Produktbild: Die bärtige Frau

Die bärtige Frau Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

30.01.2025

Verlag

Verbrecher

Seitenzahl

192

Maße (L/B/H)

19,7/13,7/2,1 cm

Gewicht

322 g

Farbe

Anthrazit / Messing

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-95732-608-9

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

30.01.2025

Verlag

Verbrecher

Seitenzahl

192

Maße (L/B/H)

19,7/13,7/2,1 cm

Gewicht

322 g

Farbe

Anthrazit / Messing

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-95732-608-9

Herstelleradresse

Verbrecher Verlag
Gneisenaustraße 2a
10961 Berlin
DE

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  • kat

    4/5

    07.08.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    no plot, aber gute vibes

    Das Buch haben wir im feministischen Lesekreis zum Thema "Körper" gelesen und es hat auf jeden Fall super zum Thema gepasst. "Die bärtige Frau" beschreibt sehr eindrücklich Schwangerschaft und Muttersein und wie sich beides auf den Körper, aber auch die Psyche der Frau auswirkt. Außerdem beschreibt Wilpert auch, wie die Frau von anderen wahrgenommen wird und wie sie sich selbst wahrnimmt. An sich passiert in dem Buch nicht viel, aber ich bin wirklich großer Fan dieser "no plot" Bücher, die trotzdem zum Nachdenken anregen, sich gut lesen lassen und irgendwie interessant sind. Einerseits birgt das Buch nicht viel Neues, andererseits gibt es viele Momente, in denen ich zustimmend genickt habe und in denen ich am liebsten das Buch zugeklappt hätte und einfach nur geschrien hätte, weil es so wahr ist. "Die bärtige Frau" zeigt den weiblichen Körper in verschiedenen Facetten und wie mit diesen umgegangen wird. Der Schreibstil ist eher nüchtern und sachlich, es liest sich sehr unemotional. Trotzdem hat es das Buch geschafft, mich emotional absolut abzuholen. Ich fand es großartig.

  • Bewertung

    Thalia Book Circle Community

    4/5

    06.08.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Mutterschaft, Frausein und Körperlichkeiten

    Alex ist Lehrerin und Mutter einer einjährigen Tochter. Als ihre Mutter sich das Bein bricht, reist sie übers Wochenende von Leipzig alleine ins kleine, bayerische Heimatdorf, dem sie damals so unbedingt entfliehen wollte. Gemeinsam mit ihrer älteren, kinderlosen Schwester Lena wollen sie das Schlafzimmer der Mutter ins Erdgeschoss verlegen. Es ist das erste Mal, dass Alex so lange von ihrem Kind getrennt ist. Obwohl sie sich gefreut hatte, mal wieder alleine zu sein, fühlt sie sich einsam und merkt, wie stark und körperlich die Verbindung zu ihrem Kind ist, das sie gerade erst abgestillt hat. Diese Gefühle führen dazu, dass sie sich mit ihren Lebensentscheidungen, ihrem Körper und ihrer Sozialisierung beschäftigt.   "Sie fragt sich, warum sie unbedingt ein Kind wollte und es ihr Herz bestimmt gebrochen hätte, keines zu bekommen.  Ein Wunsch ist ein Wunsch ist ein Wunsch.  War ihr Wunsch nicht einfach das Ergebnis ihrer Sozialisierung als Frau? Oder stand er mit ihrer Mutter in Verbindung? Weil ihr Muttersein sie definierte? Sie diese Identität hochhielt und an sie weitergab?"   “Sie ist keine entspannte Frau. Wie hätte sie es auch sein können, es gibt keine Vorbilder für Sie. Sie kennt nur Frauen, die durchhalten, die die Erschöpfung ignorieren.”   “Wie soll sie diese ständigen körperlichen Veränderungen verarbeiten? Jeden Tag ist sie eine andere.”   "Doch sie musste schnell lernen, dass die Zahl auf der Waage nicht viel bedeutete. Obwohl sie identisch mit der vor der Schwangerschaft war, passte Alex nicht mehr in ihre alten Hosen. Die Knöpfe wollten nicht zugehen, und manche Hosen konnte sie nicht einmal über die Waden ziehen. Es war okay. Ihr Körper würde nicht wieder derselbe sein. Er veränderte sich ständig. Ihr war nur etwas anderes erzählt worden. Ihr war erzählt worden, dass sie den jungen, dünnen Körper, den sie vor der Geburt hatte, behalten müsste, um etwas wert zu sein; online war sie von dünnen, weißen Frauen umgeben und im Rückbildungskurs hatte sie das Gefühl, die Frauen, die gerade aus dem Wochenbett kamen, beäugten gegenseitig ihre weichen Körper.  Doch je älter sie wurde, desto egaler wurde der Körper ihr."   “Ganz von den Schönheitsnormen würde sie sich jedoch nie befreien können, das wusste sie. Früher war sie immer ein wenig dünner als Lena gewesen, inzwischen war es umgekehrt, und sie spürte den prüfenden Blick ihrer Mutter auf ihrem Körper.”   „Die bärtige Frau“ beleuchtet verschiedene Facetten des Frauseins, von Mutterschaft, von sozialer und religlöser Prägung und des gesellschaftlichen Einflusses auf den weiblichen Körper. Die Autorin beschreibt detailliert die Auseinandersetzung mit Schönheitsnormen und körperlichen Veränderungen durch Schwangerschaft, Mutterschaft und Älterwerden.     “Das hätte ich gern früher gewusst, war der Satz, den sie am häufigsten dachte.”   Sprachlich ist das Buch sehr direkt und authentisch; eher wie eine nüchterne Bestandsaufnahme. Das kann teilweise irritierend sein, ist andererseits aber stimmig und thematisch passend. Es ist kein Wohlfühlroman, aber ich fand das Buch sehr lesenswert.   Es hat mich auch neugierig auf Bettina Wilperts vielgelobten Debütroman „Nichts, was uns passiert“ gemacht.

  • nessabo

    3/5

    07.02.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Fragmentarisches Porträt einer ganz persönlichen Mutterschaft

    Obwohl ich selbst kinderfrei und zufrieden damit bin, lese ich gern Romane über Mutter-/Elternschaft. Da ich außerdem die Arbeit der Autorin schätze, wollte ich nach den ersten beiden nun auch ihren dritten Roman lesen. Und auch, wenn ich mit ihm nicht ganz warm geworden bin, empfehle ich ihn! Denn wenn Bettina Wilpert eines kann, dann ist es das Abbilden komplexer Realitäten. Wir begleiten Alex auf zwei sich abwechselnden Zeitebenen: Einerseits in der Gegenwart beim viertägigen Besuch bei ihrer Mutter, wofür sie zum ersten Mal ihre einjährige Tochter allein beim Vater lässt, und andererseits in den Rückblenden auf die Zeit vor bzw. kurz nach der Geburt. Der Erzählstil ist dieses Mal in erlebter und nicht indirekter Rede verfasst, was mir das Lesen etwas leichter machte. Gleichzeitig forderte mich dann aber der fragmentarische Stil, in welchem sich Alex ihre Gedanken zu einer Fülle an Themen macht. Es geht um die grundlegende Frage, ob der eigene Kinderwunsch wirklich von innen kommt oder vielmehr eine Folge gesellschaftlicher Erwartungen ist (eine Frage, die sich wohl nie abschließend wird aufklären lassen). Es geht um Abhängigkeiten von Partner und Kind, um die Schwierigkeiten gleicher Aufgabenteilung zwischen den Elternteilen, sich verändernde Freund*innenschaften, Geschlechtsidentität und das Lösen von einer christlichen Sozialisierung. Und es geht ganz zentral immer wieder um Körper. Ich finde es wirklich bemerkenswert, wie gut Wilpert komplexe Zusammenhänge abzubilden vermag, ohne je in ein vereinfachtes Denken abzugleiten. Mehrfach hatte ich schon beim Lesen ein „Ja, aber ..“ im Kopf, nur um direkt im nächsten Satz genau das thematisiert zu sehen, was sich in meinen Überlegungen herumtrieb. Ich mag es unglaublich gern, gefordert zu werden und meine eigenen Überzeugungen zu hinterfragen. Dafür ist der Roman wirklich perfekt geeignet. Da es kaum eine äußere Handlung gibt, fiel es mir recht schwer, in einen guten Lesefluss zu kommen. Gleichzeitig fand ich es aber auch interessant, Alex’ Gedanken zu folgen. Besonders gefiel mir außerdem die schonungslose und hochpersönliche Schilderung einer Geburt. Insgesamt war mir der Roman trotzdem ein wenig überladen, sodass ich oft Lesepausen brauchte. Ein persönliches Werk, das auch keinen Anspruch erhebt auf Generalisierung und ein Buch für alle, die Komplexität aushalten können und sich nicht vor einer fragmentarischen Erzählweise scheuen. Abschließend möchte ich noch ein Lob für die tolle Covergestaltung aussprechen, die von einem besonderen Detail geprägt ist! ✨ 3,5 ⭐️ . . TW: Geburt, Fehlgeburt, essgestörtes Verhalten, illegaler Substanzkonsum

  • nessabo

    3/5

    07.02.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Fragmentarisches Porträt…

    Fragmentarisches Porträt einer ganz persönlichen Mutterschaft Obwohl ich selbst kinderfrei und zufrieden damit bin, lese ich gern Romane über Mutter-/Elternschaft. Da ich außerdem die Arbeit der Autorin schätze, wollte ich nach den ersten beiden nun auch ihren dritten Roman lesen. Und auch, wenn ich mit ihm nicht ganz warm geworden bin, empfehle ich ihn! Denn wenn Bettina Wilpert eines kann, dann ist es das Abbilden komplexer Realitäten. Wir begleiten Alex auf zwei sich abwechselnden Zeitebenen: Einerseits in der Gegenwart beim viertägigen Besuch bei ihrer Mutter, wofür sie zum ersten Mal ihre einjährige Tochter allein beim Vater lässt, und andererseits in den Rückblenden auf die Zeit vor bzw. kurz nach der Geburt. Der Erzählstil ist dieses Mal in erlebter und nicht indirekter Rede verfasst, was mir das Lesen etwas leichter machte. Gleichzeitig forderte mich dann aber der fragmentarische Stil, in welchem sich Alex ihre Gedanken zu einer Fülle an Themen macht. Es geht um die grundlegende Frage, ob der eigene Kinderwunsch wirklich von innen kommt oder vielmehr eine Folge gesellschaftlicher Erwartungen ist (eine Frage, die sich wohl nie abschließend wird aufklären lassen). Es geht um Abhängigkeiten von Partner und Kind, um die Schwierigkeiten gleicher Aufgabenteilung zwischen den Elternteilen, sich verändernde Freund*innenschaften, Geschlechtsidentität und das Lösen von einer christlichen Sozialisierung. Und es geht ganz zentral immer wieder um Körper. Ich finde es wirklich bemerkenswert, wie gut Wilpert komplexe Zusammenhänge abzubilden vermag, ohne je in ein vereinfachtes Denken abzugleiten. Mehrfach hatte ich schon beim Lesen ein „Ja, aber ..“ im Kopf, nur um direkt im nächsten Satz genau das thematisiert zu sehen, was sich in meinen Überlegungen herumtrieb. Ich mag es unglaublich gern, gefordert zu werden und meine eigenen Überzeugungen zu hinterfragen. Dafür ist der Roman wirklich perfekt geeignet. Da es kaum eine äußere Handlung gibt, fiel es mir recht schwer, in einen guten Lesefluss zu kommen. Gleichzeitig fand ich es aber auch interessant, Alex’ Gedanken zu folgen. Besonders gefiel mir außerdem die schonungslose und hochpersönliche Schilderung einer Geburt. Insgesamt war mir der Roman trotzdem ein wenig überladen, sodass ich oft Lesepausen brauchte. Ein persönliches Werk, das auch keinen Anspruch erhebt auf Generalisierung und ein Buch für alle, die Komplexität aushalten können und sich nicht vor einer fragmentarischen Erzählweise scheuen. Abschließend möchte ich noch ein Lob für die tolle Covergestaltung aussprechen, die von einem besonderen Detail geprägt ist! ✨ 3,5 ⭐️ . . TW: Geburt, Fehlgeburt, essgestörtes Verhalten, illegaler Substanzkonsum

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