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Darwyne Thriller | Ein Kind wie kein anderes – es würde alles tun, um von seiner Mutter geliebt zu werden

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Gut

Einband

Taschenbuch

Book Tropes

Missing Person + weitere

Erscheinungsdatum

17.06.2024

Herausgeber

Thomas Wörtche

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

302

Maße (L/B/H)

20,9/12,9/2,5 cm

Gewicht

320 g

Übersetzt von

Anne Thomas

Sprache

Deutsch

EAN

2710000312604

Beschreibung

Rezension

»Colin Niel ist einer der herausragenden Autoren im Moment in Europa.« ("WDR5")
» Darwyne ist ein Wunder!« ("Libération")
»Ein Roman, der an die Grenzen des Fantastischen gleitet, verstörend und berauschend.« ("France Inter")
»Als kompromissloser Roman über familiäre Gewalt ist Darwyne auch das großartige Porträt eines wilden Kindes.« ("Sud Ouest")
»Eine ganz seltene Perle der Krimikunst.« ("Heilbronner Stimme")
»Colin Niel hat das Genre des Ökothrillers auf eine neue Stufe gestellt: In Darwyne greift die Natur, sonst Kulisse, aktiv in das Geschehen ein.« ("Buchkultur")
»Atemberaubend, furios, wundersam!« ("kultbote.de")

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Zustand

Gut

Einband

Taschenbuch

Book Tropes

  • Missing Person
  • Strong FMC
  • Unreliable Narrator

Erscheinungsdatum

17.06.2024

Herausgeber

Thomas Wörtche

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

302

Maße (L/B/H)

20,9/12,9/2,5 cm

Gewicht

320 g

Übersetzt von

Anne Thomas

Sprache

Deutsch

EAN

2710000312604

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  • Bewertung

    5/5

    21.11.2024

    eBook (ePUB)

    Spannend, sozialkritisch und auch etwas düster

    Mich hat das Buch in eine andere Welt entführt: einerseits in die Slums und die Herausforderungen, mit denen sowohl die Bewohner, als auch die Sozialarbeiterinnen dort zu kämpfen haben - und andrerseits in die Wunderwelt des Amazonas. Von einigen als düster und unheimlich gefürchtet und von Darwyne und der Sozialarbeiterin als eine Art Heimat empfunden. Ich fand vor allem die Schilderungen der vielfältigen Natur und der Lebewesen im Dschungel faszinierend und auch sehr stimmungsvoll - macht auch wieder einmal bewusst, welchen Reichtum wir da gerade zerstören. Die Figur des Darwyne ist eine zwiespältige, da er wohl auch ein dunkle Seite hat. Aber meine Sympathien waren während des Lesens immer bei ihm.

  • carola1475

    5/5

    10.09.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Subtil spannend, atmosphärisch und erschütternd

    Der zehnjährige Darwyne lebt mit seiner Mutter Yolanda und dem inzwischen achten Stiefvater im Slum Bois Sec einer Stadt in Französisch-Guayana direkt am Amazonas-Regenwald. Der Junge ist ein Außenseiter, leicht gehbehindert und er liebt seine Mutter abgöttisch. Yolanda ist schön und klug, die Beziehung zu ihrem Sohn ist jedoch geprägt von Beschimpfungen und fragwürdigen Erziehungsmethoden. Alarmiert durch einen anonymen Hinweis nimmt die Sozialarbeiterin Mathurine Kontakt zu Darwyne und seiner Mutter auf. Genau wie Darwyne liebt Mathurine den Dschungel und bei einem gemeinsamen Ausflug in den Wald erkennt die Pädagogin, wie besonders der Junge ist, er ist im Dschungel zu Hause und wird dort zu einem ganz Anderen. Colin Niel ist Evolutionsbiologe und Ökologe, hat in Französisch-Guayana gelebt und weiß den Regenwald bildhaft und eindrücklich mit Flora, Fauna und Geräuschen ganz faszinierend zu beschreiben, auch das Leben im Slum schildert er glaubhaft. Die Charaktere sind authentisch und wecken Emotionen verschiedenster Art. Der Schreibstil ist angenehm zu lesen, bleibt bei der Handlung eher distanziert und fesselt, wenn es um den Regenwald geht. Erzählt wird aus den Perspektiven Darwynes, Mathurines und des Stiefvaters und eine subtile Spannung verdichtet sich zu einer erschütternden Schlussphase der Geschichte. Niel schreibt sozialkritisch, was das aussichtslose Leben der migrantischen Slumbewohner angeht, macht auch den achtlosen umweltzerstörerischen Raubbau an der Natur und die Entfremdung der Menschen von der Natur zum Thema und selbst Mathurines unbedingter Kinderwunsch passt in die Geschichte. Das düstere Cover des Buchs mit den mächtigen, auch fühlbaren Wurzeln eines Regenwaldbaums ist passend gewählt. 'Darwyne' hat mich beeindruckt und mir sehr gut gefallen.

  • carola1475

    5/5

    10.09.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Subtil spannend, atmosphärisch…

    Subtil spannend, atmosphärisch und erschütternd Der zehnjährige Darwyne lebt mit seiner Mutter Yolanda und dem inzwischen achten Stiefvater im Slum Bois Sec einer Stadt in Französisch-Guayana direkt am Amazonas-Regenwald. Der Junge ist ein Außenseiter, leicht gehbehindert und er liebt seine Mutter abgöttisch. Yolanda ist schön und klug, die Beziehung zu ihrem Sohn ist jedoch geprägt von Beschimpfungen und fragwürdigen Erziehungsmethoden. Alarmiert durch einen anonymen Hinweis nimmt die Sozialarbeiterin Mathurine Kontakt zu Darwyne und seiner Mutter auf. Genau wie Darwyne liebt Mathurine den Dschungel und bei einem gemeinsamen Ausflug in den Wald erkennt die Pädagogin, wie besonders der Junge ist, er ist im Dschungel zu Hause und wird dort zu einem ganz Anderen. Colin Niel ist Evolutionsbiologe und Ökologe, hat in Französisch-Guayana gelebt und weiß den Regenwald bildhaft und eindrücklich mit Flora, Fauna und Geräuschen ganz faszinierend zu beschreiben, auch das Leben im Slum schildert er glaubhaft. Die Charaktere sind authentisch und wecken Emotionen verschiedenster Art. Der Schreibstil ist angenehm zu lesen, bleibt bei der Handlung eher distanziert und fesselt, wenn es um den Regenwald geht. Erzählt wird aus den Perspektiven Darwynes, Mathurines und des Stiefvaters und eine subtile Spannung verdichtet sich zu einer erschütternden Schlussphase der Geschichte. Niel schreibt sozialkritisch, was das aussichtslose Leben der migrantischen Slumbewohner angeht, macht auch den achtlosen umweltzerstörerischen Raubbau an der Natur und die Entfremdung der Menschen von der Natur zum Thema und selbst Mathurines unbedingter Kinderwunsch passt in die Geschichte. Das düstere Cover des Buchs mit den mächtigen, auch fühlbaren Wurzeln eines Regenwaldbaums ist passend gewählt. 'Darwyne' hat mich beeindruckt und mir sehr gut gefallen.

  • meany

    aus Seligenstadt

    5/5

    29.08.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Am Fuße des Himmels Darwyne…

    Am Fuße des Himmels Darwyne ist in vielerlei Hinsicht beeinträchtigt: mit verkrüppelten Füßen und einem wenig ansprechenden Äußeren geboren in einem Slum an Rande des Dschungels bleibt er trotz der Bemühungen seiner durchaus tüchtigen und attraktiven Mutter ein Außenseiter der Gesellschaft. Trost findet er nur in der überbordenden Natur, mit der er regelrecht verschmilzt. Bei seiner Mutter, die ihr Leben scheinbar im Griff hat, trügt jedoch der äußere Schein, denn zuhause setzt sie ihren zehnjährigen Sohn seelischen Misshandlungen aus. Zusätzlich stellen ihre wechselnden Liebhaber ein Problem dar. Sehr nahe ging mir die parallele Geschichte der Sozialarbeiterin Mathurine, die Darwynes Leidenschaft für den Urwald teilt und dieses Kind nicht nur schätzt, sondern sogar fasziniert ist von dessen beinahe transzendentalen Fähigkeiten. Dass sie sich der unnatürlichen Technik der In-Vitro-Fertilisation bedient zur Erfüllung ihres drängenden Kinderwunschs, ergibt einen bemerkenswerten Kontrast. Die Bezeichnung Thriller finde ich irreführend, auch wenn sich die destruktiven Entwicklungen zum Ende hin sehr beschleunigen, wodurch Spannung entsteht, die aber weitab von den üblichen kriminellen Geschehnissen gelagert ist. Ein treffendes Genre fällt mir stattdessen gar nicht ein, aber das Buch hat mich im Innersten erschüttert.

  • Lisa

    5/5

    18.08.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Subtile Spannung, ein Hauch von Mystik und ein einzigartig bildhaftes Setting

    Auch wenn "Darwyne" sich inhaltlich, wie auch erzählerisch, deutlich von anderen Thrillern abhebt gibt es von mir doch eine große Empfehlung für alle Spannungsfans. Autor Colin Niel entführt uns dabei in eine ganz andere Welt und lässt Französisch-Guayana und insbesondere den Amazonas Regenwald vor unseren Augen lebendig werden. Die vorherrschenden Themen wie Armut, Missbrauch und Gewalt sind hingegen universell. Besonders gut konnte ich mich vorallem in die Sozialarbeiterin Mathurine hineinversetzen. Darwyne bleibt im Gegensatz dazu weniger nahbar und bis zuletzt umwehte ihn ein Hauch Mystik. Dennoch empfand ich die Kapitel aus seiner Kindersicht als unglaublich wichtig. Das Buch fesselte mich ab der ersten Seite und gerade die besondere Atmosphäre sorgt für ein besonderes Leseerlebnis. Auch der Schreibstil spricht für den Thriller, welcher sich wunderbar flüssig und authentisch las. Wechselnde Perspektiven offenbaren dabei, nach und nach ein Grauen, welches sich für mich schon früh andeutete. Auch deshalb kam das Ende für mich zwar wenig überraschend, überaus stimmig ist es aber natürlich trotzdem.

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