Eine Medic hat an vorderster Front nichts zu suchen. Nicht mal, wenn das Leben ihrer Brüder auf dem Spiel steht. Niemals!
Hätte Tali diese Regel doch befolgt, dann wäre alles noch wie vorher. Jetzt glauben alle, sie wäre eine Prinzessin mit magischen Kräften. Kräfte, die Tali und jeden, den sie liebt, umbringen könnten. Die den Unterschied zwischen Sieg und Niederlage bedeuten. Die den Frieden bringen sollen. Dabei kennt Tali nur Krieg. Will sie überhaupt Frieden? Und für welchen Preis?
Kundinnen und Kunden meinen
4.8/5.0
Sonja
aus Freiburg
5/5
05.06.2025
Buch (Taschenbuch)
Jugendbuch / SiFi / Fantasy / Found Family
Auf dem Planeten Eden herrscht seit 20 Jahren Krieg und die 17jährige Tali ist an vorderster Front mit dabei. Nur dass ihre Brüder sehr behütend sind, dabei haben die Klonkrieger ihr viel beigebracht. Aber eines Tages steckt ihr Ziehvater Keßler in der Klemme und sie verteidigt ihn. Dabei entdeckt sie ihre Macht, denn sie ist die Tochter des verstorbenen Königs und hat eine direkte Verbindung zum Planeten. Nun sieht der Kaiser der angreifenden Calarianer die Chance und bietet ihr die Hand seines Sohnes Enver. Aber der Planet hat andere Vorstellungen…
Wir folgen hauptsächlich Tali, aber auch Enver bekommt einige Kapitel. Tali ist überfordert, mit ihrer Macht und Rolle, aber sie tut alles, um ihre Brüder zu retten. Enver ist taub und daher sehr isoliert und doch hat er ein gutes Gespür für Menschen. Beide haben aber den Frieden im Sinn, nun kommt es drauf an, ob sie zusammen arbeiten können.
Wir haben etwas SiFi, etwas Fantasy und ganz viel Found Family aber auch Verrat!
Es ist kein Buch für schwache Nerven. Tal ist unglaublich stark, aber auch getrieben.
Die Sprache ist dem Genre-Mix angemessen und auch wenn es für junge Lese gedacht ist, macht es auch als Erwachsener Spaß. Das Worldbuilding ist super und ich finde es auch spannend, wie wir Mitten im geschehen sind und auch viele Dinge nur so am Rande erfahren.
So als wären wir wirklich in dem Abenteuer dabei.
Ich habe etwas anderes erwartet und war mehr als positiv überrascht und das Buch ist sicher auf meiner Shortlist für meine Jahreshighlights. 5 von 5 Sterne!
Ocean
5/5
03.06.2025
Buch (Taschenbuch)
Toller Fantasy Einzelband
"The lost Princess of Eden" von Emma Marten war ein richtig tolles Fantasy-Abenteuer. Als ich gehört habe, dass der Found Family Trope eine große Rolle in diesem Buch spielen soll, wollte ich es unbedingt lesen, weil das mein absoluter Lieblingstrope ist und ich wurde definitiv nicht enttäuscht.
Der flüssige Schreibstil der Autorin hat mich nur so durch die Seiten fliegen lassen und die mutige Protagonistin war mir direkt ab dem ersten Kapitel unglaublich sympathisch. Einmal angefangen, konnte ich einfach nicht mehr aufhören zu lesen und das Magiesystem fand ich wirklich richtig interessant.
Insgesamt gesehen war es wirklich ein spannender und mitreißender Einzelband und hat mir wirklich gut gefallen. Ich würde ihn allen Lesenden empfehlen, die auf der Suche nach dem nächsten Fantasy Buch sind.
Katharina. S
5/5
09.02.2025
Buch (Taschenbuch)
Ein Meisterwerk!
Emma Marten gelingt es meisterhaft, eine emotionale Geschichte zu erzählen, die mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt hat. Die Charaktere sind tiefgründig und vielschichtig gestaltet, insbesondere Tali, deren innere Konflikte und Entwicklungen nachvollziehbar und berührend dargestellt werden.
Insgesamt ist The Lost Princess of Eden ein beeindruckendes Buch, das durch seine originelle Handlung, tiefgründige Charaktere und emotionale Tiefe besticht. Eine klare Leseempfehlung für alle, die auf der Suche nach einer fesselnde und berührende Geschichte sind.
Franci
aus Ilmenau
4/5
24.01.2025
Buch (Taschenbuch)
Sci-Fi-Fantasy mit originellem Plot.
„The lost Princess of Eden“ beginnt mitten im Krieg. Für Tali, die unter Klonsoldaten aufwuchs und in deren Mitte einen Platz als Medic, Teammitglied und Schwester fand, Alltag – doch nun ändert sich ihr Leben schlagartig und ihre Welt, in der nur ihre Brüder und das Ziel, leben zu retten, eine gewichtige Rolle spielen, gerät aus den Fugen. Denn sie soll die verlorene Prinzessin von Eden sein, die Rettung des gesamten Planeten. …
Auf der anderen Seite steht der jüngste Thronerbe von Calarian. Jenes Volk, das bereits zahlreiche andere ausgelöscht hat, um Planeten auszubeuten und zu zerstören. Seit Jahren schon beißt sich Kaiser Shakan an Eden die Zähne aus – doch mit der neuesten Entwicklung wittert der Tyrann eine Chance, endlich zu bekommen, was er will: das Land und die Macht der Königin. Enver nimmt weitaus weniger Raum in der Geschichte ein als erhofft, dennoch bekommen wir einen guten Eindruck des „Eisprinzen“, um den sich zahlreiche Gerüchte ranken. Dass er im Grunde zu den Guten zählt, wird jedoch spätestens in dem Moment deutlich, in dem er dem wahnsinnigen Plan des Kaisers zustimmt … um jene zu retten, die er liebt. Sollten er und Arian scheitern, hätte die verloren geglaubte Prinzessin keinen Grund, ihre potenziellen Entführer zu verschonen …
Emma Marten spricht in ihrer Sci-Fi-Fantasy gewichtige und aktuelle Themen an – bspw. grenzenlose Machtgier, Krieg (um des Krieges willen) sowie die verheerenden Auswirkungen auf ganze Völker samt Natur und Umwelt. Statt auf einen romantischen Aspekt richtet die Autorin den Fokus auf den Found-Family-Trope, die Schlacht und Talis persönliche Entwicklung. Im Verlauf muss sie sich in ihre Bestimmung fügen, ihre „Magie“ beherrschen lernen und sich mit unangenehmen, schmerzhaften Wahrheiten arrangieren. Obgleich der eindrucksvollen Kräfte und ihrer hohen Position ist Talea nicht gewillt, ihr eigentliches Selbst, ihre Überzeugungen, ihre echte Familie zu verraten. Bis zum Schluss sind ihr Widerwille und der Zwiespalt offensichtlich, Überforderung und Impulsivität gewinnen mehrfach die Oberhand – und sorgen u.A. dafür, dass manche „Reaktionen/Eingebungen“ derart abrupt wirken, dass ich mich des Eindrucks von „Sprunghaftigkeit“ – auch bzgl. Szenenwechsel – nicht verwehren konnte. Ein großer Pluspunkt war die Repräsentation von Gehörlosigkeit durch Enver. Seine Abhängigkeit und die Wut darüber, der Wunsch, eine Stimme zu haben, wurden greifbar und authentisch eingebunden, ohne den Prinzen „schwach“ darzustellen. Wir begegnen einer Vielzahl Figuren und Namen, die mehr oder weniger Raum erhalten, entschlüsseln Verbindungen und entdecken „Eden“, die dem Geschehen eine mystische Note, eine tiefere Ebene verleiht. Je weiter die Handlung voranschreitet, umso größer wird die Angst, die Anspannung, denn Shakans Skrupellosigkeit drückt schwer auf Tal und ihre Verbündeten … die Zeit rennt. An manchen Stellen fand ich den Verlauf sehr langwierig und zäh, viel wurde gesagt, noch mehr gedacht, doch der Raum, alles greifen und verstehen zu können, blieb ebenso rar wie signifikante, einschneidende Ereignisse und erklärende Informationen über Gegebenheiten. Auf den letzten 100 Seiten zieht Marten das Tempo an, lässt ihren Roman mit einem wütenden Finale und einer jungen Soldatin enden, die über sich hinausgewachsen ist – für ihr Volk, für ihre Brüder und für Eden. Trotz der Kritik warten in dieser Fantasy-Sci-Fi Originalität und Überraschungen, viel Gefühl und eine Prinzessin, die nicht zuletzt durch Vergebung, Mitleid und die Bereitschaft, alles zu versuchen, um das Leid zu stoppen, Stärke und Größe beweist.
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