Produktbild: Forschungen einer Katze

Forschungen einer Katze Roman

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28,00 €

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

10.03.2025

Verlag

Weissbooks

Seitenzahl

384

Maße (L/B/H)

20,5/13,3/3,2 cm

Gewicht

522 g

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Tanja Küddelsmann

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-86337-222-4

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

10.03.2025

Verlag

Weissbooks

Seitenzahl

384

Maße (L/B/H)

20,5/13,3/3,2 cm

Gewicht

522 g

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Tanja Küddelsmann

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-86337-222-4

Herstelleradresse

Weissbooks Verlagsges.mbH
Winsstraße 27
10405 Berlin
DE

Email: info@weissbooks.de

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  • MarcoL

    aus Füssen

    5/5

    04.05.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein gekonnter, wunderbar…

    Ein gekonnter, wunderbar erzählter Streifzug durch die finnische Geschichte, gepaart mit Magischem Realismus, kritisch, liebevoll, mit der richtigen Dosis Sarkasmus und Humor. Es gibt ein Amt für himmlisches Forschen, das laufend die aufgefangenen Seelen zurück zur Erde schickt, in den verschiedensten Arten der Wiedergeburt. Vom Einzeller bis zum höchstentwickelten Leben ist da alles drinnen. Diese Seelen werden meistens als Beistand den Menschen zu geteilt, aber nicht immer. Denn der Hauptgrund ist, zu beobachten und zu berichten. So kehrt eine vielmals wiedergeborene Seele mit großem Erfahrungsschatz zurück, diesmal als Katze. Sie soll einer Schriftstellerin Beistand leisten, ein wenig auf sie aufpassen, und dann ihren Bericht schreiben. Denn die Frau musste schlimme Demütigungen erleiden, und zudem auch noch eine Fehlgeburt. Sie versinkt in ein Loch, kann daraufhin weder sprechen noch schreiben. Doch beim Transfer aus den himmlischen Gefilden läuft etwas nicht ganz rund, und die Katze landet ein Jahrhundert zu früh im unwirtlichen Norden von Finnland in den Armen des Verdingmädchens Eeva. Auch sie hat ein schweres Los zu ertragen, ganz auf sich alleine gestellt in der rauen Welt, ohne Familie als Rückendeckung. Sie verguckt sich auf dem Markt in Mahte – einem einfühlsamen, ruhigen jungen Mann, der flussaufwärts an der Grenze zu Russland auf einer Insel wohnt. Auch er hat für die Zukunft nichts zu erwarten, außer ein kleines Stück Land auf der Insel mit sonst nichts. Dennoch, Eeva heiratete ihn, gegen die massiven Widerstände seiner Familie. Sound like a match in heaven. Aber die bösen Menschen, sie streiten und bekriegen sich fortlaufend. Die Russen sind da, die Deutschen, Faschisten und all die Mitläufer. Der zuerst hoffnungsvoll erscheinende Stalin entpuppt sich sehr schnell zum Monster das er war. Erster, zweiter Weltkrieg, die Nazis, dazwischen die Aufstände, Revolutionen und Bürgerkriege. All das übersteht das Paar mit großen Entbehrungen, aber die Liebe zueinander ist der beste Kitt, den man sich denken kann. Und wer jetzt fragt, was haben die Katze und die Schriftstellerin damit zu tun. Nun, die Katze ist die Erzählerin der Geschichte. Und manchmal, da klappt auch die ursprüngliche Bestimmung, und sie ist dann tatsächlich bei der Frau, die Sprechen und Schreiben verlernt hat. Sie hilft, und … ja, irgendwann werden dann die Verbindungen enthüllt, und es erfolgt ein hin- und herschwappen in der Geschichte. Und das sehr gekonnt. Die Autorin erzählt uns in wunderbaren Bildern, grandios von Tanja Küddelsmann übersetzt, die geschichtliche Entwicklung Finnlands der ersten fünfzig bis sechzig Jahre des letzten Jahrhunderts. Die Katze, wie erwähnt, erzählt. Aber nicht nur. Auch Eeva und die Schriftstellerin kommen kapitelweise zu Wort und berichten von sich. Sprachlich eine Wucht und sehr unterhaltsam, mit einer guten Prise Sarkasmus und Humor, werden hier historischer Roman und magischer Realismus zusammengeführt. Die sehr laute Kritik an den großen Dummheiten der Menschen ist dabei äußerst angebracht. S.10: „Seht doch nur, was gerade mit der Erde los ist. Sie leidet und geht vor die Hunde, und das nur wegen dieser einen vermehrungswütigen, dummen, aufbrausenden Spezies. Der Mensch ist ein lächerliches Etwas, ein unnatürlicher Parasit, Gottes vollkommen entbehrliche Ruhetagserfindung, die aus irgendeinem Grund aus den Radiowellen des Universums nichts als Kummer und Disharmonie verursacht.“ S. 140: „Müssen sich denn alle anderen Lebewesen vor ihm verkriechen und sich unterwerfen?“ Zehn von fünf möglichen Sternen und somit eine große Leseempfehlung für diesen ausnehmend guten, unterhaltsamen wie lehrreich und kritischen Roman der finnischen Autorin.

  • MarcoL

    aus Füssen

    5/5

    04.05.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein gekonnter, wunderbar erzählter Streifzug durch die finnische Geschichte, gepaart mit Magischem Realismus, kritisch, liebevoll, mit der richtigen Dosis Sarkasmus und Humor.

    Es gibt ein Amt für himmlisches Forschen, das laufend die aufgefangenen Seelen zurück zur Erde schickt, in den verschiedensten Arten der Wiedergeburt. Vom Einzeller bis zum höchstentwickelten Leben ist da alles drinnen. Diese Seelen werden meistens als Beistand den Menschen zu geteilt, aber nicht immer. Denn der Hauptgrund ist, zu beobachten und zu berichten. So kehrt eine vielmals wiedergeborene Seele mit großem Erfahrungsschatz zurück, diesmal als Katze. Sie soll einer Schriftstellerin Beistand leisten, ein wenig auf sie aufpassen, und dann ihren Bericht schreiben. Denn die Frau musste schlimme Demütigungen erleiden, und zudem auch noch eine Fehlgeburt. Sie versinkt in ein Loch, kann daraufhin weder sprechen noch schreiben. Doch beim Transfer aus den himmlischen Gefilden läuft etwas nicht ganz rund, und die Katze landet ein Jahrhundert zu früh im unwirtlichen Norden von Finnland in den Armen des Verdingmädchens Eeva. Auch sie hat ein schweres Los zu ertragen, ganz auf sich alleine gestellt in der rauen Welt, ohne Familie als Rückendeckung. Sie verguckt sich auf dem Markt in Mahte – einem einfühlsamen, ruhigen jungen Mann, der flussaufwärts an der Grenze zu Russland auf einer Insel wohnt. Auch er hat für die Zukunft nichts zu erwarten, außer ein kleines Stück Land auf der Insel mit sonst nichts. Dennoch, Eeva heiratete ihn, gegen die massiven Widerstände seiner Familie. Sound like a match in heaven. Aber die bösen Menschen, sie streiten und bekriegen sich fortlaufend. Die Russen sind da, die Deutschen, Faschisten und all die Mitläufer. Der zuerst hoffnungsvoll erscheinende Stalin entpuppt sich sehr schnell zum Monster das er war. Erster, zweiter Weltkrieg, die Nazis, dazwischen die Aufstände, Revolutionen und Bürgerkriege. All das übersteht das Paar mit großen Entbehrungen, aber die Liebe zueinander ist der beste Kitt, den man sich denken kann. Und wer jetzt fragt, was haben die Katze und die Schriftstellerin damit zu tun. Nun, die Katze ist die Erzählerin der Geschichte. Und manchmal, da klappt auch die ursprüngliche Bestimmung, und sie ist dann tatsächlich bei der Frau, die Sprechen und Schreiben verlernt hat. Sie hilft, und … ja, irgendwann werden dann die Verbindungen enthüllt, und es erfolgt ein hin- und herschwappen in der Geschichte. Und das sehr gekonnt. Die Autorin erzählt uns in wunderbaren Bildern, grandios von Tanja Küddelsmann übersetzt, die geschichtliche Entwicklung Finnlands der ersten fünfzig bis sechzig Jahre des letzten Jahrhunderts. Die Katze, wie erwähnt, erzählt. Aber nicht nur. Auch Eeva und die Schriftstellerin kommen kapitelweise zu Wort und berichten von sich. Sprachlich eine Wucht und sehr unterhaltsam, mit einer guten Prise Sarkasmus und Humor, werden hier historischer Roman und magischer Realismus zusammengeführt. Die sehr laute Kritik an den großen Dummheiten der Menschen ist dabei äußerst angebracht. S.10: „Seht doch nur, was gerade mit der Erde los ist. Sie leidet und geht vor die Hunde, und das nur wegen dieser einen vermehrungswütigen, dummen, aufbrausenden Spezies. Der Mensch ist ein lächerliches Etwas, ein unnatürlicher Parasit, Gottes vollkommen entbehrliche Ruhetagserfindung, die aus irgendeinem Grund aus den Radiowellen des Universums nichts als Kummer und Disharmonie verursacht.“ S. 140: „Müssen sich denn alle anderen Lebewesen vor ihm verkriechen und sich unterwerfen?“ Zehn von fünf möglichen Sternen und somit eine große Leseempfehlung für diesen ausnehmend guten, unterhaltsamen wie lehrreich und kritischen Roman der finnischen Autorin.

  • shizu_reads

    5/5

    09.04.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Anders als erwartet

    Das Cover mit der Katze hat mich sofort angesprochen – daran konnte ich einfach nicht vorbeigehen. Der Klappentext klang spannend, also habe ich direkt losgelegt. Ich bin ziemlich unvoreingenommen an das Buch herangegangen. Irgendwie hatte ich etwas Leichtes, vielleicht sogar Verspieltes erwartet. Stattdessen bekam ich eine tiefgründige, teilweise recht schwere Geschichte. Nach einer kurzen Eingewöhnungszeit hat mich das Buch jedoch komplett in seinen Bann gezogen. Der Schreibstil war sehr angenehm zu lesen – flüssig, atmosphärisch und mit einem Hauch von Mystik, der der Geschichte eine ganz besondere Stimmung verliehen hat. Erzählt wird in zwei Zeitsträngen, jeweils mit unterschiedlichen Protagonistinnen. Die Verbindung zwischen beiden ist die Katze, die zwischen den Zeiten hin und her wechselt. Anfangs war das etwas verwirrend, vor allem, weil einer der beiden Handlungsstränge deutlich mehr Tiefe und Raum erhält. Dadurch fiel es mir leichter, mich mit diesem Teil der Geschichte zu verbinden. Der zweite Strang lässt dagegen viele Fragen offen und regt zum Nachdenken an – auf eine ganz eigene Weise, die das Buch noch lange nachwirken lässt. Was ich überhaupt nicht erwartet hatte, war das Thema Krieg, Flucht und Vertreibung. Einige Abschnitte waren emotional wirklich herausfordernd – so sehr, dass ich das Buch zeitweise zur Seite legen musste, um das Gelesene erst einmal zu verarbeiten. Doch genau das hat es auch so besonders gemacht. Denn neben all dem Schmerz und der Schwere zeigt die Geschichte auch Hoffnung, Mut und die Stärke von Frauen, die nicht aufgeben. Die Charaktere sind hervorragend gezeichnet: vielfältig, glaubwürdig und lebendig. Sie fügen sich stimmig in die Handlung ein und machen das Gesamtbild rund. Besonders schön fand ich die Rolle der Katze – nicht nur als verbindendes Element zwischen den Zeitebenen, sondern auch als stiller Beobachter, der immer wieder auf das oft übersehene Leid der Tiere hinweist. Insgesamt ist es ein beeindruckendes Buch. Sicherlich keine leichte Lektüre – aber eine, die sich unbedingt lohnt.

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