Das Frauenbild in Märchen und Geschlechterstereotypen. Feministische und pädagogische Handlungsanleitungen in Märchen Ein GRIN-Sammelband
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Sprache:Deutsch
29,99 €
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
05.12.2024
Herausgeber
GRIN Verlag (Hrsg.Verlag
GRINSeitenzahl
95 (Printausgabe)
Dateigröße
1772 KB
Sprache
Deutsch
EAN
9783389094112
In der Märchenforschung herrschen vier bedeutende Ansätze basierend auf Freud, Jung, Marx und dem Feminismus. Letzterer wurde im Jahr 1987 gegründet und interessiert sich unter anderem für das Bild der Frau im Märchen und die Darlegung der Geschlechterrollen. Auf dieser Theorie stützend soll im Verlauf des ersten Textes auf die Rolle des Frauenbildes in den Märchen der Brüder Grimm eingegangen werden.
In der zweiten Arbeit sollen die frühe Rotkäppchenversion "Die Geschichte von der Großmutter", deren Erzählerkern vermutlich bis in das 16. Jahrhundert zurückreicht, "Le petit chaperon rouge" von Charles Perrault (1697) und "Rotkäppchen" der Gebrüder Grimm (1812/15) näher beleuchtet und herausgestellt werden, welche Intentionen die Märchen mit demselben Stoff aber unterschiedlichen Ausarbeitungen verfolgen. Besonderes Augenmerk soll auf Rotkäppchens Weg vom cleveren kleinen Mädchen, das sich selbstständig vor dem Wolf retten konnte, zum naiven Geschöpf, das von einer männlichen Autoritätsperson gerettet werden muss, liegen, um die Stellung der Frau in der Gesellschaft und die Beziehung von männlicher und weiblicher Macht nachzuverfolgen.
Inwieweit eignen sich Märchen dazu, feministische Gedanken und Rollenbilder zu vermitteln? Die neue Art von feministischen Märchen sollen bisher gültige Archetypen von Mann und Frau aufbrechen, neue Rollenbilder in der Gesellschaft festigen. Im Rahmen der dritten Hausarbeit soll dies anhand von Angela Carters "The Company of Wolves" untersucht werden, indem es mit einer alten Rotkäppchenversion verglichen wird.
Das grundlegende Ziel des vierten Textes liegt darin, in einer umfassenden und kritischen Erörterung die Adäquatheit und das Potenzial von Märchen als pädagogisches Instrument und Erziehungsmittel zu durchleuchten. Dabei liegt das Hauptaugenmerk auf dem Inhalt und pädagogischen Gehalt der Märchen im Hinblick auf die Kindererziehung, jedoch zu keinem Zeitpunkt auf der diachronischen oder historischen Entwicklung besagten Literaturgenres.
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