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Seit er sein Leben mit einem Tier teilt Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Sehr gut

Verkaufsrang

83745

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

11.01.2024

Verlag

dtv

Seitenzahl

384

Maße (L/B/H)

19,2/12,4/3,6 cm

Gewicht

429 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710000297895

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Warnhinweis nicht erforderlich

Beschreibung

Rezension

Ich bin von diesem Roman hellauf begeistert. Er erinnert mich an etwas gut Destilliertes, das lange im Eichenfass gereift ist. ("ZDF, Das Literarische Quartett")
In diesem Roman geht nichts schief. Der 75-jährige Bodo Kirchhoff hat mit „Seit er sein Leben mit einem Tier teilt“ ein ganz und gar junges Alterswerk geschaffen, das man nur bewundern kann. (…) Ein meisterhaftes und spannungsreiches Kammerspiel. ("Die Zeit")
Ein Meisterwerk. ("Stuttgarter Zeitung")
Ein großer Roman von Bodo Kirchhoff über die Liebe, das Leben und das Alter. ("Rheinische Post")
Bodo Kirchhoffs neuer Roman ist gut fürs Herz und für den Kopf. Ein mitreißendes Stück Literatur ("WDR 5, Scala")
Bodo Kirchhoff hat einen wunderbaren Roman geschrieben. (…) Am Rande ein Buch über die Liebe zu einem Tier, im Zentrum aber eines über das Verrinnen der Zeit und die Dämonen der Vergangenheit, die einen einholen, auch wenn man sich noch so gut in einem kleinen italienischen Dorf versteckt. ("Aachener Nachrichten")
Ein klug komponiertes Alterswerk, dessen Falltüren gut verborgen sind und sich doch zuverlässig öffnen. ("SWR 2 Lesenswert")
Was bei anderen schnell peinlich klingt oder hölzern, wird bei Bodo Kirchhoff bravourös zu Geschichten. ("NDR kultur")
Kirchhoffs Geschichtengespinst ist vielschichtig, verlockend und sehr lebendig. ("Frankfurter Rundschau")
Dieser hypnotischen Erzählerstimme würde man überall hin folgen. ("Kölnische Rundschau")

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Zustand

Sehr gut

Verkaufsrang

83745

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

11.01.2024

Verlag

dtv

Seitenzahl

384

Maße (L/B/H)

19,2/12,4/3,6 cm

Gewicht

429 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710000297895

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  • Hamaru

    aus Nürtingen

    5/5

    25.01.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein bittersüßer Roman für…

    Ein bittersüßer Roman für alte weiße Männer, nicht immer leicht zu lesen, da in Kirchhoffs Kettensätzen Rede und Gegenrede, Gesagtes und Gedachtes oft ineinander gehen. Aber man liest sie gern ein zweites Mal, erfreut sich an den genauen Landschafts- und Tierbeschreibungen, dem letzten Liebesaufflackern des im doppelten Sinne Herzkranken und sieht den alten Clint Eastwood in der Verfilmung dieses Romans. Obwohl: Eine Nebenrolle als Nazi, auf die die Hauptfigur in Hollywood reduziert war, hätte er wohl nie übernommen. Vielleicht doch eher Armin Müller-Stahl mit seinen gleichlautenden blauen Augen? Dass am Ende auch noch die Tochter, von deren Existenz er nichts wusste, aus Amerika anruft und ihm zum Geburtstag gratuliert.... Geschenkt!

  • Jessy1968

    aus Penzberg

    5/5

    06.08.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ist es besser als Tier zu…

    Ist es besser als Tier zu leben? Bodo Kirchhoff: Seit er sein Leben mit einem Tier teilt. DTV Verlag, 384 Seiten. Louis Arthur Schongauer hat „ein deutsches Gesicht“. Genau richtig, um in Hollywood als böser Nazi eingesetzt zu werden. In Nebenrollen. So lebt er, bis er seine Frau kennenlernt und sein Leben nach ihr richtet, der bekannten Tierfotografin Magda. Es ist kurz vor seinem 75. Geburtstag. Magda lebt nicht mehr, L.A. hat sich in sein Haus im Olivenhain oberhalb des Gardasees zurückgezogen. Der einzige Begleiter des selbstgewählten Eremiten ist eine Hündin und er bewundert das Tier ob seiner unbedarften Hingabe an den Moment. Vor allem, als erst eine, dann eine zweite Frau seine Weltflucht stört. Ein feines, anspruchsvolles Kammerstück hat Bodo Kirchhoff da geschrieben. Einiges passiert in diesen schwülen, eigentlich eher lähmenden Tagen des Ferragosto. Erinnerungen tauchen auf, Sehnsüchte, Liebe, Erotik, Schmerz, Tod. Gedanken über Erfolg und Scheitern, Zufall und Schuld. Das ganze Leben eben. Dafür steht auch der See, mal spiegelnd glatt, mal tobend, alles verschlingend. Kirchhoffs Sprache fasziniert, seine Beschreibungen der Natur, der Stimmung oder eben die Reflexionen über das Tier. Ich habe das Buch sehr gerne gelesen, bis zum unerwarteten Schluss. (kf)

  • Jessy1968

    aus Antdorf

    5/5

    06.08.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ist es besser als Tier zu leben?

    Louis Arthur Schongauer hat „ein deutsches Gesicht“. Genau richtig, um in Hollywood als böser Nazi eingesetzt zu werden. In Nebenrollen. So lebt er, bis er seine Frau kennenlernt und sein Leben nach ihr richtet, der bekannten Tierfotografin Magda. Es ist kurz vor seinem 75. Geburtstag. Magda lebt nicht mehr, L.A. hat sich in sein Haus im Olivenhain oberhalb des Gardasees zurückgezogen. Der einzige Begleiter des selbstgewählten Eremiten ist eine Hündin und er bewundert das Tier ob seiner unbedarften Hingabe an den Moment. Vor allem, als erst eine, dann eine zweite Frau seine Weltflucht stört. Ein feines, anspruchsvolles Kammerstück hat Bodo Kirchhoff da geschrieben. Einiges passiert in diesen schwülen, eigentlich eher lähmenden Tagen des Ferragosto. Erinnerungen tauchen auf, Sehnsüchte, Liebe, Erotik, Schmerz, Tod. Gedanken über Erfolg und Scheitern, Zufall und Schuld. Das ganze Leben eben. Dafür steht auch der See, mal spiegelnd glatt, mal tobend, alles verschlingend. Kirchhoffs Sprache fasziniert, seine Beschreibungen der Natur, der Stimmung oder eben die Reflexionen über das Tier. Ich habe das Buch sehr gerne gelesen, bis zum unerwarteten Schluss. (kf)

  • vielleser18

    aus Hessen

    5/5

    28.02.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Rückblick und Ausblick

    L.A.Schongauer, verwitwet, ehemaliger Nebenrollenschauspieler in Hollywood, lebt zurückgezogen mit seiner Hündin Asha am Berg oberhalb von Torri del Benaco am Gardasee, als durch einen Zufall gleich zwei Frauen fast gleichzeitig bei ihm in seinem abseits gelegenen Haus auftauchen. Die eine angekündigt, um mit ihm über sein Leben zu sprechen für einen Artikel, den sie schreiben möchte, die andere, weil sie durch einen Motorschaden bei ihm gestrandet ist. Die eine könnte vom Alter seine Tochter sein, die andere seine Enkelin. Um beide hat er nicht gebeten, im Gegenteil, hat er sich doch mit seiner Einsamkeit angefreundet und muss nun nicht nur seine Türe öffnen, sondern auch seine Gedanken, seine Gefühle und sein Herz. Und gerade letzteres macht ihm gerade mal wieder mächtig Probleme. Bodo Kirchhoff schildert in einem eindrucksvoll geschriebenen Roman, wie sich die Protagonisten annähern, sich auf ihre ganz spezielle Art öffnen, dabei geht es um Liebe und Verlust, Trauer, Schuld und Abhängigkeiten. Es geht um Vergangenheit und Zukunft. Dabei vewebt der Autor die zwischenmenschlichen Spannungen gekonnt mit den Wetterumständen, der flirrenden Hitze, dem mächtigen Unwetter und der Zeit danach. Es ist ein Roman der leisen Töne mit ungemeiner Tiefe und Ausdruckskraft. Scheinbar endlosen Sätzen. Wörtliche Rede ohne Anführungszeichen. Das fordert, aber es passt auch zu diesen paar Tagen, die aus Sicht von Schongauer geschildert werden. Der Roman lebt nicht von der Spannung im Geschehen, sondern von den Spannungen zwischen den Protagonisten. Man kann sich die beschriebene Gegend, aber auch die Figuren so gut vorstellen. Gerade letztere besitzen eine ungemeine Tiefe und man sinnt auch noch nach dem Lesen eine Weile darüber nach, wie es weiter mit ihnen gehen könnte. Dafür hat der Autor alle Grundlagen geschaffen, der Rest ist Phantasie. Mein erster "Kirchhoff", aber nicht mein letzter!

  • Bewertung

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    15.02.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Was bleibt noch?

    Vier Tage vor dem Höhepunkt des Sommers, dort, wo sich Louis Arthur Schongauer, einst düsterer Deutscher in Hollywood-Filmen, nach dem Tod seiner Frau zurückgezogen hat. Jetzt will er nur noch mit seiner Hündin leben, inmitten alter Oliven oberhalb des Gardasees. Doch dann strandet eine Reisebloggerin beim Wenden in seiner Zufahrt, und am nächsten Tag erwartet er eine Autorin, die ihn mit einem Porträt aus der Vergessenheit holen will: zwei Frauen mit Gespür für die Wunden in seinem Leben. Umso wichtiger wird ihm nun sein Tier, für das es nur ein Hier und Jetzt gibt … In Bodo Kirchhoffs neuem Roman geht es um die Sehnsucht nach dem Menschen, der uns erkennt, und die Abgründe, die sich auftun, wenn wir dieser Sehnsucht folgen. (Verlagsbeschreibung)   “Seit er sein Leben mit einem Tier teilt, denk Schongauer in schlaflosen Nächten sogar manchmal daran, dass er gern als dieses Tier auf die Welt gekommen wäre, nur mit dem Gedächtnis für Gut und Ungut, Freund oder Feind, und ohne Wissen um die Zeit.” (S. 10)   Besagtes Tier ist ein Hund, genauer gesagt eine Hündin, die L. A. Schongauer seinerzeit mit seiner mittlerweile vestorbenen Frau aus einem Haufen Asche gezogen hat und das seither aus seinem Leben nicht mehr wegzudenken ist. Schongauer hat sich mit seinen fast 75 Jahren an den Gardasee zurückgezogen, wo er allein mit seiner Hündin lebt und kaum noch Kontakte pflegt. Doch er hat einer Autorin gestattet, ihn für einige Tage aufzusuchen, da sie ein Portrait über ihn schreiben will. Und unerwartet strandet ein Wohnmobil auf seinem Grundstück, defekt nach einem missglückten Wendemanöver. Schongauer gestattet der jungen Frau, einer Reisebloggerin, bis zur Reparatur ihres Gefährts auf dem Grundstück zu verbleiben. Das beschauliche Leben, in dem Schongauer sich in seinem Alterssitz eingerichtet hat, gerät nun zunehmend in Aufruhr. Die Fragen der Autorin bringen Dinge, die er lieber hatte vergessen wollen, wieder an die Oberfläche, sorgen für Unruhe und Abwehr. Seine Vergangenheit als Schauspieler in Hollywood - stets die Rollen des verkniffenen bösen deutschen Nazis -, die Frauen in seinem Leben, Unglücksfälle und das Bild, das er von sich selbst hat, all dies hinterfragt die Autorin. Obschon Schongauer oft nur knappe Antworten gibt, beschäftigen ihn die Fragen. Und die Frau, die sie stellt. Gibt es in seinem Alter noch einen Platz für Sehnsüchte?   “…und fragt, ob es in seinem Leben eine Frau gegeben habe, eine Familie, ein Kind, ein Zuhause (…) Mehr als nur eine Frau, sagt er. Aber keine Familie. Ich bin kein Inhaber von Verwandtschaftsgraden, abgesehen von toten Eltern. Schlimm?” (S. 36)   Einen leisen Roman präsentiert Bodo Kirchhoff hier, sprachlich und atmosphärisch sehr dicht. Träge fließen die Tage in der sommerlichen Hitze dahin, ebenso wie die Erzählung, doch so wie die Hitze sich zunehmend aufstaut bis hin zu einem großen Unwetter, so sehr brodelt es auch unter der Oberfläche in einer eigentümlich aufgeladenen Stimmung - ein Schwebezustand voller Andeutungen und halbgarer Wünsche, mehr Wehmut als Begehren. Das Schriftbild spiegelt das ineinander Fließende: alles geht ineinander über, es gibt kaum einmal Absätze, dafür komplexe und anspruchsvolle Satzkonstrukte ohne Kennzeichnung der wörtlichen Rede. Ein sehr konzentriertes Lesen ist da erforderlich. Ein Eintauchen in die Vergangenheit, das Sichstellen seiner Dämonen, der Trost des Tieres, das bedingungslos liebt, aufflackernde Sehnsüchte, die vielleicht nur Erinnerungen an längst vergessene Begegnungen sind, ein altersschwaches Herz, das die Endlichkeit begreiflich macht - viele angerissene Themen, zahlreiche Rückblenden und ein Blick auf das, was noch bleibt.   “Zwei Möwen fliegen ihre Schleifen über dem Nachbargrund, auf dem bis vor kurzem für ein dort grasendes Pferd altes Brot über den Zaun geworfen wurde, auch von ihm. Inzwischen ist das Pferd geschlachtet, und sein Fleisch liegt in der Metzgerei des Orts als Schinken und dunkle Filets, aber die Möwen glauben immer noch an das Brot, wie er daran glaubt, vom Leben noch etwas abzubekommen, obwohl es eigentlich hinter ihm liegt.” (S. 101)   Melancholisch aber nicht kitschig kommt dieses Alterswerk mit autobiografischen Anklängen über die Liebe, das Leben und das Alter daher, nimmt einen mit in seinem trägen Fluss. Gefühle klingen leise an, Landschaftsbilder werden gemalt, am Ende wartet eine kleine Überraschung. In jüngeren Jahren hätte mich das Buch vermutlich nicht so sehr angesprochen, doch da sich Kirchhoff eher an eine etwas reifere Leserschaft wendet, hat mich der Roman sehr angesprochen. Ich wünsche ihm eine wohlgesonnene Leserschaft…   © Parden

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