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Ciao Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

08.07.2021

Verlag

Kiepenheuer & Witsch

Seitenzahl

272

Maße (L/B/H)

20,5/12,6/3,2 cm

Gewicht

392 g

Auflage

3. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710000192848

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Beschreibung

Rezension

»Der nächste Abgesang auf den alten Weißen Mann. Der ist in diesem ebenso amüsanten wie blitzgescheiten Roman ein einst gefeierter Journalist, der auf eine junge feministische Bloggerin trifft und auf eine Zeit, die er nicht versteht. Das endet in einer Katastrophe mit Ansage.« ("musikexpress")
»›Ciao‹ ist gut gemachte Unterhaltungsliteratur, halb Poproman, halb bissige Mediensatire, dargeboten in einer flott geschriebenen Erzählprosa, die sich fluffig wegliest [...]. Der Ton des Romans ist leicht und heiter. Genau das, was einer Diskussion guttut, die oft genug von sturer Besserwisserei und betonhartem Dogmatismus getragen ist.« ("ORF")
»In ihrem scharfsinnigen Gesellschaftsroman warnt die Autorin nicht nur vor der lähmenden Ausschließlichkeit von Schwarz-Weiß-Denken. Sie fordert statt dessen Platz für Zwischentöne, für Großzügigkeit, Humor und Geduld.« ("Sächsische Zeitung")
»Ein wirklich sehr zu empfehlender Roman, der beste Unterhaltung bietet.« ("Bibliotheksnachrichten")
»›Ciao‹ ist ein humoristischer Annäherungsversuch zwischen Boomern wie Protagonist Hans und der sogenannten ›Generation Greta‹. Nie habe ich, als Teil der Gen Z, mehr Verständnis für den in Ungnade gefallenen alten, weißen Mann aufbringen können, als nach der letzten Seite.« ("Jolie")
»Johanna Adorján schreibt federleicht über eine Zeit des tiefen gesellschaftlichen Wandels. Als Journalistin kennt sie den Generationen-Clash in Redaktionen genau und gießt ihre Beobachtungen in 265 Buchseiten. Eine Lektüre, die Spaß macht und mich beim letzten Zuklappen leise ›Ciao‹ seufzen ließ.« ("Jolie")
»Die Story unterhält nicht nur aufs Herrlichste, Amüsanteste, sondern zwischen zwei Buchdeckeln findet auch alle großen, wichtigen Themen unserer Zeit [...] ihren Platz. Das macht das Vergnügen gleich doppelt und dreifach so groß. Von diesem kann man nicht anders, als einfach nur begeistert zu sein über alle Maßen. Solch eine Lektüre gehört in den Bestsellerlisten nach ganz weit oben. Unbedingt!« ("literaturmarkt.info")
»Adorján ist eine sehr gute Beobachterin und beschreibt die triste, aber auch aufregende Realität mit eleganter Sprache.« ("Stuttgarter Zeitung")
»Lesen Sie unbedingt dieses Buch!« ("taz FUTURZWEI")
»Großartig, weil Johanna Adorjan ein unglaubliches Gespür für die Feinheiten der Sprache hat. Es gelingt ihr, das Absurde, das Aneinandervorbeireden der Generationen, jene aberwitzigen Diskussionen darüber, was man noch sagen darf und was schon auf dem Index steht, mit sanfter Leichtigkeit zu beschreiben. Amüsant und ohne Anstrengung.« ("WDR 5 Bücher")

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Zustand

Gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

08.07.2021

Verlag

Kiepenheuer & Witsch

Seitenzahl

272

Maße (L/B/H)

20,5/12,6/3,2 cm

Gewicht

392 g

Auflage

3. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710000192848

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  • Galladan

    aus Niederrhein

    5/5

    24.08.2021

    eBook (ePUB 3)

    Jetzt wüsste ich gerne wer für die Figuren Pate gestanden hat

    Ciao von Johanna Adorján, erschienen im Kiepenheuer&Witsch Verlag am 8. Juli 2021. Hans Benedek, ein alternder Feuilletonist, ist auf dem absteigenden Ast bei seiner Zeitung. Er selbst bekommt davon leider nichts mit und versucht noch immer das zu leben, was wir heute „alter weißer Mann“ Leben nennen. Er geht, wo er nur kann, fremd, versucht seine Mahlzeiten als Geschäftsessen abzurechnen und bemerkt nicht mal, dass die Feministin Xandia Lochner es auf ihn abgesehen hat. Die Autorin lässt es wie moderne Unterhaltung erscheinen, packt aber leicht verdaulich Generationenkonflikt, Hausfrauenehe, Feminismus und die Arroganz der älteren Generation die sich für unwiderstehlich und unersetzbar halten mit hinein. Dabei bekommt auch die jüngere Generation, die im Prinzip genau so berechnend dargestellt wird, auch ihr Fett weg. Wir sind ja alle keine Engel. Die Protagonisten bleiben zum großen Teil fremd und reduziert auf Wesentliches, was es einem leichter macht sich mit keinem geistig zu verbinden und es zu genießen, wie man redet, ohne zu kommunizieren. Es wird so deutlich, wo wir aneinander vorbeireden, Johanna Adorján, hat uns alle gut beobachtet und unser kommunikatives Scheitern in ein humorvolles, unterhaltsames Buch gefasst. Klare Leseempfehlung.

  • Bewertung

    5/5

    24.07.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Daß die Welt sich verändert und...

    Daß die Welt sich verändert und verändern muß, ist Hans schon lange klar. Doch daß ausgerechnet er unter die Räder kommen wird , hätte er sich so nicht vorstellen können. Kein unbedingt sympathischer Held, doch seine Richter sind kaum besser. Satire mit vielen Seitenhieben.

  • Miss.mesmerized

    5/5

    21.07.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Johanna Adorján – Ciao

    Viele Jahrzehnte ist es schon her, dass Henriette mit ihrem Gedichtband so etwas wie einen kleinen Erfolg feiern konnte, heute ist sie nur noch gelegentlich als Gattin von Hans Benedek in der Öffentlichkeit zu sehen, einem angesehenen Feuilletonisten und von der Kunst und Kulturszene lange umworbenen Gast auf allerlei Veranstaltungen. Umso erstaunter ist sie als Xandi Lochner, 24-jährige Feministin und Liebling aller Social-Media-Kanäle sie um ein Treffen bittet. Die Welten der beiden Frauen könnten verschiedener nicht sein und für Henriette endet der Abend in einem Desaster. Doch ihr Mann ist von der Idee, ein Portrait über die schlagfertige Jungautorin zu schreiben, begeistert, vielleicht kann er so seinen sinkenden Stern bei der Zeitung wieder etwas zum Leuchten bringen. Zwar kann er mit den modernen Ideen der Frauen wenig anfangen, er fühlt sich inzwischen geradezu verfolgt und gehasst, aber das verhindert ja keinen erfolgreichen Artikel und sein Charme wirkt doch auch immer noch gut, wie all seine Affären mit den Praktikantinnen eindrucksvoll belegen. Johanna Adorján greift das Thema der Stunde auf: der tobende Geschlechterkampf im Kulturbetrieb. Auf der einen Seite gut situierte und etablierte ältere Herren, die jahrzehntelang gönnerhaft ihre Position ausgenutzt haben, auf der anderen junge, unerschrockene Frauen, die sich nicht mehr so einfach in die zweite Reihe schieben lassen und die Gegebenheiten hinterfragen. Die Autorin verfällt jedoch nicht dem wütenden Duktus, der häufig diese Debatte begleitet, sondern findet einen humorvollen Ton für ihre Geschichte, die auch den Protagonisten nicht gänzlich demontiert. Benedek ist kein selbstsüchtiges Monster, viel mehr ist er überfordert und blickt orientierungslos in die Welt. Es sind nicht nur die Frauen, die Benedek Kopfzerbrechen bereiten. Auch die Tatsache, dass sich seine Zeitung weg vom Papier hin zum online Journalismus verlagert, irritiert ihn. Dort kann ja auch jeder schreiben, was er will, nicht mehr er ist als Feuilletonist plötzlich der Königsmacher, der mit wohlwollenden Kritiken Karrieren befördert und eine entsprechende Behandlung erwartet. Dass sich die Zeiten geändert haben, spürt er an seinem Arbeitsplatz deutlich, insbesondere die Einsparungen, unter denen die ganze Branche leidet, treffen ihn hart. Seine Tochter versteht er schon lange nicht mehr und mit Henriette hat er auch kaum mehr was zu teilen, dafür hat er ja Niki, aktuelle Praktikantin und Geliebte, die er ärgerlicherweise zu seinem Treffen mit Xandi Lochner nehmen muss und mit der er absurderweise gemeinsam den Artikel verfassen soll. Obwohl er beobachtet, wie Xandi eine Größe des Showgeschäfts vor seinen Augen vom Thron stößt, ist er nicht gewarnt und wähnt sich mit seinem erprobten Charme in Sicherheit. Mit dem Twitter Shitstorm, der dem Abend folgt, ist er restlos überfordert, er hat doch gar nichts falsch gemacht, er war doch nur nett und zuvorkommend? Das Drama um den gealterten Journalisten nimmt unterhaltsam die ganze Medienbrache in den Fokus, nicht nur die Geschlechterfrage, sondern auch inhaltsleere Social-Media-Kanäle und Kunstveranstaltungen, bei denen es nicht um Kunst, sondern nur um das Sehen und Gesehenwerden geht, werden pointiert zugespitzt. Die oft etwas verbissene Diskussion um den „alten weißen Mann“ bereichert Adorján um Benedeks Perspektive, er will ja eigentlich modern sein, aber die Welt überfordert ihn und dass er am Ende nicht mehr über eine junge Frau schreiben darf, führt die Frage, wer überhaupt wen übersetzen darf, noch ein Stück weiter ad absurdum. Eine bissige Gesellschaftssatire, die als Sommerroman funktioniert, obwohl sie eine nicht zu verachtende Tiefe hat.

  • Bewertung

    aus Mainz

    5/5

    21.07.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Viele Jahrzehnte ist es schon…

    Viele Jahrzehnte ist es schon her, dass Henriette mit ihrem Gedichtband so etwas wie einen kleinen Erfolg feiern konnte, heute ist sie nur noch gelegentlich als Gattin von Hans Benedek in der Öffentlichkeit zu sehen, einem angesehenen Feuilletonisten und von der Kunst und Kulturszene lange umworbenen Gast auf allerlei Veranstaltungen. Umso erstaunter ist sie als Xandi Lochner, 24-jährige Feministin und Liebling aller Social-Media-Kanäle sie um ein Treffen bittet. Die Welten der beiden Frauen könnten verschiedener nicht sein und für Henriette endet der Abend in einem Desaster. Doch ihr Mann ist von der Idee, ein Portrait über die schlagfertige Jungautorin zu schreiben, begeistert, vielleicht kann er so seinen sinkenden Stern bei der Zeitung wieder etwas zum Leuchten bringen. Zwar kann er mit den modernen Ideen der Frauen wenig anfangen, er fühlt sich inzwischen geradezu verfolgt und gehasst, aber das verhindert ja keinen erfolgreichen Artikel und sein Charme wirkt doch auch immer noch gut, wie all seine Affären mit den Praktikantinnen eindrucksvoll belegen. Johanna Adorján greift das Thema der Stunde auf: der tobende Geschlechterkampf im Kulturbetrieb. Auf der einen Seite gut situierte und etablierte ältere Herren, die jahrzehntelang gönnerhaft ihre Position ausgenutzt haben, auf der anderen junge, unerschrockene Frauen, die sich nicht mehr so einfach in die zweite Reihe schieben lassen und die Gegebenheiten hinterfragen. Die Autorin verfällt jedoch nicht dem wütenden Duktus, der häufig diese Debatte begleitet, sondern findet einen humorvollen Ton für ihre Geschichte, die auch den Protagonisten nicht gänzlich demontiert. Benedek ist kein selbstsüchtiges Monster, viel mehr ist er überfordert und blickt orientierungslos in die Welt. Es sind nicht nur die Frauen, die Benedek Kopfzerbrechen bereiten. Auch die Tatsache, dass sich seine Zeitung weg vom Papier hin zum online Journalismus verlagert, irritiert ihn. Dort kann ja auch jeder schreiben, was er will, nicht mehr er ist als Feuilletonist plötzlich der Königsmacher, der mit wohlwollenden Kritiken Karrieren befördert und eine entsprechende Behandlung erwartet. Dass sich die Zeiten geändert haben, spürt er an seinem Arbeitsplatz deutlich, insbesondere die Einsparungen, unter denen die ganze Branche leidet, treffen ihn hart. Seine Tochter versteht er schon lange nicht mehr und mit Henriette hat er auch kaum mehr was zu teilen, dafür hat er ja Niki, aktuelle Praktikantin und Geliebte, die er ärgerlicherweise zu seinem Treffen mit Xandi Lochner nehmen muss und mit der er absurderweise gemeinsam den Artikel verfassen soll. Obwohl er beobachtet, wie Xandi eine Größe des Showgeschäfts vor seinen Augen vom Thron stößt, ist er nicht gewarnt und wähnt sich mit seinem erprobten Charme in Sicherheit. Mit dem Twitter Shitstorm, der dem Abend folgt, ist er restlos überfordert, er hat doch gar nichts falsch gemacht, er war doch nur nett und zuvorkommend? Das Drama um den gealterten Journalisten nimmt unterhaltsam die ganze Medienbrache in den Fokus, nicht nur die Geschlechterfrage, sondern auch inhaltsleere Social-Media-Kanäle und Kunstveranstaltungen, bei denen es nicht um Kunst, sondern nur um das Sehen und Gesehenwerden geht, werden pointiert zugespitzt. Die oft etwas verbissene Diskussion um den „alten weißen Mann“ bereichert Adorján um Benedeks Perspektive, er will ja eigentlich modern sein, aber die Welt überfordert ihn und dass er am Ende nicht mehr über eine junge Frau schreiben darf, führt die Frage, wer überhaupt wen übersetzen darf, noch ein Stück weiter ad absurdum. Eine bissige Gesellschaftssatire, die als Sommerroman funktioniert, obwohl sie eine nicht zu verachtende Tiefe hat.

  • Bewertung

    5/5

    18.07.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    "Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit..."

    Dieser alte Spruch könnte sich hinter dem Titel „Ciao“ von Johanna Adorjáns neuem Roman verbergen. Hans Benedek, eine mittelalter weißer Mann, eine sogenannte „Edelfeder“ bei „der Zeitung“, sollte eigentlich wissen , was die Stunde geschlagen hat… Eigentlich. Johanna Adorján schreibt mit leichter Hand über den Niedergang eines Mannes, der nicht gemerkt hat, das die Zeit über ihn hinweggegangen ist. Es weht in den Redaktionen ein anderer Wind , liebgewordene Gewohnheiten werden nicht mehr toleriert und durchgewunken. Allein- Hans Benedek merkt es nicht und tappt in eine Falle. Unterhaltsam und kenntnisreich beschreibt Adorjan die sich im Umbruch befindende Medienlandschaft und die Akteure, die sich nicht mehr „umbrechen“ lassen. Die großen Narrative unserer Zeit, wie Gendern , Diversifikation, Feminismus und das Alter , sind wunderbar in Szene gesetzt und skizziert worden, mitunter auch karikiert. Ein großer Spaß es zu lesen.

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