Produktbild: Psychopompos
Artikelbild von Psychopompos
Amélie Nothomb

1. Psychopompos

Psychopompos

Gesprochen von
10

19,95 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Gesprochen von

Dana Golombek Senden

Spieldauer

2 Stunden und 52 Minuten

Abo-Fähigkeit

Nein

Erscheinungsdatum

25.06.2025

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

11

Verlag

Diogenes Verlag

Übersetzt von

Brigitte Grosse

Sprache

Deutsch

EAN

9783257696066

Beschreibung

Rezension

»Amélie Nothomb ist eine Meisterin darin, die dunklen Seiten des Menschen aufzuzeichnen, die Wunden, die wir einander zufügen.«

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Mit Family Sharing können Sie Hörbücher innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Hörbuch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Hören durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um Hörbücher zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei einem tolino-Buchhändler haben.

Gesprochen von

Dana Golombek Senden

Spieldauer

2 Stunden und 52 Minuten

Abo-Fähigkeit

Nein

Erscheinungsdatum

25.06.2025

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

11

Verlag

Diogenes Verlag

Übersetzt von

Brigitte Grosse

Sprache

Deutsch

EAN

9783257696066

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  • Alrik Gerlach

    aus NordWestMecklenburg

    5/5

    05.08.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein literarischer Höhenflug mit Federn und Philosophie

    Manchmal stolpert man über ein Buch, das einen mit einem schrägen Grinsen zurücklässt und gleichzeitig den Kopf in philosophische Schleifen zwingt. „Psychopompos“ von Amélie Nothomb ist so ein Ding. Da wird nicht einfach über Vögel geplappert – nein, hier flattern Kraniche, stürzen sich Adler in den Text und Spatzen picken an den Synapsen. Nothomb erzählt von Federn, als wären es magische Schreibfedern, die direkt ins Leben und ins Jenseits kritzeln. Der Blick einer Diplomatentochter auf Japan, China, Bangladesch und Bhutan wirkt wie ein Weltreise-Flugticket für den Kopf, inklusive Kunstflug-Einlage. Jeder Vogel wird zur Metapher, jede Anekdote zum akrobatischen Looping zwischen Leben, Tod und der absurden Kunst, das alles in Worte zu fassen. Wer hier einen schnöden Ornithologie-Kurs erwartet, landet krachend daneben – das ist Poesie auf Speed, philosophisch und federleicht zugleich. Zwischen den Zeilen springt einem Nothombs unverwechselbare Mischung aus Ironie und zarter Melancholie ins Gesicht, so liebevoll, dass man gar nicht anders kann, als sich selbst als flatterhaftes Wesen zu begreifen. Brigitte Grosses Übersetzung trifft diesen Ton perfekt, als hätte sie selbst ein paar Federn gelassen, um diese Sprachschönheit zu weben. Es ist eines dieser Bücher, das sich anfühlt, als würde einem ein Vogel mit einem frechen Zwinkern etwas Entscheidendes zuflüstern – über das Leben, das Sterben und warum Schreiben der schönste aller Flugversuche ist. Selten so elegant in die Absurdität gestürzt worden! Fazit: Wer „Psychopompos“ liest, wird nicht nur Fan von Nothomb, sondern bekommt auch Federn fürs eigene Gedankenfliegen. Ein schräges, kluges Vergnügen mit Langzeitwirkung.

  • Kwinsu

    aus Salzburg

    5/5

    05.08.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Kind der Vögel

    Amélie Nothomb arbeitet in "Psychopompos" ihre eigene Geschichte auf: das Heranwachsen als Botschaftertochter in verschiedenen Ländern, ein traumatisches Erlebnis, das sie fortan nicht nur prägte, sondern fast umbrachte, die Suche nach sich selbst, die Verbindung zu Vögel, der stets anwesende Tod und schließlich ihr Schreiben. Die Autorin war mir bislang unbekannt, nach diesem ergreifenden Selbstportrait, das durch eine philosophische und teils poetische Sprache beeindruckt, möchte ich das rasch ändern. Von der ersten Seite weg zog mich ihre feinfühlige Sprache in den Bann, ihre innige Verbindung zu Vögel, der Genuss diese Tiere zu beobachten, die Versuche Verbindungen mit ihnen aufzubauen, Ähnlichkeiten mit sich selbst zu finden, der große Wunsch und die kindliche Überzeugung eines Tages fliegen zu können - als das kann ich zutiefst nachempfinden. Nebenher ist das Trauma so verheerend, dass sie es nicht beschreiben kann, doch löst sie es anhand ihrer metapherhaften und intensiven Sprache auf und hinterlässt die Lesenden schockiert. Danach sind auch die Vögel nicht mehr von großer Bedeutet, schlichtes Überleben zählt. Nicht all ihre Gedanken sind nachvollziehbar, aber grundsätzlich weiß man, worauf Nothomb hinaus will - sie schenkt den Leser*innen Vertrauen, indem sie ihre Gedankenwelt offenlegt. Die Autorin scheint sich gut auf die unterschiedlichen Kulturen, die sie im Laufe ihrer Kindheit kennenlernte, einlassen zu können, ja auch lieben zu lernen. Im Fokus steht, neben den Vögeln, immer ihr Vater, zu dem sie eine besondere Zuneigung hegt und dem sie am Ende seines Lebens etwas gibt, was sie auch noch nach seinem Tod verbindet. Die Verbindung zum Vater bleibt tief, auch nachdem ihr als Zwölfjährige dieses furchtbare Etwas passiert, das ihr die Liebe zum Meer, den Vögeln und auch zu sich selbst nimmt. Fortan ist sie unsicher, ob sie noch leben möchte, oder doch eher sterben, lange Zeit schwankt sie in einem Stadium zwischendrin. Irgendwann ist sie auf die antike Legende des Psychopompos gestoßen, ein Seelengeleiter, der die Seelen Verstorbener ins Jenseits begleitet und sie fragt sich, ob das ihre Rolle im Leben und im Sterben sein soll. Doch irgendwann weiß sie: ihre Bestimmung ist das Schreiben. Mein Fazit: Psychopompos ist ein ergreifendes Selbstportrait, das nicht nur Vögel, sondern auch die Vater-Tochter-Beziehung und die Beziehung zu sich selbst in den Mittelpunkt setzt. Es ist ein Versuch, sich selbst zu verstehen, das Hin- und Hergerissenwerden zwischen Lebensfreude und Todessehnsucht und ein Trauma durch das eigene Schreiben zu überwinden. Es ist eine Empfehlung an alle, die bereit sind, sich auf philosophische (Selbst-)Erkenntnisse einzulassen und die es nicht stört, dass man vielleicht nicht alles zu hundert Prozent nachvollziehen kann. Die Zerrissenheit und die siegende Liebe zum Leben fühlt mal allemal.

  • Boockpicker

    Book Circle Community

    5/5

    05.07.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Fliegender Vogel findet ins Leben

    Als Kind eines Diplomaten zieht die Autorin von Land zu Land, sieht Elend, Hunger und Tod und ist vor allem auf sich selbst angewiesen. Mit ihrer lebendigen Phantasie taucht sie ein in die Welt der Vögel, möchte gerne frei sein, fliegen – und hungert sich beinahe zu Tode. Nach einem traumatischen Erlebnis «ich war da, ohne da zu sein» (63) erwacht sie, bringt langsam ihren Körper wieder mit ihrem Geist, ihrer Seele zusammen (Körper und Seele verstanden sich wieder» (79) und lernt im Schreiben zu fliegen: «Jeden Morgen werfe ich mich mit der wahnwitzigen Hoffnung, es nicht verlernt zu haben, ins Leere» (79). «Der Vogel ist das Genie des gegenwärtigen Augenblicks» (84). Von nun an ist sie in Zwischenwelten zuhause, vermittelt zwischen Lebenden und Toten, begleitet Seelen auf ihren Reisen, findet ihre Bestimmung und Identität als Psychopompos, als Seelenbegleiterin «..dass die Kluft zwischen Leben und Tod nicht unüberwindbar ist» (95). Verspielt, eigenwillig und phantasievoll schildert sie ihre Kindheit, in ihrer speziellen autofiktionalen Art spinnt sie Fäden von ihrem eigenen Leben zur griechischen Mythologie und zu ihrem verstorbenen Vater.

  • Eternal-Hope

    aus Österreich

    5/5

    25.06.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die Vögel und der Tod

    Die Bücher der Autorin Amélie Nothomb kenne ich schon lange. Sie zeichnen sich durch einen ganz besonderen, einzigartigen Stil und Blick auf das Leben aus. Diesen kann man mögen oder nicht, mir gefallen die neuen Perspektiven, die sich dadurch eröffnen. Wer Amélie Nothomb ein bisschen kennt, weiß, dass sie als Tochter eines Botschafters in verschiedenen Städten und Ländern aufgewachsen ist: in Japan, in China, in New York, in Bangladesch usw. Das deutet sie auch in ihren anderen Büchern immer wieder mal an. In diesem Buch, wohl einem ihrer persönlichsten, erfahren wir viel von ihrer Lebensgeschichte und ihrem Aufwachsen, eingebettet in ihre Liebe zu Vögeln, die sie ganz besonders faszinieren. Das Buch beginnt mit einer Fabel von einer Kranichfrau, die für ihren Ehegatten wertvolle Umhänge herstellt, auf Kosten ihrer eigenen Gesundheit und ohne dass er dies zu schätzen weiß. Das war ein Einstieg, der mich beim Lesen gleich gepackt und für das Buch geöffnet hat. Danach geht es um die Kindheit der Autorin und die Vögel, die es an verschiedenen Orten gibt oder auch kaum gibt (wie ich durch das Buch gelernt habe, gab es auch eine Zeit, in der Mao die Vögel in chinesischen Großstädten fast ausrotten ließ, weil er sie für die Hungersnot mitverantwortlich machte). Sehr berührt hat mich auch eine Szene, bei der die Autorin als Kind gemeinsam mit ihrer Schwester die Wochenende in einer Hütte in den Wäldern um New York verbringt, frühmorgens schon wach ist, den Vögeln lauscht und sie anhand ihrer Stimmen genau identifizieren kann. Solche stillen, poetischen, nachdenklichen Szenen gibt es viele in dem Buch. Gegen Ende geht es noch um die mythische Figur des Psychopompos, eine Rolle, die auch dem antiken Götterboten Hermes/Merkur zugeschrieben wird: der, der die Seelen über den Schwellenfluss Styx ins Totenreich geleitet. Hier erzählt die Autorin von ihrem persönlichen Zugang und ihren Erfahrungen mit dem Thema Tod, und dass sie sich früher nicht als eine Psychopompe gefühlt hat, aber nach und nach doch, speziell nach dem Tod ihres Vaters, von dem sie auch danach noch das Gefühl hatte, Botschaften zu empfangen und mit ihm in Kontakt zu sein. Diese Beispiele zeigen schon: es ist ein ganz besonderes und vielfältiges, nicht leicht einzuordnendes Buch. Es werden verschiedene kleine Facetten aus dem Leben, Denken, Fühlen und Wahrnehmen der Autorin erzählt, es ist nicht unbedingt eine durchgängige Erzählung, obwohl es mit den Vögeln und dem Thema Psychopompos/Tod doch einen roten Faden gibt. Es ist ein kurzes Buch, das schnell gelesen ist, aber das mit seiner Tiefgründigkeit nachwirkt. Bestimmt ist es nicht für alle Menschen geeignet, aber für die, die es schätzen können und wollen und offen für ungewöhnliche Perspektiven sind, kann es sehr bereichernd sein. Ich habe es gerne gelesen.

  • Lena

    aus Essen

    4/5

    25.07.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein einzigartiger Roman

    Die Autorin Amélie Nothomb kannte ich leider nicht. Das ist schade, da ich dieses Buch dann wahrscheinlich noch mehr verstehen würde. Denn es ist zum Teil autobiographisch und sie erwähnt auch andere Bücher von ihr. Der poetische Schreibstil hat mich sofort gefesselt. Amélie Nothomb liebt Vögel und kann sich eine Welt ohne Vogelgezwitscher nicht vorstellen. Es werden viele Arten erwähnt. Ich liebe auch Vögel, deshalb hat mich schon das Cover begeistert. Ihr turbulentes Leben in unterschiedlichen Ländern hat sie ständig mit verschiedenen Vögeln in Verbindung gesetzt. Sie würde auch gerne frei sein und fliegen und schafft es dann auf ihre eigene Art. Das fand ich höchst interessant! Zusätzlich kommen die Mythologie und Gedanken über den Tod vor. Die Autorin erzählt über ihr Leben und ihren verstorbenen Vater. Manches konnte ich nicht ganz nachvollziehen, aber dennoch habe ich gerne darüber gelesen, da es philosophisch ist. Das Buch hat mich zum Nachdenken aber manchmal auch durch Ironie zum Schmunzeln gebracht. Fazit: Ein einzigartiger und persönlicher Roman über ein interessantes Leben.

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Bewertungen (10)

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