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Band 328

Knallkrebse Roman | „Ein wichtiges literarisches Zeugnis der ‚Wir schaffen das'-Aufbruchsära" - Süddeutsche Zeitung

Aus der Reihe Debütromane in der FVA
13

24,00 €

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Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

13.03.2025

Verlag

Frankfurter Verlagsanstalt

Seitenzahl

256

Maße (L/B/H)

20,6/13,6/3,2 cm

Gewicht

388 g

Farbe

Ozeanblau / Sonnengelb

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-627-00328-9

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

13.03.2025

Verlag

Frankfurter Verlagsanstalt

Seitenzahl

256

Maße (L/B/H)

20,6/13,6/3,2 cm

Gewicht

388 g

Farbe

Ozeanblau / Sonnengelb

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-627-00328-9

Herstelleradresse

Frankfurter Verlags-Anst.
Arndtstraße 11
60325 Frankfurt
DE

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  • Bewertung

    5/5

    05.09.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    wichtiges Debut mit feinem Gespür

    Tom ist Physikdoktorand und glücklich mit seiner Laura zusammen. Er hat die Patenschaft für einen sechzehnjährigen Flüchtling aus Quetta übernommen und Farid wird bald zu einem Freund, Vertrauten und zu dritt wird um die Häuser gezogen und so einiges erlebt und Farid ist hungrig und probiert vieles aus. Er hat aber eine Vergangenheit und er musste auch geliebte Menschen zurück lassen auf seinem langen Weg nach Deutschland und das wiegt schwer. Auch Tom hat seine eigenen Gedanken und Probleme und Laura natürlich auch. Dann kommt ein Knackpunkt in der Beziehung der drei und nichts ist mehr wie zuvor, denn das Schweigen ist zu groß. Der Debutroman von Christian Mitzenmacher ist eine absolute Wucht! Mit feinem Gespür für die Momente, Situationen und Gefühle seiner Protagonisten, erzählt er eine politisch sehr wichtige Geschichte. Es geht aber eben um eines der wichtigsten Themen überhaupt, dass man reden soll, ehrlich sein soll und das Schweigen nie eine Lösung ist und leider oft zu einem Bruch im führt. Ich freu mich auf mehr von diesem vielversprechenden Autor. Das Buch packe ich in meinen Bücherkoffer und werde es bei meinen Präsentationen vorstellen.

  • Bewertung

    5/5

    03.08.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Debütroman - einzigartig wie Knallkrebse

    Der Debütroman Knallkrebse von Christian Mitzenmacher, in der Frankfurter Verlagsanstalt erschienen, hat einen außergewöhnlichen Titel. Was hat also der Titel mit der Geschichte zu tun? Knallkrebse sind nämlich Garnelen, die mit ihren Scheren einen lauten Knall erzeugen und so ihre Beute (Würmer, kleine Fische) betäuben. Ich bin sehr gespannt der Geschichte gefolgt, die die Lesenden unter anderen auch nach Frankreich führt, aber bevor der Schauplatzwechsel Licht in einige unklare Verhältnisse bringt, erzählt der Autor die Geschichte eines zunächst eher oberflächlichen Zweckbündnisses, das aber dann im Laufe der Geschichte zu einer intensiven Freundschaft führt und wie in jeder guten Geschichte müssen Tom und Farid einige Hindernisse gemeinsam durchstehen, bis sie sich als echte Freunde bezeichnen können. Farid (Flüchtling) und Tom (deutscher Physikstudent) könnten unterschiedlicher nicht sein und doch gibt es irgendwann auch bei ihnen die berühmten Schnittmengen und ein tiefes gegenseitiges Mitgefühl. Die Lesenden lernen nebenbei sehr viel über das Thema Flucht. Tom erzählt in einigen Abschnitten Farids Geschichte in dessen Beisein nach und Farid ergänzt sie dann. Diese Fluchterlebnisse können natürlich eine Freundschaft auch auf die Probe stellen. Dieser ungewöhnliche Roman hat mir gut gefallen. Als Leser wird man direkt in die Handlung und die Gedanken von Tom hineingeworfen. Erst allmählich lernt man die Protagonisten kennen. Es gibt viele kurze Sätze und Dialoge, diese geben dem Text ein schnelles Tempo. Die Szenen kann man sich gut vorstellen, es sind einzelne Schlaglichter auf die Hauptfiguren: Tom, Farid, Laura, Lukas, Yev, Sofie, Pari. Ich fand es erstaunlich und fast etwas befremdlich, dass Tom als Anfangsmotivation angibt, einen Flüchtling zu begleiten, nur um seinen Lebenslauf optimieren zu wollen. Es bleibt spannend, wie sich die Mosaiksteine zu einem Bild zusammensetzen. Die Figuren entwickeln sich. Dass Farid zeitweise so niedergeschlagen ist, weil er nichts tun kann, ist kaum für den Leser zu ertragen. Sehr gut beschrieben sind die Szenen, in denen Farid eine Art Depression entwickelt. Das Thema ist ein wichtiges, eine der traurigen Fassetten der Vertriebenen und Verfolgten, die ihre Angehörigen und Lieben zurücklassen müssen. Und so aktuell, wo gerade jetzt viele wieder abgeschoben werden und der Nachzug der Angehörigen gestoppt wird. Farid hat Pari zurückgelassen. Was ist aus ihr geworden? Farids Vater taucht überraschend auf. Auch er hat die Flucht geschafft und scheint ebenso wie Farid ein netter Kerl zu sein, aber nervlich wesentlich stabiler zu sein als der Sohn. Fazit: Am Schluss kommen alle Figuren wieder zusammen und es gibt einen positiven Ausblick. Der Schreibstil war durchweg angenehm zu lesen und im Laufe der Geschichte gibt es viele Stellen, die einen nachdenklich zurücklassen. Ein Buch, das erst allmählich seine Wirkung entfaltet. In jedem Fall lohnenswert zu lesen.

  • Chris

    aus Wuppertal

    5/5

    03.08.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Debütroman - einzigartig wie…

    Debütroman - einzigartig wie Knallkrebse Der Debütroman Knallkrebse von Christian Mitzenmacher, in der Frankfurter Verlagsanstalt erschienen, hat einen außergewöhnlichen Titel. Was hat also der Titel mit der Geschichte zu tun? Knallkrebse sind nämlich Garnelen, die mit ihren Scheren einen lauten Knall erzeugen und so ihre Beute (Würmer, kleine Fische) betäuben. Ich bin sehr gespannt der Geschichte gefolgt, die die Lesenden unter anderen auch nach Frankreich führt, aber bevor der Schauplatzwechsel Licht in einige unklare Verhältnisse bringt, erzählt der Autor die Geschichte eines zunächst eher oberflächlichen Zweckbündnisses, das aber dann im Laufe der Geschichte zu einer intensiven Freundschaft führt und wie in jeder guten Geschichte müssen Tom und Farid einige Hindernisse gemeinsam durchstehen, bis sie sich als echte Freunde bezeichnen können. Farid (Flüchtling) und Tom (deutscher Physikstudent) könnten unterschiedlicher nicht sein und doch gibt es irgendwann auch bei ihnen die berühmten Schnittmengen und ein tiefes gegenseitiges Mitgefühl. Die Lesenden lernen nebenbei sehr viel über das Thema Flucht. Tom erzählt in einigen Abschnitten Farids Geschichte in dessen Beisein nach und Farid ergänzt sie dann. Diese Fluchterlebnisse können natürlich eine Freundschaft auch auf die Probe stellen. Dieser ungewöhnliche Roman hat mir gut gefallen. Als Leser wird man direkt in die Handlung und die Gedanken von Tom hineingeworfen. Erst allmählich lernt man die Protagonisten kennen. Es gibt viele kurze Sätze und Dialoge, diese geben dem Text ein schnelles Tempo. Die Szenen kann man sich gut vorstellen, es sind einzelne Schlaglichter auf die Hauptfiguren: Tom, Farid, Laura, Lukas, Yev, Sofie, Pari. Ich fand es erstaunlich und fast etwas befremdlich, dass Tom als Anfangsmotivation angibt, einen Flüchtling zu begleiten, nur um seinen Lebenslauf optimieren zu wollen. Es bleibt spannend, wie sich die Mosaiksteine zu einem Bild zusammensetzen. Die Figuren entwickeln sich. Dass Farid zeitweise so niedergeschlagen ist, weil er nichts tun kann, ist kaum für den Leser zu ertragen. Sehr gut beschrieben sind die Szenen, in denen Farid eine Art Depression entwickelt. Das Thema ist ein wichtiges, eine der traurigen Fassetten der Vertriebenen und Verfolgten, die ihre Angehörigen und Lieben zurücklassen müssen. Und so aktuell, wo gerade jetzt viele wieder abgeschoben werden und der Nachzug der Angehörigen gestoppt wird. Farid hat Pari zurückgelassen. Was ist aus ihr geworden? Farids Vater taucht überraschend auf. Auch er hat die Flucht geschafft und scheint ebenso wie Farid ein netter Kerl zu sein, aber nervlich wesentlich stabiler zu sein als der Sohn. Fazit: Am Schluss kommen alle Figuren wieder zusammen und es gibt einen positiven Ausblick. Der Schreibstil war durchweg angenehm zu lesen und im Laufe der Geschichte gibt es viele Stellen, die einen nachdenklich zurücklassen. Ein Buch, das erst allmählich seine Wirkung entfaltet. In jedem Fall lohnenswert zu lesen.

  • Venenorojo

    5/5

    14.07.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Roman um Vielfalt und Tiefe von Freundschaften und die Tragik hinter jeder Flucht

    Christian Mitzenmacher hat in meinen Augen einen sensationellen Debütroman hingelegt. Die Geschichte dreht sich zu Beginn um die drei Hauptprotagonisten Tom, Laura und Farid. Tom übernimmt die Patenschaft für den minderjährigen Flüchtling Farid. Seine Freundin Laura und die beiden werden ein eingespieltes Trio, das viele gemeinsame Unternehmungen in München macht. Das großartige an diesem Roman sind dabei viel Wortwitz und die Dialoge, die sehr authentisch erscheinen und manchmal eben auch ausbleiben, wenn einem die Worte einfach fehlen. Schwerpunkte des Romans sind die Themen Freundschaft und Flucht. Was macht eine Freundschaft aus? Wieso sind Freundschaften oftmals so unterschiedlich, und wie tief ist eine Verbundenheit zwischen Menschen? Unter welchen Umständen Farid geflohen ist und was er auf seiner Flucht alles erlebt hat, erfährt der Leser nur teilweise. Ich habe bei diesem Buch gelacht, vor Betroffenheit geschluckt, viel eigenes Verhalten hinterfragt und oft geschmunzelt. Die sehr kurzweiligen und intensiven Dialoge haben dieses Buch unwahrscheinlich bereichert. Die Geschichte hinterlässt offene Fragen, aber in meinen Augen beantwortet das Leben nun einmal nicht immer alle Fragen, nur weil wir das wünschen. Von daher von mir eine absolute Leseempfehlung!

  • Bewertung

    5/5

    10.04.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Tolles Buch!

    Dieses Buch hat mich sehr berührt, aber auch einige Knoten in der Magengegend hinterlassen. Es geht in diesem Buch um Tom, Physikdoktorant, der die Patenschaft eines minderjährigen Geflüchteten aus Afghanistan übernimmt. Anfangs sind die Begegnungen zwischen Farid und Tom holprig, aber schnell entsteht eine enge Freundschaft. Auch Toms Freundin Laura (sehr sympathisch) ist mit beim Dreiergespann und zusammen erleben sie tolle Zeiten. Aber Farid vermisst seine Familie. Er ist alleine in Deutschland und hadert mit sich, ob es die richtige Entscheidung war. Und dann ist da noch Pari, die er auf der Flucht im Iran kennengelernt hat und zurückbleiben musste, da sie verhaftet wurde. Seine Verluste und die Trauer sind so stark, dass er sich in eine psychiatrische Klinik einweisen lässt. Tom und Laura setzen alles daran, ihm zu helfen aus diesem Strudel herauszukommen. Und dann ist plötzlich auch sein Vater in München. Das Buch ist toll geschrieben! Es ist eine schweres Thema, aber durch den tollen Schreibstil, wird einem richtig warm ums Herz. Was nicht zuletzt daran liegt, dass Tom und Laura herzensgute Menschen sind, von denen es viel mehr braucht.

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