fall Jowna, vollführen so schnelle Sinneswandlungen, dass einem fast schwindelig wird. Für den Leser ist es natürlich einfach zu wissen, was richtig und was falsch ist. Immerhin sitzen wir an dem Teil, der weiß, wie die Sache ausgegangen ist. Man kann sicher annehmen, dass der Autor uns genau darauf stoßen will, ohne Partei ergreifen zu müssen oder jemandem auf die Füße zu treten. Ulrich Noethen hat einen sehr guten Job gemacht und sein Herzblut in die vielen Charaktere laufen lassen. Klare Kaufempfehlung

  • Bewertung

    5/5

    07.06.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ruge hat in seinem Roman den römischen...

    Ruge hat in seinem Roman den römischen Zeitgeist grandios eingefangen. Die Wandlung eines Außenseiters zu einem anerkannten Redner war faszinierend zu beobachten und hat mir persönlich sehr gut gefallen.

  • Sursulapitschi

    5/5

    31.05.2023

    Hörbuch-Download

    Ein erlesener Spaß

    Wie mag das Leben in Pompeji wohl gewesen sein, bevor die Stadt mit Mann und Maus verschüttet wurde? Hat niemand etwas bemerkt? Hätte man rechtzeitig fliehen können? Wäre die große Katastrophe vermeidbar gewesen? Das weiß man alles nicht, aber Eugen Ruge bietet uns hier eine anschauliche Interpretation an. Wir lernen eine Stadt kennen, die sich durch römische Dekadenz auszeichnet, sich aber nicht als römisch versteht. Eigentlich sind sie Samniten, die Bürger der Stadt, jedenfalls einige, und stehen den Neuerungen der Römer kritisch gegenüber, Besserwisser mit neumodischem Schnickschnack allesamt. Hier gibt es unterschiedlichste Interessengemeinschaften, politisch-weltanschaulich-sonstwie, Querdenker aller Art finden dort ein Publikum und Anhänger. Da wächst Josse auf, ein gewitzter Metzgersohn und Lebenskünstler, der es schafft durch Charme, Eloquenz und Opportunismus in höchste Kreise aufzusteigen und aus dem harmlosen Vogelschutzverein eine politisch ernstzunehmende Größe zu schaffen. Die Warnungen der Vulkanisten werden verlacht, aber auch gefürchtet. Was, wenn da etwas dran ist? Natürlich befinden wir uns im Jahr 830 nach Gründung der ewigen Stadt, 15 Jahre nach dem großen Beben, trotzdem springen einen überall kleine fiese Parallelen zur Gegenwart an, die zeigen was passiert, wenn man Warnungen nicht hört, weil es unbequem ist oder wirtschaftliche Nachteile bringt. Und woher soll man wissen, wem man Gehör schenken soll? Pythagogäer essen keine Bohnen, weil Pythagoras seinen Jüngern verboten hat, Bohnen zu essen. Sollte man vorsichtshalber Bohnen meiden oder lieber die Stadt verlassen? Eugen Ruge macht gekonnt eine lang vergessene Zeit lebendig und stellt die unterschiedlichsten Figuren vor, zeichnet sie mit Licht und Schatten und herrlicher Ironie. Dieses Buch ist ein erlesener Spaß, sehr fein gemein. Das Hörbuch wird von Ulrich Noethen ganz wunderbar gelesen. Er trifft genau diesen süffisanten Erzählton des Textes. Es dauert 9 Stunden und 11 Minuten.

  • Bewertung

    5/5

    27.05.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Aufsteigergeschichte vor historischem Hintergrund

    Eine Geschichte, die im Jahr 79 n. Chr. am Fuß des Vesuvs spielt, in der die Explosion des Vulkans selbst aber bis ganz zum Schluss nur durch Vorzeichen im Hintergrund droht. Entlang von fünf Reden lässt Eugen Ruge so einen unbekannten Zeitzeugen die rasche und wendungsreiche Aufsteigergeschichte eines jungen Außenseiters erzählen. Dieser Außenseiter, von allen nur Josse genannt, laviert sich mit List und demagogischem Geschick vom kleinen Anführer einer Jugendbande zum Vorsitzenden eines Vulkanvereins und weiter zum führenden Mitglied der städtischen Gesellschaft. Als Leser sollte man auf diesem Weg keine spektakuläre Schilderung der sich anbahnenden Katastrophe erwarten, Ruge interessiert sich vielmehr für das Leben vor und mit der drohenden Gefahr, wie sie wahrgenommen, ignoriert und instrumentalisiert wird. Die Handlung schließt dabei verschiedene gesellschaftliche Spannungsfelder ein, die teils erstaunlich aktuell erscheinen: Einheimische gegen fremde Besatzer, Aussteiger gegen profitgierige Immobilienspekulanten, philosophischer Idealismus versus politischen Opportunismus und frühe Wissenschaft versus Mythenglaube. Aufgrund der breiten Gesellschaftskritik und seiner vielfältigen Interpretationsmöglichkeiten, ist „Pompeji“ sicher kein klassischer historischer Roman. Teils basieren die Protagonisten auf realen historischen Vorbildern (wie der verschlafene Wissenskoloss Plinius), andere wie Josse und seine Kommune entspringen der Fantasie des Autors. Für mich als geschichtsinteressierten Leser malt Ruge damit atmosphärisch und mit beiläufigem Humor das Gemälde einer antiken Gesellschaft in der Provinz des römischen Weltreichs und füllt die Hülle des historischen Schauplatzes so mit Leben.

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