Den alten Mann kann niemand leiden. Er kauft seiner Frau keine Blumen, isst jeden abgelaufenen Joghurt und nicht einmal die alte rosa Hose wirft er weg. Stattdessen trägt er sie mit Stolz zum Einkaufen. Die Leute lachen über ihn, aber das ist ihm egal. Doch als sein Enkelkind geboren wird, weint er vor Glück. Von nun an sieht man Opa und Enkel oft Hand in Hand spazieren. Als das Kind alt genug ist, fragt es den Großvater, warum er nichts wegwerfen kann. Der alte Mann ist verblüfft. Dann beginnt er zu erzählen: über Verschwendung und Chemikalien, Kinderarbeit und Umweltverschmutzung. Alles, damit sein Enkel sein Handeln versteht und eines Tages in einer besseren Welt leben kann.
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Eine sehr berührende Geschichte, die zum Nachdenken anregt
Liesa_Kinderbuchbloggerin aus Niederkrüchten am 17.07.2025
Bewertungsnummer: 2542030
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Im Mittelpunkt steht ein älterer Herr mit griesgrämigem Gesicht. Tatsächlich begegnen wir dem Mann durchgehend mit finsterer Miene, sodass es kaum wundert, dass er von anderen Menschen nicht besonders gemocht wird. Selbst seine Frau schämt sich für ihren Ehemann, weil er nicht in der Lage ist, sie an ihren Geburtstagen mit einer Rosa zu überraschen oder auch weil er das Badewasser für die Klospülung aufbewahrt. Er isst, was da ist, auch wenn es schon lange über dem MHD liegt. Die aussortierte Kleidung seiner Frau, wie eine rosa Hose, trägt er selbst auf. Andere würden ihn vielleicht als Geizhals bezeichnen, doch als sein geliebter Enkel groß genug ist und sich bei seinem Opa nach den Gründen für sein Handeln erkundigt, lernen wir eine ganz andere, unerwartete Seite des Großvaters kennen.
Im Gespräch wird deutlich, dass er vor allem so agiert, um seinem Enkel eine bessere Zukunft zu ermöglichen und um nicht auf Kosten anderer Menschen in Saus und Braus zu leben.
Sei es, Lebensmittel unbedacht wegzuschmeißen, die den Hunger vieler armer Menschen stillen könnten. Oder noch gut tragbare Kleidung auszusortieren, an der vielleicht sogar ein Kind genäht hat, um für seine Familie zu sorgen.
Und während der Junge zugibt, er selbst würde sich mit solch einem Verhalten Sorgen um seine Außenwirkung machen, reagiert der Großvater darauf mit einer ganz bedeutenden Aussage:
"Es kommt nicht darauf an, was fremde Leute über dich denken.
Wichtig ist nur, was der denkt, für den du das alles machst. Dein Enkel." (Buchzitat)
Mich hat diese Geschichte sehr bewegt und daran erinnert, wie viel ich selbst noch falsch mache. Immer wieder versuche ich, Wege zu finden, mit weniger Plastik auszukommen und generell umweltbewusster zu leben. Erst kürzlich habe ich mich an selbst gemachten Früchteriegeln versucht. Das Ergebnis war eine Katastrophe. Dafür kommt bei uns nur äußerst selten das Auto zum Einsatz und ich erledige das meiste mit Rad und City-Roller.
Aber sind wir ganz ehrlich: Es kostet schon Überwindung und die Bereitschaft für langfristige Veränderung. Oft sind wir dann doch zu bequem. So handeln wie der Großvater werden wohl nur die wenigsten. Aber müssen wir das wirklich? Ich denke, schon einige wenige Veränderungen können schon viel bewirken, wenn alle mitmachen. Vor allem auch die Industrie und Politik.
Würde ich dieses Buch weiterempfehlen: auf jeden Fall! Es werden gleich drei wichtige Themen angesprochen: Umweltschutz, Verschwendung und der Glaube an uns selbst. Aus Überzeugung zu handeln. Selbstbewusst und sich nicht von anderen Lebensstilen und Meinungen vom Weg abbringen oder schwanken zu lassen.
Was ich mir noch gewünscht hätte: Dass der Großvater zumindest seinem Enkel gegenüber ein Lächeln zustande bringt, das ihn sympathischer wirken ließe. Und Handlungsalternativen. Wenn er nicht bereit ist, seiner Frau zum Geburtstag mit einer Rose eine Freude zu bereiten, könnte er doch etwas Köstliches für sie kochen. Und in puncto Kleidung könnte man Secondhand-Shops oder auch nachhaltig produzierte Klamotten als Alternative aufzeigen.
Ansonsten eine sehr gelungene und nachdenklich machende Geschichte!
Es ist egal, was andere Leute…
Eva Fl. aus Franken am 10.07.2025
Bewertungsnummer: 2948243
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Es ist egal, was andere Leute über dich denken. In diesem Buch lernt man ein älteres Ehepaar und davon vor allem den Mann kennen, der seinen Mitmenschen gegenüber eher garstig ist. Außerdem ist er extrem sparsam, verwendet die Plastikmülltüte mehrfach, das Wasser der Badewanne nutzt er zum Spülen der Toilette. Seine Frau schämt sich dafür und ist deshalb auch traurig. Als er einen Enkelsohn bekommt, unterhält er sich schon von klein auf mit ihm und erklärt ihm schließlich, warum er sich so verhält. Denn er tut dies auch im Blick auf die kommende Generation… Auf den Inhalt des Buches war ich sehr gespannt, da der Titel doch auch sehr interessant ist. Neugierig also darauf, was der Opa mit der rosa Hose so macht, habe ich es schließlich gelesen und mir meine Meinung gebildet. Die Bilder im Buch sind absolut passend und schön, man kann so dem Opa die Mimik hier durchaus gut ablesen. Auch die weiteren Szenen sind gut bebildert. Die Texte halten sich zu Beginn recht in Grenzen und sind eher kurz, später dann erklärend länger. Für Kinder ab vier Jahren sind diese gut verständlich und doch auch nachvollziehbar. Inhaltlich habe ich das Buch als etwas hart empfunden. Den generellen Hintergrund des Buches, nämlich Klimaschutz bzw. Nachhaltigkeit für die nächste Generation zu leben, finde ich gut, die Umsetzung des Opas extrem rigoros. Das empfinde ich für Kinder als etwas zu extrem. Meiner Ansicht nach kann man dies auch auf andere Art und Weise kommunizieren, vor allem nicht mit so einem dauerhaft garstigen Großvater. Von mir gibt es hier 3 von 5 Sternen, hinsichtlich einer Empfehlung bin ich unentschlossen.
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